Mai 2022

O Sole mio, italienischer Nachmittag im Schlösschen

„Pasta Italiana“ damit versprachen die Sopranistin Jeanette Rasenberger und ihr Mann, der Pianist Andreas Wolter am Flügel, einen Ausflug in den italienischen Süden.

Mit altitalienischen Arien, u.a. von Giovanni Battista Pergolesi, neapolitanischen Liedern und Deutschen Schlagern über “Bella Italia, begeisterte das Künstlerehepaar das Publikum im ausverkauften Saal. Ein Genuss, den die Gäste mit viel Beifall honorierten. Frau Rasenberger begeisterte mit ihrem Sopran und einer betörenden Stimme. Schon Goethe, so erzählte sie ihren Zuhörern, liebte Italien. So brachte sie Arien aus seiner Zeit zu Gehör. Zwischen ihren Liedern würzte sie den Vortrag mit Anekdoten über italienische Lebensart.

Neapel und Capri waren Stationen ihrer Lieder im zweiten Teil Ihres Liedervortrages, in dem sie auch das Publikum mit einbezog. Der Beifall zwischen den Vorträgen und der langanhaltende Applaus am Ende zeigte die übergroße Zustimmung des Publikums. Fazit: Das muss wiederholt werden.                                                                                 

Text und Foto: Rolf Meyer  


April 2022

Abschied von Jürgen Schambach

Am 28. April versammelten sich Angehörige, Freunde und Wegbegleiter auf dem Wilmersdorfer Friedhof, um Abschied von Jürgen Schambach zu nehmen. Er war am 19. März im Alter von 74 Jahren verstorben.
Die Familie hatte eine stille Beisetzung gewünscht, bei der jeder für sich die Zeit mit Jürgen zurückrufen konnte. Musikalisch begleitet wurde diese auf der Orgel von dem Dirigenten unseres Chores. Am Grab sangen Mitglieder des Schlösschenchors das Lied „Wieder neigt sich der Tag seinem Ende“, ein Lied, das den Abschied in besonderem Maße symbolisiert.
Im Anschluss fand im Käte-Tresenreuter-Haus eine Gedenkfeier statt, die durch Herrn Prof. Dr. Striebeck am Piano mit der bekannten Komposition „Air“ von Johann-Sebastian Bach eröffnet wurde. Die Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, zeichnete kurz den Lebensweg von Jürgen Schambach nach und beschrieb dessen Verdienste, die er sich durch seine Tätigkeit als Hausverwalter erworben hatte. Sie ging aber auch auf die kreativen Fähigkeiten ein, die in der Malerei, in der Gestaltung der Bühnenbilder und in der ständigen Erweiterung der Modelleisenbahn im Garten des Käte-Tresenreuter-Hauses ihren Ausdruck fanden. Seine Rolle als „Rudi, das Rentier“ bei zahlreichen Weihnachtsfeiern wird uns ebenfalls in Erinnerung bleiben.
Zum Abschluss sang der Schlösschenchor, dem Jürgen angehört hatte, die Lieder „Nehmt Abschied Brüder…“ und „Möge die Straße uns zusammenführen“. Den Schlusspunkt bildete der Schlager „Brennend heißer Wüstensand…, den Jürgen oft selbst gesungen hatte und der ihn auf seinem Lebensweg begleitet hatte.
Jürgen Schambach hinterlässt im Sozialwerk eine Lücke. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Fotos: Margit Hankewitz


April 2022

Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Diese Erfahrung konnten die Vorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, und Herr Rolf Meyer, Vorstandsmitglied des Förderkreises, am 1. April 2022 machen. Sie überbrachten dem Unionshilfswerk Berlin zur Unterstützung der Flüchtlinge aus der Ukraine den Erlös in Höhe von 1.420 Euro aus dem Benefizkonzert vom 26. März 2022 (siehe unten). Darüber freuten sich Frau Ulrike Hinrichs, Geschäftsführerin des UHW, und der Vorsitzende der Stiftung des UHW, Herr Norbert Prochnow.
Bei einem gemeinsamen Rundgang mit einer „Wegbegleiterin“ des UHW wurde die Einrichtung in einem ehemaligen Hotel in der Gubener Straße 42 in Berlin-Friedrichshain zur Aufnahme von Flüchtlingen vorgestellt. Im Spiel- und Kinderzimmer freuten sich die Kinder, ihre Eltern und die Betreuer über die Ostereier aus Schokolade, die Frau Hankewitz und Herr Meyer ebenfalls mitgebracht hatten.
Am Ende bedankte sich Frau Hinrichs mit einem Blumenstrauß für die Unterstützung. Diesen Dank geben wir an die Spender vom 26. März weiter. Danach traten Frau Hankewitz und Herr Meyer den Heimweg mit vielen positiven Eindrücken an.

Text: Rolf Meyer, Hans-Ulrich Litzner
Foto: Max Gödecke

Bildunterschrift: Frau Ulrike Hinrichs, Frau Margit Hankewitz, Herr Rolf Meyer und ein „Wegbegleiter“ bei der Übergabe der Spende


März 2022

Kulmbach – eine Perle des Frankenlandes

Foto vom Rathaus

Unter diesem Titel hielt Joachim Krüger einen auf ansprechende Bilder gestützten Vortrag über dieses Kleinod Oberfrankens. Von der Plassenburg, hoch über Kulmbach, geht der weite Blick ins Maintal und zum Frankenwald. Historisch geprägt durch die intakte Altstadt mit vielen interessanten Plätzen und Baudenkmälern ist Kulmbach heute der Mittepunkt des gleichnamigen Landeskreises, in langer Partnerschaft zu Wilmersdorf verbunden. Krüger berichtete über die Museen der Stadt mit den Schwerpunkten Bier, Bäckerei und Gewürze, über die dort beheimatete Braukunst und die Herkunft der Rolex-Uhren. Aber auch die schmackhafte fränkische Küche, verbunden mit herzlicher Gastfreundschaft, kam auf den Bildern und im Vortrag nicht zu kurz. Für das Frühjahr 2023 plant der Wilmersdorfer Partnerschaftsverein die nächste Reise ins Frankenland, Gäste sind immer willkommen!

Text und Foto: Joachim Krüger


März 2022

Benefizkonzert mit dem Duo MaSur am 26. März 2022

Aus Anlass des Ukraine-Krieges fand im Sozialwerk Berlin e. V. am Samstag
ein „Konzert für den Frieden“ mit dem Duo MaSur statt. Die Grabowsky-
Renoldi-Stiftung hat alle Gäste zu diesem Konzert eingeladen.
Den Auftakt machte der „Schlösschen-Chor“ mit „Kumbaya my Lord“ und
„Conquest of paradise“ und stimmte so das Publikum ein.
Das Duo begann mit der ukrainischen Nationalhymne. Dann schloss sich ein
Feuerwerk der Musik an. Unter anderem ein Walzer von Schostakowitsch, eine
ukrainische Hochzeitspolka und Tulpen aus Amsterdam und vieles andere mehr.
Trotz des traurigen Anlasses herrschte eine fröhliche Atmosphäre im Saal
aufgrund des schön zusammengestellten Programms.

Die Pianistin Maryna Gontar und Stanislaw Steinke mit der Violine, beide aus der Ukraine, boten den Zuhörer:innen einen hervorragenden Einblick in ihr Repertoire. Ein zu Herzen gehender Nachmittag.
Frau Professor Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin, Ehrengast der Veranstaltung, schloss mit den Worten: „Das Schönste, was der Mensch erfunden hat, ist die Musik, die wir heute ganz anders empfunden haben als sonst.“ „Ehre der Ukraine.“
Der Spendenbetrag in Höhe von 1.350,00 € geht an das Unionhilfswerk für die Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine.
Ein beeindruckendes und unvergessliches Konzert, das zu Herzen ging. Großer Dank an die beiden ukrainischen Künstler.
Berlin, 28.03.2022
Eveline Harder

Foto: Eckehard Weber
Auf dem Foto sind zu sehen von links nach rechts: Judith Stückler, Margit Hankewitz und Professor Barbara John

März 2022

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Herrn Dr. Wolfgang Hunsinger „Marokko – ganz nah“ am 13. März 2022 im Sozialwerk Berlin e. V.

Der Autor, Dr. Wolfgang Hunsinger, lebte von 1978 bis 1987 als von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Z. f. A.) entsandter Lehrer, Fachberater und „Inspecteur“ für Deutsch als Unterrichtsfach an marokkanischen Gymnasien und Hotelfachschulen.
Über seine dortige Zeit hat er das Büchlein „Marokko – ganz nah“ verfasst. Er schildert seine Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen in diesem orientalischen Reich. Die Besuche im Basar, die ihn verzaubern, der betäubend starke Duft von Zimt, Vanille, Muskat oder das würzig bittere Aroma des gelben Safran und der süßliche Geruch des Zedernholzes, der über allem schwebt, beeindruckten ihn sehr.
Die tiefe Mystik und die Magie dieser arabischen Welt waren faszinierend für ihn. All das hat er in poetischer Form in diesem Text niedergelegt. Die maurische Baukunst in ihrer Einzigartigkeit zeigt er auf sowie die reizvollen Innenhöfe mit den Springbrunnen aus Marmor. Den jeweiligen Patio mit seinem aus weißen und grauen Marmor gefliesten Boden verzierten Orangen- und Zitronenbäume. Die kleinen Anekdoten dazu belustigten das Publikum.
Im Anschluss der Lesung folgte eine eingehende Diskussion über das dortige Leben, seine Aufgaben als Lehrer und die heutige Situation dort.
Ein großer Dank geht an Herrn Dr. Hunsinger für diese kurzweiligen Stunden und für das Interesse an einem orientalischen Land, das er bei den Zuhörer:innen geweckt hat.
Eveline Harder
Foto: Ralf Krüll

16.03.2022


März 2022

Das ist der Frühling von Berlin

Die erste Kulturveranstaltung in diesem Jahr fand am 5. März statt.
Günter Rüdiger, der Sänger, Schauspieler und Kabarettist ließ uns für eine Stunde alle Unannehmlichkeiten dieser Zeit vergessen. Auch für ihn war es sehr schön wieder vor Publikum singen zu dürfen. Gemäß dem Motto des Nachmittags versetzte uns der Künstler mit dem entsprechenden Lied von Walter und Willi Kollo gleich in die richtige Stimmung.

Begleitet wurde er schwungvoll von der Pianistin Karin Coper. Mit bekannten Berliner Liedern ging es von Zickenschulzes Hochzeit unter anderem zur Krummen Lanke und dem Lied von Fredy Sieg. Fehlen durften natürlich nicht die „Tulpen aus Amsterdam“. Ein Kaffeehaus-Medley passte ausgezeichnet zu diesem gemütlichen Nachmittag.

Ein Höhepunkt war der köstliche schauspielerische Vortrag des Couplets von Otto Reutter „Der Überzieher“. Der allseits bekannte Refrain „Sehn Sie weg von dem Fleck ist der Überzieher weg“ wurde dann begeistert vom Publikum mitgesungen.

Dieser stimmungsvolle Nachmittag wurde abgeschlossen mit einem Strauß von Berlin-Liedern als Zugabe. Alle haben es genossen, dass es Günter Rüdiger mit seinem ansprechenden und heiteren Vortrag gelungen war, für einige Zeit die Sorgen zu vegessen und etwas Sonnenschein in unsere Herzen zu zaubern.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Dezember 2021

Weihnachtsfeier für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Diese Feier fand am 17. Dezember 2021 im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, begrüßte die 50 Gäste, ging kurz auf das 50jährige Bestehen des Sozialwerks ein und führte aus, dass der Schwerpunkt der heutigen Veranstaltung weniger auf Weihnachten als vielmehr auf dem Dankeschön an die ehrenamtlichen Mitstreiter läge.
Traditionell wurden die EhrenamtsCards des Senats von Berlin für besonderes bürgerschaftliches Engagement verliehen. Herr Joachim Krüger und Frau Judith Stückler übergaben die Cards an folgende Damen und Herren: Frau Ilse Berg, Frau Renate Katharina Brauner, Frau Dagmar Grün, Frau Christina Kraatz, Frau Inge Martynus, Herrn Wolf-Dieter-Pätzold, Frau Rosemarie Schäfer und Frau Helene Tögel.

Der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Litzner, nahm das Stichwort „Dankeschön“ auf und erinnerte daran, dass die erfolgreiche Tätigkeit des Sozialwerks, und aus Sicht der Ehrenamtlichen, die vorbildliche Atmosphäre im Käte-Tresenreuter-Haus ohne das außerordentliche Engagement von Frau Hankewitz nicht denkbar seien. Er nannte ihren unermüdlichen Einsatz, ihr Einfühlungsvermögen, ihre Weitsicht sowie ihre große Sympathie für ältere Menschen. Dafür sprach er Frau Hankewitz Dank und Anerkennung aus. Die Anwesenden schlossen sich diesen Ausführungen mit starkem Beifall an.
Musikalisch ging es mit dem Liedermacher Beppo Pohlmann weiter, der 1976 die Band „Gebrüder Blattschuss“ gegründet hatte. Einer seiner bekanntesten Songs ist das Lied „Kreuzberger Nächte sind lang“, mit dem das Programm auch begonnen wurde. Es folgten einige „Ohrwürmer“ bei denen die Gäste mitsangen und-klatschten.
Zum Abschluss wurde ein vorzügliches Buffet serviert. Mit dem gemeinsamen Essen und Tischgesprächen klang der Nachmittag aus, der in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Halina Krawczyk


Dezember 2021

Bläserkonzert im Schlösschen am 13. Dezember 2021


Schon zum zweiten Mal fanden im Auftrag der Bürgerstiftung Berlin in 6 Senioren- und Pflegeeinrichtungen jeweils kleine Konzerte statt. Alle waren auf den 13.12.2021, 16:30 Uhr, datiert. Im Schlösschen war es wieder eine Bläsergruppe, die dieses Mal aufgrund der schlechten Wetterlage im Saal spielte. Auf der Terrasse leuchteten zwei Feuerkörbe, ein Weihnachtsbaum und die festliche Illuminierung rundherum. Der Saal war wie immer weihnachtlich dekoriert mit großem Tannenbaum und schön gestalteter Bühne. Es herrschte heimelige Adventsstimmung, die von Glühwein und Brezeln begleitet wurde.
Der Auftakt war: „Sind die Lichter angezündet…“ und viele bekannte Kirchenlieder, wie „Tochter Zion…“ folgten. Wunschgemäß erklangen auch amerikanische Weisen. Der Schlösschen-Chor begann mit dem „Kleinen Trompeter…“, vier weitere Weihnachtslieder s, schlossen sich an, und so mancher Gast summte leise mit. Mit „Stille Nacht, Heilige Nacht…“ endete das Konzert. Hier wurde das Publikum an altbekannte Texte erinnert und einige werden sich in die Vergangenheit zurückgeträumt haben.
Es war eine eindrucksvolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest, auf das Wesentliche beschränkt. Es bleibt nur zu sagen: „In dulci Jubilo…“.
Berlin, den 23.12.2021
Eveline Harder

Fotos: Margit Hankewitz



Dezember 2021

Weihnachtsfeiern für die Mitglieder

Vom 10. bis 12. Dezember fanden die traditionellen Weihnachtsfeiern für die Mitglieder des Sozialwerks statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, konnte an den drei Tagen jeweils rund 50 Gäste begrüßen. Sie führte aus, dass der Rahmen, bedingt durch die Corona-Pandemie, gegenüber früheren Jahren kleiner gehalten werden musste. Aber die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätte sich nach besten Kräften bemüht, trotz der Einschränkungen eine angenehme vorweihnachtliche Atmosphäre zu schaffen.

Die Feiern waren Teil der Veranstaltungsreihe anlässlich des 50jährigen Bestehens des Sozialwerks Berlin. Frau Hankewitz erinnerte an den 6. Dezember 1971, als der Verein offiziell gegründet wurde. Sie ging kurz auf die Entstehungsgeschichte ein und insbesondere auf die Beweggründe, die ihre Eltern, das Ehepaar Käte und Harry Ttresenreuter, zu diesem mutigen Schritt veranlasst hatten. Der wichtigste lag nach ihren Worten darin, die Lebenssituation der älteren Menschen zu verbessern und um deren Vereinsamung zu vermeiden.

Das Jubiläum war auch der Grund dafür, dass die Teilnahme an den diesjährigen Weihnachtsfeiern kostenfrei war. Die nötigen Mittel stellte die Grabowski-Renoldi-Stiftung zur Verfügung, der Frau Hankewitz dankte.

Der musikalische Rahmen wurde durch das Volksinstrumentenorchester in Berlin e.V., das unter der Leitung von Herrn Boris Hirschmüller spielte. Frau Angelika Wehr führte durch das Programm und trug weihnachtliche Gedichte vor. Zu Gehör gebracht wurden traditionelle und neuere Weihnachtslieder, die Gäste sangen und klatschen im Rhythmus der Musik mit.

Es waren vergnügliche Nachmittage, die an die Zeiten vor Corona erinnerten und die gegenwärtigen Sorgen für ein paar Stunden vergessen ließen!

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Margit Hankewitz, Monika Borchert


Dezember 2021

50 Jahre Sozialwerk Berlin!

Am 6. Dezember 1971, als vom demografischen Wandel und seinen Folgen noch nicht die Rede war, gründeten Käte und Harry Tresenreuter das Sozialwerk Berlin e.V. Es verstand und versteht sich als Selbsthilfe- und Beratungszentrum gemäß dem Motto
„Ältere Menschen helfen älteren Menschen!“
Ein 50jähriges Jubiläum ist Anlass zum Feiern. Wegen der Beschränkungen der Corona-Pandemie sind in den kommenden Monaten mehrere Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen geplant. Die Auftaktveranstaltung dieser Reihe fand am 8. Dezember im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Sie bestand aus zwei Teilen.
Zur Erinnerung und zur Würdigung des Gründer-Ehepaars fand zunächst vor dem Schriftzug am Käte-Tresenreuter-Haus eine Kranzniederlegung statt. Den musikalischen Rahmen dieser kleinen offiziellen Gedenkfeier gestaltete der Hornist Cornelius Bernitzsky, zunächst mit der bekannten Melodie „Londondary Air“. Der Vorstandsvorsitzende des Förderkreises des Sozialwerks, Dr. Hans-Ulrich Litzner, gab einen kurzen Rückblick auf die Gründung und Geschichte des Sozialwerks. Er führte aus, dass es seinerzeit einer großen Weitsicht, einer ebenso großen Sympathie für ältere Menschen, eines außergewöhnlichen Mutes und einer Beharrlichkeit bedurfte, um die Idee eines eigenverantwortlich geführten Vereins zu realisieren und weiterzuentwickeln.
Dr. Litzner bescheinigte dem Gründerehepaar, dass es genau diese Eigenschaften in hervorragender Weise besessen und das Sozialwerk zu dem gemacht hätte, was es heute ist: ein Leuchtturm für ältere Menschen, dessen Wärme und Licht weit über die Grenzen Berlins hinausstrahlen. Die Freunde, Mitglieder und Mitarbeiter des Hauses forderte er auf, das Lebenswerk von Käte und Harry Tresenreuter trotz der Schwierigkeiten, die die Zeiten mit sich bringen, fortzusetzen, gemäß dem Leitsatz
„Die Tradition im Herzen und die Zukunft in der Hand!“
Zum Abschluss der kleinen Zeremonie spielte Herr Bernitzky das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“, das Käte und Harry Tresenreuter stets auf dem Lebensweg begleitet hat.
Der zweite Teil der Veranstaltung fand im großen Saal des Käte-Tresenreuter- Hauses statt. Bei Kaffee und Kuchen schilderte die Vorstandsvorsitzende und Tochter des Gründerehepaares, Frau Margit Hankewitz, ihre Erinnerungen an die Gründung und die ersten Jahre des Sozialwerks. Auch langjährige Wegbegleiter von Käte und Harry Tresenreuter kamen zu Wort, so Prof. Dr. Herbert Striebeck, Frau Heidi Mangers und Kapellmeister Wilfried Schmidt. Eine Zusammenstellung von Bildern aus der 50jährigen Geschichte des Sozialwerks, die von Herrn Peter Stawenow bearbeitet worden war, rief bei den Anwesenden so manche Erinnerung wach. Zum Abschluss spielte Prof. Striebeck auf dem Piano den bekannten Schlager „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“, der Käte und Harry Tresenreuter ebenfalls auf ihrem Lebensweg begleitet hat.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Bilder: Halina Krawczyk

November 2021

Meseritz – unsere Partnerstadt in Polen


Meseritz, eine heute polnische Stadt mit ca. 25 Tausend Einwohnern, liegt etwa 90 km östlich von Frankfurt/Oder am Zusammenfluss von Packlitz und Obra. Erstmals 1005 in historischen Quellen erwähnt, lag dieser Ort am Schnittpunkt der Handelswege von Gneisen nach Magdeburg und von Stettin nach Breslau und Krakau. Meseritz bietet einen Einblick in die wechselvolle preußisch-deutsche und polnische Geschichte vom Mittelalter bis in die aktuelle Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Hier stoßen polnische Adelskultur auf Preußentum, die Stadtgeschichte spiegelt preußisch geprägte Architektur und zugleich das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen, aber auch die Zeiten von Euthanasie (Obrawalde), NS-Herrschaft und Vertreibung.
Seit vielen Jahren ist Meseritz die polnische Partnerstadt des damaligen Bezirks Wilmersdorf, eine Partnerschaft, die heute sowohl vom Bezirksamt als auch von Wilmersdorfer Partnerschaftsverein betreut wird.

Joachim Krüger


Oktober 2021

Ein musikalischer Nachmittag
mit dem Zupforchester „Tamburaschenchor Wellebit 1902“

Am 30. Oktober gastierte das Orchester zum wiederholten Mal bei uns. In diesem Ensemble erklingen Tamburica-Zupfinstrumente, die in Serbien, Kroatien und Ungarn gespielt werden. Sie werden ähnlich der Mandoline gezupft und tremoliert.Verschiedene Tamburica-Instrumente ergeben einen Tamburaschenchor. In dem Kroatischen Gebirgsgebiet Vellebit wurde Franz Krznar geboren, der zusammen mit anderen Musikern dieses Orchester 1902 gegründet hat. Soweit zur Erklärung des Ensemble-Namens. Heute sind nur noch vier Tamburicaspieler im Orchester. So wurden auch Gitarren und Mandolinen dazu genommen. Die verschiedenen Instrumente ergeben einen ganz besonderen Klang. Diesen konnten wir eindrucksvoll genießen. Die Leitung hatte Horst Budde, der auch die Berda spielte, die einem Kontrabass entspricht und dem Ensemble die tiefen Grundtöne gibt. Sie ist schon 120 Jahre alt.

Der kroatische Auftakt „Es ist so schön ein Musikant zu sein“ entsprach sicher dem Motto der Musiker. Dann gab es einige klassische Melodien. Bei „Eviva Epana“ stieg dann die Stimmung im Saal, die sich bei der „Berliner Luft“ noch steigerte. Das sehr rhythmische Spiel unter Leitung ihres Dirigenten erfreute alle. Der Höhepunkt war dann zum Abschluss die von allen gewünschte Zugabe. Ein Mitspieler hatte extra für dieses Konzert unseren „Haussong“ -Sierra Madre del Sur- für diese Instrumente arrangiert. Sofort gingen bei dem Refrain alle Arme hoch und textsicher wurde mitgesungen. Alle waren sichtlich bewegt, auch das gesamte Ensemble, denn Corona bedingt war es erst der dritte Konzertauftritt sei längerem.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Veranstaltung „Triff dein Vorurteil!“ im Käte-Tresenreuter-Haus war ein voller Erfolg

Am Mittwoch, dem 27. Oktober 2021 führte die Bürgerstiftung Berlin in Zusammenarbeit mit der Lebendigen Bibliothek e.V. von 16:30 bis 18:30 Uhr die hybride Veranstaltung „Triff dein Vorurteil!“ durch.

Im ausreichend großen und gemütlichen Saal des Sozialwerk e.V. gab es bei Kaffeehaus-Atmosphäre die Möglichkeit, mit „Lebendigen Büchern“ ins Gespräch zu kommen. Dies sind Menschen, die von Vorurteilen und damit oft auch Diskriminierung sowie sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Ziel des Formats war es, über den eigenen Tellerrand zu blicken und den „Lebendigen Büchern“ auch solche Fragen zu stellen, die man gewöhnlich für sich behält. So konnte man eigene Vorurteile erkennen und hinterfragen und ebenso empathisch wie humorvoll in Austausch treten. Auf diese Weise zu erfahren, welche Geschichten Menschen mitbringen, die wir allzu schnell in Schubladen wie „behindert“, „Junkie“, „HIV-Positiver“, „Obdachloser“ usw. stecken, war eine bereichernde Erfahrung für alle 34 Gäste.

Um die Einhaltung der 3G-Regel zu überprüfen, war der Einlass bereits ab 16:00 Uhr möglich. So konnte man nach den Formalitäten in Ruhe bei Kaffee, Tee und sehr leckerem Kuchen ankommen und im eigens gedruckten „Bibliothekskatalog“ schmökern – natürlich alles unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes.

Nach der Begrüßung ging es direkt los. An zugelosten Tischen traten die „Lebendigen Leser*innen“ mit „Lebendigen Büchern“ in Kontakt. In drei Gesprächsrunden à 30 Minuten unterhielten sich die Teilnehmenden angeregt miteinander. Parallel dazu wurden im Nebenraum auch Online-Gesprächsrunden mit „Lebendigen Büchern“ realisiert. Dadurch wurde auch Menschen, die nicht in Präsenz dabei sein konnten, die Teilnahme ermöglicht.
Anlässlich der Europäischen Freiwilligenhauptstadt diese Veranstaltung umzusetzen, war eine besonders schöne Möglichkeit: Im ehrenamtlich geführten Käte-Tresenreuter-Haus des Sozialwerk e.V. konnten (potentiell) Engagierte mit ebenso ehrenamtlich tätigen „Lebendigen Büchern“ in Austausch treten. Diese Veranstaltung hat für die Themen Vielfalt und Inklusion sensibilisiert – für das Ehrenamt und auch darüber hinaus!
Wir danken Frau Hankewitz sowie allen Ehrenamtlichen des Sozialwerks sehr herzlich für die Gastfreundschaft, tatkräftige Unterstützung beim Rücken der Tische und insbesondere für das außerordentlich gelungene Kaffee- und Kuchenbuffet.


Oktober 2021

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Monella Caspar am
24. Oktober 2021 mit der Lesung „Vorhang auf“

Monella Caspar, inzwischen im Sozialwerk Berlin e. V. nicht ganz unbekannt, brillierte dieses Mal mit ihrer plastischen und lebhaft vorgetragenen Erzählweise über ihr künstlerischen Leben als Mode-Designerin, Sängerin und Pop-Ikone.
Monella, geboren auf einem Bauernhof in Nord-Friesland und mit zwei Jahren nach Berlin übergesiedelt, begeisterte schon als Kind ihr Umfeld mit Verkleidungen, Stoffdrapierungen und Musikperformances. Nach Schulabschluss und Tanzausbildung geht sie mit dem Sohn des Schauspielers Friedrich Joloff nach Rom, wo ihr Exklusiv-Verträge für Werbespots und Werbeplakate in ganz Italien einen längeren Aufenthalt ermöglichen. Sie arbeitet für Frederico Fellini, der sie die junge Guiletta Massina nennt, absolviert die Modeschule in Rom und kehrt nach Abschluss zur Eröffnung eines Ladengeschäfts mit Atelier unter eigenem Label nach Berlin zurück. Kunden wie Romy Haag, Katharina Thalbach, Nastasja Kinski und Gabriele Hofmann geben sich u. a, bei ihr die Klinke in die Hand. Sie fertigt Kostüme für das Traumtheater Salomé und feiert regelmäßig Happenings und Modenschauen in der Ludwigkirchstrasse. Internationale Modemagazine und die Berliner Zeitungsszene huldigen der Avantgarde-Designerin.
Wundervoll sind ihre Auftritte als Diseuse in „Schwarzblond“. Zusammen mit Benny Hiller verführen sie regelmäßig das Publikum. Dazu ihre und seine extravagante Garderobe, die sie selbst entwirft und fertigt. Ihr Motto ist: „Mode ist nicht nur Kleidung. Mode ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung und eine Form von Kunst.“
Ihre Kernaussage war die Forderung, stets Toleranz zu üben, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und als Frau ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die lebhafte Beschreibung Monella Caspars ihrer verschiedenen, bunten Lebensumstände begeisterte die Teilnehmer:innen.
Zum Abschluss bot Benny Hiller eine Percussion Session der besonderen Art. Dies rundete den Nachmittag ab. Großer Dank an die beiden Künstler für ihren Einsatz und ihr Engagement im Käte-Tresenreuter-Haus,
25.10.2021
Fotos: Ralf Krüll
Text: Eveline Harder

Monella Caspar und Benny Hiller vor der Veranstaltung im Garten des Sozialwerks


Oktober 2021

Wohlklang mit Urmas Pevkonen

Nach fast zwei Jahren erlebten wir am 16. Oktober wieder einen beeindruckenden Nachmittag mit dem stimmgewaltigen in Estland gebürtigen Bariton Urmas Pevkonen. Mit seiner enormen Bühnenpräsenz begeisterte er schon von Anfang an. Er verstand es auf humorvolle Art sowohl zur Begrüßung als auch während des gesamten Auftritts das Publikum direkt anzusprechen. Dem Sänger zuzuhören war wieder ein Genuss. Neben einigen deutschen Volksliedern sprang bei den bekannten russischen Liedern sofort der Funke über und die Zuhörer klatschten begeistert mit. Bei „Dein ist mein ganzes Herz“ kamen auch zarte Töne zum Klingen und erfüllten dabei mühelos den ganzen Saal.
Begleitet wurde er von Ilya Kurtev auf dem Bajan, einem usbekischen Knopfakkordeon. Der ukrainische Musiker ist seit 10 Jahren der musikalische Leiter der „Schwarzmeerkosaken“. Mit seinen Solostücken, die er äußerst virtuos mit verschiedenen Registern präsentierte, ersetzte er fast ein ganzes Orchester. Die überzeugende Musikalität und Fingerfertigkeit erreichte mit dem bekannten Säbeltanz den Höhepunkt. Honoriert wurde dieses mitreißende Spiel mit starkem Beifall und anhaltenden Bravorufen. Fehlen durfte im Progamm natürlich nicht „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“. Urman Pevkonen bezog hier die Zuhörer mit ein und animierte alle zum Klatschen und Seufzen.
Nach der Zugabe von „Kalinka“ kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Bei diesem ganz besonderem Auftritt überzeugte dieser sympathische Sänger nicht nur durch seine grandiose Stimme sondern auch durch echte Herzlichkeit und Fröhlichkeit. Im Zusammenspiel mit dem außergewöhnlichen Bajanspieler war dieser Nachmittag ein höchst beglückendes Ereignis.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Tour de Palliativ – Palliativgeriatrische Stadtrundfahrt am 06. Oktober 2021vom Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) Unionhilfswerk

Durch die Pandemielockerungen war es im Oktober wieder möglich, diese Tour durchzuführen. Teilnehmer:innen aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz waren bei begrenzter Personenzahl mit dabei.
Im Lazarus Haus Berlin begann nach erfolgtem Coronatest die Begrüßung im dortigen Mauer-Café. Der Seelsorger Mathias Olbrecht führte in Abständen die jeweilige Gruppe durch die wunderschön ausgestattete Hospizabteilung. Das Lazarus Haus besteht seit 155 Jahren, und seit 22 Jahren wird Hospizarbeit geleistet. Zwei Ärzte sind ständig vor Ort. Die Einrichtung gehört inzwischen zur Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.
Mit einer Stadtrundfahrt ging es dann zum Julius-Grieneisen-Haus im Fürstenbrunner Weg, der Hauptsitz des Bestattungsunternehmens. In der Kapelle (s. Foto) wurde das Unternehmen vorgestellt und die Aufgaben eines Bestatters, besonders in der Coronazeit, erläutert. Die verschärften Hygieneregeln und die Begrenzung der Personenzahl bei der Bestattung beeinträchtigten die Trauerzeremonien sehr. Abschiede können hier individuell in den Räumlichkeiten gestaltet werden. Das Haus ist barrierefrei, die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar. Es werden dort auch Lesungen, kleine Konzerte und Ausstellungseröffnungen angeboten.
Unser Weg führte uns dann zum Franziskus-Krankenhaus in der Budapester Straße. Auf der Dachterrasse verzehrte die Gruppe ihre Lunchpakete. Die Pflegeleitung erklärte dann die Aufgabengebiete in der Palliativ- und Hospizabteilung. Es schloss sich eine Besichtigung dieser Abteilungen an, die erst seit 2018 bestehen.
Von hier ging dann die Fahrt ins Sozialwerk Berlin e. V., Käte-Tresenreuter-Haus in Berlin-Grunewald. Das Altenselbsthilfezentrum besteht seit knapp 50 Jahren und wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern bewirtschaftet. Über 20 Interessenkreise werden angeboten und alle 14 Tage finden kulturelle Veranstaltungen statt. Sonntäglich werden Film-Nachmittage und das Erzähl-Café angeboten. Frau Margit Hankewitz stellte das Stadtteilzentrum vor. Mit Kaffee und Kuchen ließen sich die Gäste verwöhnen, besichtigten die Räumlichkeiten und bewunderten die parkähnliche Anlage.
Die Tour de Palliativ vermittelte anschaulich die Palliativ- und Hospizarbeit in verschiedenen Einrichtungen und gab neue Einblicke in die Abschiedskultur. Großer Dank an Dirk Müller und Claudia Pfister für die hervorragende Betreuung.
Berlin, 20.10.21
Text und Fotos Eveline Harder

Trauerkapelle von Grieneisen
Auf der Dachterrasse vom Franziskus Krankenhaus


Oktober 2021

Erzähl-Café im Sozialwerk Berlin e. V. am 06. Oktober 2021
„60 Jahre Mauerbau“


In Zusammenarbeit mit dem Kommunalpolitischen Bildungswerk Berlin fand eine Podiumsdiskussion mit den beiden Historikern Dr. Clemens Escher und Robert Rauh statt. Robert Rauh hatte kürzlich im be.bra Verlag das Buch herausgegeben „War die Mauer doch richtig!“, warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen. Dazu lieferte er ausführliche Angaben und Zahlen, die seine Recherche ergeben hatte. Die Interviews, die er aufgrund einer Umfrage geführt hatte, zeigten dann ein anderes Bild als der genannte Buchtitel, Gerade die Jugend hatte sich in der DDR mit dem Mauerbau nicht abfinden wollen,
Natürlich wurde auch der Fall der Mauer 1989 angesprochen, wie er sich aus dem Blick der Referenten und der Zuhörer:innen darstellte. Aus dem Teilnehmerkreis kamen hochinteressante Nachfragen und Erlebnisschilderungen, die das Bild ergänzten, Ein Dank geht an Frau Sander vom Kommunalpolitischen Bildungswerk für die Organisation und an beide Referenten für ihren Einsatz.
Berlin, 21.10.2021
Eveline Harder
Foto: Monika Borchert


Oktober 2021

16. Fachtagung Palliative Geriatrie „Leben können. Sterben dürfen“

Was kann Palliative Geriatrie aus der Pandemie lernen und was ist zu tun?
Am 01.10.2021 fand pandemiebedingt die diesjährige Tagung im Hotel Steigenberger mit nur 150 Teilnehmer:innen statt. Ein hochinteressantes Programm war angesagt.
Referentinnen und Referenten aus Belgien, Niederlande, Österreich und der Schweiz kamen nach Berlin. Nicht nur der Referent Professor Andreas Kruse aus Heidelberg, sondern etliche Teilnehmer:innen folgten der Veranstaltung per Video.
Überzeugend waren die praktischen Validationsübungen mit Vicki de Klerck-Rubin für die Demenzbetreuung nach Naomi Feil. Eine gute Empfehlung für die praktische Arbeit auf diesem Gebiet.
Durch die Präsenzveranstaltung erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch während der Pausenzeiten und beim gemeinsamen Essen in Sachen Arbeitsweise in Coronazeit, Kontakthalten mit Angehörigen oder Mitgliedern einer Organisation, Hygienemaßnahmen, Besuchsmöglichkeiten und -verbote sowie die Arbeit der Bestatter in diesem Zeitraum.
Die angekündigten Workshops fielen aus, dafür wurden Impulsvorträge gegeben. Ein anderes Format als sonst. Die nächste Tagung findet am 14.10.2022 statt, dann hoffentlich wieder in alter Größe in der Adenauer-Stiftung.

Berlin 03.10.2021 Eveline Harder

Foto: Claudia Pfister


September 2021

Panflötenträume mit dem DuoShadows of Soul

Aufgrund der besonderen Hygienevorschriften und der großen Nachfrage mussten die Künstler an zwei Nachmittagen, dem 17. und 18. September auftreten. Zum zweiten Auftrittstermin begrüßte Margit Hankewitz zu Beginn Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, die sich bei uns immer sehr heimisch fühlt. Sie brauchte eine kleine Entspannung in den aufreibenden Wahlkampfzeiten.
Unter dem Motto Musik und Malerei erlebten wir eine traumhafte Stunde.
Antonio Maravi aus Peru spielte auf verschiedenen Panflöten. Diese werden in unterschiedlichen Größen aus Bambus gefertigt. Außerdem brachte er mehrere Hirtenflöten zum Klingen. Er entlockte den Instrumenten zauberhafte peruanischeTöne. Elke Schottman ergänzte die Musikdarbietung mit viel Klang- und Rhythmusinstrumenten, die aus allen möglichen getrockneten Samen und Kürbissen hergestellt wurden. Sie ist Malerin und ihre vielen zarten Aquarellbilder gemischt mit Naturfotos wurden in loser Folge zur Musik als Hintergrundprojektion gezeigt. Zwischendurch wurden wir mit naturnahen Klangeffekten, wie Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen, passend zu den Naturfotos, in eine Traumwelt versetzt. Dabei konnte jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Zum eingespielten Grundrhythmus entlockte der Musiker den einzelnen Instrumenten bewegende und berührende Töne. So wurden die verschiedensten Stimmungen erzeugt, die unser Innerstes mitschwingen ließen. Es wurden Seelenseiten in uns berührt, die im Verborgenen ruhen. So entstand auch der Name des Duos „Shadow of Soul“. Bei der Musik konnte man auch mit geschlossenen Augen wunderbar entspannen und an diesem Nachmittag alle Alltagssorgen vergessen. Das wurde vom Publikum mit starkem Beifall honoriert.

Text: Wilfried Neumann
Foto: Marita Vennewald


Juni 2021

Endlich – wieder Veranstaltungen!

In ihrer Eröffnung zur ersten Kulturveranstaltung nach neun Monaten Lockdown am 26. Juni 2021 freute sich unsere Vorsitzende Margit Hankewitz, wieder Gäste begrüßen zu können. Das Haus konnte zwar zeitweise geöffnetbleiben und unter gewissen hygienischen Vorschriften durften sich dann kleine Selbsthilfe-gruppen treffen. Sie dankte den Ehrenamtlichen, die weiterhin arbeiteten und die sozialen Kontakte zu den Mitgliedern aufrecht gehalten haben. Ein ganz besonderer Dank ging an Herrn George Will, der eine Unterstiftung („Goodwill Foundation Sozialwerk Berlin“) zur Bürgerstiftung Berlin gegründethat, und dem Sozialwerk eine größere Summe (40.000 Euro) für diverse „Probleme“ des Hauses zur Verfügung gestellt hat. Da er von der Arbeit und den Zielen des Sozialwerkes sehr überzeugt ist, hat er dafür mit seiner Frau auf eine große Feier zu ihrer diesjährigen Goldenen Hochzeit verzichtet. Als Dankeschön erhielt Familie Will einen großen Blumenstrauß. Die neue Mikrofonanlage, die heute erstmalig zum Einsatz kam, wurde aus eben diesen Mitteln angeschafft. In einer nachträglichen Würdigung gratulierte dann Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, Margit Hankewitz zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, die bereits in kleinem Kreis im Januar diesen Jahres erfolgte. „ Bei Margit Hankewitz steht immer der Mensch im Mittelpumkt. Sie ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“Den künstlerischen Teil des Nachmittags gestaltete das Duo-Masur. Es war bereits zum letzten Konzert vor dem ersten Lockdown aufgetreten und begeisterte damals alle und sollte deshalb den Neuanfang bestreiten. Das Duo wurde 2003 Berlin gegründet von Andrej Sur aus Russland und Maryna Gontar aus der Ukraine. Andrej ist Konzertmeister und Maryna ist Musikpadagogin und spielt in verschiedenen Ensembles.
Es war wieder ein künstlerischer Hochgenuss, wie das Duo mit seelenvollem warmen Ton und technischer Brillanz die einzelnen Musikstücke darbot. Ob klassische Stücke, wie der Ungarische Tanz Nr.5 oder der Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch oder jazzig gespielte Titel, das Publikum war so begeistert von dem virtuosen Geigenspiel, dass es bei „Wenn ich einmal reich wär“ aus Anatevka im Takt mitklatschte. Das spornte den „Teufelsgeiger“ immer mehr an und er brillierte mit einem weiteren technischen Feuerwerk. Das Duo, das hervorragend zusammen musizierte, ist nicht nur ein künstlerisches Paar, sie sind auch ein Ehepaar.Die Veranstaltung fand mit nur begrenzter Gästezahl aufgrund der amtlichen hygienischen Vorschriften statt und war trotzdem ein gelungener stimmungsvoller Neubeginn.

Text und Fotos Wilfried Neumann


Juni 2021

Burkard Dregger zu Besuch im Käte-Tresenreuter-Haus

Am 24. Juni besuchte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Herr Burkard Dregger, das Sozialwerk Berlin e.V. Er wurde von Frau Sandra Khalatbari (CDU) und von Herrn Claudio Jupe (MdA) begleitet. Für die Gastgeber nahmen Frau Margit Hankewitz, der Leiter des Kompetenzzentrums Offene Altenarbeit, Herr Peter Stawenow, sowie der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Hans-Ulrich Litzner, an dem Treffen teil.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Käte-Tresenreuer-Haus erläuterte Frau Hankewitz Aufgaben und Ziele des Vereins, die Organisation mit den Interessenkreisen, die Tätigkeiten der rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Schwerpunkte der seniorenpolitischen Arbeit. Frau Hankewitz unterstrich, dass bei allem immer das Wohl der älteren Menschen im Mittelpunkt stünde.

Herr Dregger zeigte sich von den Ausführungen beeindruckt und bezeichnete das Sozialwerk als einen Leuchtturm, der weit über die Grenzen Berlins hinaus strahle. Er dankte den Mitgliedern und den Ehrenamtlichen für das vorbildliche Engagement und wünschte dem Verein im Hinblick auf das 50jährige Bestehen eine weitere erfolgreiche Arbeit.

Hans-Ulrich Litzner


Januar 2021

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Frau Margit Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerk Berlin e. V., durch Bezirksbürgermeister R. Naumann im Rathaus Charlottenburg am 21. Januar 2021

Seit 2013, nach dem Tode der Eltern Käte und Harry Tresenreuter, leitet Frau Margit Hankewitz das Sozialwerk Berlin e. V. mit sicherer Hand. Ihr Leitspruch „Die Tradition im Herzen, die Zukunft in der Hand“ bestimmte ihre Vorgehensweise. Die Interessenkreise wurden spektakulär erweitert, der Internet-Aufbau zügig vorangetrieben und das kulturelle Angebot ausgebaut. Das Altenselbsthilfezentrum, seit einigen Jahren überregionales Stadtteilzentrum, bietet älteren Menschen die Möglichkeit, hier einen Kommunikationsort besonderer Art zu finden. Es wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern in allen Bereichen betrieben. Als Mitglied der BAGSO und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wirkt das Haus in den verschiedensten Gremien der Altenarbeit mit.
Für ihre besonderen Verdienste verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nun Frau Margit Hankewitz das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann ihr am 21.01.2021 im Rathaus Charlottenburg überreichte. In kleiner Runde, in Anwesenheit von Frau Susanne Tresenreuter, den Herren Peter Stawenow und Professor Dr. Herbert Striebeck und Frau Eveline Harder, fand die Ehrung statt. Bei Kaffee und Tee schilderte Herr Naumann die Verdienste des Hauses, insbesondere die Leistungen von Frau Hankewitz in der Altenarbeit in den vergangenen Jahren und bezog alle Teilnehmer*innen in das Gespräch mit ein. Es war ein kleiner festlicher Akt im Büro des Bezirksbürgermeisters in schöner Atmosphäre. Ein Chor müsste singen „Freude schöner Götterfunken…“.
Einen herzlichen Glückwunsch zu dieser Ehrung und weiter so!

Eveline Harder
Berlin, den 22.1.21

Foto: Peter Stawenow

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1043362.php


Dezember 2020

Die Sozialwerker wünschen Ihnen im 50. Jahr des Bestehens auch im kommenden Jahr schöne gemeinsame Momente.
Ihre Margit Hankewitz

Sehen Sie hier einen Beitrag in der Berliner Abendschau vom 30.12.2020 über das Käte-Tresenreuter Haus, das einen stimmungsvollen Eindruck vermittelt.

Keine Angst vorm Alleinsein im Alter – Das Mutmacher-Haus / rbb
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Fotos: HK