März 2024

Osterkonzert im Sozialwerk Berlin

Am Ostersonnabend gastierte im Sozialwerk Berlin das Familienduo „Ria & Simon“. Die beiden aus Lettland stammenden Künstler unterhielten die Mitglieder und Gäste des Sozialwerks mit deutschen Hits (u. a. Griechischer Wein, Ein bisschen Frieden) und internationalen Klassikern wie u. a. „Hello Dolly“ u. „Que sera, sera“. Das Publikum wurde angeregt und auch zum Mitsingen animiert.

Besondere Beifallsstürme bekam der die Sängerin begleitende Pianist bei mehreren solistischen Einlagen mit beeindruckender Virtuosität und großem Klangreichtum. Als Zugabe begeisterte er das Publikum mit einem mitreißenden Udo Jürgens-Medley.

Herbert Striebeck

Fotos: Margit Hankewitz


März 2024

„Ein Berliner mit Schnauze“ im Sozialwerk Berlin 

Am 16. März konnten Mitglieder und Gäste des Sozialwerks den Kabarettisten und Sänger Donato Plögert erleben. Seine Themen beziehen sich auf den Zustand der Welt und besonders auf den Überlebenskampf im Alltag der älteren Menschen, die genervt u. a. in Supermärkten, Arztpraxen, Verkehrsmitteln und durch die Intoleranz und Abwertung durch die jüngeren Mitbürger oft Anerkennung, Schutz und Hilfe im Alltag vermissen.

Plögert hält den älteren Menschen mit Humor und Augenzwinkern den Spiegel vor und bringt die verschiedensten Typen älterer Menschen auf die Bühne. Immer aber bekommen die Besungenen Anregungen, Tipps und Ratschläge für ihren Alltag, wie z. B. „Immer lächeln“, „Sei du selbst“ oder „Im Alter muss man frech sein“ (Titel seiner CDs).

Nicht kritisiert oder deprimiert verließen die Veranstaltungsgäste das Sozialwerk, sondern gestärkt mit Selbstbewusstsein, Lebenslust und Kampfesmut.

Herbert Striebeck

Fotos: Margit Hankewitz


März 2024

Vortrag zur Geschichte des Schlosses Charlottenburg

Am Ufer der Spree auf ihren letzten Kilometern bis zur Havelmündung liegt das Schloss Charlottenburg mit seinem Nebengebäuden und seinem ausgedehnten Bürgerpark. Zu einem bebilderten Vortrag über die wechselvolle und spannende Geschichte von Schloss und Park lud Joachim Krüger am Sonntag, dem 3. März  in den Saal des Sozialwerks Berlin in der Grunewalder Humboldtstr. 12 ein. Mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten dieser Einladung und erlebten einen anekdotenreichen historischen Vortrag, der alle Anwesenden zu einem zeitnahen Besuch von Schloss und Parkt motiviert haben dürfte.

Joachim Krüger

Foto: Monika Borchert


Februar 2024

Ein denkwürdiges Konzert im Sozialwerk Berlin

Am 24. Februar 2022 wurde die Ukraine von Russland angegriffen. Genau zwei Jahre später, am 24. Februar dieses Jahres, gastierten zwei Künstler im Sozialwerk, ein aus Estland stammender Sänger sowie ein Knopfakkordeonspieler aus der Ukraine. Dieses musikalische Zusammenspiel hatte schon im November des vorigen Jahres die Zuhörerinnen und Zuhörer des damaligen Konzerts begeistert. Neben der Begleitung des Sängers zeigte Herr Serhiy Lukashov mit seinem Knopfakkordeon, dem „Akkordeon des Ostens“, seine besondere Virtuosität mit einigen solistischen Beiträgen, die frenetisch von den Konzertgästen gefeiert wurden.

Der Bariton Urmas Pevgonen verzauberte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit deutschen und russischen Volksweisen. Eine Zuhörerin feierte an diesem Tag ihren 91. Geburtstag, was der Sänger zum Anlass nahm, getreu dem Motto des Konzerts „Von Herz zu Herz“, im Verlauf der Darbietungen viele verbale und gesangliche Glückwünsche an das Geburtstagskind zu richten.

Auf  besonderen Wunsch erklang als Zugabe das „Wolgalied“ aus der Operette „Der Zarewitsch“. Um die Gäste des Konzerts heiter und beschwingt den Heimweg antreten zu lassen, wurde noch abschließend die russische Volksweise „Kalinka“ von allen Anwesenden angestimmt.

Herbert Striebeck

Fotos: Margit Hankewitz


Februar 2024

Was hätte Fontane erlebt, wenn er seine legendären „Wandrungen durch die Mark Brandenburg“ heute unternommen hätte? Gabriele Radecke und Robert Rauh wollten es wissen und begaben sich auf die Spuren des Dichters ins malerische Havelland.

Statt mit Kutsche und Bleistift reisten sie mit Navi und Laptop – im Gepäck nicht nur Fontanes Klassiker, sondern auch dessen unbekannte Skizzen und Notizen. So suchten sie in Marquardt Reste der geheimnisvollen blauen Grotte, erzählen in Paretz vom Kult um Königin Luise, steigen in Wust in die bekannte Katte-Gruft und besichtigen in Glindow den historischen Ziegelofen, den schon Fontane beschrieben hat.

Im Ort Ribbeck wurde im Interview mit Friedrich-Carl von Ribbeck die Frage geklärt, ob Fontane im Ort Ribbeck war oder vielleicht auch nicht. Die Antwort erschließt sich in Rauhs neuestem Buch. Nur Fontanes berühmtes Gedicht erinnert an diesen Ort.

Im zweiten Teil der Lesung ging es nach einer Abstimmung des Publikums, wohin weiter gewandert werden soll, nach Wust zur Katte-Gruft.

Das Dorf Wust gehört zum Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt. Seine Aufnahme in die Wanderungen hat Wust nur Katte zu verdanken, das Geburtsdorf des Hans-Hermann von Katte. Das Dorf bildet neben Köpenick, wo 1730 das Kriegsgericht getagt hatte und Küstrin, wo Katte am 06.11.1730 hingerichtet wurde, den dritten historischen Schauplatz der Katte-Tragödie.

Hans-Hermann von Katte kam 1729 in das nähere Umfeld des Kronprinzen Fritz, der vor allem Kattes Weltgewandtheit bewunderte. Beide verband die Liebe zur Musik und Literatur, die sie mehr begeisterte als das Militär. Verhängnisvoll wurde Kattes Beziehung zum Kronprinzen, über dessen Intensität seit Jahrhunderten viel spekuliert wird (homoerotisches Verhältnis), als Fritz sich entschied, vor seinem tyrannischen Vater Friedrich-Wilhelm I. ins Ausland zu fliehen. Der Plan misslang und am 05.08.1730 wurde er gefasst und in die Festung Küstrin gebracht. Den jungen Männern wurde der Prozess gemacht. Für Katte wurde eine lebenslange haft verfügt, die der König qua Amt änderte in „Katte soll mit dem Schwert vom Leben in den Tod gebracht werden“, was am 06.11.1730 in Küstrin vollzogen wurde. Ende November wurde der Sarg auf Bitten des Vaters nach Wust überführt und in der Familiengruft abgestellt, wo er heute noch steht ohne Podest in einer dunklen Ecke.

Der Autor hatte im Zuge der Recherche in Wust Maria von Katte kennengelernt, die zum Katte-Gedenktag am 06.11.2023 eine Rede hielt.

Mit einer Anekdote schloss Robert Rauh die Lesung ab, die alle Teilnehmer zum Schmunzeln brachte. – Ein zauberhafter Nachmittag auf den Spuren Fontanes ging zu Ende. Herzlichen Dank an Robert Rauh!

Zur Person: Robert Rauh wurde 1967 in Berlin geboren. Er ist Historiker, Schriftsteller, Lehrer und Herausgeber von Lehrbüchern. Seit 2011 moderiert Rauh im Berliner Schloss Schönhausen eine Veranstaltungsreihe mit Prominenten aus Kultur und Politik. Robert Rauh ist ein Causeur a là Fontane, der entspannt und humorvoll erzählt. Er könnte mit seinen Studien tatsächlich ein neues Kapitel der populären Fontane-Rezeption einleiten, zumal er beiläufig Auskünfte über den gegenwärtigen Zustand der Häuser und Schlösser und deren Nutzung gibt.

Berlin, 21. Februar 2024

Eveline Harder

Foto: Monika Borchert


Februar 2024

Fasching im Sozialwerk Berlin 

Bekanntlich haben der Karneval und die damit verbundenen Faschingsfeiern –  im Vergleich zu den anderen Regionen Deutschlands  –  in  Berlin nur eine eingeschränkte Bedeutung.

Aber es gibt Ausnahmen: Am 10. Februar feierten Mitglieder und Gäste im Sozialwerk Berlin in z. T. phantasievollen Faschingskostümen ein heiteres und ausgelassenes Faschingsfest.

Angeregt wurden die Feiernden durch das Claudio-Fisher-Duo mit seinen schwungvollen Musikstücken und Karnevalsschlagern. Höhepunkte des Festes waren die sich durch den ganzen Saal schlängelnde Polonäse sowie die Auftritte der „Jacob-Sisters“, der szenische Vortrag des Oldies „Du lässt dich geh’n“ von Charles Aznavour sowie eine humorvolle Neufassung des „Erlkönigs“ durch Mitarbeiter des Sozialwerks.

Die faschingstypische Ausschmückung des Festsaals, ergänzt durch die Faschingslust und – laune der Feiernden, machten deutlich: Auch in Berlin kann man Fasching feiern!

Herbert Striebeck

Fotos: Margit Hankewitz


Januar 2024

Gedichte und Musik im Sozialwerk Berlin

Am 20.01.2024 gastierten zwei Künstler im Sozialwerk Berlin, die seit 42 Jahren gemeinsam musizieren. Der eine, Peter Siche, singt hingebungsvoll und hintersinnig, der andere, Peter Schäfer, begleitet den Gesang feinfühlig und fast solistisch am Flügel. „Nehm se`n Alten“ war das Konzert überschrieben und beinhaltete scherzhaftsatirische Strophengedichte Otto Reutters (geb. 1870 in Gardelegen) und einiger seiner Zeitgenossen. Otto Reutter verfasste über 1000 Lieder, dazu Gedichte und Erkenntnisse voller Lebensweisheit. Bekannt sind insbesondere „In fünfzig Jahren ist alles vorbei“, „Alles wegen de Leut’“, „Der Blusenkauf“, „Wie reizend sind die Frauen“.Das Publikum erfreute sich insbesondere bei der Angst eines Mannes um seinen „Überzieher“ .Die Lieder und Gedichte führten bei den Besucherinnen und Besuchern zu heiteren, lächelnden und entspannten Gesichtern auf dem Nachhauseweg.

Herbert Striebeck

Fotos: Dieter Hilsberg


Januar 2024

Erzähl-Café – Lesung am 14. Januar 2024 „Behalt mich ja lieb…“ – der Briefwechsel zwischen Goethe und Christiane Vulpius mit Heidemarie Gohde und Eckhart Neuberg

Es begann mit einer Überraschung: Beide Künstler traten in historischen Kostümen auf, einfach herrlich anzusehen. Es folgte eine Einweisung über Goethes Leben und das Kennenlernen der beiden Protagonisten 1788 im Park an der Ilm, als Christiane Vulpius im Auftrage ihres Bruders eine Bittschrift an Goethe überbringen sollte, und ihn dort zum ersten Mal traf. Ein einschneidendes Erlebnis. Goethe war 1788 von seiner Rom-Reise zurückgekehrt und gerade 28 Jahre alt, Christiane 23 Jahre. Sie arbeitete als Putzmacherin in einer Weimarer Manufaktur, die künstliche Blumen herstellte. Goethe charakterisierte die Verbindung so: „Ich bin verheiratet, nur nicht mit Zeremonie“, in der er allen Verleumdungen zum Trotz große Beglückung empfand. 18 Jahre lebten sie in freier Liebe zusammen, 10 Jahre in der Ehe. Die umfangreiche Briefkorrespondenz der beiden, Goethe war ca. 6 Monate im Jahr verreist, legt darüber zum Teil amüsantes Zeugnis ab.
Die Weimarer Gesellschaft war entsetzt und empört und folgende Zitate wurden über die Beziehung verbreitet: „Ein rundes Nichts“, „Goethes dralles Erotikum“, „eine Blutwurst, die toll geworden ist“, „ein Strafgericht der Götter“ und „ein Geheimrat, der einer Proletin beiwohnt“. Nicht nur Freifrau von Stein und Charlotte von Schiller ereiferten sich, sondern der gesamte Weimarer Hof. Christiane wurde auch nach der Eheschließung nicht anerkannt. Als im Jahr 1806 der Code Civil eingeführt wurde, war eine Heirat zwischen Goethe und der Vulpius möglich. Diese Möglichkeit nutzten beide im gleichen Jahr.
Christiane starb schon früh im Jahre 1816 und Goethe wählte folgende Grabinschrift für sie „Du versuchst o Sonne vergeblich durch die düsteren Wolken zu scheinen! Der ganze Gewinn meines Lebens ist, ihren Verlust zu beweinen.“ Im Widerspruch zu der liebevollen Grafinschrift steht Goethes Abwesenheit bei der Beerdigung und dem folgenden Trauergottesdienst. Er war jedoch auch nicht bei der Beerdigung seines Freundes Schiller anwesend. Da er Angst vor dem eigenen Tod hatte und sich nicht mit dem Gedanken anfreunden konnte, selber irgendwann gehen zu müssen.
In ihren Briefen geht es immer um häusliche Angelegenheiten, Küche, Garten, Hausbestellung und gesundheitlichen Befindlichkeiten. Sie berichtete von Theaterbesuchen, Tanzveranstaltungen und so manchen Flirt, indem sie schreibt „ich habe Äugelchen gemacht“! Er berichtet über seine Aktivitäten, schriftstellerischen Arbeiten und Besuchen bei Freunden, Bekannten und Kollegen. Auch der Sohn August, 1789 geboren, ist von beiden ein Thema. In liebevoller Zuneigung erzählen sie sich, wie sehr sie einander vermissten. Eine Korrespondenz der Zuneigung und Vertrautheit. Sie war eine couragierte Person, lernte kutschieren und Schlittenfahren, war auf Reisen mit Pistolen unterwegs und meisterte das Leben. Sie verstand sich gut mit Goethes Mutter in Frankfurt und war eine liebevolle Mutter. Eine häusliche Idylle, die er sehr genoss. Beide beendeten ihre Briefe oft mit „Behalt mich ja lieb…“. Sie unterschrieb mi „dein kleines Landwesen“, er beendete die Zeilen mit „meine liebe Kleine“, „mein Küchenschatz, mein Hausschatz oder mein Bettschatz“. 1813 verfasste Goethe das Gedicht „Ich ging im Walde so für mich hin, um nichts zu suchen, das war mein Sinn…“ – eine Hommage an das Kennenlernen im Park an der Ilm.
Die beiden vortragenden Künstler hatten große Freude am Vortragen. Christianes Text wurde im thüringischen Dialekt gesprochen, was sehr lustig klang. Am Ende diskutierten die Zuhörer mit den Schauspielern, um weitere Einzelheiten aus Goethes Leben zu erfahren.
Heidemarie Gohde, Jahrgang 1953, in Dresden geboren, absolvierte ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der Staatlichen Schauspielschule in Ost-Berlin. Es folgten Engagement am Deutschen Theater Berlin, Theater in Leipzig, Staatstheater Hannover, Bremer Theater sowie am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Seit 1997 arbeitet sie freiberufliche und lehrt als Dozentin an der Schauspielschule Mainz. Seitdem setzt sie Stücke in Bamberg u. a. von Kleist, Goethe, Molière in Szene.
Eckhart Neuberg, Jahrgang 1953, in Rostock geboren, studierte an der FU Berlin Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik und daneben Schauspiel an der Schauspielschule Else Bongers. Nach dem Magisterabschluss 1980 Engagements bundesweit. Eigene Inszenierungen folgten. Von 1993 bis 2019 Festengagement am ETA Hoffmann Theater in Bamberg als Schauspieler. Er spielte alle klassischen Rollen und hat ein unglaubliches Repertoire. Seit 2019 wohnt Eckhart Neuberg wieder in Berlin.
Es war ein beeindruckender Nachmittag! Es wäre schön, wenn beide Schauspieler wieder einmal zu uns kommen könnten. Eine Charles Dickens Lesung im November 2024 ist mit Heidemarie Gohde in Planung.
Berlin, 24.01.2024
Eveline Harder

Fotos: Monika Borchert


Januar 2024

Am 6. Januar 2024 feierte das Sozialwerk Berlin den Beginn des neuen Jahres. Wie in vielen Jahren zuvor musizierte das Akkordeonorchester ASN (Akkordeonspielgemeinschaft Neukölln) unter der Leitung von Detlef Klatt. Zu Beginn erklangen Melodien aus der Operette „Die Fledermaus“ und der Oper „Die Perlenfischer“. Die Konzertgäste wurden dann durch bekannte Oldies wie u. a. Caprifischer, Schneewalzer und ein Seemanns-Potpourri zum Singen und Schunkeln animiert. Besondere Begeisterung entstand durch den Einsatz eines Washboards.Gedichte und Anekdoten, vorgetragen von Hartmut Mahl, ergänzten das musikalische Programm.Zum Abschluss des Konzerts spielten, sangen und schunkelten alle Musiker und Konzertbesucher „Sierra Madre del Sur“. Die Besucher des Neujahrskonzerts verließen heiter und beschwingt das Haus.Möge das Neue Jahr diese positive Stimmung nicht trüben.

Herbert Striebeck


Dezember 2023

Weihnachtsfeiern 2023 im Sozialwerk Berlin

Im großen Saal des Sozialwerks, weihnachtlich geschmückt durch den Weihnachtsschmuck der Bühnenwand, den Weihnachtsbaum und viel Weihnachtsschmuck auf den Tischen, fanden am 15./16. Dezember für die Mitglieder und am 19. Dezember für die ehrenamtlichen Mitarbeiter die festlichen Weihnachtsfeiern statt. Traditionell wurden in den vergangenen Jahren einzelne Künstler, Künstlergruppen und auch Orchester oder Chöre eingeladen, die ein weihnachtliches Festprogramm gestalteten. In diesem Jahr war es anders: der hauseigene Schlössenchor schaffte eine wunderschöne weihnachtliche Stimmung im Saal mit Liedern, Gedichten und Klaviermusik. Ein besonderer musikalischer Leckerbissen war das „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Bei der Mitarbeiterfeier traten neben dem Schlösschenchor noch kleinere Gruppen der Mitarbeiter auf, so u. a. eine Blockflötengruppe, die die Mitarbeiter im Saal mit musikalischen und szenischen Beiträgen in eine ausgelassene weihnachtliche Stimmung versetzten. Zu Beginn der „Dankeschön“ -Weihnachtsfeier für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter des Sozialwerks übergab Frau Prof. John als Ehrenvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin die Ehrenamtskarte des Senats von Berlin an einige Mitarbeiter. Begleitet wurde sie dabei von Frau Judith Stückler, der BVV – Vorsteherin des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Es schloss sich dann die Verleihung des Zertifikats „Realitäts-Check Inklusion“ an das Stadtteilzentrum Käte-Tresenreuter-Haus an. Ein gesundes und friedvolles Jahr 2024 für alle Leserinnen und Leser der Schlösschenpost!

Herbert Striebeck


November 2023

Jahresabschlusskonzert des Kulturprogramms im Sozialwerk Berlin
Im Jahr 1985 gründete der ehemalige Chef der Berliner Wasserschutzpolizei den „Shanty-Chor Berlin“. Bekannt ist dieser reine Männerchor durch Presse, Funk und Fernsehen, veranstaltet jedoch auch Konzerte in Kranken- Pflege- und Seniorenheimen und bereichert außerdem durch seinen Gesang viele maritime Veranstaltungen.
So trat der Shanty-Chor Berlin am 18.November 2023 im Sozialwerk Berlin auf. Un-ter der Leitung von Volker Groeling und begleitet von Akkordeon, Gitarre, Bassgitarre und Schlagzeug, gespielt auch von Musikerinnen, präsentierten die Sänger ein vielseitiges und anspruchsvolles Chorprogramm.
„Shantys“ waren Arbeits- und Freizeitlieder der Seeleute auf den großen Segelschiffen des 19. Jahrhunderts, die zu bestimmten Arbeits- und Freizeitvorgängen erklangen. Ein besonderes Merkmal des Shanty-Gesangs sind die Wechselgesänge zwischen einem Vorsänger, dem „Shanty-Man“, und der übrigen Schiffsmannschaft. Dieses Merkmal trat bei dem Auftritt im Sozialwerk sehr deutlich hervor.
Das Programm beinhaltete klassische deutsche wie auch englische Seemannslieder und Shantys sowie Medleys deutscher Schlager aus der Seefahrt. Das Publikum wurde animiert mitzusingen, zu schunkeln und zu klatschen.
Die nahende Weihnachtszeit bildete den Anlass für einige Lieder zur „Weihnacht auf See“. Zum Abschluss erfreute der Shanty-Chor die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer mit dem bekannten Weihnachtslied Feliz Navidad.

Herbert Striebeck

Fotos: Herr Dieter Hilsberg


November 2023

„Unter den Linden“
Mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in den großen Saal des Sozialwerks Berlin, um den bebilderten Vortrag von Joachim Krüger über die Geschichte der Straße „Unter den Linden“ zu hören. Von den ersten Lindenanpflanzungen zur Zeit des Großen Kurfürsten, über die Entwicklung der angrenzenden Dorotheenstadt, die Gestaltung des Friedericianums unter Friedlich dem Großen, dem Bau des Brandenburger Tors ab 1789 bis in die Zeit der napoleonischen Besetzung spannte Krüger den zeitlichen Bogen. Es folgten die baulichen Aktivitäten des 19. Jahrhunderts, z. Beispiel mit der „Neuen Wache“ und Bauten wie der Staatsbibliothek in der Zeit Kaiser Wilhelms II. Auch das gesellschaftliche Leben in den Caféhäusern Bauer und Kranzler wurden beleuchtet. Ein besonders schmerzlicher Einschnitt waren die massiven Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges, von denen der Boulevard „Unter den Linden“ sich nur schwer und langsam erholte. Heute ist der Spazierweg vom Pariser Platz über die Schlossbrücke hin zum wiedererstandenen Stadtschloss für jeden Berlin-Besucher, aber auch für uns Einheimische nicht wegzudenken!
Ein Hinweis an die Interessenten: Der nächste Vortrag von Joachim Krüger wird das „Schloss Charlottenburg“ zu Thema haben.

Joachim Krüger


November 2023

Ein musikalischer Hochgenuss im Sozialwerk Berlin

Am 04. November 2023 gastierten zwei außergewöhnliche Musiker im Sozialwerk Berlin: der Bariton Urmas Pevgonen sowie sein Begleiter Ilia Kurtev mit einem Knopfakkordeon, genannt Bajan.
Nun ist die Beschreibung „Begleiter“ ein völlig unpassender Begriff, denn Herr Kurtev begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit solistischen Beiträgen, die seine besondere Virtuosität und Beherrschung des Instruments zeigten.
Die kräftige, aber weiche und melancholische Stimme des Sängers erweiterte den Hörgenuss mit klassischen und modernen Melodien aus Operetten und Musicals. Die beiden Musiker harmonierten mit ihren Vorträgen in bewundernswerter Weise.
Auf besonderen Wunsch erklang als Zugabe das berühmte Wolga-lied aus der Operette „Der Zarewitsch“. Die einfühlsame Darbietung führte im Saal zu einigen Tränen.

Herbert Striebeck


Oktober 2023

Erzähl-Café mit dem Modedesigner Stefan Hann „Der Müll, der Luxus und die Mode“ am 15.10.2023


Stefan Hann, 1970 in Berlin-Kreuzberg geboren, wuchs im Altenheim seiner Mutter, der Berliner Schrippenkirche, auf. Dort sah er, wie die alten Damen aus Woll- und Stoffresten Puppen und anderes Spielzeug herstellten, was ihn sehr begeisterte. Nach dem Abitur lernte er Herrenschneider an der Deutschen Oper. Sein erstes Kleid aus weißem Papier stammte aus dem Fundus des KaDeWe. Er lebte fünf Jahre in Paris und zwei in Wien, wo er mit international bekannten Designern zusammenarbeitete.
Er entdeckte seine Freude zur Verarbeitung von ungewöhnlichen Materialien zu Modeobjekten, zum Teil Stoffe, die man als Abfall bezeichnen könnte. Da die Technik im Sozialwerk nicht funktionierte, setzten sich die Teilnehmerinnen um einen Tisch herum. Dort zeigte S. Hann aus seinen Fotobüchern und verschiedenen Kalendern die Objekte, die im Laufe der Jahre von ihm mit seinem Team entstanden sind. Für das Haus Moet & Chandon entwarf er ein Kleid aus Champagnerkorken, für die Marke Swarowski fertigte er Kleider, Taschen, Gürtel und Netzstrümpfe aus Swarowskisteinen an, aus Tetra Pak-Verpackungen entstanden Kleider und aus weltweit gesammelten Plastiktüten ebenso herrliche Gebilde.
Durch die Bekanntschaft mit der Direktorin der Pariser Bibliothèque nationale de France kam er an die Mikrofiche des Autors Victor Hugo, woraus ein herrliches Kleid (Foto) entstand. Man hatte dort das Werk digitalisiert und somit waren die Mikrofiche Abfall.
Sandra Pabst, die bekannte Berliner Modedesignerin, war von S. Hanns Objekten so begeistert, dass sie ihm eine Auswahl Gürtel zur Verfügung stellte, die er verarbeitete (Foto). Er zeigte Fotografien von Kleidern aus gehäkelten Videobändern, Rosenblättern, Portemonnaies der französischen Soldaten, Tablettenblistern und silbernen und goldenen Kaffeetüten. Aus Zeitungspapier der New York Times für die Firma Bertelmann fertigte er aufregende Bekleidungsstücke.
Zurzeit fertigt er für ein Kloster in Ottobeuren neue Mönchsbekleidung aus goldenen Kaffeetüten an. Dafür benötigt er diese Tüten und startete einen Aufruf ans Publikum, für ihn diese Tüten zu sammeln. Der Vortrag regte immer wieder zu Nachfragen und Erzählungen an. Alle gezeigten Modelle sind tragbar und können angezogen werden. Zum Beispiel Meret Becker trug zu den Filmfestspielen ein Kleid von ihm. Circa 160 Schaufensterpuppen hat er gelagert. Seine Modelle befinden sich in verschiedenen Museen und in privaten Sammlungen. Aktuell unterrichtet er an der Modeschule Berlin. Mit der jeweiligen Abschlussklasse veranstaltet er Modeschauen, die einfach hinreißend sind.
2024 will S. Hann erneut im Sozialwerk auftreten, dann eine Beamershow und Bilder von den Mönchsgewändern, die jetzt in Arbeit sind, zeigen. Die Teilnehmerinnen überhäuften ihn mit Fragen, kamen doch einige aus der Branche, und ließen ihn kaum gehen.
Ein zauberhafter Nachmittag mit Traumkleidern, die Geschichte machen. Das war ganz große Klasse! Großes Dankeschön an Stefan Hann, dem wir weiterhin viel Erfolg und gute Ideen wünschen.
Eveline Harder
Berlin. 21.10.2023

Fotografin: Monika Borchert.

Oktober 2023

Lustvoll leben mit 80+

Bericht über die 18. Fachtagung „Palliative Geriatrie“ am 6. Oktober 2023
von Eveline Harder

Dieses Jahr lautete das motivierende Motto der Tagung „Lustvoll leben mit 80+“. Das inspirierende Thema bot den Zuhörern, analog wie digital, viele neue Aspekte, wie man als Hochaltriger das Leben noch genießen kann.
Zuerst sprach per Videoschaltung aus Wien, die Ehrenvorsitzende Fachgesellschaft Palliative Geriatrie, Professorin Dr. Maria Kojer, in ihrem Grußwort darüber, wie man das Leben als alter Mensch freudvoll gestalten kann. Sie berichtet aus ihrer eigenen Erfahrung, wie sie mit den Einschränkungen des Alters umgeht und wünsche sich mehr Respekt gegenüber den älteren Mitbürgern, damit ein gutes Leben bis zuletzt möglich ist und die Würde gewahrt bleibt.
Über vier Themen soll berichtet werden. Professor Dr. Otfried Höffe, Tübingen, sprach über „Die hohe Kunst des Alterns – eine kleine Philosophie des guten Lebens“. Er begann mit einem Ausspruch Hermann Hesses „Mit der Reife wird man immer jünger“. Um seine Vitalität nicht zu verlieren, empfiehlt er die „Vier L“: Laufen – Lernen – Lieben – Lachen. Wer sich altersgerechten Interessen zuwendet, dem gelingt es, ein gutes Leben zu führen. Wir sind nicht so alt im Kopf, wie der Körper aussieht – ein Resümee des über 80jährigen Vortragenden.
Ein weiterer Vortrag war von einer Sexualtherapeutin und -assistentin, Stephanie Klee aus Köln, mit dem Titel „Nur einmal streicheln bitte“. Die Bedürfnisse alter und behinderter Menschen sind nicht beschränkt auf „sauber, satt und trocken“. Viele Bedürfnisse gehören zum Überleben, nämlich der Hautkontakt, die Berührung und die Streicheleinheiten. Stephanie Klee berichtet aus ihrem Arbeitsalltag in Pflegeheimen. Jeder Mensch habe ein Recht auf Sexualität im Alter. Da die Betten in den Heimen 80 cm breit sind, stellt sich eine sexuelle Betätigung mehr oder weniger als schwierig dar. Daher werden von den Pflegeheimen zum Teil Gästezimmer dafür zur Verfügung gestellt. Die Kosten der Sexualassistentin werden von den Kassen übernommen.
Ganz spannend war der Vortrag über „Futility“ von Dr. Sebastian Schiel aus Fulda. Futility bedeutet Übertherapie und Überdiagnostik in der Medizin. Dazu ist festzuhalten, dass Patienten und nicht die Laborwerte behandelt werden. Wichtig ist der Mensch dabei! Deutschland ist weltweit an erster Stelle für Blutabnahmen. Dr. Schiel zeigte dann die Ursachen der Übertherapie auf und stellte fest: Der Patient ist kein Kunde, das Krankenhaus kein Wirtschaftsunternehmen (nach DGiM Positionspapier). Nur in Absprache mit dem Patienten werden Therapien festgelegt. Er beendet das Referat mit dem Ausspruch von Professor Dr. Wilfried Druml aus Wien: „Man muss viel wissen, um wenig zu tun.“
Dr. Roland Kunz, Zürich, erläutert dann in seinem Vortrag „Therapiezieländerungen in der Palliativen Geriatrie“ der Fachgruppe Palliative Geriatrie, das Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Er legte dar, dass das Behandlungsziel gemeinsam mit dem alten Menschen festgelegt wird und nicht nur nach Diagnosen. Oberste Priorität ist der Wille des Patienten.
Für den Nachmittag wurden vier Sessionen angeboten. „Menschen mit Demenz“ war mein Favorit. Hedwig Neu aus Speyer, ging ganz praxisnah vor und übte mit den Teilnehmer:innen Zentrieren, Paraphrasieren und Mitschwingen. Anschießend berichtete Christine Vogt, Theaterpädagogin aus Berlin, über ihre Arbeit mit dem Demenz-Theater PAPILLON und die Fähigkeit am Leben teilzunehmen. Sie gab einen spannenden Einblick in ihr Aufgabengebiet. Ein gelungener Abschluss der Fachtagung.
Am 14.10.2024 findet die 19. Fachtagung statt mit dem Titel „Aktiv gegen Einsamkeit im Alter und im Sterben“.
Ein großer Dank geht an Dirk Müller, MAS Palliative Geriatrie Berlin, und Birgit Krug, die wie jedes Mal diese Tagung vorbereiteten und durchführten.
Berlin, den 10.10.2023


September 2023

Weinfest im Sozialwerk

Am 16. September fand im Sozialwerk Berlin das traditionelle Weinfest statt, am selben Tag, als in München das Oktoberfest begann. Statt mit bayrischem Maß Bier sangen und schunkelten die Mitglieder und Gäste bei Wasser und Wein. Die dazu passende heitere und ausgelassene Musik
spielte wieder Joe Morris.
Seit Corona ist das Feierverhalten der Veranstaltungsbesucher sichtbar gebremst, was sich insbesondere beim Fehlen einer Tanzlust zeigt. Diese wurde jedoch ersetzt durch eine lustige und beschwingte Polonaise sowie durch das beliebte gemeinsame Singen des Liedes „Sierra Madre“ als Abschluss.

Herbert Striebeck


September 2023

Theaternachmittag im Sozialwerk Berlin

Am 2. September fand im Sozialwerk Berlin ein Theaternachmittag statt.

Die Mitglieder und Gäste erlebten auf der Bühne keine musikalischen Beiträge, sondern ältere Menschen im Alter von 70 bis 80 Jahren als Schauspielerinnen und Schauspieler in einem anspruchsvollen Theaterstück.

Das „Theater der Erfahrungen“ ist ein Altentheaterprojekt, das vor 40 Jahren von Eva Bittner und Johanna Kaiser gegründet wurde. Aus der Lebenserfahrung älterer Menschen wurden seitdem zahlreiche Theaterstücke entwickelt. Die Theatergruppe „Spätzünder“ war schon mehrmals im Sozialwerk aktiv, z. B. mit den Theaterstücken „Eine Frau wird erst schön in der Küche“, „Bertha, stirb endlich“ und „Schlaflos in Berlin“.

Eine weitere Theatergruppe mit dem Namen „RostSchwung“ gastierte am 02.09. d. J. im Sozialwerk. Die Theatergruppe „RostSchwung“ wurde anfangs mit dem Namen „OstSchwung“ 1993 mit Ost-West-Themen gegründet. Ein erweitertes Themenangebot hat die Namensänderung notwendig gemacht. Das jetzige Stück trug den Namen „Lügen machen Leute“.

Unter der Regie von Petra Newiger versuchten Schauspielerinnen und ein Schauspieler die Bedeutung und Gestaltung ihrer Rollen durch unwahre

Aussagen zu ihrer Biografie zu verbessern. Hierzu wurden jeweils kurze Filmsequenzen eingespielt. Die „Theaterbesucher“ erlebten einen gehaltvollen und anregenden Nachmittag.

Herbert Striebeck


August 2023

Das Duo „Ma Sur“ im Sozialwerk Berlin

Am 19.08.23 gastierte das Duo „Ma Sur“ wieder im Sozialwerk Berlin. Das Duo besteht aus einem Geiger und einer Begleitung am Flügel.
Wie bei allen vorherigen Auftritten waren die Zuhörerinnen und Zuhörer beeindruckt und begeistert. Der Grund war einmal das international gemischte Repertoire vom Wiener Walzer bis zu „Summertime“ von George Gershwin. Ein weiterer Grund war die beeindruckende Virtuosität der Künstler, die ohne Noten ihre Instrumente beherrschten und mit ihnen musizierten.
Der Flügel begleitete nicht das Geigenspiel im herkömmlichen Sinne, sondern die Geige und der Flügel führten ein musikalisches Zwiegespräch mit immer wieder gegenseitigen Anregungen und Harmonien.
Das Konzert hatte auch eine politische Dimension, da es einen Russen und eine Ukrainerin im harmonischen und friedlichen Miteinander zeigte, ein Vorbild für unsere Gegenwart!

Herbert Striebeck


Juli 2023

Sommerfest im Sozialwerk Berlin

am 07. und 08. Juli 2023

„Feiern wir auf der Terrasse oder im Saal?  Was machen wir bei eventuellen  Regenschauern zwischendurch?“ Solche Fragen aus vergangenen Jahren waren in  diesem Jahr völlig unnötig, denn an  beiden Tagen schien die Sonne ungestört bei ca. 30 Grad.

Die Terrasse war gefüllt, es war noch Platz für einen Besuch des Sozialwerks Potsdam. Getränke aller Art waren gefragt, vor allem erfrischten sich die Mitglieder und Gäste an Bowle und Wein.

Die Stimmung konnte nicht besser sein, angeregt durch die musikalische Begleitung durch das Claudio-Fischer-Duo am ersten Tag und am zweiten Tag durch  den bekannten und beliebten  Alleinunterhalter Kiry. Die große Hitze konnte einige der Feiernden nicht davon abhalten sich durch Tanzen Bewegung zu verschaffen. Da Tanzen, Trinken und  Sich-unterhalten Hunger machen, konnten zum Schluss des Festes noch Bratwürstchen verzehrt werden.

Fazit:  Ein sehr gelungenes Sommerfest,  begünstigt durch das Wetter und die vielen Einsätze unserer Ehrenamtlichen bei den Vorbereitungen und beim Verlauf des Festes.

Herbert Striebeck


Juli 2023

Erzähl-Café mit „Kalliopes Schwestern“ und dem Stück „Geschichten vom Glück“ am 16.07.2023

Die Theatertruppe „Kalliopes Schwestern“ besteht seit sechs Jahren und hatte sich durch eine Ausbildung zum freien Erzählen kennengelernt. Sechs Frauen beschlossen, zusammenzubleiben, Stücke zu entwickeln und dann vor Publikum aufzutreten. Inzwischen liegt ein kleines Repertoire vor, aus dem sie schöpfen können.
Erzählen ist eine der ältesten Kunstformen der Welt. In allen Kulturen und seit mindestens 4000 Jahren halten Menschen durch Erzählungen ihre gemeinsame kulturelle Identität lebendig. Menschen, die erzählen, schöpfen auch heute noch aus dem Reichtum der ursprünglich mündlichen Überlieferungen, den Märchen, Mythen und Sagen aus aller Welt. Daraus entwickeln sie ihre Geschichten. Alles Wissen wird in die Gegenwart geholt und sinnlich erfahrbar gemacht. Die Erzählenden sind an keinen schriftlichen Text gebunden. Sie brauchen keine Technik, kein Bühnenbild, keine Kostüme oder Masken sie benutzen ihre Sprache, ihre Mimik und Gestik und agieren frei mit den Zuhörenden.
Neu für sie war, dass zum ersten Mal mit Mikrofonen gearbeitet wird, um die Zuhörer im Saal alle zu erreichen. Und das hat wunderbar funktioniert. Großer Dank an Frau Margit Hankewitz, die die Truppe technisch begleitete.
Dann begann die Reise mit den „Geschichten vom Glück“. Jede Erzählerin prägte auf besondere Weise die einzelnen verschlungenen Wege der Geschichte. Es gab eine Rahmenhandlung mit fünf nachfolgenden Episoden. Mal verhalten zart, mal expressiv, mal eindringlich, mal mit Gesang und mal beschwörerisch. Einfach herrlich! Das Publikum war mucksmäuschenstill und lauschte mit anhaltendem Atem.
Am Schluss stellten sich die Ausführenden den Fragen aus dem Kreis der Zuschauer. Ein unvergesslicher Nachmittag! Großer Dank an die Leiterin Maria Biege und ihren Mitstreiterinnen für die schönen Stunden. Auf der Terrasse des Schlösschens klang bei herrlich sommerlichen Wetter der Tag aus.


Eveline Harder
Fotografin: Monika Borchert


Juli 2023

Konzert des „Skjern Salonorkesters“ aus Dänemark
am 04.07.2023 im Sozialwerk Berlin

Überraschenderweise wurde dem Sozialwerk Berlin vom Skjern Salonorkester aus Dänemark ein kostenloses Konzert angeboten. Vor einigen Jahren war schon einmal ein dänisches Orchester mit großem Erfolg bei uns und so wurden gleich Termin und weitere Planungen abgesprochen.
Das Orchester existiert seit 1988, besteht aus 20 Laienmusikern im Alter zwischen 25 und 80 Jahren in Big Band – Besetzung und hat schon mehrere Orte in Europa bereist. Das Repertoire umfasst Operettenmusik, Musical- und Filmmusik, Schlager und bekannte Evergreens.
So begann das Konzert mit Wiener Klängen, an die sich ein Medley altberliner Schlager anschloss. Es folgte ein bunter Reigen deutscher, dänischer und argentinischer Klänge bis zu Evergreens von Cole Porter. Besonders eindrucksvoll waren zwei solistische Beiträge durch eine Trompeterin und einen Saxofonspieler.
Ein Dankeschön sagte unser Schlösschenchor mit zwei Liedern. Als erstes Lied erklang „I have a dream“ (ABBA). Die Bedeutung der deutsch-dänischen Begegnung bei diesem Konzert wurde betont durch den Titel „Con-quest of Paradise“ mit dem Text „Lasst Brücken uns bau`n, Menschen ver-trau`n, Frieden bewahren“!

Alle Zuhörer waren von diesem Orchesterauftritt begeistert und wünschen sich ein baldiges Wiedersehen.

Herbert Striebeck


Juni 2023

Donato Plögert

Veranstaltung im Sozialwerk Berlin am 24.06.2023

Der Entertainer und Sänger Donato Plögert ist immer ein gern gesehener Künst-ler im Sozialwerk Berlin. Bei seinem dritten Auftritt präsentierte er seine  Show unter dem Titel „Immer lächeln!“. Diesen Titel versteht Plögert als Ratschlag für die ältere Generation, die in der heutigen Gesellschaft im Alltag auf viele Widrigkeiten stößt, die auch ältere Menschen mit einem freundlichen Lächeln,  Selbstbewusstsein und Mut abwehren und verändern sollen. „Im Alter muss  man frech sein“ heißt es bei Plögert.  So besingt z. B. ein Lied den Ruf nach einer „ zweiten Kasse “ im Supermarkt, das endlose Warten in der Arztpraxis,  die Frage an den Jüngeren „Wat kiekst`n da?“.

Aber auch bei den Erfahrungen, die man nicht ändern kann, gilt das Motto:  Immer lächeln! So u. a. beim Blick in den Spiegel, wo man erkennt: „Im Jesicht, da krieg`n wa Falten“ oder beim Stress mit Nachbarn, die mehr sehen und kommentieren als „der liebe Jott“. Plögert hält der älteren Generation einen Spiegel vor, in dem sie ihren Alltag erkennt, aber nicht um sich darüber lustig zu machen, sondern die älteren Menschen vor Resignation und Passivität zu schützen. Ergänzt wurde dieses Vorhaben durch Liedvorträge (z.B.“ Mitsou und das Laternenfest“) und eigene persönliche Erfahrungen und Begegnungen, wie z. B. die Erkenntnis, dass beim Umgang mit Demenzkranken nicht das Morgen zählt, sondern nur der aktuelle Augenblick den Kranken erreicht.

Eine anspruchsvolle zum Nachdenken anregende Bühnenshow, humorvoll, tiefsinnig und lebensnah!         

Herbert Striebeck    


Juni 2023

„Leben können. Sterben dürfen“
Palliativgeriatrische Stadtrundfahrt am 30. Juni 2023

Treffpunkt für die diesjährige „Tour de Palliativ“ war das Unionhilfswerk in der Richard-Sorge-Straße in Friedrichshain. Dirk Müller, Bereichsleiter Hospiz und Palliative Geriatrie, stellte dort den zahlreich erschienenen Teilnehmer:innen die Arbeit des Netzwerkes Palliative Geriatrie Berlin vor.

Anschließend ging die Fahrt nach Mahlsdorf zum „Wohnpark am Rohrpfuhl“. Ein beeindruckendes Pflegewohnzentrum im Außenbezirk. Es gibt hier eine spezielle Abschiedskultur. An einer Außenwand wird im November aller Verstorbenen in Anwesenheit der Hinterbliebenen gedacht. Insgesamt sind es ein Verbund von acht Hausgemeinschaften mit je zehn Bewohner:innen, die miteinander in großzügigen Wohnküchen kochen, essen und wirtschaften. Speziell ausgebildete Alltagsbegleiter sind das Familienoberhaupt. Tagsüber präsent, gestalten sie mit den Bewohnern den Tagesablauf. Musiktherapeutische Einzel- und Gruppenbetreuungen sowie individuelle Betreuungsangebote sind gegeben. In der Abteilung für demente Patienten ist eine Berührungstafel aufgestellt (s. Foto).

Dann ging es zum Diakonie-Hospiz Lichtenberg. Hier betreute uns der Pastor André-Sebastian Zank-Wins (Hospizleitung und Geschäftsführung). Da es draußen inzwischen regnete, fand nach einem kurzen Besuch des Hospizes die Information in der Kapelle statt. Zehn Einzelzimmer stehen hier für die Gäste (Bewohner:innen) zur Verfügung. Im Normalfall verfügen Hospize grundsätzlich über 16 Plätze. Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht mehr zu heilenden Erkrankung, bei denen häusliche Pflege nicht mehr möglich ist, finden hier Aufnahme in der schön gelegenen Villa (s. Foto) auf dem Gelände des Krankenhauses Königin-Elisabeth-Herzberge. Ein zentrales Wohnzimmer ermöglicht Teilhabe an der Gemeinschaft. Ein ambulanter Hospizdienst wird ebenfalls angeboten.

Nun führte uns der Weg nach Reinickendorf zu Otto Berg Bestattungen. Das älteste Familien-Bestattungsunternehmen besteht seit 1879 und ist in fünfter Generation tätig. Carsten Pohle berichtete, dass in der Branche Nachwuchsprobleme bestehen und viele Bestatter schließen. In den letzten 20-30 Jahren hat sich in der Abschieds- und Trauerkultur viel verändert. In den 90er Jahren kamen die anonymen Bestattungen (Bestattungen unter dem grünen Rasen), später die halbanonymen hinzu. Hier wird der Name mit Geburts- und Sterbedatum auf kleinen Schildern angebracht. 80 % sind heute Feuerbestattungen in Berlin. Und die Stadt verfügt über 100 Friedhöfe. Eine Urne in Herzform war im Trauerraum für unsere Veranstaltung aufgestellt (s. Foto).

Zum Abschluss ging es ins Pflegeheim „Am Kreuzberg“ zur Theatergruppe „Papilllons“. Hier stehen demente Patient:innen und Schauspieler:innen zusammen auf der Bühne.

Den Tag über begleitete die Gruppe Frau Fiebig vom Deutschlandfunk. Im November wird die Sendung darüber im DLF erscheinen.

Text und Fotos: Eveline Harder

Berlin, 01. Juli 2023


Juni 2023

Eröffnung der 49. Berliner Seniorenwoche am 24. Juni 2023 „Gemeinsam statt einsam“

von Eveline Harder
In diesem Jahr fand der Start in die Berliner Seniorenwoche an einem besonders schönen Ort statt: im Zeiss-Großplanetarium in Pankow. Im Kuppelsaal schwebte an der Decke die Erde, die aus den Liegesitzen gut zu betrachten war. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe versicherte in ihrer Ansprache, dass sie sich für die Erweiterung des Artikels 3 Grundgesetz um das Wort „Lebensalter“ einsetzen werde, und zwar noch stärker als bisher, um gegen Altersdiskriminierung vorzugehen. In Berlin hat als einziges Bundesland ein Landesantidiskriminierungsgesetz, in dem u. a. festgehalten ist, dass kein Mensch im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Handels wegen des Lebensalters diskriminiert werden dürfe. Das reicht der Senatorin nicht aus.
Ein Grußwort kam u. a. von der Pankower Bürgermeisterin Dr. Cornelia Koch, die darstellte, dass Pankow in Kürze über 50 % der Menschen älter als 60 Jahre sein werde. Pankow ist der bevölkerungsreichste Berliner Bezirk. Den Fachvortrag hielt Dr. Oliver Huxhold vom Deutschen Institut für Altersfragen über „Einsamkeit im Alter“. Er kam aufgrund der Auswertung aller statistischen Zahlen und Erhebungen zu dem Ergebnis, dass alte Menschen nicht häufiger allein sind als jüngere. Dass die Älteren sich aber schwertun, aus diesem Bannkreis herauszukommen. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden verschiedene Projekte vorgestellt. So das inklusive Lesben-Wohnprojekt und queere Kulturzentrum nahe Alexanderplatz „Rad und Tat e. V.“, und zwar von Jutta Brambach und Anna-Ole Wächter. 72 Wohneinheiten entstehen dort. Elke Schilling, Initiatorin von Silbernetz, berichtete über das Telefon für einsame alte Menschen. Hier können Ältere ab 60 Jahren täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr anrufen. Ferner werden Silbernetzfreundschaften angeboten und die Silberinfo herausgegeben. Auf dem Podium wurde ausführlich diskutiert, welche Möglichkeiten bestehen könnten, der Einsamkeit entgegenzutreten. Nicht nur die Politik ist gefordert, sondern die gesamte Gesellschaft ist miteinzubeziehen.
Zum Abschluss bot das Planetarium eine exklusive Vorführung unter dem Titel „Wir sind nicht allein – auf der Suche nach Leben im All“ an.
Im Außenbereich fand der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Eine Informationsbörse mit 50 Ständen der verschiedenen Organisationen.
Berlin, 01. Juli 2023


Juni 2023

Fußballer unterstützen Senioren
Das Stadtteilzentrum Käte Tresenreuter-Haus hat viele ältere ehrenamtliche Helfer, aber
manchmal braucht es doch Unterstützung von kräftigen jungen Männern!
Sechs riesig große Regale mussten im Keller aufgebaut werden, doch etwas anstrengend für uns.
Da freuten wir uns riesig über die Hilfe von Alexej Smachtin und 3 Fußballern aus der 3. Herrenmannschaft des Berliner SC zur Unterstützung beim Aufbau!
Es wurde ein lustiger Nachmittag mit Kaffee, Kuchen, Feierabendbier und guter Laune und
die Fußballer kamen noch pünktlich zum Training! Ach ja, die Regale stehen auch
erdbebensicher ?
Als Dankeschön haben wir uns demnächst zum Kegeln auf unserer Kegelbahn verabredet!
Hier war jedenfalls kein Generationenkonflikt erkennbar!
Margit Hankewitz

Foto: Margit Hankewitz

Juni 2023

Erzähl-Café mit Bernd Gaiser „Queeres Leben in Berlin“ am 23. Juni 2023

Bernd Gaiser, Jahrgang 1945, ist ein deutscher Autor und Aktivist in der Lesben- und
Schwulenbewegung. Er begann mit der Geschichte des § 175 Strafgesetzgesetzbuch. 1871
wurde dieser Paragraph festgeschrieben, d. h. er stellte sexuelle Handlungen zwischen
Personen männlichen Geschlechts unter Strafe, und ermöglichte somit die Verfolgung
Homosexueller. Ab 1935 verschärften die Nationalsozialisten den Paragraphen mit bis zu 10
Jahren Zuchthaus mit anschließender Verschiebung ins Straflager und ins KZ. Die BRD
übernahm den Paragraphen und erst durch die Wiedervereinigung – in der DDR wurde der §
175 schon 1968 abgeschafft, jedoch standen Homosexuelle weiter unter Beobachtung – wurde
der Paragraph 1994 abgeschafft.
Bernd Gaiser, auf einem Bauernhof der Großeltern und Eltern aufgewachsen interessierte sich
früh schon für Literatur, Musik und Theater. Seinen Wehrdienst leistete er bei der Marine in
Kiel ab und kam mit seinem Freund dann 1967 nach Berlin. Die Großstadt faszinierte ihn, und
auch das freie Leben hier. Er absolvierte eine Buchhändlerlehre und arbeitete bis 2003 bei der
Buchhandlung Kiepert am Ernst-Reuter-Platz, bis diese 2003 Insolvenz anmeldete. Mit
inzwischen 58 Jahren war er nicht mehr vermittelbar, und so begann sein soziales
Engagement für die Schwulenbewegung. Im Verlag Rosa Winkel erschien seine Anthologie
„Milchsilber. Worte und Bilder von Schwulen“. 1979 war er Mitbegründer des 1. CSDs, der
das Motto hatte „Mach dein Schwulsein öffentlich“. An dieser Veranstaltung nahmen ca. 500
Homosexuelle teil. Heute ist das ein Riesenevent mit Tausenden von Teinehmer:innen und ein
Publikumsrenner der Stadt. In diesem bunten Umzug geht es darum, für Diversität und gegen
Diskriminierung und Ausgrenzung zu demonstrieren.
Dann kam Gaiser auf Rosa von Praunheim zu sprechen, der sich durch seine Filme und
Auftritte für die Homosexuellen in der Öffentlichkeit stark machte und der sich in den 80er
Jahren bei Beginn der AIDS-Krise für die Enttabuisierung der Erkrankten einsetzte, genau wie
René Koch mit seiner Camouflage-Kosmetik. Rosa von Praunheim ist eine schillernde
Persönlichkeit. Er hat viel bewegt in der Szene und setzt das bis heute fort. Klaus Wowereit
hat 1981 mit seinem Satz „Ich bin schwul. Und das ist auch gut so“ die Allgemeinheit
aufgerüttelt und eine große Veränderung in der Stadt und in der Schwulenszene bewirkt.
Gaiser erzählte dann Geschichten und Erlebnisse aus seinem Leben, die sehr berührend
waren. Gefragt wurde er nach dem Tuntenball, der früher in West-Berlin ein spektakuläres
Erlebnis war. Viele bekannte Begegnungsstätten wurden aufgezählt: z. B. das Kleist Casino,
das Chez Nous, Ellis Bierbar und die S-Bahn-Quelle am Savignyplatz und viele andere mehr.
In der lesbischen Szene hat sich auch einiges verändert. Während früher über 50
Begegnungsstätten bestanden, sind es heute nur knapp 12. In den letzten zehn Jahren ist hier
ein Umbruch durch das Internet erfolgt.
Beim 39. CSD 2017 durfte Bernd Gaiser für seine Verdienste um die queere Community
Berlins über einen Zeitraum von 40 Jahren die Auszeichnung „Soul of Stonewall Aware“
entgegennehmen. Sein besonderes Engagement gilt der Thematik Homosexualität im Alter, so
im Netzwerk „Anders Altern“, im Mobilen Salon, sowie BALSAM, dem Arbeitskreis für
lesbische und schwule alte Menschen. Gaiser ist auch Mitorganisator einer Rikschagruppe für
den Berliner CSD zur Förderung und Teilnahme älterer Schwuler, die nicht mehr gut zu Fuß
sind, unter dem Motto „Mit 50+ ist noch lange nicht Schluss“.
Der Schwulenverband selbst ist seit 40 Jahren am Markt. Er hat inzwischen drei Häuser in der
Stadt für alternde Lesben und Schwule sowie für homosexuelle Flüchtlinge aus dem Ausland.
Das alles war ein Rundumschlag der queeren Szene Berlins. Großer Dank an Bernd Gaiser,
der den Teilnehmer:innen das Thema nahe brachte und viele neue Aspekte des schwulen
Lebens der Stadt aufzeigte.
Eveline Harder
22.06.23

Foto: Monika Borchert

Juni 2023

Veranstaltung im Sozialwerk Berlin am 10.06.2023

„Zwei rote Rosen- ein zarter Kuss“ war der Titel des Konzerts am 10. Juni 23 im Sozialwerk. Die Sängerin Jeannette Rasenberger und der Pianist Andreas Wolter trugen bunte Operettenmelodien aus den Operetten Gräfin Mariza, Im weißen Rössl, Frau Luna, Maske in Blau und Csardasfürstin vor, ergänzt durch pikante und erotische Geschichten. So konnten sich die Zuhörerinnen und Zu-hörer neben der Musik an Texten über das Küssen, den Beziehun-gen zwischen Frau und Mann und den Taktiken bei Männern, um bei den Frauen erfolgreich zu sein, erfreuen.
Besonders amüsant erwies sich die Geschichte zu der Frage eines Lehrers an seine Schüler: „Wie kommt der Mensch auf diese Welt?“
Die Besucherinnen und Besucher dieser Veranstaltung ersparten sich Besuche in ein Oper- und Operettenhaus sowie in ein Thea-ter und Kabarett. Frau Rasenberger beeindruckte in dieser Stunde durch ihre Stimme, durch ihren schauspielerischen Einsatz sowie durch ihre humorvollen und pikanten Geschichten.
Nicht unerwähnt bleiben soll das virtuose Spiel des Pianisten so-wohl bei einem Vorspiel als auch bei der Begleitung der Sängerin.

Herbert Striebeck


Juni 2023

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Frau Professor Barbara John über „Wie Nachkriegsdeutschland zum Einwanderungsland wurde und was es daraus zu lernen gibt“ am 21. Mai 2023

Barbara John, Jahrgang 1938, ist eine deutsche Politikerin der CDU, ehemalige Grundschullehrerin und Diplompolitologin. Sie wuchs mit einem Bruder in der Reichenberger Straße auf, wo ihr Vater eine Kerzenmacher-Werkstatt betrieb. Im zweiten Weltkrieg lebte sie zeitweise mit ihrer Mutter bei deren Eltern in Schlesien und erlebte die Vertreibung der dortigen Menschen in den Westen mit. Nach dem Abitur studiert sie von 1958 bis 1961 in Lüneburg Erziehungswissenschaften und war anschließend Grundschullehrerin für Deutsch und Englisch in Hamburg. An der FU Berlin und der London School of Economics absolvierte sie ein Zweitstudium der Politikwissenschaften und Bildungsökonomie, das sie als Diplompolitologin abschloss. Sie spezialisierte sich auf die Sprachvermittlung der ausländischen Kinder: Deutsch als Zweitsprache.
Bei der Wahl 1981 wurde Barbara John zunächst ins Abgeordnetenhaus von Berlin gewählt, schied aber bereits im November 1981 aus, da sie das neu geschaffene Amt der ersten Ausländerbeauftragten des Landes erhielt. Ein Traumjob, der sie über die Grenzen Berlins bekannt machte.
Deutschland ist nach den USA das zweitgrößte Einwanderungsland. Asylbewerber sollen Schutz vor politischer Verfolgung erhalten. Die Verfahren hier dauern bis zu 10 Jahre. Die Werbung nach ausländischen Arbeitnehmern begann Anfang der 50er Jahre, und in den ersten vier Monaten des Jahrs 1953 reisten 110.000 Türken zur Arbeitsaufnahme hier an. Diese wurden in Massenunterkünften untergebracht und nahmen einen Tag später ihre Tätigkeit auf. Der Familiennachzug begann bei den türkischen und Gastarbeitern anderer Herkunft erst Ende der 60er Anfang der 70er Jahre. In Berlin gilt, dass das Ehepaar mindestens ein Jahr verheiratet sein muss, andere Bundesländer erheben drei Jahre, um den Nachzug zu ermöglichen.
Barbara John stellte dann die Frage: Gibt es Grenzen der Integrationsfähigkeit? Margit Hankewitz, Vorstandsvorsitzende Sozialwerk Berlin e. V., antwortete aufgrund der Erfahrungen, die das Sozialwerk 2015 bei der Begleitung der syrischen Flüchtlinge gemacht hatte: Ja, es gibt Grenzen durch die Sprache und die andere Kultur. John berichtete, dass der Zuzug der Russland-Deutschen gut funktionierte, ebenso der Ukrainer. Oikki Mette von der Finnischen Gemeinde Berlin berichtete über die Schwierigkeiten der Arbeitsaufnahme als Finnin in Berlin Ende der 60er Anfang der 70er Jahre als Textilingenieurin. Da deutsche Textilingenieure arbeitslos waren, bekam sie keine Arbeitsstelle in diesem Beruf und studierte hier BWL. Die deutsche Sprache hatte sie in Finnland erlernt.
1951 wurde durch die UNHCR die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet. Das ist bis heute das wichtigste internationale Dokument für den Flüchtlingsschutz. Derzeit sind auf der ganzen Welt 100 Millionen Menschen Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Staatenlose, Asylsuchende und Rückkehrer:innen unterwegs. Seit der Gründung UNHCR konnte über 50 Millionen vertriebene Menschen geholfen werden, um ein neues Leben zu beginnen. Seit 1980 unterstützt die UNO Flüchtlingshilfe in Bonn die UNHCR.
Barbara John äußerte sich dahingehend, dass die Deutschen ein großes Schuldgefühl haben, und Deutschland ist dadurch zum Betreuungsstaat geworden. Das neue Einwanderungsgesetz 03/2023 finde breite Zustimmung in der Bevölkerung. Niemand hat Einwände gegen Einwanderung von Arbeitskräften. – Das Thema wurde ausgiebig diskutiert und die Teilnehmer:innen waren begeistert über die sachkundigen Auskünfte von Barbara John. Großer Dank an die Referentin, die dieses Thema so einfühlsam und kompetent dem Publikum nahebrachte.
Gleichzeitig wurde das 10jährige Bestehen des Erzähl-Cafés gefeiert. Frau Margit Hankewitz bedankte sich bei Eveline Harder für ihr Engagement und für die Akquisition der vielen interessanten Persönlichkeiten, die diese Sonntagsveranstaltungen mitgestalteten.

Eveline Harder
Berlin, 06.06.2023

Fotos: Felicitas Gahlbeck


Mai 2023

Pfingstkonzert am 27. Mai 2023

Wie in vielen Jahren zuvor musizierte am Pfingstsonnabend im Sozialwerk Berlin der „Tambouraschen Chor Wellebit 1902“ unter der musikalischen Lei-tung von Horst Budde.
Der Tambouraschen Chor Wellebit 1902 ist ein Berliner Zupforchester, das am 1. Februar 1902 u. a. von dem Kroaten Franz Krznar als „Tamburica-Orches-ter“ gegründet wurde. Der Name „Wellebit“ bezeichnet ein Gebirge in Dalma-tien.
Eine Tamburica ist ein Saiteninstrument, das ähnlich einer Mandoline gezupft und tremoliert wird. Zum Orchester gehören heute Zupfinstrumente jeglicher Art wie Mandolinen, Mandolen und Gitarren.
Die elf Musiker und Musikerinnen nahmen die Zuhörer musikalisch mit auf einen Pfingstausflug in den Süden Europas. So wurden die Zuhörer und Zuhö-rerinnen unterhalten mit Liedern, Tänzen, Walzer und Märschen aus den Län-dern Kroatien, Italien, Spanien, Frankreich und zum Beginn und zum Ende der Reise aus Deutschland.
Auf der Bühne waren außer den Musikern und Musikerinnen mit ihren Zupf-instrumenten keine Verstärker, Lautsprecherboxen, Mischpulte oder Mikrofone zu sehen. Ein Hörgenuss für alle im Saal, produziert allein durch die Handfer-tigkeiten beim Spielen der unterschiedlichsten Zupfinstrumente, wobei Herr Budde mit seinem großen Bassinstrument das Orchester musikalisch führte.
Wieder ein anregendes und die Zuhörer begeisterndes Konzert zu Pfingsten.
Zum Abschluss sangen alle als Zugabe mit Orchesterbegleitung „Sierra Madre“.

Herbert Striebeck


Mai 2023

Premiere im Sozialwerk Berlin e.V.

Fauxpas deux, oder auch Szenen einer Ehe, lautete das Ersatzprogramm am Samstag, dem 13. Mai.
Der geplante Künstler musste krankheitsbedingt leider absagen.
Mit der Interpretin Elisabeth Ahrend und dem Pianisten Klaus Schäfer, war es aber mehr als eine Vertretung.
Ein traumhaft schöner, sonniger Nachmittag im Wonnemonat Mai und eine froh gestimmte Gästeschar erlebte einen erlebnisreichen Vortag. Schon seit 10 Jahren treten beide Künstler gemeinsam auf.
Mit einem Lied von Georg Kreisler „Geben sie acht“ wurde das anspruchsvolle Programm eröffnet.
Die einzelnen Liedvorträge wurden mit Gedichten, u.a. von Eugen Roth, G.E. Lessing untermalt.
Wanja, von Erika Pluhar, ein Abend zu zweit, die Küchenmoritat von Fifi Brix, waren weitere Lieder.
Beschlossen wurde das Programm mit einem Lied von Otto Reuter “Nehm´se´nen Alten“.
Nach dem unsere Vorsitzende, Margit Hankewitz, Blumen und ein Fläschchen Wein an die Vortragenden übereichte, gab es natürlich eine Zugabe. Ein schöner Maitag ging zu Ende

Rolf Meyer


April 2023

Erzähl-Café am 23.04.2023 mit dem Schauspieler Eckhart Neuberg und der Lesung aus Thomas Manns „Lotte in Weimar“
Eckhart Neuberg bot dem Publikum mit dieser grandiosen Lesung einen hervorragenden Einblick in den Roman von Thomas Mann. Sein Vortrag war sehr eindrücklich mit dem Einsatz des thüringischen und hessischen Dialekts und der gestelzten Sprache Goethes.
In dem Goethe-Roman ist der Ausgangspunkt der historisch belegte Besuch Charlotte Kestner, Goethes unglückliche Liebe aus der Jugendzeit, die auch Vorbild für die Lotte in Goethes „Werther“ war, im Jahre 1813 in Weimar. Offiziell macht Charlotte Kestner einen Familienbesuch in der Residenzstadt, hofft insgeheim aber auf eine Begegnung mit dem Dichterfürsten, um unter anderen eine Antwort auf die Frage nach der Richtigkeit ihrer Entscheidung, dem besonnenen Kestner den Vorzug zu geben und ihm die Hand zu reichen, dem ungestümen jungen Goethe aber einen Korb zu geben, zu finden. Es kommt zu mehreren Begegnungen und aufschlussreichen Gesprächen zwischen den ehemals Verliebten.
Eckhart Neuberg, 1953 in Rostock geboren, studierte an der FU Berlin Germanistik, Theaterwissenschaften und Komparatistik und daneben Schauspiel an der Schauspielschule Else Bongers.
Nach dem Magisterabschuss 1980 Engagements als Schauspieler quer durch die Republik sowie in Innsbruck und Liechtenstein. Er arbeitete auch als Regisseur mit eigenen Inszenierungen. Von 1993 bis 2019 Festengagement am ETA Hoffnann Theater in Bamberg. Er spielte alle klassischen Rollen und hat ein unglaubliches Repertoire. Seit 2019 wohnt Eckhart Neuberg wieder in Berlin. Durch die Pandemie war es mit Auftritten schlecht bestellt. Jetzt unterrichtet er an der Schauspielschule.
Auf jeden Fall hat Eckhart Neuberg mit seiner Lesung der ausgewählten Texte aus Thomas Manns „Lotte in Weimar“ überzeugt. Die Zusammenstellung der Auszüge waren brillant ausgewählt und regten zum Nachdenken an. Die Zuhörer:innen waren begeistert und er erhielt großen Beifall. Vielen Dank an den Künstler und auf ein Wiedersehen hoffentlich in 2024.

Eveline Harder
24.04.2023

Pressefoto von Herrn Neuberg

April 2023

Osterkonzert im Sozialwerk Berlin am Ostersamstag 2023

Stefanie Simon, bekannte Entertainerin und schon mehrmals gefeierte Sängerin im Sozialwerk, lud die Mitglieder des Sozialwerks und auch Gäste zu einem musikalischen Osterspaziergang durch Berlin ein.
Das Konzert begann mit Liedern der 20er Jahre von Claire Waldoff und bekannten Schlagern (u.a. „Lieber Leierkastenmann“). Helga Hahnemann erinnerte an die 50er Jahre mit dem Lied „100 Mal Berlin verflucht“. Es folgte ein Medley aus den 50er, 60er und 70er Jahren, u.a. mit „Liebeskummer lohnt sich nicht, „Mit 17 hat man noch Träume“.
Die LIEBE als Thema wurde mit dem Lied „Nur nicht aus Liebe weinen“ von Zarah Leander von Frau Simon vorgetragen.
Den FRÜHLING begrüßte die Sängerin mit „Que Sera, Sera“ sowie die bevorstehende REISEZEIT mit dem Song „Seemann lass das Träumen“.
Frau Simon animierte hierbei die Zuhörer zum Mitsingen und Schunkeln. Das Jodeln bildete den Abschluss des gemeinsamen Singens mit dem bekannten „Kufsteiner Lied“.
Die letzte Phase des Konzerts gestaltete die Sängerin mit sehr berührenden eigenen Kompositionen.

Herbert Striebeck


März 2023

Das ist Frühling von Berlin

Veranstaltung am 18. März 2023 im Sozialwerk Berlin
Die Sonne brach durch die dunklen Wolken, als der Sänger, Schauspieler und
Kabarettist Günter Rüdiger mit den Klängen der „Berliner Luft“ den Saal des
Sozialwerks Berlin betrat. Die Zuhörer sangen und klatschten begeistert mit.
Am Flügel saß der bekannte Pianist Herbert Götz, der die musikalischen
Vorträge von Herrn Rüdiger mit einer eindrucksvollen Begleitung und auch
mit solistischen Einspielungen ergänzte.
Das Programm beinhaltete u.a. Lieder von Paul Linke, Otto Reutter, Fredy Sieg
(u.a. das Lied von der Krummen Lanke) und Walter und Willi Kollo. Das
schauspielerische Talent von Günter Rüdiger wurde besonders beim
„Überzieher“ von Otto Reutter sichtbar.
Die einstündige Veranstaltung erreichte ihre beste Stimmung, als der Sänger
Medleys mit Frühlingsliedern und Altberliner Liedern sang und das Publikum
zum Mitsingen, Schunkeln und Klatschen animierte.
Nach der gelungenen und anregenden Veranstaltung verließen die Besucher
in guter Stimmung und mit Frühlingsgefühlen zwei Tage vor Frühlingsanfang
das Sozialwerk.

Herbert Striebeck


März 2023

Erzähl-Café mit Regina Lemnitz am 12. März 2023 „Galgen- und andere Lieder – ein Spaziergang durch die heitere Poesie“

Einen heiteren und entspannten Nachmittag bot uns die bekannte Schauspielerin Regina Lemnitz an diesem Sonntag im Schlösschen-Café.
Regina Lemnitz, Jahrgang 1946, in Berlin geboren, besuchte nach dem Abitur die Max-Reinhardt-Schule und debütierte 1968 in Hildesheim mit der Eliza in „My Fair Lady“. Über Nürnberg und München kam sie 1977 durch den Regisseur Rudolf Noelte nach Berlin zurück und spielte im Stück „Die Ratten“ die Pauline Piperkercka in der Freien Volksbühne. 12 Jahre war sie an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin und arbeitete mit den ganz großen Regisseuren. Seit 2005 spielt sie in CABARET im Tipi das Frl. Schneider, nur durch die Coronazeit unterbrochen. Sie arbeitet weiter als Synchronsprecherin, in Fernsehspielen sowie im Rundfunk.
Ihre ausdrucksvolle Stimme und Vortragsweise beeindruckte die Zuhörer:innen. Einige Texte wurden auch gesungen. Herrlich! Zwei Textkostproben folgen:

„Der Schnupfen“ von Christian Morgenstern
Ein Schnupfen saß auf der Terrasse
auf das er sich ein Opfer fasse.
Und stürzt sobald mit großem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.
Paul Schrimm erwidert prompt „Hatschi“
und hat ihn drauf bis Montag früh.

„Die Nase“ von Heinz Erhardt
Wenngleich die Nase, ob spitz, ob platt,
zwei Flügel (Nasenflügel) hat,
so hält sie doch nicht viel vom Fliegen,
das Laufen scheint ihr mehr zu liegen.

Christian Morgenstern, Heinrich Heine, Bert Brecht, Heinz Erhardt und Ernst Jandl zogen an den Ohren vorbei und begeisterten das Publikum. Eine sehr schöne Zusammenstellung, die allen ein Lachen ins Gesicht zauberte. Abschließend berichtete Regina Lemnitz über ihre Tätigkeit in der Pandemiezeit. Synchronarbeit wurde weiter geleistet, aber unter erschwerten Bedingungen. Die Frage, ob sie sich in der Tiefgarage noch immer einsinge, bejahte sie. Ein köstlicher Gedanke, sich zwischen den geparkten Wagen freizusingen. Zum Schluss brachte sie noch ein Ständchen, das mit großem Beifall goutiert wurde. Ein herzlicher Dank geht an die Künstlerin, die wir hoffentlich bald wieder begrüßen würden.

Eveline Harder

Pressefoto der Künstlerin

März 2023

Schlager, Schnulzen, Gute Laune,

so lautet das Motto von Flori und Klaus.
Beide Entertainer waren das erste Mal in unserem Haus zu Gast, um den Gästen einen schönen Nachmittag zu bescheren. Seit vielen Jahren spielen beide nicht nur in einer Bigband, sondern auch als Duo bringen sie ihre Musik in Senioreneinrichtungen dar. Nach der offiziellen Begrüßung durch Margit Hankewitz wurde der musikalische Nachmittag mit „Rote Lippen soll man küssen“ eröffnet. Zuvor stärkten sich die Gäste bei leckerem Kuchen und Kaffee. Es folgten Lieder aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren. Da es viele bekannte Weisen waren, wurde kräftig mitgesungen und geschunkelt.
Einige Gäste schwangen sogar das Tanzbein. Wieder einmal wurde den Gästen ein schöner und entspannter Nachmittag geboten. Allerdings durfte das Duo die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen, bevor unsere Vorsitzende Margit Hankewitz alle verabschiedete.


Februar 2023

Fasching im Sozialwerk

Am 18. Februar trafen sich die Karnevalsfreunde des Sozialwerks Berlin nach langer Pause wieder zu einem Faschingsnachmittag. Die musikalische Begleitung wurde durch das Geschwister Fischer Duo geleistet. Es wurde nicht nur geschunkelt, getanzt und mitgesungen, auch die vielen Kostüme zeigten ein buntes Bild der guten Laune. Die Tanzgruppe unter der Leitung von Sabine Räbinger hatte einen Seniorenstriptease vorbereitet. Viele Stunden hatten die Akteure dafür geübt. Diese Einlage wurde mit viel Beifall bedacht. Da zu einer Faschingsveranstaltung auch immer eine Büttenrede gehört, stieg Rolf Meyer in die Bütt. Er warnte heiratswillige vor dieser Entscheidung und empfahl, sich lieber einen Hund zu kaufen. Bei Kaffee und Kuchen fühlten sich die Gäste sehr wohl und die flotte Musik lud zum Mitsingen ein. Mit einer Polonaise zogen die Narren dann durch den ganzen Saal und feierten endlich wie vor der Coronazeit. Da unsere Vorsitzende leider krank zu Hause war, eröffnete ihr Stellvertreter, Herr Striebeck die Veranstaltung. Die Moderation übernahm in bewährter Weise Marita Vennewald. Den Abschluss bildete nach langer Pause wieder das gemeinsame Singen aller Gäste vor der Bühne mit dem Lied „Sierra Madre“.

Rolf Meyer


Februar 2023

Erzähl-Cafe´

„Faszination-Jakobsweg-mit persönlichen Berichten“

Auf den Spuren des Apostel Jakobus-von Cacabelos bis Santiago de Compostela
und weiter bis an das „Ende der Welt“ bei Finisterre am Atlantik.
Film und Moderation Pfarrer Uli Seegenschmiedt und Wolf-Dieter Pätzold,
die mit einer 14 köpfigen Gruppe unterwegs wa
ren.

Das Interesse war groß und entsprechend gut gefüllt der Saal des Sozialwerkes, als am Sonntag, 26. Februar
Pfarrer Uli Seegenschmiedt, Gemeinde Alt-Mariendorf, seinen selbstproduzierten Film des Jakobsweges
vorführte. Es ging um das letzte Drittel des Weges im Jahr 2022, knapp 300 Kilometer. Die beiden Drittel absolvierte er mit zwei anderen Gruppen 2021.

Seit über 1000 Jahren pilgern Menschen auf diesem alten Weg, der Legende nach zum Grab des Apostel Jakobus. Was ist das Besondere, diesen Weg zu gehen“, fragte in der Einleitung der Pfarrer.
Die Antwort ist einfach: Weil es die Pfade gibt. Manchmal durch menschenleere Landschaften, ein andermal an belebten Straßen entlang, mal bei Sonne, dann bei peitschenden Regen, über 20 Kilometer, 14 Tage lang. Seit Jahrhunderten sind Menschen aufgebrochen. Sie nehmen sich eine Auszeit. Unterbrechen ihren Alltag. mit Rucksack und Pilgerstab, voller Hoffnung, um in sich zu gehen und zu sich zu kommen. Die Einfachheit, die Ruhe, der stete Schritt, das Leben nach dem Rhythmus der Natur, öffnen den Blick für das Wesentliche.
Außerdem erwarten uns beeindruckende Landschaften, verwunschene, kleine Weiler, romanische Klöster und Kirchen. Gemeinsam unterwegs sein mit anderen Pilgern. Freundschaften schließen. Zusammen essen,
singen lachen und zusammen Wäsche waschen.

Durch diese bildhafte Ankündigung und Einladung im Internet im April 2022, wurden wir zukünftigen Pilger
aufmerksam und bekamen Lust auf diese Reise.
Denn Pilgern heißt: Sich-auf-den-Weg-machen. Vertrautes hinter sich lassen und Neuland betreten.Mit einem Ziel vor Augen. Keine Hetze, kein Getrieben-Sein von Terminkalender. Pilgern bedeutet auch sich für Dinge um sich herum Zeit zu nehmen, Beobachten, Bewahren, Wahrnehmen.

Auf dem Jakobsweg (auf spanisch Camino) laufen bedeutet auch:
Schmerzen zu ertragen-durchzuhalten-anzukommen. Der in Santiago eintrifft, ist ein anderer Mensch geworden. Diese persönlichen Erkenntnisse hat auch unsere Pilgergruppe – einschließlich meine Wenigkeit – gewonnen.Wir benötigten 3 – 4 Tage, um uns wieder an das hektische Berliner Leben anzupassen.

Wie lautet ein Spruch unter Pilgern?
Gleichgültig, ob jemand aus spirituellen Motiven, aus Abenteuerlust, aus kunsthistorischen Gründen, oder als sportliche Herausforderung den Jakobsweg geht – in Santiago de Compostela kommen alle als Pilger an.

Doch nun zum Film und seine Präsentation. Uli Seegenschmiedt ist es gelungen, sein interessiertes Publikum
mit auf den Jakobsweg zunehmen durch eindrucksvolle Fotos in Überblendtechnik, mit Untertiteln und ausdrucksvollen Musikstücken, den Szenen des Films angepasst. Spätestens, als das gesungene Stück „Hallelujah“ertönte, brachen alle Dämme der Gefühle, zumindest bei uns anwesenden ehemaligen Pilgern.
Das bestätigten mir auch einige Gäste des gelungenen Filmnachmittags. Selbst bei Pfarrer Uli Seegen- schmiedt geht jedes mal „das Herz auf“, wenn er die Bilder sieht und die Musik hört.

Ihm ist es auch gelungen, aus 14 Teilnehmern, die sich vorher kaum kannten, eine großartige, wunderbar harmonierende Gruppe zu formen. Das gemeinsame Ziel, die Bereitschaft auf Schwächere zu achten, auch gemeinsames Frühstück und Abendessen an einem Tisch, Morgen- und Abendrunden mit Gesprächen, Andachten, Gebeten und Gesängen, schweißten die großartige Gruppe zusammen. Neue Freundschaften sind
entstanden, wie angekündigt. Zu intensiv waren die Begegnungen und Erlebnisse auf dieser wunderschönen Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Spanien.

Wolf-Dieter Pätzold

Foto: Felicitas Gahlbeck

Februar 2023

Der Kurfürstendamm – Vom Bohlendamm zum Prachtboulevard

Zu diesem Thema berichtete Joachim Krüger in einem bebilderten Vortrag im gut gefüllten Saal des Berliner Sozialwerks.

Vom befestigten Reitweg für Kurfürst Joachim II. zum Jagdschloss Grunewald über die  von Bismarck durchgesetzen „Champs Elysées“ der neuen deutschen Reichshauptstadt hin zum Schaufenster des freien Westens zur Zeit von Kaltem Krieg und Mauerbau und nach 1990: Einkaufsstraße mit großen Marken auf der Suche nach einem unverwechselbaren modernen Profil im wiedervereinten Berlin: So wurde der Kurfürstendamm zu einem Teil lebendiger Geschichte des Berliner Westens. Oft verspottet, aber zugleich auch geliebt und geschätzt von den Touristen, aber auch von der Berlinern.

Als nächstes Vortragsthema für den Herbst kündigte Joachim Krüger die Straße „Unter den Linden“ an.

Joachim Krüger

Foto: Monika Borchert

Januar 2023

 „Singen für alle“ mit Herbert Striebeck und Felizitas Gahlbeck

Seit April 2022 findet montags (14-tägig) „Singen für alle“ statt, ein Freizeitangebot für alle diejenigen, die auch ohne feste Chorbindung singen möchten. Für die Klavierbegleitung und Textpräsentation mittels Computer/Beamer an die Leinwand sorgen Herbert Striebeck (Klavier) und Felizitas Gahlbeck (Textpräsentation).

„Freizeitsingen“ – Wilfried Schmidt

Freie Zeit, o schöne Zeit,
Während andre kochen, backen
und am Montag ist`s so weit.
oder gehen, um einzuholen,
machen wir uns auf die Socken,
zieh`n ins Schlösschen, um zu singen
und die Freizeit zu verbringen.
„Freizeitsingen“ nennt man das,
denn das gibt für alle Spaß.

Herbert schafft sich am Klavier,
Feli bringt den Text dafür.
Doch der Text kommt von der Wand,
niemand hat ein Buch zur Hand.
Nun wird erst mal eingesungen,
locker werden Hals und Zungen.
Haben wir mal angefangen,
schnell ist uns die Zeit vergangen,
und die Stimmung ist beschwingt,
wenn der Kanon dann gelingt.

Durch die Augen in die Herzen,
so gelingen auch die Terzen
zu der schönen Melodei,
2. Stimme einwandfrei.
Einwandfrei und zweiwandfrei,
dreiwandfrei, wir sind dabei.
Singen bis die Schwarte kracht,
schlechte Laune, gute Nacht!

Weihnachtslieder erst im Mai,
Wanderlieder nur im Schnee,
nun, was ist denn schon dabei,
ich im Tal, du auf der Höh`.
Morgen kommt … `ne Fledermaus,
doch nicht die von Johann Strauß.
Alle gehen beglückt nach Haus,
ist das „Freizeitsingen“ aus.

Foto: Gerd Hornig

Januar 2023

Erzähl-Café mit Robert Rauh „Fontane – wundersame Frauen“ am 15. Januar 2023

Robert Rauh, Jahrgang 1967, ist Historiker, Schriftsteller und Lehrer. Er arbeitet als Herausgeber von Lehrbüchern und ist Träger des Deutschen Lehrerpreises. Seit 2011 moderiert er im Berliner Schloss Schönhausen eine Veranstaltungsreihe mit Prominenten aus Kultur und Politik. Seit 1991 beschäftigt er sich mit Theodor Fontane und wandelt auf dessen Spuren Inzwischen sind mehr als sechs Fontane-Bücher von ihm erschienen.

Am heutigen Sonntag handelt es sich um sein neuestes Buch „Fontane – wundersame Frauen“. Es geht u. a. um die Pfaueninsel oder auch „Feeninsel“, einmal um die französische Schauspielerin Elisa Rachel Félix (1821-1858) und die legendäre Kaffeehausbetreiberin Elisabeth Friedrich.

Während Fontane mit Notizbuch und Bleistift unterwegs war, erkundet Robert Rauh die Welt Fontanes mit Laptop und Iphone und zeigt uns die beschriebenen Orte, Herrenhäuser und Schlösser im heutigen Zustand auf sowie deren Bewohner und Besitzer.

Am 23.07.1852 trat die berühmte Pariser Schauspielerin Rachel Félix auf der Pfaueninsel vor dem preußischen König und dem russischen Zarenpaar und deren Gefolge im Freien auf. Zuvor kam es zu einem Eklat, da es höchst unüblich war, dass Schauspieler:innen ersten Ranges im Freien ihre Kunst darbrachten. Der überaus geschickte Hofrat Schneider meisterte die Situation und somit stand dem Soloauftritt nichts im Wege. Ihre Darbietung war so außergewöhnlich und begeisterte das Publikum, und Zar Nikolaus sprach eine Einladung nach St. Petersburg aus. Zur Erinnerung an diesen legendären Auftritt schuf Bernhard Afinger eine Statuette, die vor der Schlossruine aufgestellt wurde, und sie ist noch immer auf der Pfaueninsel zu besichtigen.

Die zweite seinerzeit bekannte Person auf der Insel war die Frau des Maschinenmeisters: Elisabeth Friedrich (1788-1823). Sie führte 50 Jahre lang das Kaffeehaus „von Frau Friedrichs Gnaden“, obwohl Getränke-, Kaffee- und Kuchenausschank dort streng verboten war. Ihr war es jedoch durch einen raffinierten Trick gelungen, das königlichen Schankverbot zu umgehen. Frau Friedrich entschied nach Lust, Laune und Gutdünken, wer bewirtet wurde oder nicht. Nicht gegen ein Salär, sondern auf Spendenbasis. Die Eingeweihten brachten als Dank Milch- und Sahnetöpfchen mit, so dass im Laufe der Jahrzehnte eine beträchtliche Sammlung von über 200 Gefäßen entstand, ein sogenanntes Porzellankabinett. Leider ist diese Sammlung nach dem Tode des Ehepaares Friedrich verschollen.

Heute wohnt im Maschinenhaus Frau Hannelore Graffunder (76 Jahre alt). Der Maschinenmeister konnte nach seiner Versetzung in den Ruhestand mit seiner Frau dort weiter das Pfaueninseldomizil bewohnen, da der Posten nicht wieder besetzt wurde. Frau Graffunder übernahm die stille Bewirtung in der Küche weiter bis 2010 das Schankverbot aufgehoben wurde. Robert Rauh und Begleitung besichtigten die berühmte Küche, genossen die Bewirtung und den traumhaften Ausblick auf Landschaft und Havel.

Die Lesung lädt zu einem Besuch auf die Pfaueninsel ein, um auf den Spuren der geschilderten Frauen zu wandeln. Herzlicher Dank geht an Robert  Rauh, der uns Fontane und die märkische Geschichte so nahe brachte. Ein Wiedersehen mit seinem Buch über das „Havelland“ wäre sehr zu begrüßen.

Eveline Harder

Foto: Monika Borchert

Dezember 2022

Danke-schön-Veranstaltung und Weihnachtsfeier für die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen des Sozialwerks am 21.12.2022

Wie in jedem Jahr findet zum Abschluss der Weihnachtsaktivitäten des Hauses eine bezaubernde Feier in den festlich geschmückten Räumen mit den kreativ gestalteten Tischdekorationen statt. Der Kapellmeister Wilfried Schmidt leitete am Flügel das Fest mit weihnachtlichen Klängen ein. Als Gäste waren neben den Vorständen des Sozialwerks und des Förderkreises Frau Professor Barbara John und Frau Judith Stückler, Vorstand der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf, anwesend. Frau Professor John nahm auch die Überreichung der Berliner Ehrenamtscard an die Ehrenamtler vor, die in diesem Jahr waren: Rolf Meyer, Felizitas Gahlbeck, Eveline Harder, Rita Miesen, Ingrid Junkuhn, Felicitas Casatta, Brigitte Binner, Kathi Ehmke und Angelika Herholz. Die warmherzige Art von Frau Professor John bei der Übergabe der Auszeichnung vermittelte den Ehrenamtlern das Gefühl des Angenommenseins ihrer vielfältigen Tätigkeiten. Im Anschluss bot die Künstlerin Annette Rasenberger mit ihrem Pianisten den Teilnehmer:innen ein buntes und fröhliches Programm mit Gedichten, Anekdoten und Gesangseinlagen, die das Publikum begeisterten. Frau Margit Hankewitz, Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks, erhielt als Dank für ihren beispiellosen Einsatz und ihre wertvolle Arbeit des Sozialwerks von Rolf Meyer einen Blumenbukett überreicht. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter spendeten großen Beifall. Das hervorragende Buffet war der krönende Abschluss des Festes, das alle goutierten. Der Rahmen war festlich und sehr gut gelungen. So, wie wir uns das alle immer wünschen, wenn wir an alte Zeiten und Traditionen zurückdenken. Ein Dank an alle Mitwirkenden und an die Vorstandsvorsitzende für diesen schönen Nachmittag und Abend,

Eveline Harder

Fotos: Monika Borchert, Halina Krawczyk


Dezember 2022

24. Dezember

Niemand musste am 24. Dezember allein sein.
Das Sozialwerk Berlin hat über 30 alleinstehende ältere Menschen in das weihnachtlich geschmückte „Käte-Tresenreuter-Haus“ zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Die Gäste wurden herzlich von Frau Hankewitz (Vorsitzende des Vereins) begrüßt. Gemeinsam mit Schlösschenchor-Mitgliedern wurde gesungen, humorvolle Gedichte und Geschichten zu Gehör gebracht und Herr Schmidt beeindruckte alle mit seinen Beiträgen am Flügel. Den stimmungsvollen Nachmittag rundete der Weihnachtsmann ab, der jedem Gast eine Tüte voll Überraschungen überreichte.
Ein unvergesslicher Tag, der 2023 sicherlich wieder vielen Menschen Freude bringen wird.

Text: Peter Stawenow
Fotos: J. Stückler, E. Weber


Dezember 2022

Mitglieder-Weihnachtsfeiern im Schlösschen am 16. und 17.12.2022

Endlich, endlich kehrte die Normalität zurück, und das ist in der Adventszeit ganz besonders wichtig. So konnte die Vorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, über 150 Teilnehmer:nnen zu den Mitglieder-Weihnachtsfeiern begrüßen. Wunderbar festlich war der große Saal mit dem Tannenbaum von fleißigen ehrenamtlichen Händen geschmückt worden. Bei Kaffee und Kuchen gab es viele nette Gespräche unter den festlich gekleideten Gästen. Sie alle strahlten Margit Hankewitz bei der Begrüßung an.

Das Fest wurde von der Grabowsky-Stiftung finanziell unterstützt, was die Besucher:innen mit starkem Beifall quittierten. Die Vorsitzende berichtete von den Vorbereitungen zum Adventsmarkt, den fleißigen Helfer:innen, die 800 Tüten für die Seniorenheime gepackt hatten und den Proben des Schlösschen-Chores. Viele Details wurden von einem Kamera-Team des rbb aufgezeichnet und am 18.12.2022 übertragen.

Den musikalischen Teil der Mitglieder-Weihnachtsfeier bestritt die bekannte Sängerin Stefanie Simon. Diese kam in einem glänzenden Weihnachtsmann-Kostüm unter lautem Klatschen auf die Bühne. Mit „Fröhliche Weihnacht“ eröffnete sie das Programm und lud zum Mitsingen ein. Ihren Gesangsvortrag untermalte sie mit Gedichten und Geschichten passend zur Weihnachtszeit. Ganz besonders berührte die Gäste das Lied „Ich leg mein Herz in deine Hand…“, das extra für die Weihnachtszeit komponiert wurde. Auf Wunsch vieler Gäste klang der wunderschöne stimmungsvolle Nachmittag mit dem gemeinsamen Singen von „Stille Nacht, heilige Nacht…“ aus. Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Beifall bei der Sängerin Stefanie Simon, die einen Blumenstrauß erhielt. Nicht unerwähnt bleiben darf Themistoklis Leponos, der für die Technik verantwortlich war.

Rolf Meyer

Hier kann noch einmal das Gedicht von den „Engeln“ nachgelesen werden, das uns die ganze Adventszeit begleitete und von Margit Hankewitz vorgetragen wurde.

Nicht immer haben Engel Flügel
weißes Gewand und gold’nen Stern
Sie leben meistens auf der Erde
und sind dem Himmel recht weit fern.

Ein Engel irdisch und ganz menschlich,
der öffnet weit des Herzens Tor,
er will nur einfach für dich da sein
und leiht dir willig stets sein Ohr.

Ein Engel hat Geduld und Liebe,
sagt nie „ich habe keine Zeit“.
Er ist, wann immer du ihn brauchst,
für dich zur Hilfe gern bereit.

Ich wünsche dir heut‘ solchen Engel,
damit ein weihnachtlicher Schein
ein ganzes Jahr in deinem Herzen,
ein ganzes Jahr mag um dich sein.

Christel Klotz


Dezember 2022

Der Sozialwerker-Chor im Einsatz
Der Schlösschen-Chor hat seine Tradition wieder aufgenommen und ein stimmungsvolles und lebensfrohes Weihnachtsprogramm für die Bewohner:innen aus Pflegeeinrichtungen aufgeführt. Das Besondere daran war, dass coronabedingt die Bewohner nicht in die festlich geschmückten Räume des Sozialwerks kommen konnten, sondern der Chor mit guter Laune und gepackten Weihnachtstüten in mehreren Einrichtungen in ganz Berlin auftrat. So wurden unter anderem die Blindeneinrichtung in Spandau, die Seniorenstiftung Prenzlauer Berg, das Haus Abendsonne in Lichtenberg und eine Einrichtung der Wilmersdorfer Seniorenstiftung als vorweihnachtliche Auftrittsorte mit einem begeisterten Publikum aufgesucht.
Auch der RBB zeigte am 18. Dezember 2022 um 18:55 Uhr in der Sendung „Die Feiermacher…“ die freudigen Gesichter aller an dieser Aktion Beteiligten.

Text: Rolf Meyer
Fotos: Sozialwerk


November 2022

Eröffnung des Adventsmarkts im Schlösschen am 27. November 2022

von Eveline Harder

Zum 1. Advent am Sonntag wurde der Adventsmarkt im Sozialwerk pünktlich um 14:00 Uhr eröffnet.
Eine festliche Atmosphäre empfing die Gäste. Die herrlich weihnachtliche Aus-gestaltung der Räume, die Stände, die wieder raumhohe Tanne in rotem Schmuck bezauberten alle. Kapellmeister Wilfried Schmidt am Flügel eröffnete den Reigen mit Adventsmusik, der Schlösschenchor verwöhnte die Anwesenden mit Festtagsliedern und zwischendurch wurden Gedichte und Anekdoten vorge-tragen. Wie immer war die hervorragende Kuchen- und Tortenauswahl sowie Stolle nicht nur ein Hingucker sondern verwöhnte die Gaumen bei Kaffee, Tee und Schokolade. Die Teilnehmer:innen genossen das Ambiente, plauderten und ließen sich vom Team verwöhnen. Es war die richtige Einstimmung auf die kommende Vorweihnachtszeit. Einfach Advent pur!
In der Zeit vom 27.11. bis 04.12.2022 findet täglich der Weihnachtsmarkt von 14:00 bis 18:00 Uhr statt im Sozialwerk Berlin e. V. statt. Besucher:innen sind herzlich willkommen.

28.11.2022


November 2022

Modenschau im Sozialwerk Berlin
Am 5. November war sie wieder da – eine Modenschau für Seniorinnen und Senioren in unserem „Schlösschen“. Frau Rita Miesen und Frau Irene Sauerhatten die Idee dazu und mit der Firma MODEMOBIL auch gleich einen interessanten Anbieter gewonnen. Es stellte sich aber die Frage: Wie findet man die für die Präsentation erforderlichen Models? Für die Mitglieder des Schlösschenchors, dem auch die genannten Damen angehören, war die Antwort schnell gefunden. Sie lautet: Wir machen es selbst!

Ein Termin wurde geplant, die „Models“ wurden angesprochen und schon konnte die Modenschau starten. In zwei Durchgängen wurde die aktuelle Herbstmode präsentiert. Das die Mode nicht auf die Damen beschränkt ist zeigten Herr Eckhardt Weber und Herr Rolf Meyer. Alle „Models“ waren mit Begeisterung bei der Sache und führt neben der Bekleidung auch attraktive Accessoires fast professionell vor.

Das Publikum war begeistert und belohnte jede Präsentation mit großem Applaus. Es zeigte sich wieder, wie das Sozialwerk die oft erhobene Forderung nach sozialer Teilhabe unter eigener Regie umsetzt. Die nachfolgenden Bilder geben einen Eindruck davon.

Text und Bilder: Rolf Meyer


November 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Luise Lunow am 13. November 2022 „80 Jahren zwischen Ost und West, Bomben und Theater“

Wieviel Esprit, Mut und Tatkraft eine 90-jährige Schauspielerin haben kann, bewies uns Luise Lunow am Sonntag im Schlösschen-Café. Sie zückte ihr Tablet, um dort aus ihrem Buch „Auch diese Rosine hat noch Saft“ vorzulesen. Sie begann mit den Bombennächten in Babelsberg und den großen Angriff auf Potsdam am 14. April 1945. Sie berichtete über ihre Ballett- und Theaterausbildung und den ersten Engagements in Ost-Berlin, wie Berliner Ensemble, Deutsches und Gorki-Theater. Der langsame Aufstieg begann und immer dazu die langen S-Bahnfahrten von Babelsberg in diese geteilte und noch offene Stadt. Die erste Zäsur entstand 1961 durch den Bau der Mauer. Während sie vorher zwischen Ost und West pendelte, begann jetzt eine neue Zeit.
1987 blieb sie und ihr Mann anlässlich eines Verwandtenbesuchs in West-Berlin, der Sohn blieb zurück. Die Zeit aus dem Flüchtlingslager streifte sie und die Wohnungs- und Arbeitssuche begann. Ihr Mann bekam als Arzt gleich eine neue Position im Krankenhaus und sie fing an in einem kleinen Off-Theater in Kreuzberg ohne Honorar zu spielen. Von hier aus begann ihr Aufstieg zu den West-Berliner Bühnen. Und wie vorher in der DDR, setzte sie ihre Arbeit in den Synchronstudios fort. Ihre markante Stimme verlieh und verleiht sie bis heute vielen bekannten ausländischen Schauspielerinnen.
Der Jugend wurde sie besonders bekannt durch ihren Rap „Enkelschreck“, der millionenfach angehört wurde. 2019 wurde ihr der Deutsche Synchronpreis für ihr Lebenswerk verliehen. Mit einer angeregten Diskussion schloss die Veranstaltung ab – ein begeistertes Publikum dankte ihr mit großem Applaus für diesen Auftritt. Ein herzlicher Dank geht an die Künstlerin, die in Kürze mit ihrem Sohn einen längeren Aufenthalt in Kuba antreten wird.
Eveline Harder
Fotografin: Irene Sauer

14.11.2022


Oktober 2022

Herr Doktor, lassen Sie mich gehen!“
Die 17. Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin am 14. Oktober 2022 diskutierte über das Thema – „Wenn alte Menschen sterben wollen“

von Eveline Harder

Die Fachtagung, geleitet von Dirk Müller, MAS Palliativ Care, fand wieder im Konrad-Adenauer-Haus im Tiergarten statt. Ca. 300 Personen in Präsenz waren anwesend und etliche Teilnehmer:innen per Video zugeschaltet. Wie immer gab es ein reichhaltiges Programm mit vielen interessanten und bewegenden Vorträgen und Sessionen. Dirk Müller begann mit der Aussage: „Was keiner übersteht, ist das Leben. Und was bleibt“? Ein Verständnis dafür zu entwickeln vom Leben und Gehenlassen und wie dann umgehen mit der Leere. Jeder dritte Deutsche würde den Suizid vorziehen anstatt ins Pflegeheim zu gehen. Wenn alte Menschen lebensmüde sind, verstärken sich die Suizidgedanken. Hier gilt es in der Palliativen Geriatrie, die Patienten zu betreuen, zu begleiten und ihnen die Ängste bei assistierten Suizid zu nehmen.
Das Grußwort von der Ehrenvorsitzenden Marina Kojer der Fachgesellschaft, sie wurde per Video aus Wien zugeschaltet, war sehr berührend. Berichtete sie doch aus ihrem Alltag als Hochaltrige, über das Nachlassen der Kräfte, über Abhängigkeiten und über die Unbillen des täglichen Lebens.
Professor Dr.Ralf Jox, Lausanne, „Sterbewünsche in der Palliativen Geriatrie. Wo und wie begegnet uns dieses Thema“. Er erläuterte er an einigen Fachbeispielen Sterbewünsche in der Palliativen Geriatrie. Patienten sind zum Beispiel Mitglied bei EXiT oder Digitas, um hier die Möglichkeit des Suizids zu erhalten. Nicht immer bedeutet aber eine solche Mitgliedschaft, dass davon Gebrauch gemacht wird. Es kommt auf die jeweilige gesundheitliche Verfassung und Gemütslage an. Verstärkt werden diese Todesgedanken durch Alleinsein, keine Angehörigen und keine Freunde mehr und gesundheitliche Beschwerden aller Art. Er schloss mit dem Text des Reinhard-May-Liedes: „Lass nun ruhig los das Ruder…“.
Dr. Roland Kunz aus Zürich hatte das Thema „Wie kann ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben und Sterben alter und hochbetagter Menschen bis zuletzt gesichert werden“. Er verlas einen Text einer 87-jährigen Patientin: „Ich bin wie eine Rose im Garten, die ständig Blätter verliert und irgendwann bleibt nur noch der Stiel stehen, der schließlich abbricht und das ist auch gut so.“ Hier stellt sich nun die Frage, was kann die Palliative Geriatrie im Umgang mit Sterbewünschen tun? Es bietet sich Gespräch- bzw. Kommunikationsbereitschaft, das Auseinandersetzen mit der eigenen Endlichkeit sowie die Berücksichtigung des Total Pain Konzepts an. Die Gewissheit am Ende selbst entscheiden zu dürfen, könnte neben der Schmerzlinderung ein Faktor sein, der den Patienten die Angst vor dem Sterben nimmt.
Passend dazu abschließend ein Gedicht von Hermann Hesse: „Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen, die man schon lange getragen hat, das ist eine wunderbare Sache“.
Der Gedankenaustausch in den Pausen gab noch einmal die Möglichkeit, sich mit der Thematik auszutauschen.

21.10.2022


Oktober 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Erich Laaser „Sport – Leidenschaft und Aufgabe“ am 16. Oktober 2022
Erich Laaser, Jahrgang 1951, der bekannte Sportjournalist, war am 16.10.2022 zu Gast im Schlösschen-Café. Mehr als zwei Stunden plauderte er über sein Leben aus der Welt des Sports, angereichert mit etlichen Anekdoten über persönliche Begegnungen.
Seine Karriere begann mit einem Praktikum beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt a. M., wo er im Alter von 35 Jahren bereits Sportchef Hörfunk wurde. Hier lebte er nun seinen Traum: Live-Reportagen vom Fußball und vielen anderen Sportarten. Für die ARD nahm er an drei Fußball-Weltmeisterschaften teil, wobei sein persönlicher Höhepunkt das Erlebnis des Weltmeisterschafts-Finales 1986 zwischen Argentinien und Deutschland war, als er im Innenraum des Stadions nah am deutschen Tor stand und die Atmosphäre von 120.000 Zuschauern aufsog.
Vier Jahre später durfte er das Finale in Rom kommentieren und die historischen Worte sagen „Deutschland ist Fußball Weltmeister“. Mindestens genau so spannend wie die Schilderungen der Fußball-Ereignisse waren die Berichte über die Olympischen Spiele, die er zwischen 1984 und 1992 erlebte. Dann ereilte ihn der Ruf von SAT.1, und er wechselte zum Privatfernsehen. Im Jahr 2013 kommentierte er sein letztes Fußballspiel, bezeichnend, dass es ein Hertha-Spiel war. Für die Zuhörer besonders beeindruckend waren die Schilderungen von Begegnungen mit zahlreichen Prominenten, wie Boris Becker, mit dem er – zur Verblüffung von Becker – in der Stimmlage von Boris sprach, mit Vitali Klitschko oder auch mit Angela Merkel, der er in seinem Ehrenamt als Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten die Fair-Play-Trophäe für das faire deutsche Sportpublikum bei den Top-Sportveranstaltungen des Jahres 2006 überreichte.
Es waren zwei Stunden Zeitreise, angefüllt mit vielen Ereignissen, Episoden und Anekdoten. Der Sportbegeisterte Zuhörerkreis war mehr als angetan und stellte immer mehr Fragen. Großer Dank geht an Erich Laaser, den wir gern wieder einmal im Sozialwerk Berlin e. V. begrüßen würden.
Eveline Harder
Foto: Monika Borchert


Oktober 2022

„DIA-Vortrag von Joachim Krüger über „WALTHER RATHENAU – Grausamer Mord im
Grunewald“

In einem Vortrag am 9. Oktober erinnerte Joachim Krüger in Wort und Bild an Walther Rathenau.
Von 100 Jahren, also 1922, wurde der deutsche Außenminister der Weimarer Republik, Walther Rathenau, von Rechtsradikalen im Grunewald auf offener Straße
erschossen. Rathenau, Sohn des AEG-Gründers und selbst im Betrieb vielfältig engagiert, leidenschaftlicher Unternehmer, national und kaisertreu gesinnt, jüdischen Glaubens, Leiter der Kriegsrohstoffabteilung im ersten Weltkrieg, zugleich
grundlegender Denker und Schriftseller sowie europäischer Zukunftsplaner.
Nach dem Kriegsende 1918 und dem Beitritt zur Deutschen Demokratischen Partei, steht er für den Versailler Vertrag, wird als „Erfüllungspolitiker“ diffamiert, 1921 Wiederaufbauminister, 1922 Außenminister unter Joseph Wirth (Zentrum), Konferenz von Genua, Vertrag von Rapallo.
Mord aus verblendeter nationalistischer Rache: „Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau!“
Mit ihm starb 1922 ein aufrechter Demokrat, der Deutschland wieder auf den Weg von Rechtsstaatlichkeit und zu wirtschaftlichem Erfolg in einem Europa gegenseitiger
Rücksichtnahme und Partnerschaft bringen wollte.


September 2022

Ein Schlagernachmittag

Am 17.September war bei uns die Schlagersängerin Stefanie Simon zu Gast.
Ihr Motto ist : Ich will den Menschen Freude machen mit Musik. Das war auch ihr Lebensziel als sie an der Universität der Künste Show und Musical studierte. Sie trat in vielen Fernsehsendungen auf und moderierte viele Jahre mit John Hendrik im RIAS Berlin „Das zweite Frühstück. An diesem
Nachmittag präsentierte sie viele Schlagererinnerungen aus der Zeit der ZDF- Hitparade. In dem Schlagermedley hatte man mit 17 noch Träume, sah hinter die Kulissen von Paris und stellte fest: Liebeskummer lohnt sich nicht. Bei diesen bekannten Melodien klatschten schon die Zuhörer begeistert mit. Aber auch an Zarah Leander – Nur nicht aus Liebe weinen – und Edith Piaf mit – Non , je ne regrette rien – wurde erinnert. Vicky Leandros sang – Ich liebe das Leben – und das ist auch das Lebensmotto von Stefanie Simon.
Margit Hankewitz bedankte sich bei der Künstlerin für den heiteren Auftritt und bat um eine Zugabe, die mit „Mamma Mamma Maria„ erfüllt wurde. Hier wurde dann zum Abschluss fröhlich mitgesungen, geklatscht und sogar getanzt.

Fotos und Text
Wilfried Neumann


September 2022

Ein Chorkonzert

Am 3. September war der Ernst-Moritz-Arndt-Chor bei uns zu Gast. Unter der Leitung von Klaus Peter Pohl wurden überwiegend Volkslieder vorgetragen. Auch einige Kunstlieder wie zum Beispiel „Die Primel“ von Felix Mendelssohn Bartholdy kamen zu Gehör. Bei „Hoch auf dem gelben Wagen“ durfte mitgesungen werden und der Chorleiter begleitete am Klavier. Ein Berlin-Medley bildete den Abschluss des Programms. Bei der Moderation von Dieter Retz zwischen den Liedern erfuhren wir, dass der Chor 1952 von sangesfreudigen Eisenbahnern gegründet wurde. Er erfreute sich damals großer Beliebheit und hatte teilweise bis zu 60 Mitglieder. Bei uns traten jedoch nur 19 Sänger auf.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Der Paritätische Rundbrief 3 / 2022

„Tiere – im Paritätischen Auftrag unterwegs“ – den Artikel finden Sie auf Seite 19 u. 20.

Hier können Sie den Rundbrief 3/2022 lesen


Juli 2022

Ein unvergesslicher Nachmittag mit Urmas Pevgonen
Am 30. Juli wurde die Reihe unserer Kulturveranstaltungen mit einem Konzert des Baritons Urmas Pevgonen fortgesetzt. Er ist einem breiten Publikum als Interpret klassischer Opern- oder Operettenrollen bekannt. Dies ist auch der Grund dafür, dass der große Sall im Käte-Tresenreuter-Haus restlos ausverkauft war. Allerdings ist zu sagen, dass das Platzangebot gegenüber früheren Jahren werden der Corona-Bedingungen reduziert werden musste.
Schon früh trafen die ersten Gäste ein, um an den liebevoll dekorierten Tischen Platz zu nehmen. Das Team um Ingrid Junkuhn hatte wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet. So konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen auf das Konzert einstimmen. Umas Pevgonen wurde von Ilja Kurtev am Knopfakkordeon unterstützt.
Das musikalische Programm wurde mit dem populären Volkslied „Freut Euch des Lebens“ eröffnet. Weitere Volkslieder wie „Ännchen von Tharau“ folgten. In den Gesangspausen wurden Musikstücke auf dem Knopfakkordeon dargeboten. Beim Lied „Komm Zigan“ aus der Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán sah man die Finger von Ilja Kurtev nur so „über die Tasten flitzen“. Hörenswert war auch das relativ unbekannte Medley von Liedern des Schauspielers Charly Chaplin.
Der Nachmittag wurde mit einer Zugabe des russischen Volksliedes „Kalinka“ beendet. Das Publikum war einmal mehr begeistert und dankte den Künstlern mit einem langanhaltenden Beifall.

Text: Rolf Meyer, Hans-Ulrich Litzner (Redaktion)
Fotos: Rolf Meyer


Juli 2022

Impressionen vom Sommerfest

Am 15. und 16. Juli fanden bei schönem Sommerwetter die diesjährigen
Sommerfeste statt. Kaffee und Kuchen wurden im Saal serviert. Danach
wurde draußen auf der Terrasse Platz genommen. Zur Unterhaltung
spielte die Akkordeonspielgemeinschaft Neukölln unter der Leitung von Detlef
Klatt beliebte und bekannte Melodien auf der Wiese. In kleinen Gruppen wurde
geplaudert. Zur Erfrischung gab es unter anderem leckere Fruchtbowle.
Zum Abschluss wurden Grillwürste angeboten. Alle genossen sichtlich die
ungezwungene Atmosphäre der beiden Sommerfeste.

Fotos und Text
Wilfried Neumann


Juli 2022

Sonntags-Veranstaltungen im Schlösschen

Im März 2013 verkündete Frau Margit Hankewitz, dass ganz neu ein Erzähl-Café. Zeitzeugengespräche eingerichtet werden soll. Gerade die Sonntage  böten sich für unsere Mitglieder und Gäste an, da kulturelle Angebote am Sonntag spärlich seien, die Geschäfte, Kaufhäuser und Arztpraxen geschlossen, und so die sonntägliche Stille genutzt werden kann.

Der erste Gast war die Grunewalder Pfarrerin Dr. Helga Frisch mit „Der Kurfürstendamm damals und heute“. Es folgte die Schauspielerin Ilse Pagé, die Eiskunstläuferin Gaby Seyfert, der berühmte Komponist Klaus Wüsthoff, der Politiker Peter Radunzki, Kazim Erdogan berichtete aus seiner türkischen Community, der Philosoph Professor Dr. Stefan von Büttner-Stülpnagel, die Kabarettistin Gaby Decker, der ehemalige DDR-Pfarrer Klaus Radke, der Kabarettist Martin Buchholz, der bekannte Visagist René Koch, die Schauspielerin Barbara Schöne, der Architekt, Jazzmusiker und Filmemacher Dr. Henry Nielebock, die Chansonsängerin Monella Caspar sowie Dieter Puhl von der Berliner Stadtmission und viele andere mehr. Das Schlösschen-Café diente als Kulisse und der intime Charakter brachte es mit sich, dass es immer Diskussionen gab. Alle Referentinnen und Referenten treten ehrenamtlich ohne Honorar auf. Die Gabe des Hauses ist entweder ein großer Rosenstrauß oder ein guter Rotwein als Dank.

Die Veranstaltungen wurden gut angenommen, mit Lesungen erweitert und ab Herbst 2014 kamen die DIA-Vorträge vom Vorstandsmitglied Joachim Krüger hinzu, der über die Partnerstädte des Städtepartnerschaftsvereins Wilmersdorf berichtete, wie Paris, London, Kiew, Meseritz, Budapest und viele andere. Diese Vorträge im großen Saal sind ein großer Renner und Joachim Krüger ist ein begnadeter Redner, der das Publikum mit seinen Worten gefangen hält.

Auch Film-Nachmittage gab es am Sonntag im großen Saal. Ein breit gefächertes Angebot lag vor. Auch Schauspielerinnen, Autoren oder Regisseure  wurden hinzugezogen, um über den Film zu berichten. Zum Beispiel Ilse Pagé zu „Berlin – Ecke Schönhauser“, „Engel aus Eisen“ oder „Das Haus in Montevideo“ oder Knut Elstermann über seine Familiengeschichte „Gerdas Schweigen“. Dr. Henry Nielebock mit „Die Glocke der Lutine“ steht noch aus. Gerade das war das Spannende an diesen Nachmittagen, dass nach der Vorstellung über die Inhalte gesprochen werden konnte. Nach dem Tode von Ilse Pagé ging ein Teil ihrer Video-Sammlung (über 300 CD’s) an das Sozialwerk über.

Eine aufregende Aufgabe war und ist das für mich. Von der Akquise bis zur Veranstaltung und dann der Bericht für unseren Internet-Auftritt einschließlich Foto gehören mit dazu. Mit vielen Referenten:innen stehe ich noch heute in Verbindung. Vielleicht werden es nur fünf bis sechs Veranstaltungen pro Jahr künftig werden. Spannend bleibt es eh! Ein Dank geht an das treue Fan-Publikum.

Im Juli 2022
Eveline Harder

Foto:  Ralf Krüll

Juni 2022

Chorbesuche in Pflegeheimen

Regelmäßig besucht der Chor unseres Hauses – auch „Schlösschenchor“ genannt, mehrmals im Jahr Pflegeheime, um dort den Heimbewohnern mit bekannten Chorliedern einen unterhaltsamen Nachmittag zu bereiten.
Am 30. Juni war der Auftrittsort das Blinden-Wohnstättenheim, Haus Spandau.
Bei herrlichem Sommerwetter sorgte der Chor für ein unterhaltsames Programm. Unter der Leitung von Michael Streckenbach, der auch die Lieder am Keyboard begleitete, wurden zunächst einige Volkslieder gesungen. Als dann bekannte Schlager auf dem Programm standen, sangen die teils sehbehinderten oder blinden Zuhörer begeistert mit. Sie saßen unter Sonnenschirmen oder schattigen Bäumen im Garten des Pflegeheims und genossen sichtlich die Abwechselung in ihrem Heim-Alltag. Vorgetragen wurden von Chormitgliedern auch beliebte Gedichte, wie zum Beispiel die „Made“ von Heinz Erhardt. Die Zuhörer waren so begeistert, dass der Heimleiter Stefan Fischer noch um eine Zugabe bat. Zum Schluss waren alle zufrieden – die Zuhörer über den musikalischen Besuch und die Chormitglieder, dass den Menschen so viel Freude bereitet werden konnte.


Juni 2022

Bericht von dem Workshop der BAGSO zum Generationen Dialog und der der Sitzung der Fachkommission
„Freiwilliges Engagement und Partizipation“

Nach der langen Covid 19 Pandemie konnte die BAGSO endlich wieder präsent tagen.

Zu einem Workshop mit dem Thema „Generationen-Dialog #1
Klimaschutz als Generationenaufgabe“ wurde in das Käte -Tresenreuter-Haus eingeladen. 25 Teilnehmer aus den Mitgliedsverbänden der BAGSO folgten der Einladung.

Margit Hankewitz begrüßte die Gäste im Sozialwerk und wünschte einen guten Verlauf.
Herr Griffig, stellvertretender Vorsitzender, eröffnete den Workshop

  • Warum sollten sich die Generationen stärker verbünden?
    Hierzu hielt Frau Anna Braun aus Oldenburg,Fachdienst Klimaschutz der Stadt Oldenbburg einen interessanten Impulsvortrag
  • Welche Herausforderungen sehen die Generationen? Interessen und gemeinsame Schnittmengen
    Hierzu fand eine angeregte Diskussion statt

Generationenkonflikt oder Solidarität?
Wo stehen wir in puncto Klimaschutz?
Hierzu fand eine offene Podiumsdiskussion statt.
Nach dem Mittagessen trafen sich die Mitglieder der Fachkommission „Engagement und Partizipation“ zu einem Informationsaustausch und um über aktuelle Änderungen und Fortschritte unterrichtet zu werden.
Eine lohnenswerte Veranstaltung bei uns in Berlin

Rolf Meyer
29.06.2022


Juni 2022

Pfingstkonzert mit dem Claudio-Fisher-Duo

Am Pfingstssonnabend, dem 4. Juni, erfreute uns das Claudio-Fisher-Duo mit altbekannten Schlagermelodien. Gabriela und Claudio sangen die Titel so mitreißend, dass sogleich eine lockere und heitere Stimmung im Saal herrschte. Dieser Nachmittag war für alle nach der Winter-Corona-Zeit eine Befreiung von den harten Einschränkungen. Die musikalische Begleitung der Lieder erfolgte durch Claudio am Keyboard und an der Gitarre. Zu Beginn wurde mit „Congratulations“ Ingrid Junkuhn gratuliert. Sie leitet den Saaldienst und hatte an diesem Tag Geburtstag. Vielfach wurde begeistert mitgesungen, wie bei „Marmor Stein und Eisen bricht“ und „Ich will keine Schokolade“. Bei „So schön kann doch kein Mann sein“ hatten die Stimmungswellen ihren Höchststand. Mit „Wir sind alle über 40 und noch am Leben“ fand das offiziele Programm sein Ende. Als Zugabe wünschte sich unsere Vorsitzende, Margit Hankewitz, „Sierra Madre“. Mit diesem unserem allseits bekannten Haussong, bei dem alle mitsangen und schunkelten, fand der überaus heitere Auftritt seinen Abschluss. Mit starkem dankbaren Beifall wurde das Künstler- und Geschwisterpaar verabschiedet.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


Mai 2022

Erinnerungen mit dem Goldie-Schlagerchor

Am 21. Mai erlebten wir einen erinnerungsreichen Nachmittag mit dem Goldie-Schlagerchor. Überhaupt trat dieses Jahr erstmalig wieder ein Chor in unserem Haus auf. Schon der Auftritt des Chores in den rot-schwarzen flotten Kleidern wurde mit Klatschen begleitet. Mit dem Eröffnungssong „Wir sind die Goldies und singen Oldies“ begann eine Zeitreise in die 60-er Jahre. Unter der Leitung von Michael Seilkopf am Klavier wurden viele bekannte Schlager präsentiert. Ein bekannter Hit von Peggy March wurde abgewandelt in: Mit 70 hat man noch Träume für den Rest des Lebens. Die damalige Zeit spiegelte sich in der Musik wieder und Fernsehabende wurden zum Ereignis. Ob Vico Torriani, Conny Froboes und Peter Kraus, alle waren sehr beliebt. Auf der Suche nach dem richtigen Mann sang Gitte 1963: Ich will `nen Cowboy als Mann. Hier spielte amüsant der Chorleiter den Vater mit den Zwischrufen.

Eine Solistin des Chores sang mit guter Stimme den Hildegard Knef-Titel von 1964 „Eins und Eins das macht zwei“. Bei der Zugabe mit den Hits von Bill Ramsey klatschte das Publikum begeistert mit. Ein stimmungsvolles Programm fand somit seinen Abschluss. Wieder war beindruckend, dass der Chor alle Titel auswendig sang. Auch der Chorleiter unterstützte seinen Chor mit sehr rhythmischen Spiel auf dem Flügel.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Mai 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch am 15. Mai 2022 –
Barbara Schöne liest Texte und Gedichte von Erich Kästner

Nachdem Barbara Schöne am 15.03.2021 mit der Lesung „Pantha rhei“ von Silke Gehrke auftrat, wurde das Haus kurz darauf für lange Zeit pandemiebedingt geschlossen. Es ist nun eine große Freude, sie dieses Mal auf der großen Bühne mit Texten und Gedichten von Erich Kästner zu erleben.
Barbara Schöne ist seit nunmehr 55 Jahren bis heute ein fester Bestandteil beim deutschsprachigen Publikum. Ihre unzähligen Rollen in Theater und Fernsehen als wandelbare Charakterdarstellerin oder Interpretin für Hörbücher und Musik sind unvergessen. Sie bleibt, wie sie ist: interessiert an Menschen, positiv im Leben und, wie sie selbst sagt: „Die Unvollendete“.
Barbara Schöne hatte eine interessante Auswahl an Gedichten und Texten zusammengestellt. Zu erwähnen sind „Der synthetische Mensch“, „Ich bin die Zeit“ und eine Geschichte über das Glück. Vom Gedicht „Einsamkeit -Kleines Solo“ wird hier der erste Vers zitiert:
„Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine. Kennst das Leben.
Weißt Bescheid. Einsam bist du sehr alleine –
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.“
Zum Abschluss berichtete Barbara Schöne über ihre verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Unter anderem ist sie seit 1999 bei der Deutschen Aidshilfe tätig. Zurzeit befinden sich über 600 HIV-infizierte Ukrainer in Berlin, deutschlandweit über 2.000. Spontan wurde aus dem Teilnehmer:innenkreis der Veranstaltung im Sozialwerk eine Spendensammlung inszeniert. Dabei kamen 100 € zusammen, die Barbara Schöne ganz gerührt in Empfang nahm und inzwischen der Berliner Aidshilfe zukommen ließ.
Sie erzählte dann von den letzten Dreharbeiten in Frankreich für die Reihe „Ein Tisch in der Provence“ und im November 2021 für „Fritzie – der Himmel muss warten“, der im September im Fernsehen gebracht wird. Hier spielt sie eine esoterisch angehauchte Wahrsagerin mit einem Papagei auf der Schulter. Gern ging sie auf die Fragen aus dem Publikum ein und freute sich sehr über das Interesse der Zuhörer:innen. Es war ein spannender Nachmittag: abwechslungsreich, nachdenklich machend und fröhlich zum Abschluss. Großer Dank geht an die Künstlerin, die uns unvergessliche Stunden gestaltete.
Eveline Harder
24. Mai 2022


Mai 2022

O Sole mio, italienischer Nachmittag im Schlösschen

„Pasta Italiana“ damit versprachen die Sopranistin Jeanette Rasenberger und ihr Mann, der Pianist Andreas Wolter am Flügel, einen Ausflug in den italienischen Süden.

Mit altitalienischen Arien, u.a. von Giovanni Battista Pergolesi, neapolitanischen Liedern und Deutschen Schlagern über “Bella Italia, begeisterte das Künstlerehepaar das Publikum im ausverkauften Saal. Ein Genuss, den die Gäste mit viel Beifall honorierten. Frau Rasenberger begeisterte mit ihrem Sopran und einer betörenden Stimme. Schon Goethe, so erzählte sie ihren Zuhörern, liebte Italien. So brachte sie Arien aus seiner Zeit zu Gehör. Zwischen ihren Liedern würzte sie den Vortrag mit Anekdoten über italienische Lebensart.

Neapel und Capri waren Stationen ihrer Lieder im zweiten Teil Ihres Liedervortrages, in dem sie auch das Publikum mit einbezog. Der Beifall zwischen den Vorträgen und der langanhaltende Applaus am Ende zeigte die übergroße Zustimmung des Publikums. Fazit: Das muss wiederholt werden.                                                                                 

Text und Foto: Rolf Meyer  


April 2022

Abschied von Jürgen Schambach

Am 28. April versammelten sich Angehörige, Freunde und Wegbegleiter auf dem Wilmersdorfer Friedhof, um Abschied von Jürgen Schambach zu nehmen. Er war am 19. März im Alter von 74 Jahren verstorben.
Die Familie hatte eine stille Beisetzung gewünscht, bei der jeder für sich die Zeit mit Jürgen zurückrufen konnte. Musikalisch begleitet wurde diese auf der Orgel von dem Dirigenten unseres Chores. Am Grab sangen Mitglieder des Schlösschenchors das Lied „Wieder neigt sich der Tag seinem Ende“, ein Lied, das den Abschied in besonderem Maße symbolisiert.
Im Anschluss fand im Käte-Tresenreuter-Haus eine Gedenkfeier statt, die durch Herrn Prof. Dr. Striebeck am Piano mit der bekannten Komposition „Air“ von Johann-Sebastian Bach eröffnet wurde. Die Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, zeichnete kurz den Lebensweg von Jürgen Schambach nach und beschrieb dessen Verdienste, die er sich durch seine Tätigkeit als Hausverwalter erworben hatte. Sie ging aber auch auf die kreativen Fähigkeiten ein, die in der Malerei, in der Gestaltung der Bühnenbilder und in der ständigen Erweiterung der Modelleisenbahn im Garten des Käte-Tresenreuter-Hauses ihren Ausdruck fanden. Seine Rolle als „Rudi, das Rentier“ bei zahlreichen Weihnachtsfeiern wird uns ebenfalls in Erinnerung bleiben.
Zum Abschluss sang der Schlösschenchor, dem Jürgen angehört hatte, die Lieder „Nehmt Abschied Brüder…“ und „Möge die Straße uns zusammenführen“. Den Schlusspunkt bildete der Schlager „Brennend heißer Wüstensand…, den Jürgen oft selbst gesungen hatte und der ihn auf seinem Lebensweg begleitet hatte.
Jürgen Schambach hinterlässt im Sozialwerk eine Lücke. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Fotos: Margit Hankewitz


April 2022

Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Diese Erfahrung konnten die Vorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, und Herr Rolf Meyer, Vorstandsmitglied des Förderkreises, am 1. April 2022 machen. Sie überbrachten dem Unionshilfswerk Berlin zur Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine den Erlös in Höhe von 1.420 Euro aus dem Benefizkonzert vom 26. März 2022 (siehe unten). Darüber freuten sich Frau Ulrike Hinrichs, Geschäftsführerin des UHW, und der Vorsitzende der Stiftung des UHW, Herr Norbert Prochnow.
Bei einem gemeinsamen Rundgang mit einer „Wegbegleiterin“ des UHW wurde die Einrichtung in einem ehemaligen Hotel in der Gubener Straße 42 in Berlin-Friedrichshain zur Aufnahme von Flüchtlingen vorgestellt. Im Spiel- und Kinderzimmer freuten sich die Kinder, ihre Eltern und die Betreuer über die Ostereier aus Schokolade, die Frau Hankewitz und Herr Meyer ebenfalls mitgebracht hatten.
Am Ende bedankte sich Frau Hinrichs mit einem Blumenstrauß für die Unterstützung. Diesen Dank geben wir an die Spender vom 26. März weiter. Danach traten Frau Hankewitz und Herr Meyer den Heimweg mit vielen positiven Eindrücken an.

Text: Rolf Meyer, Hans-Ulrich Litzner
Foto: Max Gödecke

Bildunterschrift: Frau Ulrike Hinrichs, Frau Margit Hankewitz, Herr Rolf Meyer und ein „Wegbegleiter“ bei der Übergabe der Spende


März 2022

Kulmbach – eine Perle des Frankenlandes

Foto vom Rathaus

Unter diesem Titel hielt Joachim Krüger einen auf ansprechende Bilder gestützten Vortrag über dieses Kleinod Oberfrankens. Von der Plassenburg, hoch über Kulmbach, geht der weite Blick ins Maintal und zum Frankenwald. Historisch geprägt durch die intakte Altstadt mit vielen interessanten Plätzen und Baudenkmälern ist Kulmbach heute der Mittepunkt des gleichnamigen Landeskreises, in langer Partnerschaft zu Wilmersdorf verbunden. Krüger berichtete über die Museen der Stadt mit den Schwerpunkten Bier, Bäckerei und Gewürze, über die dort beheimatete Braukunst und die Herkunft der Rolex-Uhren. Aber auch die schmackhafte fränkische Küche, verbunden mit herzlicher Gastfreundschaft, kam auf den Bildern und im Vortrag nicht zu kurz. Für das Frühjahr 2023 plant der Wilmersdorfer Partnerschaftsverein die nächste Reise ins Frankenland, Gäste sind immer willkommen!

Text und Foto: Joachim Krüger


März 2022

Benefizkonzert mit dem Duo MaSur am 26. März 2022

Aus Anlass des Ukraine-Krieges fand im Sozialwerk Berlin e. V. am Samstag
ein „Konzert für den Frieden“ mit dem Duo MaSur statt. Die Grabowsky-
Renoldi-Stiftung hat alle Gäste zu diesem Konzert eingeladen.
Den Auftakt machte der „Schlösschen-Chor“ mit „Kumbaya my Lord“ und
„Conquest of paradise“ und stimmte so das Publikum ein.
Das Duo begann mit der ukrainischen Nationalhymne. Dann schloss sich ein
Feuerwerk der Musik an. Unter anderem ein Walzer von Schostakowitsch, eine
ukrainische Hochzeitspolka und Tulpen aus Amsterdam und vieles andere mehr.
Trotz des traurigen Anlasses herrschte eine fröhliche Atmosphäre im Saal
aufgrund des schön zusammengestellten Programms.

Die Pianistin Maryna Gontar und Stanislaw Steinke mit der Violine, beide aus der Ukraine, boten den Zuhörer:innen einen hervorragenden Einblick in ihr Repertoire. Ein zu Herzen gehender Nachmittag.
Frau Professor Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin, Ehrengast der Veranstaltung, schloss mit den Worten: „Das Schönste, was der Mensch erfunden hat, ist die Musik, die wir heute ganz anders empfunden haben als sonst.“ „Ehre der Ukraine.“
Der Spendenbetrag in Höhe von 1.350,00 € geht an das Unionhilfswerk für die Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine.
Ein beeindruckendes und unvergessliches Konzert, das zu Herzen ging. Großer Dank an die beiden ukrainischen Künstler.
Berlin, 28.03.2022
Eveline Harder

Foto: Eckehard Weber
Auf dem Foto sind zu sehen von links nach rechts: Judith Stückler, Margit Hankewitz und Professor Barbara John

März 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Herrn Dr. Wolfgang Hunsinger „Marokko – ganz nah“ am 13. März 2022 im Sozialwerk Berlin e. V.

Der Autor, Dr. Wolfgang Hunsinger, lebte von 1978 bis 1987 als von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Z. f. A.) entsandter Lehrer, Fachberater und „Inspecteur“ für Deutsch als Unterrichtsfach an marokkanischen Gymnasien und Hotelfachschulen.
Über seine dortige Zeit hat er das Büchlein „Marokko – ganz nah“ verfasst. Er schildert seine Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen in diesem orientalischen Reich. Die Besuche im Basar, die ihn verzaubern, der betäubend starke Duft von Zimt, Vanille, Muskat oder das würzig bittere Aroma des gelben Safran und der süßliche Geruch des Zedernholzes, der über allem schwebt, beeindruckten ihn sehr.
Die tiefe Mystik und die Magie dieser arabischen Welt waren faszinierend für ihn. All das hat er in poetischer Form in diesem Text niedergelegt. Die maurische Baukunst in ihrer Einzigartigkeit zeigt er auf sowie die reizvollen Innenhöfe mit den Springbrunnen aus Marmor. Den jeweiligen Patio mit seinem aus weißen und grauen Marmor gefliesten Boden verzierten Orangen- und Zitronenbäume. Die kleinen Anekdoten dazu belustigten das Publikum.
Im Anschluss der Lesung folgte eine eingehende Diskussion über das dortige Leben, seine Aufgaben als Lehrer und die heutige Situation dort.
Ein großer Dank geht an Herrn Dr. Hunsinger für diese kurzweiligen Stunden und für das Interesse an einem orientalischen Land, das er bei den Zuhörer:innen geweckt hat.
Eveline Harder
Foto: Ralf Krüll

16.03.2022


März 2022

Das ist der Frühling von Berlin

Die erste Kulturveranstaltung in diesem Jahr fand am 5. März statt.
Günter Rüdiger, der Sänger, Schauspieler und Kabarettist ließ uns für eine Stunde alle Unannehmlichkeiten dieser Zeit vergessen. Auch für ihn war es sehr schön wieder vor Publikum singen zu dürfen. Gemäß dem Motto des Nachmittags versetzte uns der Künstler mit dem entsprechenden Lied von Walter und Willi Kollo gleich in die richtige Stimmung.

Begleitet wurde er schwungvoll von der Pianistin Karin Coper. Mit bekannten Berliner Liedern ging es von Zickenschulzes Hochzeit unter anderem zur Krummen Lanke und dem Lied von Fredy Sieg. Fehlen durften natürlich nicht die „Tulpen aus Amsterdam“. Ein Kaffeehaus-Medley passte ausgezeichnet zu diesem gemütlichen Nachmittag.

Ein Höhepunkt war der köstliche schauspielerische Vortrag des Couplets von Otto Reutter „Der Überzieher“. Der allseits bekannte Refrain „Sehn Sie weg von dem Fleck ist der Überzieher weg“ wurde dann begeistert vom Publikum mitgesungen.

Dieser stimmungsvolle Nachmittag wurde abgeschlossen mit einem Strauß von Berlin-Liedern als Zugabe. Alle haben es genossen, dass es Günter Rüdiger mit seinem ansprechenden und heiteren Vortrag gelungen war, für einige Zeit die Sorgen zu vegessen und etwas Sonnenschein in unsere Herzen zu zaubern.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Dezember 2021

Weihnachtsfeier für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Diese Feier fand am 17. Dezember 2021 im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, begrüßte die 50 Gäste, ging kurz auf das 50jährige Bestehen des Sozialwerks ein und führte aus, dass der Schwerpunkt der heutigen Veranstaltung weniger auf Weihnachten als vielmehr auf dem Dankeschön an die ehrenamtlichen Mitstreiter läge.
Traditionell wurden die EhrenamtsCards des Senats von Berlin für besonderes bürgerschaftliches Engagement verliehen. Herr Joachim Krüger und Frau Judith Stückler übergaben die Cards an folgende Damen und Herren: Frau Ilse Berg, Frau Renate Katharina Brauner, Frau Dagmar Grün, Frau Christina Kraatz, Frau Inge Martynus, Herrn Wolf-Dieter-Pätzold, Frau Rosemarie Schäfer und Frau Helene Tögel.

Der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Litzner, nahm das Stichwort „Dankeschön“ auf und erinnerte daran, dass die erfolgreiche Tätigkeit des Sozialwerks, und aus Sicht der Ehrenamtlichen, die vorbildliche Atmosphäre im Käte-Tresenreuter-Haus ohne das außerordentliche Engagement von Frau Hankewitz nicht denkbar seien. Er nannte ihren unermüdlichen Einsatz, ihr Einfühlungsvermögen, ihre Weitsicht sowie ihre große Sympathie für ältere Menschen. Dafür sprach er Frau Hankewitz Dank und Anerkennung aus. Die Anwesenden schlossen sich diesen Ausführungen mit starkem Beifall an.
Musikalisch ging es mit dem Liedermacher Beppo Pohlmann weiter, der 1976 die Band „Gebrüder Blattschuss“ gegründet hatte. Einer seiner bekanntesten Songs ist das Lied „Kreuzberger Nächte sind lang“, mit dem das Programm auch begonnen wurde. Es folgten einige „Ohrwürmer“ bei denen die Gäste mitsangen und-klatschten.
Zum Abschluss wurde ein vorzügliches Buffet serviert. Mit dem gemeinsamen Essen und Tischgesprächen klang der Nachmittag aus, der in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Halina Krawczyk


Dezember 2021

Bläserkonzert im Schlösschen am 13. Dezember 2021


Schon zum zweiten Mal fanden im Auftrag der Bürgerstiftung Berlin in 6 Senioren- und Pflegeeinrichtungen jeweils kleine Konzerte statt. Alle waren auf den 13.12.2021, 16:30 Uhr, datiert. Im Schlösschen war es wieder eine Bläsergruppe, die dieses Mal aufgrund der schlechten Wetterlage im Saal spielte. Auf der Terrasse leuchteten zwei Feuerkörbe, ein Weihnachtsbaum und die festliche Illuminierung rundherum. Der Saal war wie immer weihnachtlich dekoriert mit großem Tannenbaum und schön gestalteter Bühne. Es herrschte heimelige Adventsstimmung, die von Glühwein und Brezeln begleitet wurde.
Der Auftakt war: „Sind die Lichter angezündet…“ und viele bekannte Kirchenlieder, wie „Tochter Zion…“ folgten. Wunschgemäß erklangen auch amerikanische Weisen. Der Schlösschen-Chor begann mit dem „Kleinen Trompeter…“, vier weitere Weihnachtslieder s, schlossen sich an, und so mancher Gast summte leise mit. Mit „Stille Nacht, Heilige Nacht…“ endete das Konzert. Hier wurde das Publikum an altbekannte Texte erinnert und einige werden sich in die Vergangenheit zurückgeträumt haben.
Es war eine eindrucksvolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest, auf das Wesentliche beschränkt. Es bleibt nur zu sagen: „In dulci Jubilo…“.
Berlin, den 23.12.2021
Eveline Harder

Fotos: Margit Hankewitz



Dezember 2021

Weihnachtsfeiern für die Mitglieder

Vom 10. bis 12. Dezember fanden die traditionellen Weihnachtsfeiern für die Mitglieder des Sozialwerks statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, konnte an den drei Tagen jeweils rund 50 Gäste begrüßen. Sie führte aus, dass der Rahmen, bedingt durch die Corona-Pandemie, gegenüber früheren Jahren kleiner gehalten werden musste. Aber die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätte sich nach besten Kräften bemüht, trotz der Einschränkungen eine angenehme vorweihnachtliche Atmosphäre zu schaffen.

Die Feiern waren Teil der Veranstaltungsreihe anlässlich des 50jährigen Bestehens des Sozialwerks Berlin. Frau Hankewitz erinnerte an den 6. Dezember 1971, als der Verein offiziell gegründet wurde. Sie ging kurz auf die Entstehungsgeschichte ein und insbesondere auf die Beweggründe, die ihre Eltern, das Ehepaar Käte und Harry Ttresenreuter, zu diesem mutigen Schritt veranlasst hatten. Der wichtigste lag nach ihren Worten darin, die Lebenssituation der älteren Menschen zu verbessern und um deren Vereinsamung zu vermeiden.

Das Jubiläum war auch der Grund dafür, dass die Teilnahme an den diesjährigen Weihnachtsfeiern kostenfrei war. Die nötigen Mittel stellte die Grabowski-Renoldi-Stiftung zur Verfügung, der Frau Hankewitz dankte.

Der musikalische Rahmen wurde durch das Volksinstrumentenorchester in Berlin e.V., das unter der Leitung von Herrn Boris Hirschmüller spielte. Frau Angelika Wehr führte durch das Programm und trug weihnachtliche Gedichte vor. Zu Gehör gebracht wurden traditionelle und neuere Weihnachtslieder, die Gäste sangen und klatschen im Rhythmus der Musik mit.

Es waren vergnügliche Nachmittage, die an die Zeiten vor Corona erinnerten und die gegenwärtigen Sorgen für ein paar Stunden vergessen ließen!

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Margit Hankewitz, Monika Borchert


Dezember 2021

50 Jahre Sozialwerk Berlin!

Am 6. Dezember 1971, als vom demografischen Wandel und seinen Folgen noch nicht die Rede war, gründeten Käte und Harry Tresenreuter das Sozialwerk Berlin e.V. Es verstand und versteht sich als Selbsthilfe- und Beratungszentrum gemäß dem Motto
„Ältere Menschen helfen älteren Menschen!“
Ein 50jähriges Jubiläum ist Anlass zum Feiern. Wegen der Beschränkungen der Corona-Pandemie sind in den kommenden Monaten mehrere Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen geplant. Die Auftaktveranstaltung dieser Reihe fand am 8. Dezember im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Sie bestand aus zwei Teilen.
Zur Erinnerung und zur Würdigung des Gründer-Ehepaars fand zunächst vor dem Schriftzug am Käte-Tresenreuter-Haus eine Kranzniederlegung statt. Den musikalischen Rahmen dieser kleinen offiziellen Gedenkfeier gestaltete der Hornist Cornelius Bernitzsky, zunächst mit der bekannten Melodie „Londondary Air“. Der Vorstandsvorsitzende des Förderkreises des Sozialwerks, Dr. Hans-Ulrich Litzner, gab einen kurzen Rückblick auf die Gründung und Geschichte des Sozialwerks. Er führte aus, dass es seinerzeit einer großen Weitsicht, einer ebenso großen Sympathie für ältere Menschen, eines außergewöhnlichen Mutes und einer Beharrlichkeit bedurfte, um die Idee eines eigenverantwortlich geführten Vereins zu realisieren und weiterzuentwickeln.
Dr. Litzner bescheinigte dem Gründerehepaar, dass es genau diese Eigenschaften in hervorragender Weise besessen und das Sozialwerk zu dem gemacht hätte, was es heute ist: ein Leuchtturm für ältere Menschen, dessen Wärme und Licht weit über die Grenzen Berlins hinausstrahlen. Die Freunde, Mitglieder und Mitarbeiter des Hauses forderte er auf, das Lebenswerk von Käte und Harry Tresenreuter trotz der Schwierigkeiten, die die Zeiten mit sich bringen, fortzusetzen, gemäß dem Leitsatz
„Die Tradition im Herzen und die Zukunft in der Hand!“
Zum Abschluss der kleinen Zeremonie spielte Herr Bernitzky das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“, das Käte und Harry Tresenreuter stets auf dem Lebensweg begleitet hat.
Der zweite Teil der Veranstaltung fand im großen Saal des Käte-Tresenreuter- Hauses statt. Bei Kaffee und Kuchen schilderte die Vorstandsvorsitzende und Tochter des Gründerehepaares, Frau Margit Hankewitz, ihre Erinnerungen an die Gründung und die ersten Jahre des Sozialwerks. Auch langjährige Wegbegleiter von Käte und Harry Tresenreuter kamen zu Wort, so Prof. Dr. Herbert Striebeck, Frau Heidi Mangers und Kapellmeister Wilfried Schmidt. Eine Zusammenstellung von Bildern aus der 50jährigen Geschichte des Sozialwerks, die von Herrn Peter Stawenow bearbeitet worden war, rief bei den Anwesenden so manche Erinnerung wach. Zum Abschluss spielte Prof. Striebeck auf dem Piano den bekannten Schlager „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“, der Käte und Harry Tresenreuter ebenfalls auf ihrem Lebensweg begleitet hat.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Halina Krawczyk

November 2021

Meseritz – unsere Partnerstadt in Polen


Meseritz, eine heute polnische Stadt mit ca. 25 Tausend Einwohnern, liegt etwa 90 km östlich von Frankfurt/Oder am Zusammenfluss von Packlitz und Obra. Erstmals 1005 in historischen Quellen erwähnt, lag dieser Ort am Schnittpunkt der Handelswege von Gneisen nach Magdeburg und von Stettin nach Breslau und Krakau. Meseritz bietet einen Einblick in die wechselvolle preußisch-deutsche und polnische Geschichte vom Mittelalter bis in die aktuelle Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Hier stoßen polnische Adelskultur auf Preußentum, die Stadtgeschichte spiegelt preußisch geprägte Architektur und zugleich das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen, aber auch die Zeiten von Euthanasie (Obrawalde), NS-Herrschaft und Vertreibung.
Seit vielen Jahren ist Meseritz die polnische Partnerstadt des damaligen Bezirks Wilmersdorf, eine Partnerschaft, die heute sowohl vom Bezirksamt als auch von Wilmersdorfer Partnerschaftsverein betreut wird.

Joachim Krüger


Oktober 2021

Ein musikalischer Nachmittag
mit dem Zupforchester „Tamburaschenchor Wellebit 1902“

Am 30. Oktober gastierte das Orchester zum wiederholten Mal bei uns. In diesem Ensemble erklingen Tamburica-Zupfinstrumente, die in Serbien, Kroatien und Ungarn gespielt werden. Sie werden ähnlich der Mandoline gezupft und tremoliert.Verschiedene Tamburica-Instrumente ergeben einen Tamburaschenchor. In dem Kroatischen Gebirgsgebiet Vellebit wurde Franz Krznar geboren, der zusammen mit anderen Musikern dieses Orchester 1902 gegründet hat. Soweit zur Erklärung des Ensemble-Namens. Heute sind nur noch vier Tamburicaspieler im Orchester. So wurden auch Gitarren und Mandolinen dazu genommen. Die verschiedenen Instrumente ergeben einen ganz besonderen Klang. Diesen konnten wir eindrucksvoll genießen. Die Leitung hatte Horst Budde, der auch die Berda spielte, die einem Kontrabass entspricht und dem Ensemble die tiefen Grundtöne gibt. Sie ist schon 120 Jahre alt.

Der kroatische Auftakt „Es ist so schön ein Musikant zu sein“ entsprach sicher dem Motto der Musiker. Dann gab es einige klassische Melodien. Bei „Eviva Epana“ stieg dann die Stimmung im Saal, die sich bei der „Berliner Luft“ noch steigerte. Das sehr rhythmische Spiel unter Leitung ihres Dirigenten erfreute alle. Der Höhepunkt war dann zum Abschluss die von allen gewünschte Zugabe. Ein Mitspieler hatte extra für dieses Konzert unseren „Haussong“ -Sierra Madre del Sur- für diese Instrumente arrangiert. Sofort gingen bei dem Refrain alle Arme hoch und textsicher wurde mitgesungen. Alle waren sichtlich bewegt, auch das gesamte Ensemble, denn Corona bedingt war es erst der dritte Konzertauftritt sei längerem.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Veranstaltung „Triff dein Vorurteil!“ im Käte-Tresenreuter-Haus war ein voller Erfolg

Am Mittwoch, dem 27. Oktober 2021 führte die Bürgerstiftung Berlin in Zusammenarbeit mit der Lebendigen Bibliothek e.V. von 16:30 bis 18:30 Uhr die hybride Veranstaltung „Triff dein Vorurteil!“ durch.

Im ausreichend großen und gemütlichen Saal des Sozialwerk e.V. gab es bei Kaffeehaus-Atmosphäre die Möglichkeit, mit „Lebendigen Büchern“ ins Gespräch zu kommen. Dies sind Menschen, die von Vorurteilen und damit oft auch Diskriminierung sowie sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Ziel des Formats war es, über den eigenen Tellerrand zu blicken und den „Lebendigen Büchern“ auch solche Fragen zu stellen, die man gewöhnlich für sich behält. So konnte man eigene Vorurteile erkennen und hinterfragen und ebenso empathisch wie humorvoll in Austausch treten. Auf diese Weise zu erfahren, welche Geschichten Menschen mitbringen, die wir allzu schnell in Schubladen wie „behindert“, „Junkie“, „HIV-Positiver“, „Obdachloser“ usw. stecken, war eine bereichernde Erfahrung für alle 34 Gäste.

Um die Einhaltung der 3G-Regel zu überprüfen, war der Einlass bereits ab 16:00 Uhr möglich. So konnte man nach den Formalitäten in Ruhe bei Kaffee, Tee und sehr leckerem Kuchen ankommen und im eigens gedruckten „Bibliothekskatalog“ schmökern – natürlich alles unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes.

Nach der Begrüßung ging es direkt los. An zugelosten Tischen traten die „Lebendigen Leser*innen“ mit „Lebendigen Büchern“ in Kontakt. In drei Gesprächsrunden à 30 Minuten unterhielten sich die Teilnehmenden angeregt miteinander. Parallel dazu wurden im Nebenraum auch Online-Gesprächsrunden mit „Lebendigen Büchern“ realisiert. Dadurch wurde auch Menschen, die nicht in Präsenz dabei sein konnten, die Teilnahme ermöglicht.
Anlässlich der Europäischen Freiwilligenhauptstadt diese Veranstaltung umzusetzen, war eine besonders schöne Möglichkeit: Im ehrenamtlich geführten Käte-Tresenreuter-Haus des Sozialwerk e.V. konnten (potentiell) Engagierte mit ebenso ehrenamtlich tätigen „Lebendigen Büchern“ in Austausch treten. Diese Veranstaltung hat für die Themen Vielfalt und Inklusion sensibilisiert – für das Ehrenamt und auch darüber hinaus!
Wir danken Frau Hankewitz sowie allen Ehrenamtlichen des Sozialwerks sehr herzlich für die Gastfreundschaft, tatkräftige Unterstützung beim Rücken der Tische und insbesondere für das außerordentlich gelungene Kaffee- und Kuchenbuffet.


Oktober 2021

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Monella Caspar am
24. Oktober 2021 mit der Lesung „Vorhang auf“

Monella Caspar, inzwischen im Sozialwerk Berlin e. V. nicht ganz unbekannt, brillierte dieses Mal mit ihrer plastischen und lebhaft vorgetragenen Erzählweise über ihr künstlerischen Leben als Mode-Designerin, Sängerin und Pop-Ikone.
Monella, geboren auf einem Bauernhof in Nord-Friesland und mit zwei Jahren nach Berlin übergesiedelt, begeisterte schon als Kind ihr Umfeld mit Verkleidungen, Stoffdrapierungen und Musikperformances. Nach Schulabschluss und Tanzausbildung geht sie mit dem Sohn des Schauspielers Friedrich Joloff nach Rom, wo ihr Exklusiv-Verträge für Werbespots und Werbeplakate in ganz Italien einen längeren Aufenthalt ermöglichen. Sie arbeitet für Frederico Fellini, der sie die junge Guiletta Massina nennt, absolviert die Modeschule in Rom und kehrt nach Abschluss zur Eröffnung eines Ladengeschäfts mit Atelier unter eigenem Label nach Berlin zurück. Kunden wie Romy Haag, Katharina Thalbach, Nastasja Kinski und Gabriele Hofmann geben sich u. a, bei ihr die Klinke in die Hand. Sie fertigt Kostüme für das Traumtheater Salomé und feiert regelmäßig Happenings und Modenschauen in der Ludwigkirchstrasse. Internationale Modemagazine und die Berliner Zeitungsszene huldigen der Avantgarde-Designerin.
Wundervoll sind ihre Auftritte als Diseuse in „Schwarzblond“. Zusammen mit Benny Hiller verführen sie regelmäßig das Publikum. Dazu ihre und seine extravagante Garderobe, die sie selbst entwirft und fertigt. Ihr Motto ist: „Mode ist nicht nur Kleidung. Mode ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung und eine Form von Kunst.“
Ihre Kernaussage war die Forderung, stets Toleranz zu üben, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und als Frau ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die lebhafte Beschreibung Monella Caspars ihrer verschiedenen, bunten Lebensumstände begeisterte die Teilnehmer:innen.
Zum Abschluss bot Benny Hiller eine Percussion Session der besonderen Art. Dies rundete den Nachmittag ab. Großer Dank an die beiden Künstler für ihren Einsatz und ihr Engagement im Käte-Tresenreuter-Haus,
25.10.2021
Fotos: Ralf Krüll
Text: Eveline Harder

Monella Caspar und Benny Hiller vor der Veranstaltung im Garten des Sozialwerks


Oktober 2021

Wohlklang mit Urmas Pevkonen

Nach fast zwei Jahren erlebten wir am 16. Oktober wieder einen beeindruckenden Nachmittag mit dem stimmgewaltigen in Estland gebürtigen Bariton Urmas Pevkonen. Mit seiner enormen Bühnenpräsenz begeisterte er schon von Anfang an. Er verstand es auf humorvolle Art sowohl zur Begrüßung als auch während des gesamten Auftritts das Publikum direkt anzusprechen. Dem Sänger zuzuhören war wieder ein Genuss. Neben einigen deutschen Volksliedern sprang bei den bekannten russischen Liedern sofort der Funke über und die Zuhörer klatschten begeistert mit. Bei „Dein ist mein ganzes Herz“ kamen auch zarte Töne zum Klingen und erfüllten dabei mühelos den ganzen Saal.
Begleitet wurde er von Ilya Kurtev auf dem Bajan, einem usbekischen Knopfakkordeon. Der ukrainische Musiker ist seit 10 Jahren der musikalische Leiter der „Schwarzmeerkosaken“. Mit seinen Solostücken, die er äußerst virtuos mit verschiedenen Registern präsentierte, ersetzte er fast ein ganzes Orchester. Die überzeugende Musikalität und Fingerfertigkeit erreichte mit dem bekannten Säbeltanz den Höhepunkt. Honoriert wurde dieses mitreißende Spiel mit starkem Beifall und anhaltenden Bravorufen. Fehlen durfte im Progamm natürlich nicht „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“. Urman Pevkonen bezog hier die Zuhörer mit ein und animierte alle zum Klatschen und Seufzen.
Nach der Zugabe von „Kalinka“ kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Bei diesem ganz besonderem Auftritt überzeugte dieser sympathische Sänger nicht nur durch seine grandiose Stimme sondern auch durch echte Herzlichkeit und Fröhlichkeit. Im Zusammenspiel mit dem außergewöhnlichen Bajanspieler war dieser Nachmittag ein höchst beglückendes Ereignis.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Tour de Palliativ – Palliativgeriatrische Stadtrundfahrt am 06. Oktober 2021vom Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) Unionhilfswerk

Durch die Pandemielockerungen war es im Oktober wieder möglich, diese Tour durchzuführen. Teilnehmer:innen aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz waren bei begrenzter Personenzahl mit dabei.
Im Lazarus Haus Berlin begann nach erfolgtem Coronatest die Begrüßung im dortigen Mauer-Café. Der Seelsorger Mathias Olbrecht führte in Abständen die jeweilige Gruppe durch die wunderschön ausgestattete Hospizabteilung. Das Lazarus Haus besteht seit 155 Jahren, und seit 22 Jahren wird Hospizarbeit geleistet. Zwei Ärzte sind ständig vor Ort. Die Einrichtung gehört inzwischen zur Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.
Mit einer Stadtrundfahrt ging es dann zum Julius-Grieneisen-Haus im Fürstenbrunner Weg, der Hauptsitz des Bestattungsunternehmens. In der Kapelle (s. Foto) wurde das Unternehmen vorgestellt und die Aufgaben eines Bestatters, besonders in der Coronazeit, erläutert. Die verschärften Hygieneregeln und die Begrenzung der Personenzahl bei der Bestattung beeinträchtigten die Trauerzeremonien sehr. Abschiede können hier individuell in den Räumlichkeiten gestaltet werden. Das Haus ist barrierefrei, die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar. Es werden dort auch Lesungen, kleine Konzerte und Ausstellungseröffnungen angeboten.
Unser Weg führte uns dann zum Franziskus-Krankenhaus in der Budapester Straße. Auf der Dachterrasse verzehrte die Gruppe ihre Lunchpakete. Die Pflegeleitung erklärte dann die Aufgabengebiete in der Palliativ- und Hospizabteilung. Es schloss sich eine Besichtigung dieser Abteilungen an, die erst seit 2018 bestehen.
Von hier ging dann die Fahrt ins Sozialwerk Berlin e. V., Käte-Tresenreuter-Haus in Berlin-Grunewald. Das Altenselbsthilfezentrum besteht seit knapp 50 Jahren und wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern bewirtschaftet. Über 20 Interessenkreise werden angeboten und alle 14 Tage finden kulturelle Veranstaltungen statt. Sonntäglich werden Film-Nachmittage und das Erzähl-Café angeboten. Frau Margit Hankewitz stellte das Stadtteilzentrum vor. Mit Kaffee und Kuchen ließen sich die Gäste verwöhnen, besichtigten die Räumlichkeiten und bewunderten die parkähnliche Anlage.
Die Tour de Palliativ vermittelte anschaulich die Palliativ- und Hospizarbeit in verschiedenen Einrichtungen und gab neue Einblicke in die Abschiedskultur. Großer Dank an Dirk Müller und Claudia Pfister für die hervorragende Betreuung.
Berlin, 20.10.21
Text und Fotos Eveline Harder

Trauerkapelle von Grieneisen
Auf der Dachterrasse vom Franziskus Krankenhaus


Oktober 2021

Erzähl-Café im Sozialwerk Berlin e. V. am 06. Oktober 2021
„60 Jahre Mauerbau“


In Zusammenarbeit mit dem Kommunalpolitischen Bildungswerk Berlin fand eine Podiumsdiskussion mit den beiden Historikern Dr. Clemens Escher und Robert Rauh statt. Robert Rauh hatte kürzlich im be.bra Verlag das Buch herausgegeben „War die Mauer doch richtig!“, warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen. Dazu lieferte er ausführliche Angaben und Zahlen, die seine Recherche ergeben hatte. Die Interviews, die er aufgrund einer Umfrage geführt hatte, zeigten dann ein anderes Bild als der genannte Buchtitel, Gerade die Jugend hatte sich in der DDR mit dem Mauerbau nicht abfinden wollen,
Natürlich wurde auch der Fall der Mauer 1989 angesprochen, wie er sich aus dem Blick der Referenten und der Zuhörer:innen darstellte. Aus dem Teilnehmerkreis kamen hochinteressante Nachfragen und Erlebnisschilderungen, die das Bild ergänzten, Ein Dank geht an Frau Sander vom Kommunalpolitischen Bildungswerk für die Organisation und an beide Referenten für ihren Einsatz.
Berlin, 21.10.2021
Eveline Harder
Foto: Monika Borchert


Oktober 2021

16. Fachtagung Palliative Geriatrie „Leben können. Sterben dürfen“

Was kann Palliative Geriatrie aus der Pandemie lernen und was ist zu tun?
Am 01.10.2021 fand pandemiebedingt die diesjährige Tagung im Hotel Steigenberger mit nur 150 Teilnehmer:innen statt. Ein hochinteressantes Programm war angesagt.
Referentinnen und Referenten aus Belgien, Niederlande, Österreich und der Schweiz kamen nach Berlin. Nicht nur der Referent Professor Andreas Kruse aus Heidelberg, sondern etliche Teilnehmer:innen folgten der Veranstaltung per Video.
Überzeugend waren die praktischen Validationsübungen mit Vicki de Klerck-Rubin für die Demenzbetreuung nach Naomi Feil. Eine gute Empfehlung für die praktische Arbeit auf diesem Gebiet.
Durch die Präsenzveranstaltung erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch während der Pausenzeiten und beim gemeinsamen Essen in Sachen Arbeitsweise in Coronazeit, Kontakthalten mit Angehörigen oder Mitgliedern einer Organisation, Hygienemaßnahmen, Besuchsmöglichkeiten und -verbote sowie die Arbeit der Bestatter in diesem Zeitraum.
Die angekündigten Workshops fielen aus, dafür wurden Impulsvorträge gegeben. Ein anderes Format als sonst. Die nächste Tagung findet am 14.10.2022 statt, dann hoffentlich wieder in alter Größe in der Adenauer-Stiftung.

Berlin 03.10.2021 Eveline Harder

Foto: Claudia Pfister


September 2021

Panflötenträume mit dem DuoShadows of Soul

Aufgrund der besonderen Hygienevorschriften und der großen Nachfrage mussten die Künstler an zwei Nachmittagen, dem 17. und 18. September auftreten. Zum zweiten Auftrittstermin begrüßte Margit Hankewitz zu Beginn Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, die sich bei uns immer sehr heimisch fühlt. Sie brauchte eine kleine Entspannung in den aufreibenden Wahlkampfzeiten.
Unter dem Motto Musik und Malerei erlebten wir eine traumhafte Stunde.
Antonio Maravi aus Peru spielte auf verschiedenen Panflöten. Diese werden in unterschiedlichen Größen aus Bambus gefertigt. Außerdem brachte er mehrere Hirtenflöten zum Klingen. Er entlockte den Instrumenten zauberhafte peruanischeTöne. Elke Schottman ergänzte die Musikdarbietung mit viel Klang- und Rhythmusinstrumenten, die aus allen möglichen getrockneten Samen und Kürbissen hergestellt wurden. Sie ist Malerin und ihre vielen zarten Aquarellbilder gemischt mit Naturfotos wurden in loser Folge zur Musik als Hintergrundprojektion gezeigt. Zwischendurch wurden wir mit naturnahen Klangeffekten, wie Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen, passend zu den Naturfotos, in eine Traumwelt versetzt. Dabei konnte jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Zum eingespielten Grundrhythmus entlockte der Musiker den einzelnen Instrumenten bewegende und berührende Töne. So wurden die verschiedensten Stimmungen erzeugt, die unser Innerstes mitschwingen ließen. Es wurden Seelenseiten in uns berührt, die im Verborgenen ruhen. So entstand auch der Name des Duos „Shadow of Soul“. Bei der Musik konnte man auch mit geschlossenen Augen wunderbar entspannen und an diesem Nachmittag alle Alltagssorgen vergessen. Das wurde vom Publikum mit starkem Beifall honoriert.

Text: Wilfried Neumann
Foto: Marita Vennewald


Juni 2021

Endlich – wieder Veranstaltungen!

In ihrer Eröffnung zur ersten Kulturveranstaltung nach neun Monaten Lockdown am 26. Juni 2021 freute sich unsere Vorsitzende Margit Hankewitz, wieder Gäste begrüßen zu können. Das Haus konnte zwar zeitweise geöffnetbleiben und unter gewissen hygienischen Vorschriften durften sich dann kleine Selbsthilfe-gruppen treffen. Sie dankte den Ehrenamtlichen, die weiterhin arbeiteten und die sozialen Kontakte zu den Mitgliedern aufrecht gehalten haben. Ein ganz besonderer Dank ging an Herrn George Will, der eine Unterstiftung („Goodwill Foundation Sozialwerk Berlin“) zur Bürgerstiftung Berlin gegründethat, und dem Sozialwerk eine größere Summe (40.000 Euro) für diverse „Probleme“ des Hauses zur Verfügung gestellt hat. Da er von der Arbeit und den Zielen des Sozialwerkes sehr überzeugt ist, hat er dafür mit seiner Frau auf eine große Feier zu ihrer diesjährigen Goldenen Hochzeit verzichtet. Als Dankeschön erhielt Familie Will einen großen Blumenstrauß. Die neue Mikrofonanlage, die heute erstmalig zum Einsatz kam, wurde aus eben diesen Mitteln angeschafft. In einer nachträglichen Würdigung gratulierte dann Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, Margit Hankewitz zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, die bereits in kleinem Kreis im Januar diesen Jahres erfolgte. „ Bei Margit Hankewitz steht immer der Mensch im Mittelpumkt. Sie ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“Den künstlerischen Teil des Nachmittags gestaltete das Duo-Masur. Es war bereits zum letzten Konzert vor dem ersten Lockdown aufgetreten und begeisterte damals alle und sollte deshalb den Neuanfang bestreiten. Das Duo wurde 2003 Berlin gegründet von Andrej Sur aus Russland und Maryna Gontar aus der Ukraine. Andrej ist Konzertmeister und Maryna ist Musikpadagogin und spielt in verschiedenen Ensembles.
Es war wieder ein künstlerischer Hochgenuss, wie das Duo mit seelenvollem warmen Ton und technischer Brillanz die einzelnen Musikstücke darbot. Ob klassische Stücke, wie der Ungarische Tanz Nr.5 oder der Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch oder jazzig gespielte Titel, das Publikum war so begeistert von dem virtuosen Geigenspiel, dass es bei „Wenn ich einmal reich wär“ aus Anatevka im Takt mitklatschte. Das spornte den „Teufelsgeiger“ immer mehr an und er brillierte mit einem weiteren technischen Feuerwerk. Das Duo, das hervorragend zusammen musizierte, ist nicht nur ein künstlerisches Paar, sie sind auch ein Ehepaar.Die Veranstaltung fand mit nur begrenzter Gästezahl aufgrund der amtlichen hygienischen Vorschriften statt und war trotzdem ein gelungener stimmungsvoller Neubeginn.

Text und Fotos Wilfried Neumann


Juni 2021

Burkard Dregger zu Besuch im Käte-Tresenreuter-Haus

Am 24. Juni besuchte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Herr Burkard Dregger, das Sozialwerk Berlin e.V. Er wurde von Frau Sandra Khalatbari (CDU) und von Herrn Claudio Jupe (MdA) begleitet. Für die Gastgeber nahmen Frau Margit Hankewitz, der Leiter des Kompetenzzentrums Offene Altenarbeit, Herr Peter Stawenow, sowie der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Hans-Ulrich Litzner, an dem Treffen teil.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Käte-Tresenreuer-Haus erläuterte Frau Hankewitz Aufgaben und Ziele des Vereins, die Organisation mit den Interessenkreisen, die Tätigkeiten der rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Schwerpunkte der seniorenpolitischen Arbeit. Frau Hankewitz unterstrich, dass bei allem immer das Wohl der älteren Menschen im Mittelpunkt stünde.

Herr Dregger zeigte sich von den Ausführungen beeindruckt und bezeichnete das Sozialwerk als einen Leuchtturm, der weit über die Grenzen Berlins hinaus strahle. Er dankte den Mitgliedern und den Ehrenamtlichen für das vorbildliche Engagement und wünschte dem Verein im Hinblick auf das 50jährige Bestehen eine weitere erfolgreiche Arbeit.

Hans-Ulrich Litzner


Januar 2021

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Frau Margit Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerk Berlin e. V., durch Bezirksbürgermeister R. Naumann im Rathaus Charlottenburg am 21. Januar 2021

Seit 2013, nach dem Tode der Eltern Käte und Harry Tresenreuter, leitet Frau Margit Hankewitz das Sozialwerk Berlin e. V. mit sicherer Hand. Ihr Leitspruch „Die Tradition im Herzen, die Zukunft in der Hand“ bestimmte ihre Vorgehensweise. Die Interessenkreise wurden spektakulär erweitert, der Internet-Aufbau zügig vorangetrieben und das kulturelle Angebot ausgebaut. Das Altenselbsthilfezentrum, seit einigen Jahren überregionales Stadtteilzentrum, bietet älteren Menschen die Möglichkeit, hier einen Kommunikationsort besonderer Art zu finden. Es wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern in allen Bereichen betrieben. Als Mitglied der BAGSO und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wirkt das Haus in den verschiedensten Gremien der Altenarbeit mit.
Für ihre besonderen Verdienste verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nun Frau Margit Hankewitz das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann ihr am 21.01.2021 im Rathaus Charlottenburg überreichte. In kleiner Runde, in Anwesenheit von Frau Susanne Tresenreuter, den Herren Peter Stawenow und Professor Dr. Herbert Striebeck und Frau Eveline Harder, fand die Ehrung statt. Bei Kaffee und Tee schilderte Herr Naumann die Verdienste des Hauses, insbesondere die Leistungen von Frau Hankewitz in der Altenarbeit in den vergangenen Jahren und bezog alle Teilnehmer*innen in das Gespräch mit ein. Es war ein kleiner festlicher Akt im Büro des Bezirksbürgermeisters in schöner Atmosphäre. Ein Chor müsste singen „Freude schöner Götterfunken…“.
Einen herzlichen Glückwunsch zu dieser Ehrung und weiter so!

Eveline Harder
Berlin, den 22.1.21

Foto: Peter Stawenow

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Dezember 2020

Die Sozialwerker wünschen Ihnen im 50. Jahr des Bestehens auch im kommenden Jahr schöne gemeinsame Momente.
Ihre Margit Hankewitz

Sehen Sie hier einen Beitrag in der Berliner Abendschau vom 30.12.2020 über das Käte-Tresenreuter Haus, das einen stimmungsvollen Eindruck vermittelt.

Keine Angst vorm Alleinsein im Alter – Das Mutmacher-Haus / rbb
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Fotos: HK