November 2022

Eröffnung des Adventsmarkts im Schlösschen am 27. November 2022

von Eveline Harder

Zum 1. Advent am Sonntag wurde der Adventsmarkt im Sozialwerk pünktlich um 14:00 Uhr eröffnet.
Eine festliche Atmosphäre empfing die Gäste. Die herrlich weihnachtliche Aus-gestaltung der Räume, die Stände, die wieder raumhohe Tanne in rotem Schmuck bezauberten alle. Kapellmeister Wilfried Schmidt am Flügel eröffnete den Reigen mit Adventsmusik, der Schlösschenchor verwöhnte die Anwesenden mit Festtagsliedern und zwischendurch wurden Gedichte und Anekdoten vorge-tragen. Wie immer war die hervorragende Kuchen- und Tortenauswahl sowie Stolle nicht nur ein Hingucker sondern verwöhnte die Gaumen bei Kaffee, Tee und Schokolade. Die Teilnehmer:innen genossen das Ambiente, plauderten und ließen sich vom Team verwöhnen. Es war die richtige Einstimmung auf die kommende Vorweihnachtszeit. Einfach Advent pur!
In der Zeit vom 27.11. bis 04.12.2022 findet täglich der Weihnachtsmarkt von 14:00 bis 18:00 Uhr statt im Sozialwerk Berlin e. V. statt. Besucher:innen sind herzlich willkommen.

28.11.2022


November 2022

Modenschau im Sozialwerk Berlin
Am 5. November war sie wieder da – eine Modenschau für Seniorinnen und Senioren in unserem „Schlösschen“. Frau Rita Miesen und Frau Irene Sauerhatten die Idee dazu und mit der Firma MODEMOBIL auch gleich einen interessanten Anbieter gewonnen. Es stellte sich aber die Frage: Wie findet man die für die Präsentation erforderlichen Models? Für die Mitglieder des Schlösschenchors, dem auch die genannten Damen angehören, war die Antwort schnell gefunden. Sie lautet: Wir machen es selbst!

Ein Termin wurde geplant, die „Models“ wurden angesprochen und schon konnte die Modenschau starten. In zwei Durchgängen wurde die aktuelle Herbstmode präsentiert. Das die Mode nicht auf die Damen beschränkt ist zeigten Herr Eckhardt Weber und Herr Rolf Meyer. Alle „Models“ waren mit Begeisterung bei der Sache und führt neben der Bekleidung auch attraktive Accessoires fast professionell vor.

Das Publikum war begeistert und belohnte jede Präsentation mit großem Applaus. Es zeigte sich wieder, wie das Sozialwerk die oft erhobene Forderung nach sozialer Teilhabe unter eigener Regie umsetzt. Die nachfolgenden Bilder geben einen Eindruck davon.

Text und Bilder: Rolf Meyer


November 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Luise Lunow am 13. November 2022 „80 Jahren zwischen Ost und West, Bomben und Theater“

Wieviel Esprit, Mut und Tatkraft eine 90-jährige Schauspielerin haben kann, bewies uns Luise Lunow am Sonntag im Schlösschen-Café. Sie zückte ihr Tablet, um dort aus ihrem Buch „Auch diese Rosine hat noch Saft“ vorzulesen. Sie begann mit den Bombennächten in Babelsberg und den großen Angriff auf Potsdam am 14. April 1945. Sie berichtete über ihre Ballett- und Theaterausbildung und den ersten Engagements in Ost-Berlin, wie Berliner Ensemble, Deutsches und Gorki-Theater. Der langsame Aufstieg begann und immer dazu die langen S-Bahnfahrten von Babelsberg in diese geteilte und noch offene Stadt. Die erste Zäsur entstand 1961 durch den Bau der Mauer. Während sie vorher zwischen Ost und West pendelte, begann jetzt eine neue Zeit.
1987 blieb sie und ihr Mann anlässlich eines Verwandtenbesuchs in West-Berlin, der Sohn blieb zurück. Die Zeit aus dem Flüchtlingslager streifte sie und die Wohnungs- und Arbeitssuche begann. Ihr Mann bekam als Arzt gleich eine neue Position im Krankenhaus und sie fing an in einem kleinen Off-Theater in Kreuzberg ohne Honorar zu spielen. Von hier aus begann ihr Aufstieg zu den West-Berliner Bühnen. Und wie vorher in der DDR, setzte sie ihre Arbeit in den Synchronstudios fort. Ihre markante Stimme verlieh und verleiht sie bis heute vielen bekannten ausländischen Schauspielerinnen.
Der Jugend wurde sie besonders bekannt durch ihren Rap „Enkelschreck“, der millionenfach angehört wurde. 2019 wurde ihr der Deutsche Synchronpreis für ihr Lebenswerk verliehen. Mit einer angeregten Diskussion schloss die Veranstaltung ab – ein begeistertes Publikum dankte ihr mit großem Applaus für diesen Auftritt. Ein herzlicher Dank geht an die Künstlerin, die in Kürze mit ihrem Sohn einen längeren Aufenthalt in Kuba antreten wird.
Eveline Harder
Fotografin: Irene Sauer

14.11.2022


Oktober 2022

Herr Doktor, lassen Sie mich gehen!“
Die 17. Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin am 14. Oktober 2022 diskutierte über das Thema – „Wenn alte Menschen sterben wollen“

von Eveline Harder

Die Fachtagung, geleitet von Dirk Müller, MAS Palliativ Care, fand wieder im Konrad-Adenauer-Haus im Tiergarten statt. Ca. 300 Personen in Präsenz waren anwesend und etliche Teilnehmer:innen per Video zugeschaltet. Wie immer gab es ein reichhaltiges Programm mit vielen interessanten und bewegenden Vorträgen und Sessionen. Dirk Müller begann mit der Aussage: „Was keiner übersteht, ist das Leben. Und was bleibt“? Ein Verständnis dafür zu entwickeln vom Leben und Gehenlassen und wie dann umgehen mit der Leere. Jeder dritte Deutsche würde den Suizid vorziehen anstatt ins Pflegeheim zu gehen. Wenn alte Menschen lebensmüde sind, verstärken sich die Suizidgedanken. Hier gilt es in der Palliativen Geriatrie, die Patienten zu betreuen, zu begleiten und ihnen die Ängste bei assistierten Suizid zu nehmen.
Das Grußwort von der Ehrenvorsitzenden Marina Kojer der Fachgesellschaft, sie wurde per Video aus Wien zugeschaltet, war sehr berührend. Berichtete sie doch aus ihrem Alltag als Hochaltrige, über das Nachlassen der Kräfte, über Abhängigkeiten und über die Unbillen des täglichen Lebens.
Professor Dr.Ralf Jox, Lausanne, „Sterbewünsche in der Palliativen Geriatrie. Wo und wie begegnet uns dieses Thema“. Er erläuterte er an einigen Fachbeispielen Sterbewünsche in der Palliativen Geriatrie. Patienten sind zum Beispiel Mitglied bei EXiT oder Digitas, um hier die Möglichkeit des Suizids zu erhalten. Nicht immer bedeutet aber eine solche Mitgliedschaft, dass davon Gebrauch gemacht wird. Es kommt auf die jeweilige gesundheitliche Verfassung und Gemütslage an. Verstärkt werden diese Todesgedanken durch Alleinsein, keine Angehörigen und keine Freunde mehr und gesundheitliche Beschwerden aller Art. Er schloss mit dem Text des Reinhard-May-Liedes: „Lass nun ruhig los das Ruder…“.
Dr. Roland Kunz aus Zürich hatte das Thema „Wie kann ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben und Sterben alter und hochbetagter Menschen bis zuletzt gesichert werden“. Er verlas einen Text einer 87-jährigen Patientin: „Ich bin wie eine Rose im Garten, die ständig Blätter verliert und irgendwann bleibt nur noch der Stiel stehen, der schließlich abbricht und das ist auch gut so.“ Hier stellt sich nun die Frage, was kann die Palliative Geriatrie im Umgang mit Sterbewünschen tun? Es bietet sich Gespräch- bzw. Kommunikationsbereitschaft, das Auseinandersetzen mit der eigenen Endlichkeit sowie die Berücksichtigung des Total Pain Konzepts an. Die Gewissheit am Ende selbst entscheiden zu dürfen, könnte neben der Schmerzlinderung ein Faktor sein, der den Patienten die Angst vor dem Sterben nimmt.
Passend dazu abschließend ein Gedicht von Hermann Hesse: „Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen, die man schon lange getragen hat, das ist eine wunderbare Sache“.
Der Gedankenaustausch in den Pausen gab noch einmal die Möglichkeit, sich mit der Thematik auszutauschen.

21.10.2022


Oktober 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Erich Laaser „Sport – Leidenschaft und Aufgabe“ am 16. Oktober 2022
Erich Laaser, Jahrgang 1951, der bekannte Sportjournalist, war am 16.10.2022 zu Gast im Schlösschen-Café. Mehr als zwei Stunden plauderte er über sein Leben aus der Welt des Sports, angereichert mit etlichen Anekdoten über persönliche Begegnungen.
Seine Karriere begann mit einem Praktikum beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt a. M., wo er im Alter von 35 Jahren bereits Sportchef Hörfunk wurde. Hier lebte er nun seinen Traum: Live-Reportagen vom Fußball und vielen anderen Sportarten. Für die ARD nahm er an drei Fußball-Weltmeisterschaften teil, wobei sein persönlicher Höhepunkt das Erlebnis des Weltmeisterschafts-Finales 1986 zwischen Argentinien und Deutschland war, als er im Innenraum des Stadions nah am deutschen Tor stand und die Atmosphäre von 120.000 Zuschauern aufsog.
Vier Jahre später durfte er das Finale in Rom kommentieren und die historischen Worte sagen „Deutschland ist Fußball Weltmeister“. Mindestens genau so spannend wie die Schilderungen der Fußball-Ereignisse waren die Berichte über die Olympischen Spiele, die er zwischen 1984 und 1992 erlebte. Dann ereilte ihn der Ruf von SAT.1, und er wechselte zum Privatfernsehen. Im Jahr 2013 kommentierte er sein letztes Fußballspiel, bezeichnend, dass es ein Hertha-Spiel war. Für die Zuhörer besonders beeindruckend waren die Schilderungen von Begegnungen mit zahlreichen Prominenten, wie Boris Becker, mit dem er – zur Verblüffung von Becker – in der Stimmlage von Boris sprach, mit Vitali Klitschko oder auch mit Angela Merkel, der er in seinem Ehrenamt als Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten die Fair-Play-Trophäe für das faire deutsche Sportpublikum bei den Top-Sportveranstaltungen des Jahres 2006 überreichte.
Es waren zwei Stunden Zeitreise, angefüllt mit vielen Ereignissen, Episoden und Anekdoten. Der Sportbegeisterte Zuhörerkreis war mehr als angetan und stellte immer mehr Fragen. Großer Dank geht an Erich Laaser, den wir gern wieder einmal im Sozialwerk Berlin e. V. begrüßen würden.
Eveline Harder
Foto: Monika Borchert


Oktober 2022

„DIA-Vortrag von Joachim Krüger über „WALTHER RATHENAU – Grausamer Mord im
Grunewald“

In einem Vortrag am 9. Oktober erinnerte Joachim Krüger in Wort und Bild an Walther Rathenau.
Von 100 Jahren, also 1922, wurde der deutsche Außenminister der Weimarer Republik, Walther Rathenau, von Rechtsradikalen im Grunewald auf offener Straße
erschossen. Rathenau, Sohn des AEG-Gründers und selbst im Betrieb vielfältig engagiert, leidenschaftlicher Unternehmer, national und kaisertreu gesinnt, jüdischen Glaubens, Leiter der Kriegsrohstoffabteilung im ersten Weltkrieg, zugleich
grundlegender Denker und Schriftseller sowie europäischer Zukunftsplaner.
Nach dem Kriegsende 1918 und dem Beitritt zur Deutschen Demokratischen Partei, steht er für den Versailler Vertrag, wird als „Erfüllungspolitiker“ diffamiert, 1921 Wiederaufbauminister, 1922 Außenminister unter Joseph Wirth (Zentrum), Konferenz von Genua, Vertrag von Rapallo.
Mord aus verblendeter nationalistischer Rache: „Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau!“
Mit ihm starb 1922 ein aufrechter Demokrat, der Deutschland wieder auf den Weg von Rechtsstaatlichkeit und zu wirtschaftlichem Erfolg in einem Europa gegenseitiger
Rücksichtnahme und Partnerschaft bringen wollte.


September 2022

Ein Schlagernachmittag

Am 17.September war bei uns die Schlagersängerin Stefanie Simon zu Gast.
Ihr Motto ist : Ich will den Menschen Freude machen mit Musik. Das war auch ihr Lebensziel als sie an der Universität der Künste Show und Musical studierte. Sie trat in vielen Fernsehsendungen auf und moderierte viele Jahre mit John Hendrik im RIAS Berlin „Das zweite Frühstück. An diesem
Nachmittag präsentierte sie viele Schlagererinnerungen aus der Zeit der ZDF- Hitparade. In dem Schlagermedley hatte man mit 17 noch Träume, sah hinter die Kulissen von Paris und stellte fest: Liebeskummer lohnt sich nicht. Bei diesen bekannten Melodien klatschten schon die Zuhörer begeistert mit. Aber auch an Zarah Leander – Nur nicht aus Liebe weinen – und Edith Piaf mit – Non , je ne regrette rien – wurde erinnert. Vicky Leandros sang – Ich liebe das Leben – und das ist auch das Lebensmotto von Stefanie Simon.
Margit Hankewitz bedankte sich bei der Künstlerin für den heiteren Auftritt und bat um eine Zugabe, die mit „Mamma Mamma Maria„ erfüllt wurde. Hier wurde dann zum Abschluss fröhlich mitgesungen, geklatscht und sogar getanzt.

Fotos und Text
Wilfried Neumann


September 2022

Ein Chorkonzert

Am 3. September war der Ernst-Moritz-Arndt-Chor bei uns zu Gast. Unter der Leitung von Klaus Peter Pohl wurden überwiegend Volkslieder vorgetragen. Auch einige Kunstlieder wie zum Beispiel „Die Primel“ von Felix Mendelssohn Bartholdy kamen zu Gehör. Bei „Hoch auf dem gelben Wagen“ durfte mitgesungen werden und der Chorleiter begleitete am Klavier. Ein Berlin-Medley bildete den Abschluss des Programms. Bei der Moderation von Dieter Retz zwischen den Liedern erfuhren wir, dass der Chor 1952 von sangesfreudigen Eisenbahnern gegründet wurde. Er erfreute sich damals großer Beliebheit und hatte teilweise bis zu 60 Mitglieder. Bei uns traten jedoch nur 19 Sänger auf.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Der Paritätische Rundbrief 3 / 2022

„Tiere – im Paritätischen Auftrag unterwegs“ – den Artikel finden Sie auf Seite 19 u. 20.

Hier können Sie den Rundbrief 3/2022 lesen


Juli 2022

Ein unvergesslicher Nachmittag mit Urmas Pevgonen
Am 30. Juli wurde die Reihe unserer Kulturveranstaltungen mit einem Konzert des Baritons Urmas Pevgonen fortgesetzt. Er ist einem breiten Publikum als Interpret klassischer Opern- oder Operettenrollen bekannt. Dies ist auch der Grund dafür, dass der große Sall im Käte-Tresenreuter-Haus restlos ausverkauft war. Allerdings ist zu sagen, dass das Platzangebot gegenüber früheren Jahren werden der Corona-Bedingungen reduziert werden musste.
Schon früh trafen die ersten Gäste ein, um an den liebevoll dekorierten Tischen Platz zu nehmen. Das Team um Ingrid Junkuhn hatte wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet. So konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen auf das Konzert einstimmen. Umas Pevgonen wurde von Ilja Kurtev am Knopfakkordeon unterstützt.
Das musikalische Programm wurde mit dem populären Volkslied „Freut Euch des Lebens“ eröffnet. Weitere Volkslieder wie „Ännchen von Tharau“ folgten. In den Gesangspausen wurden Musikstücke auf dem Knopfakkordeon dargeboten. Beim Lied „Komm Zigan“ aus der Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán sah man die Finger von Ilja Kurtev nur so „über die Tasten flitzen“. Hörenswert war auch das relativ unbekannte Medley von Liedern des Schauspielers Charly Chaplin.
Der Nachmittag wurde mit einer Zugabe des russischen Volksliedes „Kalinka“ beendet. Das Publikum war einmal mehr begeistert und dankte den Künstlern mit einem langanhaltenden Beifall.

Text: Rolf Meyer, Hans-Ulrich Litzner (Redaktion)
Fotos: Rolf Meyer


Juli 2022

Impressionen vom Sommerfest

Am 15. und 16. Juli fanden bei schönem Sommerwetter die diesjährigen
Sommerfeste statt. Kaffee und Kuchen wurden im Saal serviert. Danach
wurde draußen auf der Terrasse Platz genommen. Zur Unterhaltung
spielte die Akkordeonspielgemeinschaft Neukölln unter der Leitung von Detlef
Klatt beliebte und bekannte Melodien auf der Wiese. In kleinen Gruppen wurde
geplaudert. Zur Erfrischung gab es unter anderem leckere Fruchtbowle.
Zum Abschluss wurden Grillwürste angeboten. Alle genossen sichtlich die
ungezwungene Atmosphäre der beiden Sommerfeste.

Fotos und Text
Wilfried Neumann


Juli 2022

Sonntags-Veranstaltungen im Schlösschen

Im März 2013 verkündete Frau Margit Hankewitz, dass ganz neu ein Erzähl-Café. Zeitzeugengespräche eingerichtet werden soll. Gerade die Sonntage  böten sich für unsere Mitglieder und Gäste an, da kulturelle Angebote am Sonntag spärlich seien, die Geschäfte, Kaufhäuser und Arztpraxen geschlossen, und so die sonntägliche Stille genutzt werden kann.

Der erste Gast war die Grunewalder Pfarrerin Dr. Helga Frisch mit „Der Kurfürstendamm damals und heute“. Es folgte die Schauspielerin Ilse Pagé, die Eiskunstläuferin Gaby Seyfert, der berühmte Komponist Klaus Wüsthoff, der Politiker Peter Radunzki, Kazim Erdogan berichtete aus seiner türkischen Community, der Philosoph Professor Dr. Stefan von Büttner-Stülpnagel, die Kabarettistin Gaby Decker, der ehemalige DDR-Pfarrer Klaus Radke, der Kabarettist Martin Buchholz, der bekannte Visagist René Koch, die Schauspielerin Barbara Schöne, der Architekt, Jazzmusiker und Filmemacher Dr. Henry Nielebock, die Chansonsängerin Monella Caspar sowie Dieter Puhl von der Berliner Stadtmission und viele andere mehr. Das Schlösschen-Café diente als Kulisse und der intime Charakter brachte es mit sich, dass es immer Diskussionen gab. Alle Referentinnen und Referenten treten ehrenamtlich ohne Honorar auf. Die Gabe des Hauses ist entweder ein großer Rosenstrauß oder ein guter Rotwein als Dank.

Die Veranstaltungen wurden gut angenommen, mit Lesungen erweitert und ab Herbst 2014 kamen die DIA-Vorträge vom Vorstandsmitglied Joachim Krüger hinzu, der über die Partnerstädte des Städtepartnerschaftsvereins Wilmersdorf berichtete, wie Paris, London, Kiew, Meseritz, Budapest und viele andere. Diese Vorträge im großen Saal sind ein großer Renner und Joachim Krüger ist ein begnadeter Redner, der das Publikum mit seinen Worten gefangen hält.

Auch Film-Nachmittage gab es am Sonntag im großen Saal. Ein breit gefächertes Angebot lag vor. Auch Schauspielerinnen, Autoren oder Regisseure  wurden hinzugezogen, um über den Film zu berichten. Zum Beispiel Ilse Pagé zu „Berlin – Ecke Schönhauser“, „Engel aus Eisen“ oder „Das Haus in Montevideo“ oder Knut Elstermann über seine Familiengeschichte „Gerdas Schweigen“. Dr. Henry Nielebock mit „Die Glocke der Lutine“ steht noch aus. Gerade das war das Spannende an diesen Nachmittagen, dass nach der Vorstellung über die Inhalte gesprochen werden konnte. Nach dem Tode von Ilse Pagé ging ein Teil ihrer Video-Sammlung (über 300 CD’s) an das Sozialwerk über.

Eine aufregende Aufgabe war und ist das für mich. Von der Akquise bis zur Veranstaltung und dann der Bericht für unseren Internet-Auftritt einschließlich Foto gehören mit dazu. Mit vielen Referenten:innen stehe ich noch heute in Verbindung. Vielleicht werden es nur fünf bis sechs Veranstaltungen pro Jahr künftig werden. Spannend bleibt es eh! Ein Dank geht an das treue Fan-Publikum.

Im Juli 2022
Eveline Harder

Foto:  Ralf Krüll

Juni 2022

Chorbesuche in Pflegeheimen

Regelmäßig besucht der Chor unseres Hauses – auch „Schlösschenchor“ genannt, mehrmals im Jahr Pflegeheime, um dort den Heimbewohnern mit bekannten Chorliedern einen unterhaltsamen Nachmittag zu bereiten.
Am 30. Juni war der Auftrittsort das Blinden-Wohnstättenheim, Haus Spandau.
Bei herrlichem Sommerwetter sorgte der Chor für ein unterhaltsames Programm. Unter der Leitung von Michael Streckenbach, der auch die Lieder am Keyboard begleitete, wurden zunächst einige Volkslieder gesungen. Als dann bekannte Schlager auf dem Programm standen, sangen die teils sehbehinderten oder blinden Zuhörer begeistert mit. Sie saßen unter Sonnenschirmen oder schattigen Bäumen im Garten des Pflegeheims und genossen sichtlich die Abwechselung in ihrem Heim-Alltag. Vorgetragen wurden von Chormitgliedern auch beliebte Gedichte, wie zum Beispiel die „Made“ von Heinz Erhardt. Die Zuhörer waren so begeistert, dass der Heimleiter Stefan Fischer noch um eine Zugabe bat. Zum Schluss waren alle zufrieden – die Zuhörer über den musikalischen Besuch und die Chormitglieder, dass den Menschen so viel Freude bereitet werden konnte.


Juni 2022

Bericht von dem Workshop der BAGSO zum Generationen Dialog und der der Sitzung der Fachkommission
„Freiwilliges Engagement und Partizipation“

Nach der langen Covid 19 Pandemie konnte die BAGSO endlich wieder präsent tagen.

Zu einem Workshop mit dem Thema „Generationen-Dialog #1
Klimaschutz als Generationenaufgabe“ wurde in das Käte -Tresenreuter-Haus eingeladen. 25 Teilnehmer aus den Mitgliedsverbänden der BAGSO folgten der Einladung.

Margit Hankewitz begrüßte die Gäste im Sozialwerk und wünschte einen guten Verlauf.
Herr Griffig, stellvertretender Vorsitzender, eröffnete den Workshop

  • Warum sollten sich die Generationen stärker verbünden?
    Hierzu hielt Frau Anna Braun aus Oldenburg,Fachdienst Klimaschutz der Stadt Oldenbburg einen interessanten Impulsvortrag
  • Welche Herausforderungen sehen die Generationen? Interessen und gemeinsame Schnittmengen
    Hierzu fand eine angeregte Diskussion statt

Generationenkonflikt oder Solidarität?
Wo stehen wir in puncto Klimaschutz?
Hierzu fand eine offene Podiumsdiskussion statt.
Nach dem Mittagessen trafen sich die Mitglieder der Fachkommission „Engagement und Partizipation“ zu einem Informationsaustausch und um über aktuelle Änderungen und Fortschritte unterrichtet zu werden.
Eine lohnenswerte Veranstaltung bei uns in Berlin

Rolf Meyer
29.06.2022


Juni 2022

Pfingstkonzert mit dem Claudio-Fisher-Duo

Am Pfingstssonnabend, dem 4. Juni, erfreute uns das Claudio-Fisher-Duo mit altbekannten Schlagermelodien. Gabriela und Claudio sangen die Titel so mitreißend, dass sogleich eine lockere und heitere Stimmung im Saal herrschte. Dieser Nachmittag war für alle nach der Winter-Corona-Zeit eine Befreiung von den harten Einschränkungen. Die musikalische Begleitung der Lieder erfolgte durch Claudio am Keyboard und an der Gitarre. Zu Beginn wurde mit „Congratulations“ Ingrid Junkuhn gratuliert. Sie leitet den Saaldienst und hatte an diesem Tag Geburtstag. Vielfach wurde begeistert mitgesungen, wie bei „Marmor Stein und Eisen bricht“ und „Ich will keine Schokolade“. Bei „So schön kann doch kein Mann sein“ hatten die Stimmungswellen ihren Höchststand. Mit „Wir sind alle über 40 und noch am Leben“ fand das offiziele Programm sein Ende. Als Zugabe wünschte sich unsere Vorsitzende, Margit Hankewitz, „Sierra Madre“. Mit diesem unserem allseits bekannten Haussong, bei dem alle mitsangen und schunkelten, fand der überaus heitere Auftritt seinen Abschluss. Mit starkem dankbaren Beifall wurde das Künstler- und Geschwisterpaar verabschiedet.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


Mai 2022

Erinnerungen mit dem Goldie-Schlagerchor

Am 21. Mai erlebten wir einen erinnerungsreichen Nachmittag mit dem Goldie-Schlagerchor. Überhaupt trat dieses Jahr erstmalig wieder ein Chor in unserem Haus auf. Schon der Auftritt des Chores in den rot-schwarzen flotten Kleidern wurde mit Klatschen begleitet. Mit dem Eröffnungssong „Wir sind die Goldies und singen Oldies“ begann eine Zeitreise in die 60-er Jahre. Unter der Leitung von Michael Seilkopf am Klavier wurden viele bekannte Schlager präsentiert. Ein bekannter Hit von Peggy March wurde abgewandelt in: Mit 70 hat man noch Träume für den Rest des Lebens. Die damalige Zeit spiegelte sich in der Musik wieder und Fernsehabende wurden zum Ereignis. Ob Vico Torriani, Conny Froboes und Peter Kraus, alle waren sehr beliebt. Auf der Suche nach dem richtigen Mann sang Gitte 1963: Ich will `nen Cowboy als Mann. Hier spielte amüsant der Chorleiter den Vater mit den Zwischrufen.

Eine Solistin des Chores sang mit guter Stimme den Hildegard Knef-Titel von 1964 „Eins und Eins das macht zwei“. Bei der Zugabe mit den Hits von Bill Ramsey klatschte das Publikum begeistert mit. Ein stimmungsvolles Programm fand somit seinen Abschluss. Wieder war beindruckend, dass der Chor alle Titel auswendig sang. Auch der Chorleiter unterstützte seinen Chor mit sehr rhythmischen Spiel auf dem Flügel.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Mai 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch am 15. Mai 2022 –
Barbara Schöne liest Texte und Gedichte von Erich Kästner

Nachdem Barbara Schöne am 15.03.2021 mit der Lesung „Pantha rhei“ von Silke Gehrke auftrat, wurde das Haus kurz darauf für lange Zeit pandemiebedingt geschlossen. Es ist nun eine große Freude, sie dieses Mal auf der großen Bühne mit Texten und Gedichten von Erich Kästner zu erleben.
Barbara Schöne ist seit nunmehr 55 Jahren bis heute ein fester Bestandteil beim deutschsprachigen Publikum. Ihre unzähligen Rollen in Theater und Fernsehen als wandelbare Charakterdarstellerin oder Interpretin für Hörbücher und Musik sind unvergessen. Sie bleibt, wie sie ist: interessiert an Menschen, positiv im Leben und, wie sie selbst sagt: „Die Unvollendete“.
Barbara Schöne hatte eine interessante Auswahl an Gedichten und Texten zusammengestellt. Zu erwähnen sind „Der synthetische Mensch“, „Ich bin die Zeit“ und eine Geschichte über das Glück. Vom Gedicht „Einsamkeit -Kleines Solo“ wird hier der erste Vers zitiert:
„Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine. Kennst das Leben.
Weißt Bescheid. Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.“
Zum Abschluss berichtete Barbara Schöne über ihre verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Unter anderem ist sie seit 1999 bei der Deutschen Aidshilfe tätig. Zurzeit befinden sich über 600 HIV-infizierte Ukrainer in Berlin, deutschlandweit über 2.000. Spontan wurde aus dem Teilnehmer:innenkreis der Veranstaltung im Sozialwerk eine Spendensammlung inszeniert. Dabei kamen 100 € zusammen, die Barbara Schöne ganz gerührt in Empfang nahm und inzwischen der Berliner Aidshilfe zukommen ließ.
Sie erzählte dann von den letzten Dreharbeiten in Frankreich für die Reihe „Ein Tisch in der Provence“ und im November 2021 für „Fritzie – der Himmel muss warten“, der im September im Fernsehen gebracht wird. Hier spielt sie eine esoterisch angehauchte Wahrsagerin mit einem Papagei auf der Schulter. Gern ging sie auf die Fragen aus dem Publikum ein und freute sich sehr über das Interesse der Zuhörer:innen. Es war ein spannender Nachmittag: abwechslungsreich, nachdenklich machend und fröhlich zum Abschluss. Großer Dank geht an die Künstlerin, die uns unvergessliche Stunden gestaltete.
Eveline Harder
24. Mai 2022


Mai 2022

O Sole mio, italienischer Nachmittag im Schlösschen

„Pasta Italiana“ damit versprachen die Sopranistin Jeanette Rasenberger und ihr Mann, der Pianist Andreas Wolter am Flügel, einen Ausflug in den italienischen Süden.

Mit altitalienischen Arien, u.a. von Giovanni Battista Pergolesi, neapolitanischen Liedern und Deutschen Schlagern über “Bella Italia, begeisterte das Künstlerehepaar das Publikum im ausverkauften Saal. Ein Genuss, den die Gäste mit viel Beifall honorierten. Frau Rasenberger begeisterte mit ihrem Sopran und einer betörenden Stimme. Schon Goethe, so erzählte sie ihren Zuhörern, liebte Italien. So brachte sie Arien aus seiner Zeit zu Gehör. Zwischen ihren Liedern würzte sie den Vortrag mit Anekdoten über italienische Lebensart.

Neapel und Capri waren Stationen ihrer Lieder im zweiten Teil Ihres Liedervortrages, in dem sie auch das Publikum mit einbezog. Der Beifall zwischen den Vorträgen und der langanhaltende Applaus am Ende zeigte die übergroße Zustimmung des Publikums. Fazit: Das muss wiederholt werden.                                                                                 

Text und Foto: Rolf Meyer  


April 2022

Abschied von Jürgen Schambach

Am 28. April versammelten sich Angehörige, Freunde und Wegbegleiter auf dem Wilmersdorfer Friedhof, um Abschied von Jürgen Schambach zu nehmen. Er war am 19. März im Alter von 74 Jahren verstorben.
Die Familie hatte eine stille Beisetzung gewünscht, bei der jeder für sich die Zeit mit Jürgen zurückrufen konnte. Musikalisch begleitet wurde diese auf der Orgel von dem Dirigenten unseres Chores. Am Grab sangen Mitglieder des Schlösschenchors das Lied „Wieder neigt sich der Tag seinem Ende“, ein Lied, das den Abschied in besonderem Maße symbolisiert.
Im Anschluss fand im Käte-Tresenreuter-Haus eine Gedenkfeier statt, die durch Herrn Prof. Dr. Striebeck am Piano mit der bekannten Komposition „Air“ von Johann-Sebastian Bach eröffnet wurde. Die Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, zeichnete kurz den Lebensweg von Jürgen Schambach nach und beschrieb dessen Verdienste, die er sich durch seine Tätigkeit als Hausverwalter erworben hatte. Sie ging aber auch auf die kreativen Fähigkeiten ein, die in der Malerei, in der Gestaltung der Bühnenbilder und in der ständigen Erweiterung der Modelleisenbahn im Garten des Käte-Tresenreuter-Hauses ihren Ausdruck fanden. Seine Rolle als „Rudi, das Rentier“ bei zahlreichen Weihnachtsfeiern wird uns ebenfalls in Erinnerung bleiben.
Zum Abschluss sang der Schlösschenchor, dem Jürgen angehört hatte, die Lieder „Nehmt Abschied Brüder…“ und „Möge die Straße uns zusammenführen“. Den Schlusspunkt bildete der Schlager „Brennend heißer Wüstensand…, den Jürgen oft selbst gesungen hatte und der ihn auf seinem Lebensweg begleitet hatte.
Jürgen Schambach hinterlässt im Sozialwerk eine Lücke. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Fotos: Margit Hankewitz


April 2022

Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Diese Erfahrung konnten die Vorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, und Herr Rolf Meyer, Vorstandsmitglied des Förderkreises, am 1. April 2022 machen. Sie überbrachten dem Unionshilfswerk Berlin zur Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine den Erlös in Höhe von 1.420 Euro aus dem Benefizkonzert vom 26. März 2022 (siehe unten). Darüber freuten sich Frau Ulrike Hinrichs, Geschäftsführerin des UHW, und der Vorsitzende der Stiftung des UHW, Herr Norbert Prochnow.
Bei einem gemeinsamen Rundgang mit einer „Wegbegleiterin“ des UHW wurde die Einrichtung in einem ehemaligen Hotel in der Gubener Straße 42 in Berlin-Friedrichshain zur Aufnahme von Flüchtlingen vorgestellt. Im Spiel- und Kinderzimmer freuten sich die Kinder, ihre Eltern und die Betreuer über die Ostereier aus Schokolade, die Frau Hankewitz und Herr Meyer ebenfalls mitgebracht hatten.
Am Ende bedankte sich Frau Hinrichs mit einem Blumenstrauß für die Unterstützung. Diesen Dank geben wir an die Spender vom 26. März weiter. Danach traten Frau Hankewitz und Herr Meyer den Heimweg mit vielen positiven Eindrücken an.

Text: Rolf Meyer, Hans-Ulrich Litzner
Foto: Max Gödecke

Bildunterschrift: Frau Ulrike Hinrichs, Frau Margit Hankewitz, Herr Rolf Meyer und ein „Wegbegleiter“ bei der Übergabe der Spende


März 2022

Kulmbach – eine Perle des Frankenlandes

Foto vom Rathaus

Unter diesem Titel hielt Joachim Krüger einen auf ansprechende Bilder gestützten Vortrag über dieses Kleinod Oberfrankens. Von der Plassenburg, hoch über Kulmbach, geht der weite Blick ins Maintal und zum Frankenwald. Historisch geprägt durch die intakte Altstadt mit vielen interessanten Plätzen und Baudenkmälern ist Kulmbach heute der Mittepunkt des gleichnamigen Landeskreises, in langer Partnerschaft zu Wilmersdorf verbunden. Krüger berichtete über die Museen der Stadt mit den Schwerpunkten Bier, Bäckerei und Gewürze, über die dort beheimatete Braukunst und die Herkunft der Rolex-Uhren. Aber auch die schmackhafte fränkische Küche, verbunden mit herzlicher Gastfreundschaft, kam auf den Bildern und im Vortrag nicht zu kurz. Für das Frühjahr 2023 plant der Wilmersdorfer Partnerschaftsverein die nächste Reise ins Frankenland, Gäste sind immer willkommen!

Text und Foto: Joachim Krüger


März 2022

Benefizkonzert mit dem Duo MaSur am 26. März 2022

Aus Anlass des Ukraine-Krieges fand im Sozialwerk Berlin e. V. am Samstag
ein „Konzert für den Frieden“ mit dem Duo MaSur statt. Die Grabowsky-
Renoldi-Stiftung hat alle Gäste zu diesem Konzert eingeladen.
Den Auftakt machte der „Schlösschen-Chor“ mit „Kumbaya my Lord“ und
„Conquest of paradise“ und stimmte so das Publikum ein.
Das Duo begann mit der ukrainischen Nationalhymne. Dann schloss sich ein
Feuerwerk der Musik an. Unter anderem ein Walzer von Schostakowitsch, eine
ukrainische Hochzeitspolka und Tulpen aus Amsterdam und vieles andere mehr.
Trotz des traurigen Anlasses herrschte eine fröhliche Atmosphäre im Saal
aufgrund des schön zusammengestellten Programms.

Die Pianistin Maryna Gontar und Stanislaw Steinke mit der Violine, beide aus der Ukraine, boten den Zuhörer:innen einen hervorragenden Einblick in ihr Repertoire. Ein zu Herzen gehender Nachmittag.
Frau Professor Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin, Ehrengast der Veranstaltung, schloss mit den Worten: „Das Schönste, was der Mensch erfunden hat, ist die Musik, die wir heute ganz anders empfunden haben als sonst.“ „Ehre der Ukraine.“
Der Spendenbetrag in Höhe von 1.350,00 € geht an das Unionhilfswerk für die Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine.
Ein beeindruckendes und unvergessliches Konzert, das zu Herzen ging. Großer Dank an die beiden ukrainischen Künstler.
Berlin, 28.03.2022
Eveline Harder

Foto: Eckehard Weber
Auf dem Foto sind zu sehen von links nach rechts: Judith Stückler, Margit Hankewitz und Professor Barbara John

März 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Herrn Dr. Wolfgang Hunsinger „Marokko – ganz nah“ am 13. März 2022 im Sozialwerk Berlin e. V.

Der Autor, Dr. Wolfgang Hunsinger, lebte von 1978 bis 1987 als von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Z. f. A.) entsandter Lehrer, Fachberater und „Inspecteur“ für Deutsch als Unterrichtsfach an marokkanischen Gymnasien und Hotelfachschulen.
Über seine dortige Zeit hat er das Büchlein „Marokko – ganz nah“ verfasst. Er schildert seine Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen in diesem orientalischen Reich. Die Besuche im Basar, die ihn verzaubern, der betäubend starke Duft von Zimt, Vanille, Muskat oder das würzig bittere Aroma des gelben Safran und der süßliche Geruch des Zedernholzes, der über allem schwebt, beeindruckten ihn sehr.
Die tiefe Mystik und die Magie dieser arabischen Welt waren faszinierend für ihn. All das hat er in poetischer Form in diesem Text niedergelegt. Die maurische Baukunst in ihrer Einzigartigkeit zeigt er auf sowie die reizvollen Innenhöfe mit den Springbrunnen aus Marmor. Den jeweiligen Patio mit seinem aus weißen und grauen Marmor gefliesten Boden verzierten Orangen- und Zitronenbäume. Die kleinen Anekdoten dazu belustigten das Publikum.
Im Anschluss der Lesung folgte eine eingehende Diskussion über das dortige Leben, seine Aufgaben als Lehrer und die heutige Situation dort.
Ein großer Dank geht an Herrn Dr. Hunsinger für diese kurzweiligen Stunden und für das Interesse an einem orientalischen Land, das er bei den Zuhörer:innen geweckt hat.
Eveline Harder
Foto: Ralf Krüll

16.03.2022


März 2022

Das ist der Frühling von Berlin

Die erste Kulturveranstaltung in diesem Jahr fand am 5. März statt.
Günter Rüdiger, der Sänger, Schauspieler und Kabarettist ließ uns für eine Stunde alle Unannehmlichkeiten dieser Zeit vergessen. Auch für ihn war es sehr schön wieder vor Publikum singen zu dürfen. Gemäß dem Motto des Nachmittags versetzte uns der Künstler mit dem entsprechenden Lied von Walter und Willi Kollo gleich in die richtige Stimmung.

Begleitet wurde er schwungvoll von der Pianistin Karin Coper. Mit bekannten Berliner Liedern ging es von Zickenschulzes Hochzeit unter anderem zur Krummen Lanke und dem Lied von Fredy Sieg. Fehlen durften natürlich nicht die „Tulpen aus Amsterdam“. Ein Kaffeehaus-Medley passte ausgezeichnet zu diesem gemütlichen Nachmittag.

Ein Höhepunkt war der köstliche schauspielerische Vortrag des Couplets von Otto Reutter „Der Überzieher“. Der allseits bekannte Refrain „Sehn Sie weg von dem Fleck ist der Überzieher weg“ wurde dann begeistert vom Publikum mitgesungen.

Dieser stimmungsvolle Nachmittag wurde abgeschlossen mit einem Strauß von Berlin-Liedern als Zugabe. Alle haben es genossen, dass es Günter Rüdiger mit seinem ansprechenden und heiteren Vortrag gelungen war, für einige Zeit die Sorgen zu vegessen und etwas Sonnenschein in unsere Herzen zu zaubern.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Dezember 2021

Weihnachtsfeier für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Diese Feier fand am 17. Dezember 2021 im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, begrüßte die 50 Gäste, ging kurz auf das 50jährige Bestehen des Sozialwerks ein und führte aus, dass der Schwerpunkt der heutigen Veranstaltung weniger auf Weihnachten als vielmehr auf dem Dankeschön an die ehrenamtlichen Mitstreiter läge.
Traditionell wurden die EhrenamtsCards des Senats von Berlin für besonderes bürgerschaftliches Engagement verliehen. Herr Joachim Krüger und Frau Judith Stückler übergaben die Cards an folgende Damen und Herren: Frau Ilse Berg, Frau Renate Katharina Brauner, Frau Dagmar Grün, Frau Christina Kraatz, Frau Inge Martynus, Herrn Wolf-Dieter-Pätzold, Frau Rosemarie Schäfer und Frau Helene Tögel.

Der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Litzner, nahm das Stichwort „Dankeschön“ auf und erinnerte daran, dass die erfolgreiche Tätigkeit des Sozialwerks, und aus Sicht der Ehrenamtlichen, die vorbildliche Atmosphäre im Käte-Tresenreuter-Haus ohne das außerordentliche Engagement von Frau Hankewitz nicht denkbar seien. Er nannte ihren unermüdlichen Einsatz, ihr Einfühlungsvermögen, ihre Weitsicht sowie ihre große Sympathie für ältere Menschen. Dafür sprach er Frau Hankewitz Dank und Anerkennung aus. Die Anwesenden schlossen sich diesen Ausführungen mit starkem Beifall an.
Musikalisch ging es mit dem Liedermacher Beppo Pohlmann weiter, der 1976 die Band „Gebrüder Blattschuss“ gegründet hatte. Einer seiner bekanntesten Songs ist das Lied „Kreuzberger Nächte sind lang“, mit dem das Programm auch begonnen wurde. Es folgten einige „Ohrwürmer“ bei denen die Gäste mitsangen und-klatschten.
Zum Abschluss wurde ein vorzügliches Buffet serviert. Mit dem gemeinsamen Essen und Tischgesprächen klang der Nachmittag aus, der in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Halina Krawczyk


Dezember 2021

Bläserkonzert im Schlösschen am 13. Dezember 2021


Schon zum zweiten Mal fanden im Auftrag der Bürgerstiftung Berlin in 6 Senioren- und Pflegeeinrichtungen jeweils kleine Konzerte statt. Alle waren auf den 13.12.2021, 16:30 Uhr, datiert. Im Schlösschen war es wieder eine Bläsergruppe, die dieses Mal aufgrund der schlechten Wetterlage im Saal spielte. Auf der Terrasse leuchteten zwei Feuerkörbe, ein Weihnachtsbaum und die festliche Illuminierung rundherum. Der Saal war wie immer weihnachtlich dekoriert mit großem Tannenbaum und schön gestalteter Bühne. Es herrschte heimelige Adventsstimmung, die von Glühwein und Brezeln begleitet wurde.
Der Auftakt war: „Sind die Lichter angezündet…“ und viele bekannte Kirchenlieder, wie „Tochter Zion…“ folgten. Wunschgemäß erklangen auch amerikanische Weisen. Der Schlösschen-Chor begann mit dem „Kleinen Trompeter…“, vier weitere Weihnachtslieder s, schlossen sich an, und so mancher Gast summte leise mit. Mit „Stille Nacht, Heilige Nacht…“ endete das Konzert. Hier wurde das Publikum an altbekannte Texte erinnert und einige werden sich in die Vergangenheit zurückgeträumt haben.
Es war eine eindrucksvolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest, auf das Wesentliche beschränkt. Es bleibt nur zu sagen: „In dulci Jubilo…“.
Berlin, den 23.12.2021
Eveline Harder

Fotos: Margit Hankewitz



Dezember 2021

Weihnachtsfeiern für die Mitglieder

Vom 10. bis 12. Dezember fanden die traditionellen Weihnachtsfeiern für die Mitglieder des Sozialwerks statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, konnte an den drei Tagen jeweils rund 50 Gäste begrüßen. Sie führte aus, dass der Rahmen, bedingt durch die Corona-Pandemie, gegenüber früheren Jahren kleiner gehalten werden musste. Aber die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätte sich nach besten Kräften bemüht, trotz der Einschränkungen eine angenehme vorweihnachtliche Atmosphäre zu schaffen.

Die Feiern waren Teil der Veranstaltungsreihe anlässlich des 50jährigen Bestehens des Sozialwerks Berlin. Frau Hankewitz erinnerte an den 6. Dezember 1971, als der Verein offiziell gegründet wurde. Sie ging kurz auf die Entstehungsgeschichte ein und insbesondere auf die Beweggründe, die ihre Eltern, das Ehepaar Käte und Harry Ttresenreuter, zu diesem mutigen Schritt veranlasst hatten. Der wichtigste lag nach ihren Worten darin, die Lebenssituation der älteren Menschen zu verbessern und um deren Vereinsamung zu vermeiden.

Das Jubiläum war auch der Grund dafür, dass die Teilnahme an den diesjährigen Weihnachtsfeiern kostenfrei war. Die nötigen Mittel stellte die Grabowski-Renoldi-Stiftung zur Verfügung, der Frau Hankewitz dankte.

Der musikalische Rahmen wurde durch das Volksinstrumentenorchester in Berlin e.V., das unter der Leitung von Herrn Boris Hirschmüller spielte. Frau Angelika Wehr führte durch das Programm und trug weihnachtliche Gedichte vor. Zu Gehör gebracht wurden traditionelle und neuere Weihnachtslieder, die Gäste sangen und klatschen im Rhythmus der Musik mit.

Es waren vergnügliche Nachmittage, die an die Zeiten vor Corona erinnerten und die gegenwärtigen Sorgen für ein paar Stunden vergessen ließen!

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Margit Hankewitz, Monika Borchert


Dezember 2021

50 Jahre Sozialwerk Berlin!

Am 6. Dezember 1971, als vom demografischen Wandel und seinen Folgen noch nicht die Rede war, gründeten Käte und Harry Tresenreuter das Sozialwerk Berlin e.V. Es verstand und versteht sich als Selbsthilfe- und Beratungszentrum gemäß dem Motto
„Ältere Menschen helfen älteren Menschen!“
Ein 50jähriges Jubiläum ist Anlass zum Feiern. Wegen der Beschränkungen der Corona-Pandemie sind in den kommenden Monaten mehrere Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen geplant. Die Auftaktveranstaltung dieser Reihe fand am 8. Dezember im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Sie bestand aus zwei Teilen.
Zur Erinnerung und zur Würdigung des Gründer-Ehepaars fand zunächst vor dem Schriftzug am Käte-Tresenreuter-Haus eine Kranzniederlegung statt. Den musikalischen Rahmen dieser kleinen offiziellen Gedenkfeier gestaltete der Hornist Cornelius Bernitzsky, zunächst mit der bekannten Melodie „Londondary Air“. Der Vorstandsvorsitzende des Förderkreises des Sozialwerks, Dr. Hans-Ulrich Litzner, gab einen kurzen Rückblick auf die Gründung und Geschichte des Sozialwerks. Er führte aus, dass es seinerzeit einer großen Weitsicht, einer ebenso großen Sympathie für ältere Menschen, eines außergewöhnlichen Mutes und einer Beharrlichkeit bedurfte, um die Idee eines eigenverantwortlich geführten Vereins zu realisieren und weiterzuentwickeln.
Dr. Litzner bescheinigte dem Gründerehepaar, dass es genau diese Eigenschaften in hervorragender Weise besessen und das Sozialwerk zu dem gemacht hätte, was es heute ist: ein Leuchtturm für ältere Menschen, dessen Wärme und Licht weit über die Grenzen Berlins hinausstrahlen. Die Freunde, Mitglieder und Mitarbeiter des Hauses forderte er auf, das Lebenswerk von Käte und Harry Tresenreuter trotz der Schwierigkeiten, die die Zeiten mit sich bringen, fortzusetzen, gemäß dem Leitsatz
„Die Tradition im Herzen und die Zukunft in der Hand!“
Zum Abschluss der kleinen Zeremonie spielte Herr Bernitzky das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“, das Käte und Harry Tresenreuter stets auf dem Lebensweg begleitet hat.
Der zweite Teil der Veranstaltung fand im großen Saal des Käte-Tresenreuter- Hauses statt. Bei Kaffee und Kuchen schilderte die Vorstandsvorsitzende und Tochter des Gründerehepaares, Frau Margit Hankewitz, ihre Erinnerungen an die Gründung und die ersten Jahre des Sozialwerks. Auch langjährige Wegbegleiter von Käte und Harry Tresenreuter kamen zu Wort, so Prof. Dr. Herbert Striebeck, Frau Heidi Mangers und Kapellmeister Wilfried Schmidt. Eine Zusammenstellung von Bildern aus der 50jährigen Geschichte des Sozialwerks, die von Herrn Peter Stawenow bearbeitet worden war, rief bei den Anwesenden so manche Erinnerung wach. Zum Abschluss spielte Prof. Striebeck auf dem Piano den bekannten Schlager „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“, der Käte und Harry Tresenreuter ebenfalls auf ihrem Lebensweg begleitet hat.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Halina Krawczyk

November 2021

Meseritz – unsere Partnerstadt in Polen


Meseritz, eine heute polnische Stadt mit ca. 25 Tausend Einwohnern, liegt etwa 90 km östlich von Frankfurt/Oder am Zusammenfluss von Packlitz und Obra. Erstmals 1005 in historischen Quellen erwähnt, lag dieser Ort am Schnittpunkt der Handelswege von Gneisen nach Magdeburg und von Stettin nach Breslau und Krakau. Meseritz bietet einen Einblick in die wechselvolle preußisch-deutsche und polnische Geschichte vom Mittelalter bis in die aktuelle Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Hier stoßen polnische Adelskultur auf Preußentum, die Stadtgeschichte spiegelt preußisch geprägte Architektur und zugleich das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen, aber auch die Zeiten von Euthanasie (Obrawalde), NS-Herrschaft und Vertreibung.
Seit vielen Jahren ist Meseritz die polnische Partnerstadt des damaligen Bezirks Wilmersdorf, eine Partnerschaft, die heute sowohl vom Bezirksamt als auch von Wilmersdorfer Partnerschaftsverein betreut wird.

Joachim Krüger


Oktober 2021

Ein musikalischer Nachmittag
mit dem Zupforchester „Tamburaschenchor Wellebit 1902“

Am 30. Oktober gastierte das Orchester zum wiederholten Mal bei uns. In diesem Ensemble erklingen Tamburica-Zupfinstrumente, die in Serbien, Kroatien und Ungarn gespielt werden. Sie werden ähnlich der Mandoline gezupft und tremoliert.Verschiedene Tamburica-Instrumente ergeben einen Tamburaschenchor. In dem Kroatischen Gebirgsgebiet Vellebit wurde Franz Krznar geboren, der zusammen mit anderen Musikern dieses Orchester 1902 gegründet hat. Soweit zur Erklärung des Ensemble-Namens. Heute sind nur noch vier Tamburicaspieler im Orchester. So wurden auch Gitarren und Mandolinen dazu genommen. Die verschiedenen Instrumente ergeben einen ganz besonderen Klang. Diesen konnten wir eindrucksvoll genießen. Die Leitung hatte Horst Budde, der auch die Berda spielte, die einem Kontrabass entspricht und dem Ensemble die tiefen Grundtöne gibt. Sie ist schon 120 Jahre alt.

Der kroatische Auftakt „Es ist so schön ein Musikant zu sein“ entsprach sicher dem Motto der Musiker. Dann gab es einige klassische Melodien. Bei „Eviva Epana“ stieg dann die Stimmung im Saal, die sich bei der „Berliner Luft“ noch steigerte. Das sehr rhythmische Spiel unter Leitung ihres Dirigenten erfreute alle. Der Höhepunkt war dann zum Abschluss die von allen gewünschte Zugabe. Ein Mitspieler hatte extra für dieses Konzert unseren „Haussong“ -Sierra Madre del Sur- für diese Instrumente arrangiert. Sofort gingen bei dem Refrain alle Arme hoch und textsicher wurde mitgesungen. Alle waren sichtlich bewegt, auch das gesamte Ensemble, denn Corona bedingt war es erst der dritte Konzertauftritt sei längerem.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Veranstaltung „Triff dein Vorurteil!“ im Käte-Tresenreuter-Haus war ein voller Erfolg

Am Mittwoch, dem 27. Oktober 2021 führte die Bürgerstiftung Berlin in Zusammenarbeit mit der Lebendigen Bibliothek e.V. von 16:30 bis 18:30 Uhr die hybride Veranstaltung „Triff dein Vorurteil!“ durch.

Im ausreichend großen und gemütlichen Saal des Sozialwerk e.V. gab es bei Kaffeehaus-Atmosphäre die Möglichkeit, mit „Lebendigen Büchern“ ins Gespräch zu kommen. Dies sind Menschen, die von Vorurteilen und damit oft auch Diskriminierung sowie sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Ziel des Formats war es, über den eigenen Tellerrand zu blicken und den „Lebendigen Büchern“ auch solche Fragen zu stellen, die man gewöhnlich für sich behält. So konnte man eigene Vorurteile erkennen und hinterfragen und ebenso empathisch wie humorvoll in Austausch treten. Auf diese Weise zu erfahren, welche Geschichten Menschen mitbringen, die wir allzu schnell in Schubladen wie „behindert“, „Junkie“, „HIV-Positiver“, „Obdachloser“ usw. stecken, war eine bereichernde Erfahrung für alle 34 Gäste.

Um die Einhaltung der 3G-Regel zu überprüfen, war der Einlass bereits ab 16:00 Uhr möglich. So konnte man nach den Formalitäten in Ruhe bei Kaffee, Tee und sehr leckerem Kuchen ankommen und im eigens gedruckten „Bibliothekskatalog“ schmökern – natürlich alles unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes.

Nach der Begrüßung ging es direkt los. An zugelosten Tischen traten die „Lebendigen Leser*innen“ mit „Lebendigen Büchern“ in Kontakt. In drei Gesprächsrunden à 30 Minuten unterhielten sich die Teilnehmenden angeregt miteinander. Parallel dazu wurden im Nebenraum auch Online-Gesprächsrunden mit „Lebendigen Büchern“ realisiert. Dadurch wurde auch Menschen, die nicht in Präsenz dabei sein konnten, die Teilnahme ermöglicht.
Anlässlich der Europäischen Freiwilligenhauptstadt diese Veranstaltung umzusetzen, war eine besonders schöne Möglichkeit: Im ehrenamtlich geführten Käte-Tresenreuter-Haus des Sozialwerk e.V. konnten (potentiell) Engagierte mit ebenso ehrenamtlich tätigen „Lebendigen Büchern“ in Austausch treten. Diese Veranstaltung hat für die Themen Vielfalt und Inklusion sensibilisiert – für das Ehrenamt und auch darüber hinaus!
Wir danken Frau Hankewitz sowie allen Ehrenamtlichen des Sozialwerks sehr herzlich für die Gastfreundschaft, tatkräftige Unterstützung beim Rücken der Tische und insbesondere für das außerordentlich gelungene Kaffee- und Kuchenbuffet.


Oktober 2021

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Monella Caspar am
24. Oktober 2021 mit der Lesung „Vorhang auf“

Monella Caspar, inzwischen im Sozialwerk Berlin e. V. nicht ganz unbekannt, brillierte dieses Mal mit ihrer plastischen und lebhaft vorgetragenen Erzählweise über ihr künstlerischen Leben als Mode-Designerin, Sängerin und Pop-Ikone.
Monella, geboren auf einem Bauernhof in Nord-Friesland und mit zwei Jahren nach Berlin übergesiedelt, begeisterte schon als Kind ihr Umfeld mit Verkleidungen, Stoffdrapierungen und Musikperformances. Nach Schulabschluss und Tanzausbildung geht sie mit dem Sohn des Schauspielers Friedrich Joloff nach Rom, wo ihr Exklusiv-Verträge für Werbespots und Werbeplakate in ganz Italien einen längeren Aufenthalt ermöglichen. Sie arbeitet für Frederico Fellini, der sie die junge Guiletta Massina nennt, absolviert die Modeschule in Rom und kehrt nach Abschluss zur Eröffnung eines Ladengeschäfts mit Atelier unter eigenem Label nach Berlin zurück. Kunden wie Romy Haag, Katharina Thalbach, Nastasja Kinski und Gabriele Hofmann geben sich u. a, bei ihr die Klinke in die Hand. Sie fertigt Kostüme für das Traumtheater Salomé und feiert regelmäßig Happenings und Modenschauen in der Ludwigkirchstrasse. Internationale Modemagazine und die Berliner Zeitungsszene huldigen der Avantgarde-Designerin.
Wundervoll sind ihre Auftritte als Diseuse in „Schwarzblond“. Zusammen mit Benny Hiller verführen sie regelmäßig das Publikum. Dazu ihre und seine extravagante Garderobe, die sie selbst entwirft und fertigt. Ihr Motto ist: „Mode ist nicht nur Kleidung. Mode ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung und eine Form von Kunst.“
Ihre Kernaussage war die Forderung, stets Toleranz zu üben, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und als Frau ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die lebhafte Beschreibung Monella Caspars ihrer verschiedenen, bunten Lebensumstände begeisterte die Teilnehmer:innen.
Zum Abschluss bot Benny Hiller eine Percussion Session der besonderen Art. Dies rundete den Nachmittag ab. Großer Dank an die beiden Künstler für ihren Einsatz und ihr Engagement im Käte-Tresenreuter-Haus,
25.10.2021
Fotos: Ralf Krüll
Text: Eveline Harder

Monella Caspar und Benny Hiller vor der Veranstaltung im Garten des Sozialwerks


Oktober 2021

Wohlklang mit Urmas Pevkonen

Nach fast zwei Jahren erlebten wir am 16. Oktober wieder einen beeindruckenden Nachmittag mit dem stimmgewaltigen in Estland gebürtigen Bariton Urmas Pevkonen. Mit seiner enormen Bühnenpräsenz begeisterte er schon von Anfang an. Er verstand es auf humorvolle Art sowohl zur Begrüßung als auch während des gesamten Auftritts das Publikum direkt anzusprechen. Dem Sänger zuzuhören war wieder ein Genuss. Neben einigen deutschen Volksliedern sprang bei den bekannten russischen Liedern sofort der Funke über und die Zuhörer klatschten begeistert mit. Bei „Dein ist mein ganzes Herz“ kamen auch zarte Töne zum Klingen und erfüllten dabei mühelos den ganzen Saal.
Begleitet wurde er von Ilya Kurtev auf dem Bajan, einem usbekischen Knopfakkordeon. Der ukrainische Musiker ist seit 10 Jahren der musikalische Leiter der „Schwarzmeerkosaken“. Mit seinen Solostücken, die er äußerst virtuos mit verschiedenen Registern präsentierte, ersetzte er fast ein ganzes Orchester. Die überzeugende Musikalität und Fingerfertigkeit erreichte mit dem bekannten Säbeltanz den Höhepunkt. Honoriert wurde dieses mitreißende Spiel mit starkem Beifall und anhaltenden Bravorufen. Fehlen durfte im Progamm natürlich nicht „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“. Urman Pevkonen bezog hier die Zuhörer mit ein und animierte alle zum Klatschen und Seufzen.
Nach der Zugabe von „Kalinka“ kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Bei diesem ganz besonderem Auftritt überzeugte dieser sympathische Sänger nicht nur durch seine grandiose Stimme sondern auch durch echte Herzlichkeit und Fröhlichkeit. Im Zusammenspiel mit dem außergewöhnlichen Bajanspieler war dieser Nachmittag ein höchst beglückendes Ereignis.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Tour de Palliativ – Palliativgeriatrische Stadtrundfahrt am 06. Oktober 2021vom Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) Unionhilfswerk

Durch die Pandemielockerungen war es im Oktober wieder möglich, diese Tour durchzuführen. Teilnehmer:innen aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz waren bei begrenzter Personenzahl mit dabei.
Im Lazarus Haus Berlin begann nach erfolgtem Coronatest die Begrüßung im dortigen Mauer-Café. Der Seelsorger Mathias Olbrecht führte in Abständen die jeweilige Gruppe durch die wunderschön ausgestattete Hospizabteilung. Das Lazarus Haus besteht seit 155 Jahren, und seit 22 Jahren wird Hospizarbeit geleistet. Zwei Ärzte sind ständig vor Ort. Die Einrichtung gehört inzwischen zur Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.
Mit einer Stadtrundfahrt ging es dann zum Julius-Grieneisen-Haus im Fürstenbrunner Weg, der Hauptsitz des Bestattungsunternehmens. In der Kapelle (s. Foto) wurde das Unternehmen vorgestellt und die Aufgaben eines Bestatters, besonders in der Coronazeit, erläutert. Die verschärften Hygieneregeln und die Begrenzung der Personenzahl bei der Bestattung beeinträchtigten die Trauerzeremonien sehr. Abschiede können hier individuell in den Räumlichkeiten gestaltet werden. Das Haus ist barrierefrei, die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar. Es werden dort auch Lesungen, kleine Konzerte und Ausstellungseröffnungen angeboten.
Unser Weg führte uns dann zum Franziskus-Krankenhaus in der Budapester Straße. Auf der Dachterrasse verzehrte die Gruppe ihre Lunchpakete. Die Pflegeleitung erklärte dann die Aufgabengebiete in der Palliativ- und Hospizabteilung. Es schloss sich eine Besichtigung dieser Abteilungen an, die erst seit 2018 bestehen.
Von hier ging dann die Fahrt ins Sozialwerk Berlin e. V., Käte-Tresenreuter-Haus in Berlin-Grunewald. Das Altenselbsthilfezentrum besteht seit knapp 50 Jahren und wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern bewirtschaftet. Über 20 Interessenkreise werden angeboten und alle 14 Tage finden kulturelle Veranstaltungen statt. Sonntäglich werden Film-Nachmittage und das Erzähl-Café angeboten. Frau Margit Hankewitz stellte das Stadtteilzentrum vor. Mit Kaffee und Kuchen ließen sich die Gäste verwöhnen, besichtigten die Räumlichkeiten und bewunderten die parkähnliche Anlage.
Die Tour de Palliativ vermittelte anschaulich die Palliativ- und Hospizarbeit in verschiedenen Einrichtungen und gab neue Einblicke in die Abschiedskultur. Großer Dank an Dirk Müller und Claudia Pfister für die hervorragende Betreuung.
Berlin, 20.10.21
Text und Fotos Eveline Harder

Trauerkapelle von Grieneisen
Auf der Dachterrasse vom Franziskus Krankenhaus


Oktober 2021

Erzähl-Café im Sozialwerk Berlin e. V. am 06. Oktober 2021
„60 Jahre Mauerbau“


In Zusammenarbeit mit dem Kommunalpolitischen Bildungswerk Berlin fand eine Podiumsdiskussion mit den beiden Historikern Dr. Clemens Escher und Robert Rauh statt. Robert Rauh hatte kürzlich im be.bra Verlag das Buch herausgegeben „War die Mauer doch richtig!“, warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen. Dazu lieferte er ausführliche Angaben und Zahlen, die seine Recherche ergeben hatte. Die Interviews, die er aufgrund einer Umfrage geführt hatte, zeigten dann ein anderes Bild als der genannte Buchtitel, Gerade die Jugend hatte sich in der DDR mit dem Mauerbau nicht abfinden wollen,
Natürlich wurde auch der Fall der Mauer 1989 angesprochen, wie er sich aus dem Blick der Referenten und der Zuhörer:innen darstellte. Aus dem Teilnehmerkreis kamen hochinteressante Nachfragen und Erlebnisschilderungen, die das Bild ergänzten, Ein Dank geht an Frau Sander vom Kommunalpolitischen Bildungswerk für die Organisation und an beide Referenten für ihren Einsatz.
Berlin, 21.10.2021
Eveline Harder
Foto: Monika Borchert


Oktober 2021

16. Fachtagung Palliative Geriatrie „Leben können. Sterben dürfen“

Was kann Palliative Geriatrie aus der Pandemie lernen und was ist zu tun?
Am 01.10.2021 fand pandemiebedingt die diesjährige Tagung im Hotel Steigenberger mit nur 150 Teilnehmer:innen statt. Ein hochinteressantes Programm war angesagt.
Referentinnen und Referenten aus Belgien, Niederlande, Österreich und der Schweiz kamen nach Berlin. Nicht nur der Referent Professor Andreas Kruse aus Heidelberg, sondern etliche Teilnehmer:innen folgten der Veranstaltung per Video.
Überzeugend waren die praktischen Validationsübungen mit Vicki de Klerck-Rubin für die Demenzbetreuung nach Naomi Feil. Eine gute Empfehlung für die praktische Arbeit auf diesem Gebiet.
Durch die Präsenzveranstaltung erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch während der Pausenzeiten und beim gemeinsamen Essen in Sachen Arbeitsweise in Coronazeit, Kontakthalten mit Angehörigen oder Mitgliedern einer Organisation, Hygienemaßnahmen, Besuchsmöglichkeiten und -verbote sowie die Arbeit der Bestatter in diesem Zeitraum.
Die angekündigten Workshops fielen aus, dafür wurden Impulsvorträge gegeben. Ein anderes Format als sonst. Die nächste Tagung findet am 14.10.2022 statt, dann hoffentlich wieder in alter Größe in der Adenauer-Stiftung.

Berlin 03.10.2021 Eveline Harder

Foto: Claudia Pfister


September 2021

Panflötenträume mit dem DuoShadows of Soul

Aufgrund der besonderen Hygienevorschriften und der großen Nachfrage mussten die Künstler an zwei Nachmittagen, dem 17. und 18. September auftreten. Zum zweiten Auftrittstermin begrüßte Margit Hankewitz zu Beginn Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, die sich bei uns immer sehr heimisch fühlt. Sie brauchte eine kleine Entspannung in den aufreibenden Wahlkampfzeiten.
Unter dem Motto Musik und Malerei erlebten wir eine traumhafte Stunde.
Antonio Maravi aus Peru spielte auf verschiedenen Panflöten. Diese werden in unterschiedlichen Größen aus Bambus gefertigt. Außerdem brachte er mehrere Hirtenflöten zum Klingen. Er entlockte den Instrumenten zauberhafte peruanischeTöne. Elke Schottman ergänzte die Musikdarbietung mit viel Klang- und Rhythmusinstrumenten, die aus allen möglichen getrockneten Samen und Kürbissen hergestellt wurden. Sie ist Malerin und ihre vielen zarten Aquarellbilder gemischt mit Naturfotos wurden in loser Folge zur Musik als Hintergrundprojektion gezeigt. Zwischendurch wurden wir mit naturnahen Klangeffekten, wie Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen, passend zu den Naturfotos, in eine Traumwelt versetzt. Dabei konnte jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Zum eingespielten Grundrhythmus entlockte der Musiker den einzelnen Instrumenten bewegende und berührende Töne. So wurden die verschiedensten Stimmungen erzeugt, die unser Innerstes mitschwingen ließen. Es wurden Seelenseiten in uns berührt, die im Verborgenen ruhen. So entstand auch der Name des Duos „Shadow of Soul“. Bei der Musik konnte man auch mit geschlossenen Augen wunderbar entspannen und an diesem Nachmittag alle Alltagssorgen vergessen. Das wurde vom Publikum mit starkem Beifall honoriert.

Text: Wilfried Neumann
Foto: Marita Vennewald


Juni 2021

Endlich – wieder Veranstaltungen!

In ihrer Eröffnung zur ersten Kulturveranstaltung nach neun Monaten Lockdown am 26. Juni 2021 freute sich unsere Vorsitzende Margit Hankewitz, wieder Gäste begrüßen zu können. Das Haus konnte zwar zeitweise geöffnetbleiben und unter gewissen hygienischen Vorschriften durften sich dann kleine Selbsthilfe-gruppen treffen. Sie dankte den Ehrenamtlichen, die weiterhin arbeiteten und die sozialen Kontakte zu den Mitgliedern aufrecht gehalten haben. Ein ganz besonderer Dank ging an Herrn George Will, der eine Unterstiftung („Goodwill Foundation Sozialwerk Berlin“) zur Bürgerstiftung Berlin gegründethat, und dem Sozialwerk eine größere Summe (40.000 Euro) für diverse „Probleme“ des Hauses zur Verfügung gestellt hat. Da er von der Arbeit und den Zielen des Sozialwerkes sehr überzeugt ist, hat er dafür mit seiner Frau auf eine große Feier zu ihrer diesjährigen Goldenen Hochzeit verzichtet. Als Dankeschön erhielt Familie Will einen großen Blumenstrauß. Die neue Mikrofonanlage, die heute erstmalig zum Einsatz kam, wurde aus eben diesen Mitteln angeschafft. In einer nachträglichen Würdigung gratulierte dann Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, Margit Hankewitz zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, die bereits in kleinem Kreis im Januar diesen Jahres erfolgte. „ Bei Margit Hankewitz steht immer der Mensch im Mittelpumkt. Sie ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“Den künstlerischen Teil des Nachmittags gestaltete das Duo-Masur. Es war bereits zum letzten Konzert vor dem ersten Lockdown aufgetreten und begeisterte damals alle und sollte deshalb den Neuanfang bestreiten. Das Duo wurde 2003 Berlin gegründet von Andrej Sur aus Russland und Maryna Gontar aus der Ukraine. Andrej ist Konzertmeister und Maryna ist Musikpadagogin und spielt in verschiedenen Ensembles.
Es war wieder ein künstlerischer Hochgenuss, wie das Duo mit seelenvollem warmen Ton und technischer Brillanz die einzelnen Musikstücke darbot. Ob klassische Stücke, wie der Ungarische Tanz Nr.5 oder der Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch oder jazzig gespielte Titel, das Publikum war so begeistert von dem virtuosen Geigenspiel, dass es bei „Wenn ich einmal reich wär“ aus Anatevka im Takt mitklatschte. Das spornte den „Teufelsgeiger“ immer mehr an und er brillierte mit einem weiteren technischen Feuerwerk. Das Duo, das hervorragend zusammen musizierte, ist nicht nur ein künstlerisches Paar, sie sind auch ein Ehepaar.Die Veranstaltung fand mit nur begrenzter Gästezahl aufgrund der amtlichen hygienischen Vorschriften statt und war trotzdem ein gelungener stimmungsvoller Neubeginn.

Text und Fotos Wilfried Neumann


Juni 2021

Burkard Dregger zu Besuch im Käte-Tresenreuter-Haus

Am 24. Juni besuchte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Herr Burkard Dregger, das Sozialwerk Berlin e.V. Er wurde von Frau Sandra Khalatbari (CDU) und von Herrn Claudio Jupe (MdA) begleitet. Für die Gastgeber nahmen Frau Margit Hankewitz, der Leiter des Kompetenzzentrums Offene Altenarbeit, Herr Peter Stawenow, sowie der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Hans-Ulrich Litzner, an dem Treffen teil.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Käte-Tresenreuer-Haus erläuterte Frau Hankewitz Aufgaben und Ziele des Vereins, die Organisation mit den Interessenkreisen, die Tätigkeiten der rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Schwerpunkte der seniorenpolitischen Arbeit. Frau Hankewitz unterstrich, dass bei allem immer das Wohl der älteren Menschen im Mittelpunkt stünde.

Herr Dregger zeigte sich von den Ausführungen beeindruckt und bezeichnete das Sozialwerk als einen Leuchtturm, der weit über die Grenzen Berlins hinaus strahle. Er dankte den Mitgliedern und den Ehrenamtlichen für das vorbildliche Engagement und wünschte dem Verein im Hinblick auf das 50jährige Bestehen eine weitere erfolgreiche Arbeit.

Hans-Ulrich Litzner


Januar 2021

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Frau Margit Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerk Berlin e. V., durch Bezirksbürgermeister R. Naumann im Rathaus Charlottenburg am 21. Januar 2021

Seit 2013, nach dem Tode der Eltern Käte und Harry Tresenreuter, leitet Frau Margit Hankewitz das Sozialwerk Berlin e. V. mit sicherer Hand. Ihr Leitspruch „Die Tradition im Herzen, die Zukunft in der Hand“ bestimmte ihre Vorgehensweise. Die Interessenkreise wurden spektakulär erweitert, der Internet-Aufbau zügig vorangetrieben und das kulturelle Angebot ausgebaut. Das Altenselbsthilfezentrum, seit einigen Jahren überregionales Stadtteilzentrum, bietet älteren Menschen die Möglichkeit, hier einen Kommunikationsort besonderer Art zu finden. Es wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern in allen Bereichen betrieben. Als Mitglied der BAGSO und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wirkt das Haus in den verschiedensten Gremien der Altenarbeit mit.
Für ihre besonderen Verdienste verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nun Frau Margit Hankewitz das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann ihr am 21.01.2021 im Rathaus Charlottenburg überreichte. In kleiner Runde, in Anwesenheit von Frau Susanne Tresenreuter, den Herren Peter Stawenow und Professor Dr. Herbert Striebeck und Frau Eveline Harder, fand die Ehrung statt. Bei Kaffee und Tee schilderte Herr Naumann die Verdienste des Hauses, insbesondere die Leistungen von Frau Hankewitz in der Altenarbeit in den vergangenen Jahren und bezog alle Teilnehmer*innen in das Gespräch mit ein. Es war ein kleiner festlicher Akt im Büro des Bezirksbürgermeisters in schöner Atmosphäre. Ein Chor müsste singen „Freude schöner Götterfunken…“.
Einen herzlichen Glückwunsch zu dieser Ehrung und weiter so!

Eveline Harder
Berlin, den 22.1.21

Foto: Peter Stawenow

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1043362.php


Dezember 2020

Die Sozialwerker wünschen Ihnen im 50. Jahr des Bestehens auch im kommenden Jahr schöne gemeinsame Momente.
Ihre Margit Hankewitz

Sehen Sie hier einen Beitrag in der Berliner Abendschau vom 30.12.2020 über das Käte-Tresenreuter Haus, das einen stimmungsvollen Eindruck vermittelt.

Keine Angst vorm Alleinsein im Alter – Das Mutmacher-Haus / rbb
Sie sehen den Beitrag bei YouTube (Klick)

Fotos: HK