Oktober 2021

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit Monella Caspar am
24. Oktober 2021 mit der Lesung „Vorhang auf“

Monella Caspar, inzwischen im Sozialwerk Berlin e. V. nicht ganz unbekannt, brillierte dieses Mal mit ihrer plastischen und lebhaft vorgetragenen Erzählweise über ihr künstlerischen Leben als Mode-Designerin, Sängerin und Pop-Ikone.
Monella, geboren auf einem Bauernhof in Nord-Friesland und mit zwei Jahren nach Berlin übergesiedelt, begeisterte schon als Kind ihr Umfeld mit Verkleidungen, Stoffdrapierungen und Musikperformances. Nach Schulabschluss und Tanzausbildung geht sie mit dem Sohn des Schauspielers Friedrich Joloff nach Rom, wo ihr Exklusiv-Verträge für Werbespots und Werbeplakate in ganz Italien einen längeren Aufenthalt ermöglichen. Sie arbeitet für Frederico Fellini, der sie die junge Guiletta Massina nennt, absolviert die Modeschule in Rom und kehrt nach Abschluss zur Eröffnung eines Ladengeschäfts mit Atelier unter eigenem Label nach Berlin zurück. Kunden wie Romy Haag, Katharina Thalbach, Nastasja Kinski und Gabriele Hofmann geben sich u. a, bei ihr die Klinke in die Hand. Sie fertigt Kostüme für das Traumtheater Salomé und feiert regelmäßig Happenings und Modenschauen in der Ludwigkirchstrasse. Internationale Modemagazine und die Berliner Zeitungsszene huldigen der Avantgarde-Designerin.
Wundervoll sind ihre Auftritte als Diseuse in „Schwarzblond“. Zusammen mit Benny Hiller verführen sie regelmäßig das Publikum. Dazu ihre und seine extravagante Garderobe, die sie selbst entwirft und fertigt. Ihr Motto ist: „Mode ist nicht nur Kleidung. Mode ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung und eine Form von Kunst.“
Ihre Kernaussage war die Forderung, stets Toleranz zu üben, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und als Frau ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die lebhafte Beschreibung Monella Caspars ihrer verschiedenen, bunten Lebensumstände begeisterte die Teilnehmer:innen.
Zum Abschluss bot Benny Hiller eine Percussion Session der besonderen Art. Dies rundete den Nachmittag ab. Großer Dank an die beiden Künstler für ihren Einsatz und ihr Engagement im Käte-Tresenreuter-Haus,
25.10.2021
Foto: Ralf Krüll
Text: Eveline Harder


Oktober 2021

Wohlklang mit Urmas Pevkonen

Nach fast zwei Jahren erlebten wir am 16. Oktober wieder einen beeindruckenden Nachmittag mit dem stimmgewaltigen in Estland gebürtigen Bariton Urmas Pevkonen. Mit seiner enormen Bühnenpräsenz begeisterte er schon von Anfang an. Er verstand es auf humorvolle Art sowohl zur Begrüßung als auch während des gesamten Auftritts das Publikum direkt anzusprechen. Dem Sänger zuzuhören war wieder ein Genuss. Neben einigen deutschen Volksliedern sprang bei den bekannten russischen Liedern sofort der Funke über und die Zuhörer klatschten begeistert mit. Bei „Dein ist mein ganzes Herz“ kamen auch zarte Töne zum Klingen und erfüllten dabei mühelos den ganzen Saal.
Begleitet wurde er von Ilya Kurtev auf dem Bajan, einem usbekischen Knopfakkordeon. Der ukrainische Musiker ist seit 10 Jahren der musikalische Leiter der „Schwarzmeerkosaken“. Mit seinen Solostücken, die er äußerst virtuos mit verschiedenen Registern präsentierte, ersetzte er fast ein ganzes Orchester. Die überzeugende Musikalität und Fingerfertigkeit erreichte mit dem bekannten Säbeltanz den Höhepunkt. Honoriert wurde dieses mitreißende Spiel mit starkem Beifall und anhaltenden Bravorufen. Fehlen durfte im Progamm natürlich nicht „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical „Anatevka“. Urman Pevkonen bezog hier die Zuhörer mit ein und animierte alle zum Klatschen und Seufzen.
Nach der Zugabe von „Kalinka“ kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Bei diesem ganz besonderem Auftritt überzeugte dieser sympathische Sänger nicht nur durch seine grandiose Stimme sondern auch durch echte Herzlichkeit und Fröhlichkeit. Im Zusammenspiel mit dem außergewöhnlichen Bajanspieler war dieser Nachmittag ein höchst beglückendes Ereignis.

Text und Foto
Wilfried Neumann


Oktober 2021

Tour de Palliativ – Palliativgeriatrische Stadtrundfahrt am 06. Oktober 2021vom Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) Unionhilfswerk

Durch die Pandemielockerungen war es im Oktober wieder möglich, diese Tour durchzuführen. Teilnehmer:innen aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz waren bei begrenzter Personenzahl mit dabei.
Im Lazarus Haus Berlin begann nach erfolgtem Coronatest die Begrüßung im dortigen Mauer-Café. Der Seelsorger Mathias Olbrecht führte in Abständen die jeweilige Gruppe durch die wunderschön ausgestattete Hospizabteilung. Das Lazarus Haus besteht seit 155 Jahren, und seit 22 Jahren wird Hospizarbeit geleistet. Zwei Ärzte sind ständig vor Ort. Die Einrichtung gehört inzwischen zur Hoffnungstaler Stiftung Lobetal.
Mit einer Stadtrundfahrt ging es dann zum Julius-Grieneisen-Haus im Fürstenbrunner Weg, der Hauptsitz des Bestattungsunternehmens. In der Kapelle (s. Foto) wurde das Unternehmen vorgestellt und die Aufgaben eines Bestatters, besonders in der Coronazeit, erläutert. Die verschärften Hygieneregeln und die Begrenzung der Personenzahl bei der Bestattung beeinträchtigten die Trauerzeremonien sehr. Abschiede können hier individuell in den Räumlichkeiten gestaltet werden. Das Haus ist barrierefrei, die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar. Es werden dort auch Lesungen, kleine Konzerte und Ausstellungseröffnungen angeboten.
Unser Weg führte uns dann zum Franziskus-Krankenhaus in der Budapester Straße. Auf der Dachterrasse verzehrte die Gruppe ihre Lunchpakete. Die Pflegeleitung erklärte dann die Aufgabengebiete in der Palliativ- und Hospizabteilung. Es schloss sich eine Besichtigung dieser Abteilungen an, die erst seit 2018 bestehen.
Von hier ging dann die Fahrt ins Sozialwerk Berlin e. V., Käte-Tresenreuter-Haus in Berlin-Grunewald. Das Altenselbsthilfezentrum besteht seit knapp 50 Jahren und wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern bewirtschaftet. Über 20 Interessenkreise werden angeboten und alle 14 Tage finden kulturelle Veranstaltungen statt. Sonntäglich werden Film-Nachmittage und das Erzähl-Café angeboten. Frau Margit Hankewitz stellte das Stadtteilzentrum vor. Mit Kaffee und Kuchen ließen sich die Gäste verwöhnen, besichtigten die Räumlichkeiten und bewunderten die parkähnliche Anlage.
Die Tour de Palliativ vermittelte anschaulich die Palliativ- und Hospizarbeit in verschiedenen Einrichtungen und gab neue Einblicke in die Abschiedskultur. Großer Dank an Dirk Müller und Claudia Pfister für die hervorragende Betreuung.
Berlin, 20.10.21
Text und Fotos Eveline Harder

 

 

 

 

 

Trauerkapelle von Grieneisen                 Feinmaschig auf der Dachterrasse vom Franziskus Krankenhaus


Oktober 2021

Erzähl-Café im Sozialwerk Berlin e. V. am 06. Oktober 2021
„60 Jahre Mauerbau“
In Zusammenarbeit mit dem Kommunalpolitischen Bildungswerk Berlin fand eine Podiumsdiskussion mit den beiden Historikern Dr. Clemens Escher und Robert Rauh statt. Robert Rauh hatte kürzlich im be.bra Verlag das Buch herausgegeben „War die Mauer doch richtig!“, warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen. Dazu lieferte er ausführliche Angaben und Zahlen, die seine Recherche ergeben hatte. Die Interviews, die er aufgrund einer Umfrage geführt hatte, zeigten dann ein anderes Bild als der genannte Buchtitel, Gerade die Jugend hatte sich in der DDR mit dem Mauerbau nicht abfinden wollen,
Natürlich wurde auch der Fall der Mauer 1989 angesprochen, wie er sich aus dem Blick der Referenten und der Zuhörer:innen darstellte. Aus dem Teilnehmerkreis kamen hochinteressante Nachfragen und Erlebnisschilderungen, die das Bild ergänzten, Ein Dank geht an Frau Sander vom Kommunalpolitischen Bildungswerk für die Organisation und an beide Referenten für ihren Einsatz.
Berlin, 21.10.2021
Eveline Harder
Foto: Monika Borchert


Oktober 2021

16. Fachtagung Palliative Geriatrie „Leben können. Sterben dürfen“
Was kann Palliative Geriatrie aus der Pandemie lernen und was ist zu tun?
Am 01.10.2021 fand pandemiebedingt die diesjährige Tagung im Hotel Steigenberger mit nur 150 Teilnehmer:innen statt. Ein hochinteressantes Programm war angesagt.
Referentinnen und Referenten aus Belgien, Niederlande, Österreich und der Schweiz kamen nach Berlin. Nicht nur der Referent Professor Andreas Kruse aus Heidelberg, sondern etliche Teilnehmer:innen folgten der Veranstaltung per Video.
Überzeugend waren die praktischen Validationsübungen mit Vicki de Klerck-Rubin für die Demenzbetreuung nach Naomi Feil. Eine gute Empfehlung für die praktische Arbeit auf diesem Gebiet.
Durch die Präsenzveranstaltung erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch während der Pausenzeiten und beim gemeinsamen Essen in Sachen Arbeitsweise in Coronazeit, Kontakthalten mit Angehörigen oder Mitgliedern einer Organisation, Hygienemaßnahmen, Besuchsmöglichkeiten und -verbote sowie die Arbeit der Bestatter in diesem Zeitraum.
Die angekündigten Workshops fielen aus, dafür wurden Impulsvorträge gegeben. Ein anderes Format als sonst. Die nächste Tagung findet am 14.10.2022 statt, dann hoffentlich wieder in alter Größe in der Adenauer-Stiftung.

Berlin 03.10.2021 Eveline Harder

Foto: Claudia Pfister


September 2021

Panflötenträume mit dem Duo
Shadows of Soul

Aufgrund der besonderen Hygienevorschriften und der großen Nachfrage mussten die Künstler an zwei Nachmittagen, dem 17. und 18. September auftreten. Zum zweiten Auftrittstermin begrüßte Margit Hankewitz zu Beginn Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, die sich bei uns immer sehr heimisch fühlt. Sie brauchte eine kleine Entspannung in den aufreibenden Wahlkampfzeiten.
Unter dem Motto Musik und Malerei erlebten wir eine traumhafte Stunde.
Antonio Maravi aus Peru spielte auf verschiedenen Panflöten. Diese werden in unterschiedlichen Größen aus Bambus gefertigt. Außerdem brachte er mehrere Hirtenflöten zum Klingen. Er entlockte den Instrumenten zauberhafte peruanischeTöne. Elke Schottman ergänzte die Musikdarbietung mit viel Klang- und Rhythmusinstrumenten, die aus allen möglichen getrockneten Samen und Kürbissen hergestellt wurden. Sie ist Malerin und ihre vielen zarten Aquarellbilder gemischt mit Naturfotos wurden in loser Folge zur Musik als Hintergrundprojektion gezeigt. Zwischendurch wurden wir mit naturnahen Klangeffekten, wie Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen, passend zu den Naturfotos, in eine Traumwelt versetzt. Dabei konnte jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Zum eingespielten Grundrhythmus entlockte der Musiker den einzelnen Instrumenten bewegende und berührende Töne. So wurden die verschiedensten Stimmungen erzeugt, die unser Innerstes mitschwingen ließen. Es wurden Seelenseiten in uns berührt, die im Verborgenen ruhen. So entstand auch der Name des Duos „Shadow of Soul“. Bei der Musik konnte man auch mit geschlossenen Augen wunderbar entspannen und an diesem Nachmittag alle Alltagssorgen vergessen. Das wurde vom Publikum mit starkem Beifall honoriert.

Text: Wilfried Neumann
Foto: Marita Vennewald


Juni 2021

Endlich – wieder Veranstaltungen!

In ihrer Eröffnung zur ersten Kulturveranstaltung nach neun Monaten Lockdown am 26. Juni 2021 freute sich unsere Vorsitzende Margit Hankewitz, wieder Gäste begrüßen zu können. Das Haus konnte zwar zeitweise geöffnetbleiben und unter gewissen hygienischen Vorschriften durften sich dann kleine Selbsthilfe-gruppen treffen. Sie dankte den Ehrenamtlichen, die weiterhin arbeiteten und die sozialen Kontakte zu den Mitgliedern aufrecht gehalten haben. Ein ganz besonderer Dank ging an Herrn George Will, der eine Unterstiftung („Goodwill Foundation Sozialwerk Berlin“) zur Bürgerstiftung Berlin gegründethat, und dem Sozialwerk eine größere Summe (40.000 Euro) für diverse „Probleme“ des Hauses zur Verfügung gestellt hat. Da er von der Arbeit und den Zielen des Sozialwerkes sehr überzeugt ist, hat er dafür mit seiner Frau auf eine große Feier zu ihrer diesjährigen Goldenen Hochzeit verzichtet. Als Dankeschön erhielt Familie Will einen großen Blumenstrauß. Die neue Mikrofonanlage, die heute erstmalig zum Einsatz kam, wurde aus eben diesen Mitteln angeschafft. In einer nachträglichen Würdigung gratulierte dann Judith Stückler, Stellvertr. BVV-Vorsteherin des Bezirks, Margit Hankewitz zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, die bereits in kleinem Kreis im Januar diesen Jahres erfolgte. „ Bei Margit Hankewitz steht immer der Mensch im Mittelpumkt. Sie ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort!“Den künstlerischen Teil des Nachmittags gestaltete das Duo-Masur. Es war bereits zum letzten Konzert vor dem ersten Lockdown aufgetreten und begeisterte damals alle und sollte deshalb den Neuanfang bestreiten. Das Duo wurde 2003 Berlin gegründet von Andrej Sur aus Russland und Maryna Gontar aus der Ukraine. Andrej ist Konzertmeister und Maryna ist Musikpadagogin und spielt in verschiedenen Ensembles.
Es war wieder ein künstlerischer Hochgenuss, wie das Duo mit seelenvollem warmen Ton und technischer Brillanz die einzelnen Musikstücke darbot. Ob klassische Stücke, wie der Ungarische Tanz Nr.5 oder der Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch oder jazzig gespielte Titel, das Publikum war so begeistert von dem virtuosen Geigenspiel, dass es bei „Wenn ich einmal reich wär“ aus Anatevka im Takt mitklatschte. Das spornte den „Teufelsgeiger“ immer mehr an und er brillierte mit einem weiteren technischen Feuerwerk. Das Duo, das hervorragend zusammen musizierte, ist nicht nur ein künstlerisches Paar, sie sind auch ein Ehepaar.Die Veranstaltung fand mit nur begrenzter Gästezahl aufgrund der amtlichen hygienischen Vorschriften statt und war trotzdem ein gelungener stimmungsvoller Neubeginn.

Text und Fotos Wilfried Neumann

 

 

 

 

 

 


Juni 2021

Burkard Dregger zu Besuch im Käte-Tresenreuter-Haus

Am 24. Juni besuchte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Herr Burkard Dregger, das Sozialwerk Berlin e.V. Er wurde von Frau Sandra Khalatbari (CDU) und von Herrn Claudio Jupe (MdA) begleitet. Für die Gastgeber nahmen Frau Margit Hankewitz, der Leiter des Kompetenzzentrums Offene Altenarbeit, Herr Peter Stawenow, sowie der Vorsitzende des Förderkreises, Herr Dr. Hans-Ulrich Litzner, an dem Treffen teil.

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch das Käte-Tresenreuer-Haus erläuterte Frau Hankewitz Aufgaben und Ziele des Vereins, die Organisation mit den Interessenkreisen, die Tätigkeiten der rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Schwerpunkte der seniorenpolitischen Arbeit. Frau Hankewitz unterstrich, dass bei allem immer das Wohl der älteren Menschen im Mittelpunkt stünde.

Herr Dregger zeigte sich von den Ausführungen beeindruckt und bezeichnete das Sozialwerk als einen Leuchtturm, der weit über die Grenzen Berlins hinaus strahle. Er dankte den Mitgliedern und den Ehrenamtlichen für das vorbildliche Engagement und wünschte dem Verein im Hinblick auf das 50jährige Bestehen eine weitere erfolgreiche Arbeit.

Hans-Ulrich Litzner


Januar 2021

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Frau Margit Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerk Berlin e. V., durch Bezirksbürgermeister R. Naumann im Rathaus Charlottenburg am 21. Januar 2021

Seit 2013, nach dem Tode der Eltern Käte und Harry Tresenreuter, leitet Frau Margit Hankewitz das Sozialwerk Berlin e. V. mit sicherer Hand. Ihr Leitspruch „Die Tradition im Herzen, die Zukunft in der Hand“ bestimmte ihre Vorgehensweise. Die Interessenkreise wurden spektakulär erweitert, der Internet-Aufbau zügig vorangetrieben und das kulturelle Angebot ausgebaut. Das Altenselbsthilfezentrum, seit einigen Jahren überregionales Stadtteilzentrum, bietet älteren Menschen die Möglichkeit, hier einen Kommunikationsort besonderer Art zu finden. Es wird von ca. 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern in allen Bereichen betrieben. Als Mitglied der BAGSO und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wirkt das Haus in den verschiedensten Gremien der Altenarbeit mit.
Für ihre besonderen Verdienste verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nun Frau Margit Hankewitz das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann ihr am 21.01.2021 im Rathaus Charlottenburg überreichte. In kleiner Runde, in Anwesenheit von Frau Susanne Tresenreuter, den Herren Peter Stawenow und Professor Dr. Herbert Striebeck und Frau Eveline Harder, fand die Ehrung statt. Bei Kaffee und Tee schilderte Herr Naumann die Verdienste des Hauses, insbesondere die Leistungen von Frau Hankewitz in der Altenarbeit in den vergangenen Jahren und bezog alle Teilnehmer*innen in das Gespräch mit ein. Es war ein kleiner festlicher Akt im Büro des Bezirksbürgermeisters in schöner Atmosphäre. Ein Chor müsste singen „Freude schöner Götterfunken…“.
Einen herzlichen Glückwunsch zu dieser Ehrung und weiter so!

Eveline Harder
Berlin, den 22.1.21

Foto: Peter Stawenow

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1043362.php


Dezember 2020

Die Sozialwerker wünschen Ihnen im 50. Jahr des Bestehens auch im kommenden Jahr schöne gemeinsame Momente.
Ihre Margit Hankewitz

Sehen Sie hier einen Beitrag in der Berliner Abendschau vom 30.12.2020 über das Käte-Tresenreuter Haus, das einen stimmungsvollen Eindruck vermittelt.

Keine Angst vorm Alleinsein im Alter – Das Mutmacher-Haus / rbb
Sie sehen den Beitrag bei YouTube (Klick)

 

 

 

 

 

 

Fotos: HK


 

Dezember 2020

Berliner Ehrennadel für Eveline Harder

Zweimal im Jahr verleiht der Berliner Senat die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement an Berliner Bürgerinnen und Bürger.

Am 05. Dezember 2020, dem Internationalen Freiwilligentag, wurde diese Ehrung Frau Eveline Harder, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands des Förderkreises des Sozialwerks Berlin e. V., zuteil. Der Antrag für diese Ehrung wurde von Silbernetz e. V. gestellt. Wegen der Corona-Pandemie gab es keinen Festakt im Roten Rathaus, stattdessen wurde die Ehrennadel und Urkunde mit einem Präsentkorb von der Firma Lindner von einem Kurier an die Privatadresse überbracht. Vom Senat aus ist geplant, im Frühsommer 2021 einen kleinen Festakt im Roten Rathaus mit Fototermin nachzuholen.

In der Urkunde heißt es: „Für ihr besonderes soziales Engagement spreche ich Frau Eveline Harder meinen Dank und Anerkennung aus. Als Auszeichnung dafür wurde Ihnen heute die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement verliehen. Mit Ihrem persönlichen Einsatz haben Sie dazu beigetragen, dass menschliche Zuwendung in der Großstadt Berlin erfahrbar bleibt.

gez. Elke Breitenbach“

Dieses Engagement von Frau Harder vollzieht sich schwerpunktmäßig im Sozialwerk Berlin e. V., im Silbernetz e. V, (der Telefondienst für einsame alte Menschen) sowie im Unionhilfswerk. Bei den Medien ist sie als kompetente Ansprechpartnerin beim Thema Vereinsamung älterer Menschen gefragt.

Vorstand und Mitglieder des Sozialwerks und des Förderkreises gratulieren Frau Harder zu dieser hohen Auszeichnung sehr herzlich.

Dr. Hans-Ulrich Litzner

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Elke Schilling und Eveline Harder


 

Dezember 2020

Bläserkonzert im Schlösschen am 10. Dezember 2020

Im Auftrag der Bürgerstiftung Berlin fanden in 21 Senioren- und Pflegeheimen jeweils kleine Konzerte statt. Alle waren auf den 10. Dezember um 16:30 datiert.

Im Schlösschen war es eine Bläsergruppe, die auf der illuminierten Terrasse im Garten spielte. Zwei Feuerkörbe unterstützten nicht nur mit Wärme die Gäste, sondern auch die adventliche Stimmung. Eine kleine Gästegruppe war anwesend und genoss diese Atmosphäre.

Auftakt war: „Es ist ein Ros‘ entsprungen…“ und viele bekannte alte Kirchenlieder folgten, ein amerikanischer Schlager wurde eingefügt, und es schloss mit „Kommet ihr Hirten…“. Anrührend und schön. Leise summten die Gäste unter der Maske mit und erinnerten sich an alte Zeiten,
Die Bläsergruppe war über die Anteilnahme der Zuhörer so gerührt, dass sie das von der Bürgerstiftung Berlin gestiftete Honorar spontan Frau Margit Hankewitz übergaben. Freude und Begeisterung auf beiden Seiten!

Die Nachbarn in den angrenzenden Häusern, die vorher vom Konzert unterrichtet wurden, nahmen auf ihren Terrassen und Balkonen teil und waren ebenso begeistert wie die Gäste des Sozialwerks. Es war eine eindrucksvolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest, auf das Wesentliche beschränkt. So schön kann Advent sein!

Eveline Harder
12. Dezember 2020

Fotos Margit Hankewitz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Dezember 2020

Die Weihnachtsstimmung einfangen

In diesem Jahr ist die adventliche Stimmung im Sozialwerk Berlin e. V. besonders zu spüren:

Der große Saal strahlt eine zauberische Stimmung aus. Der Weihnachtsbaum, riesig wie immer, herrlich geschmückt, die Bühne in heimeliger Ausstattung und die Tischdekoration einfach hinreißend.

Wer Thomas Manns Beschreibung in den „Buddenbrooks“ kennt, fühlt sich an alte, so friedvolle Weihnachten erinnert, Dazu das anders gestaltete Schlösschen-Café mit dem kleinen Weihnachtsbaum und der intimen Atmosphäre. Hier im Haus findet man Zeit zum Träumen und Nacherinnern! Es ist ein Mutmacherhaus besonderer Güte geworden.

Einfach einmal den Alltag in dieser Pandemie-Zeit draußen lassen, die Augen schließen und genießen. Dazu lädt das Haus gern wieder ein.

Eveline Harder
Berlin, 07. Dezember 2020

Fotos Margit Hankewitz, Monika Borchert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Oktober 2020

Erzähl-Café am 18. Oktober 2020 mit René Koch „Die Kunst des schönen Scheins“

René Koch, auch Mr. Lipstick genannt, wurde 75 Jahre alt und gab sein Debut in Sachen Schönheit im Sozialwerk. Noch immer ist er viel unterwegs in TV-Shows, bei seinen Schminkkursen, im Lippenstiftmuseum und beim Bücherschreiben. Er möchte „mit Abstand jung bleiben“, denn Lachfältchen sind besser als Kummerfältchen.

Aufgewachsen in der prüden Adenauerzeit erlebt René Koch im wilden Berlin die sexuelle Revolution der 60er und 70er Jahre. Er macht sich einen Namen als Travestiekünstler, ehe ihn seine internationale Karriere als Chefvisagist von „Charles oft the Ritz“ und „Yves Saint Laurent Beauté“ in die Welt führte. Er wird zum Star hinter den Kulissen, der selbst im Rampenlicht steht und seine Popularität zunehmend in soziale Projekte, wie dem Schminken von Brandopfern, Blinden oder in der Aidshilfe einsetzt. Unter anderem verlieh ihm Bundespräsident Rau 2002 den Verdienstorden der Bundesrepublik und 2013 erhielt er den Landesverdienstorden der Stadt Berlin.

Außerdem möchte er für die wachsenden Zielgruppe 55, 60, 70Plus ein positives Bewusstsein schaffen: Der Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes muss ergänzt werden um den Begriff „wegen seines Alters“, es darf Niemand weder benachteiligt noch bevorzugt werden. Hier arbeitet er auf eine Ergänzung hin, die ersten Schritte sind schon eingeleitet worden. Wir drücken Ihnen die Daumen, lieber Herr Koch!

Zunächst wurde der Film vom Bayerischen Fernsehen „Die Kunst des schönen Scheins“ gezeigt, der Kochs Lebenslauf von Schwetzingen nach Berlin aufzeichnet. Das war sehr beeindruckend und zeigte neue Facetten seiner Persönlichkeit auf.

Danach stellte er sich den Fragen der Moderatorin, wie „Trägt frau Lippenstift unter der Maske?“, „Wie pflegt frau die reife Haut?“, „Ist Botox eine Alternative zur Faltenbehandlung?“, „Wie wirkt Hyaluron N?“ und „Ist eine positive Lebenseinstellung wichtig bei der Pflege?“.

René Koch beantwortete die Fragen sehr ausführlich und liebevoll. Er ist ein wundervoller Frauenversteher. Ebenfalls waren die Fragen aus dem Publikum spannend, und sie zeigten das große Interesse an diesem Thema. Für viele war es ein Feuerwerk der Inspiration in Sachen Kosmetik und Aussehen.

Großer Dank geht an René Koch, und auch dass er alle Teilnehmer/innen zu Kaffee und Kuchen einlud. Es herrschte eine fröhliche und ausgeglichene Stimmung im Saal.

Bitte kommen Sie wieder, lieber Herr Koch, die Happyager empfangen Sie gern wieder!

Berlin, den 19.10.2020
Eveline Harder

Foto Christian Schmid


 

Oktober 2020

„Schmerzen und Leid lindern. Total Pain in der Palliativen Geriatrie“
von Eveline Harder

Am 9. Oktober 2020 fand die diesjährige Fachtagung „Palliative Geriatrie*“ als Dialogveranstaltung in abgespeckter Form im Hotel MARITIM in der Stauffenbergstraße statt. 75 Teilnehmer/innen waren unter strengen Abstands- und Hygieneregeln zugelassen. Durch den BVG-Streik blieben trotzdem einige wenige Plätze frei.

Es begann mit einer Videoschaltung nach Wien, in der die Ehrenvorsitzende der Fachgesellschaft Palliative Geriatrie Marina Kojer das Grußwort sprach. Die Schirmherrin der Veranstaltung, die Senatorin Dilek Kalayci, hatte ihren Staatssekretär Martin Matz avisiert, der nicht erschien.

Es folgten sieben Impulsreferate. Dr. Roland Kunz, Zürich, sprach über „Perspektiven von Total Pain in Pflege und Medizin“. Er erläuterte die Vorgehensweise bei hochbetagten Menschen, damit diese gut versorgt sind. Die Schmerzbehandlung bei Total Pain wurde aufgezeigt (s. Foto).  Er verwies auf John Lockes Ausspruch „Freude und Schmerz lassen sich nicht erklären, man kann sie nur aus Erfahrung kennen“.

 

 

 

 

 

 

 

Frau Christine Grünwald, Wachenheim, hatte das Thema „Schmerz frisst Seele“. Es gibt den körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Schmerz, die alle im Zusammenhang gesehen werden müssten. Der spirituelle Schmerz zeige das Leiden an der eigenen Lebensaufgabe auf. An einem Fallbeispiel erklärte sie, dass aus „einer Katze ein Tiger wird“ durch Nichtschätzung der Schmerzen durch den Pflegenden.

Professor Dr. Ralf Jox, Lausanne, betrachtete Total Pain aus ethischer Sicht und erläuterte an einem Fallbeispiel der spirituelle Schmerz (Verlust, Einsamkeit, Institutionalisierung, Religion Fluch oder Segen und Todesnähe). Er berichtete dann über die Erfahrungen in er Schweiz mit der Corona-Epidemie. Corona wirkt sich als Einsamkeitsepidemie aus. Gerade in den Pflegeheimen war die Situation hoch brisant. Social distancing wurde verordnet (wenige Berührungen, Besuchs- und Ausgehverbote), die Vereinsamung nahm zu und die Hochaltrigen starben. Auch eine Stigmatisierung der Risikopatienten war die Folge, ein wohlwollendes Verhalten wird zum Risiko.

Professor Jox wünschte sich mehr Wertschätzung von Care-Arbeit und Empathie für Total Pain.
Stephan Handraschek, Berg Bestattungen Berlin, hatte das Thema „Abschiedleben und Abschiednehmen mit den Hinterbliebenen“. Er bedauerte, dass gerade die Bestimmungen für Beerdigungen wieder verschärft wurden. Die Trennungsarbeit am Lebensende sei aber wichtig.

Der Tagungsleiter Dirk Müller, Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie (KPG) schloss mit den Worten, nicht die Einrichtungen dicht zu machen. Stattdessen müssten gute Lösungen gefunden werden, um die Abschiedskultur für Total Pain herauszuarbeiten.

Weitere Informationen zu Total Pain gibt es auf
http://palliativ-schulung.com/2019/04/19/total-pain-was-heisst-das-fuer-die-praxis/

Die Palliative Geriatrie*sieht es als ihre wichtigste Aufgabe an, alten Menschen bis zuletzt ein beschwerdearmes und würdiges Leben zu ermöglichen. Schmerzen, belastende körperliche Symptome und soziale/seelische Nöte sollen gelindert werden.

Die Wünsche und Bedürfnisse Schwerstkranker und Sterbender stehen im Mittelpunkt.

Dies geschieht durch einen Betreuungsansatz, der sowohl kurative als auch palliative Maßnahmen vereint und sich immer mehr zugunsten hospizlich-palliativer Angebote verschiebt.  

Fotoquelle „Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie vom UNIONHILFSWERK“


 

Oktober 2020

Erinnerungen an Peter Alexander – mit Christoph Schobesberger am 10.Oktober

Der österreichische Schauspieler und Sänger Christoph Schobesberger ist ein großer Verehrer von Peter Alexander.

So sang er an diesem Nachmittag viele der bekanntesten Lieder und Schlager von ihm. Begleitet wurde er auf dem Flügel von Herbert Götz. Er begann mit dem Titel „Das machen nur die Beine von Dolores“, denn das war auch Alexanders erster Schlager. Zwischen den Stücken erfuhren wir einiges aus dem Leben des beliebten Künstlers, der auch in vielen Filmen gespielt hatte.

Aus seinem ersten Film von Franz Antel hörten wir „Die süßesten Früchte“. Peter Alexander war mit vielen Künstlern befreundet, die dann in seinen Fernsehshows auftraten.

Die von Peter Rademacher produzierte jährliche Alexander-Show hatte 1972 eine Sehbeteiligung von 79%. Wir hörten aber auch nachdenkliche Titel wie “Die kleine Kneipe“.

Der Pianist Herbert Götz begleitete stets sehr rhythmisch und sang auch bei einigen Titeln im Refrain sehr gut die zweite Stimme.

Zu seinen Kindern hatte der Star eine sehr enge Beziehung. Das Lied „Pass gut auf dich auf mein Kind“ zeugt davon. Stimmgewaltig wurde der von Tom Jones adaptierte Song „Delilah“ zur Begeisterung des Publikums vorgetragen.


Den Abschluss dieses erinnerungsreichen Nachmittags, den die beiden Künstler sehr überzeugend präsentierten, machte “Dankeschön“. Mit diesem Lied beendete Peter Alexander 1996 seine Karriere.

Text und Foto Wilfried Neumann

September 2020

Margit Hankewitz zu Gast in der rbb-Abendschau

In der Abendschau vom 27. September 2020 wurde unter dem Thema „Alleingelassen im Hospiz“ die derzeitige, Corona-bedingte Situation in den Hospizen und Pflegeeinrichtungen beleuchtet. Sie ist durch grundlegende Strukturveränderungen im Tagesverlauf, Kontaktarmut, Vereinsamung und Depressionen gekennzeichnet.

Dies gilt insbesondere für Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Wegen ihrer hohen Kompetenz und ihrer langjährigen Erfahrung im Besuchsdienst war die Vorsitzende des Sozialwerks, Margit Hankewitz, eingeladen, um mit dem Moderator Volker Wieprecht über diese Problematik zu sprechen und um Lösungsansätze aufzuzeigen.

 

Frau Hankewitz dankte zunächst dem Pflegepersonal für die in den zurückliegenden, außergewöhnlichen Leistungen.

Gleichzeitig forderte sie mehr Personal, ein besseres Hygienekonzept, um längere und häufigere Besuchszeiten zu ermöglichen, sowie die Nutzung der Digitalisierung für die Kontaktpflege, zum Beispiel durch das Skypen mit einem Tablet-Computer.

Herr Wieprecht dankte Frau Hankewitz für ihre Ausführungen und wünschte dem Sozialwerk eine weiterhin erfolgreiche Tätigkeit.

Das gesamte Interview kann auf  https://www.rbb-de/mediathek aufgerufen werden.

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200927_1930/Alleingelassen-im-Hospiz-corona.html

Text: Hans-Ulrich Litzner
Foto: HK


September 2020

Eröffnung der 46. Berliner Seniorenwoche – Public Viewing im Käte-Tresenreuter-Haus

Am 26. September wurde die diesjährige, 46. Berliner Seniorenwoche feierlich eröffnet.

Sie steht unter dem Motto

Senior*innen 4.0 – Digitalisierung als Herausforderung und Chance

Die Ziffer 4.0 bedeutet, dass die Digitalisierung als neue, vierte Dimension Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens geworden ist.

Wegen der Corona-Pandemie konnte die Eröffnung nicht in der gewohnten Form auf dem Breitscheidplatz stattfinden.

 

 

Daher gab es eine Podiumsdiskussion über das Thema des Seniorentages vor wenigen geladenen Gästen. Sie wurde über den YouTube-Kanal der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales übertragen. So hatten auch die rund 40 Gäste im Käte-Tresenreuter-Haus die Möglichkeit, dem Geschehen zu folgen.

Unter der Leitung des Moderators Clemens Löcke diskutierten

  • Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales,
  • Eveline Lämmer, Vorsitzende des LSBB,
  • Prof. Dr. Gesa Lindemann, Professorin für Soziologie an der Carl-von Ossietzky-Universität Oldenburg,
  • Cordula Endter, Geschäftsbereich Altenbericht des Deutschen Zentrums für Altersfragen
    Im Detail wurden folgende Aspekte beleuchtet:
  • die Medienkompetenz älterer Menschen,
  • die digitale Sicherheit,
  • Pflege und Digitalisierung, Digitalisierung und Sport,
  • Projekt „SeniorenNetz“ der AWO Arbeiterwohlfahrt

Die wesentlichen Ergebnisse und Forderungen der rund 90 minütigen Diskussion lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Die Digitalisierung darf nicht zu einer Ausgrenzung älterer Menschen führen. Wo nötig, müssen auch analoge Informationswege angeboten werden.

Ältere Menschen müssen die Möglichkeit haben, sich mit der neuen Technologie auseinanderzusetzen. Daher müssen mehr Endgeräte zur Verfügung stehen, der Zugang zum Internet über WLAN erweitert und das Breitbandnetz in Deutschland weiter ausgebaut werden.
Über entsprechende Gesetze und Verfahren ist die digitale Sicherheit zu gewährleisten und zu verbessern.

Bei Gesundheit und Pflege darf die Digitalisierung nicht den Menschen und dessen Empathie ersetzen.

Diesen Schlussfolgerungen stimmten die Gäste im Käte-Tresenreuter-Haus zu.
Zur Auflockerung gab es dort ein kulturelles Rahmenprogramm mit Kaffee und Kuchen, zu der die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales eingeladen hatte. Hierfür möchten wir uns an dieser Stelle bedanken.

Das Programm wurde vom Leiter des Zimmertheaters Steglitz, Günter Rüdiger, gestaltet. Begleitet von der Pianistin Alexandra Gotthardt trug er Lieder und Chansons aus dem „alten“ Berlin vor.

Insgesamt war es ein kurzweiliger Nachmittag, bei dem Information und Unterhaltung im Einklang standen.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Foto: Marita Vennewald


September 2020

Erzähl-Café mit Dieter Puhl am 13. September 2020 im Sozialwerk

Am 13. September war der frühere Leiter der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoologischer Garten und heutiger Leiter der Stabsstelle für christliche und gesellschaftliche Verantwortung,

Dieter Puhl,

zu Gast im Käte-Tresenreuter-Haus.

Er wurde 1957 in der Nähe von Kiel geboren und absolvierte eine Ausbildung als Diakon. Seitdem beschäftigt er sich mit obdachlosen Menschen. Daher hatte er als Vortragstitel
„Weite Herzen trainieren – über den Umgang mit obdachlosen Menschen“
gewählt.

Im ersten Teil seines Vortrags ging er anhand konkreter Beispiele auf die Gründe ein, die zur Obdachlosigkeit führen. Er bezog sich dabei auf sein Buch „Glück und Leid am Bahnhof Zoo“, das 2018 im Kreuz Verlag GmbH, Hamburg, erschienen war. Nach seinen Erfahrungen zählen die Prägung während der Kindheit, Alkoholismus sowie Brüche in der Lebens- oder Berufsbiografie dazu.

 

Der Titel „Weite Herzen trainieren“ bedeutet, dass das Problem der Obdachlosigkeit nur durch die Solidarität der Gesellschaft und damit jedes Einzelnen gemildert oder sogar vermieden werden kann. Dazu ist es erforderlich, die oft vorhandene Unsicherheit beim Umgang mit obdachlosen Menschen abzubauen. Puhl erläuterte anhand von Beispielen, wie dies geschehen kann. Jedenfalls muss einer Ausgrenzung entgegengewirkt werden.

Diesem Ziel fühlen sich auch Prominente aus Politik, Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben verpflichtet. So war der heutige Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, der schon in seiner Dissertation das Thema Obdachlosigkeit behandelt hat, mehrfach zu Gast in der Bahnhofsmission. Er spendete auch eine größere Summe für den Bau des neuen Hygiene Centers am Bahnhof Zoo, das auch von der Deutschen Bahn AG großzügig gefördert wird.

Die Vorsitzende des Sozialwerks Berlin, Frau Margit Hankewitz, berichtete über ihre direkten Kontakte zu Herrn Puhl und zur Bahnhofsmission: in der Weihnachtszeit bringt sie persönlich die traditionellen Weihnachtstüten in die Jebenstraße, und zwar für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, ohne deren Engagement die Tätigkeit der Bahnhofsmission nicht möglich wäre.

Am Ende des kurzweiligen Nachmittags dankte Herr Puhl Frau Hankewitz für die Unterstützung, insbesondere im Rahmen der „Langen Nacht der Solidarität“ im Januar 2020.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Foto: Monika Borchert


September 2020

Eine heitere Stunde mit Donato Plögert

Dieser unterhaltsame Nachmittag am 5. September war ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Normalität im Sozialwerk Berlin. Donato Plögert freute sichendlich wieder vor Publikum auftreten zu können.

Aufgrund der Hygienevorschriften durften nur 50 Zuhörer teilnehmen, obwohl bei seinen vergangenen Auftritten der Saal immer vollbesetzt war. Der Vortrag war  auf eine Stunde ohne Pause begrenzt. „Dufte“ hatte er sein Programm genannt.

In seiner herzlichen Berliner Mundart präsentierte er Lieder, die allen wieder Mut machen sollen. „Berlin ist, wenn man trotzdem lacht, weil`s nur noch besser werden kann“. Dieser erste Titel wurde wie viele seiner Songs von Christian Bruhn vertont.

Seine Texte beruhen häufig auf eigenen Erlebnissen mit seiner Mutter, mit Nachbarn oder Menschen unserer Stadt. In dem Lied „Bei uns im Kiez“ wird geschildert, wie man sich gegenseitig hilft und gemeinsam am besten zusammenlebt.

Als Motto für diesen besonderen Nachmittag präsentierte er mit viel Herz und Berliner Schnauze „Wer weeß ob dit morjen noch jeht“. Dabei soll man mit allem zufrieden sein und es genießen so lange es noch geht. Diese Chansons berührten die Zuhörer sehr. Jeder hat schon ähnliche Erlebnisse gehabt. Daher war der Applaus auch immer zustimmend kräftig.

Den Abschluss  bildete ein Medley von Hits von seinem Musikfreund Christian Bruhn, die dieser für seine Frau Katja Ebstein geschrieben hatte. Der letzte Titel davon „Es geht mir gut, so gut“, sollte der Beginn für weitere fröhliche Unternehmungen in unserem Hause sein. So empfanden es auch alle im Saal und verabschiedeten den Künstler mit sehr herzlichem Beifall.

Text und Foto Wilfried Neumann


 

Juli 2020

Besuch des Bürgermeisters Reinhard Naumann am 28. Juli 2020 im Sozialwerk Berlin e. V.

Der Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Herr Reinhard Naumann, besuchte das Sozialwerk am 28. Juli 2020 für einen Gedankenaustausch hinsichtlich der Corona Pandemie und deren Auswirkungen auf unser Haus.

Frau Margit Hankewitz berichtete über die 88-tägige Schließung des Altenselbsthilfezentrums und wie die Kontakte zu den rund 700 Mitgliedern aufrecht gehalten wurden. Seit dem 16. Juni 2020 ist das Sozialwerk Berlin wieder nach den strengen hygienischen Vorschriften geöffnet. Mit Begeisterung kommen die Mitglieder der Interessenkreise ins Haus und genießen den herrlichen Garten.

 

Herr Naumann erzählte einiges aus seinem Bereich und wie die Pandemie seinen Arbeitsalltag veränderte. Da gerade Chorprobe im Garten stattfand, wurde der Bürgermeister mit dem Volkslied „Die Gedanken sind frei…“ überrascht. Bei Tee und Kuchen verlief das Gespräch in angenehmer Atmosphäre.

Ein Dank geht an Herrn Naumann für sein Interesse an unserer Arbeit.

Berlin, den 31. Juli 2020
Eveline Harder

Foto: Margit Hankewitz


Juli 2020

Nach vier Monaten Corona-Pause hat das Sozialwerk Berlin wieder geöffnet

von Eveline Harder

Das Sozialwerk Berlin e. V., (http://localhost/wordpress), Stadtteilzentrum Käte-Tresenreuter-Haus, in Berlin-Grunewald ist ein renommiertes Altenselbsthilfezentrum, das 1971 von Käte und Harry Tresenreuter gegründet wurde.

Seitdem kümmert es sich intensiv um die Belange der älteren Menschen.

Das Haus ist stark betroffen von den Folgen der Corona-Krise. Während noch am 15. März 2020 das Erzähl-Café mit der Schauspielerin Barbara Schöne stattfand, schloss der Verein am 18. März 2020 das Haus.

Die Mitglieder und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Gäste gehören ja zur Risikogruppe.

88 Tage waren die Türen zu. Mit großer Betroffenheit nahmen dies die Besucher zur Kenntnis. Dort treffen sich normalerweise täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr Seniorinnen und Senioren, um in den rund 25 Kreisen ihren Interessen nachzugehen, um das umfangreiche kulturelle Programm zu nutzen oder einfach bei Kaffee und Kuchen zu plaudern. Rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiter sind dort im Einsatz.

Um der Einsamkeit während der Schließung Halt zu gebieten, wurden in einer Telefonaktion die ca. 700 Mitglieder dreimal von einem Team angerufen.

Gefragt wurde nach dem Befinden und ob Hilfe benötigt wird. Wir boten Hilfen für Besorgungen und Einkäufe sowie Arztbesuche an sowie Unterstützung und Beauftragung eines fahrenden Mittagstischs bzw. der Vermittlung von Pflegediensten an. Die Gruppenmitglieder telefonierten untereinander und nutzten Whats-App, um Nachrichten zu senden oder Videogespräche zu führen.

Das Altersspektrum reicht bis 95 Jahre,

Die Ehrenamtlichen waren hinter den Kulissen weiter im Einsatz. Es wurde geputzt, renoviert, der Garten auf Vordermann gebracht und all die Arbeiten verrichtet, die sonst ins Hintertreffen gelangen. Die Verwaltungsarbeit lief weiter. Das Zentrum war täglich von 10  bis 18 Uhr telefonisch zu erreichen.

Seit dem 16. Juli 2020 ist das Haus zunächst für die Interessenkreise wieder geöffnet. Es wird nach strengen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften gehandelt, Das Konzept dazu entwarf ein Ex-Hauptmann der Bundeswehr. Es gibt dadurch natürlich Einschränkungen, aber die glücklichen Gesichter der Besucher zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und dass das persönliche Gespräch und der Kontakt sehr vermisst wurden.

Ab August 2020 läuft sonntags das Erzähl-Café wieder an, das nun im großen Saal wegen der Abstandsregeln stattfinden wird. Auf die kulturellen Großveranstaltungen müssen wir noch einige Zeit warten.

Es hat sich gezeigt, dass durch den telefonischen Kontakt die Kommunikation aufrecht- erhalten und die Einsamkeitsgefühle dieser gefährdeten Gruppe genommen wurden. Hoffen wir auf ein weiteres gutes Gelingen und auf keinen zweiten Lockdown!


Juli 2020

In Zeiten der Corona-Pandemie:

Sommerfest 2020

Unter Einhaltung der strengen Abstands- und Hygieneregeln des Senats fand am 18. Juli das diesjährige Sommerfest im Garten des Käte-Tresenreuter-Hauses statt.

Das auf 60 reduzierte Kartenkontingent war schnell vergriffen. Die Gäste wurden von der Vorstandsvorsitzenden des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, herzlich begrüßt.  Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf war durch die Stellvertretende Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung, Frau Judith Stückler, vertreten.

Den musikalischen Rahmen des Sommerfestes gestaltete die Band „Combo Legero“ und sorgte mit ihrer beschwingten Musik für eine gute Stimmung. Die Gäste genossen die sommerliche Atmosphäre, aber auch das kulinarische Angebot. Man konnte erkennen, dass die Gäste sich darüber freuten, nach Wochen der Isolation wieder soziale Kontakte pflegen zu können.

 

Der Weg aus der Corona-Pandemie in die Normalität wird nur schrittweise erfolgen können. Das Sommerfest 2020 des Sozialwerks war ein Musterbeispiel dafür, wie dieser Weg gestaltet werden kann.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Foto: Judith Stückler


 

August 2020

Erzähl-Café mit Dr. Henry Nielebock am 2. August 2020 im Sozialwerk

Wenn ein Jazzmusiker, Architekt, Filmemacher und Rennfahrer aus seinem Leben erzählt, dann sind das immer spannende und bewegende Geschichten.

Am 02.08.2020 las Dr. Henry Nielebock, Jahrgang 1943, im Erzähl-Café aus seinem Buch „Mensch Henry“.

Es war die erste öffentliche Veranstaltung nach 88 Tagen der Schließung des Hauses.

 

Nicht wie gewohnt im Schlösschen-Café fand die Lesung statt sondern im großen Saal, um den Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zu genügen. Ca. 45 Interessenten hatten sich eingefunden, um nach langer Pause wieder einmal Kultur zu genießen.

Nielebock begann mit seiner Rückkehr aus der Evakuierung 1947 mit Mutter und Schwester aus Kyritz in die zerstörte Stadt Berlin. Seine Vorliebe für Buletten, wie er überall seinerzeit kundtat, begleitete ihn durchs halbe Leben. Grundschulzeit und Gymnasiumbesuch schlossen sich an. Dort entdeckte er seine Liebe zur Musik.

Mit Schulfreunden wurde später die Band „Magics“ gegründet, und so zog er dieses Musikprogramm, später auch neben der Zimmermannslehre, zügig weiter durch. Unter anderem lernte er dadurch Drafi Deutscher kennen. Viele Jahre waren die „Magics“ die Begleitband des Schlagerstars Drafi durch alle Höhen und Tiefen des Musiklebens.

Die „Magics“ lösten sich auf und seine Architektenzeit begann. In der Fasanenstraße 13 gründete er sein Büro. Aufträge kamen herein, und er lernte den „Berliner Filz“ von Grund auf kennen.

Durch die Heirat mit Susan Wendland geriet er in die Filmgeschäftswelt und gründete mit seiner Frau in den 90ern den Krümelfilm. Etliche Filme entstanden, die großen Renner waren sie nicht. Erst mit den Dokumentarfilmen stellten sich Erfolge ein. Zu erwähnen ist „Die Glocke der Lutine“ mit Vadim Glowna als Hauptdarsteller, der eventuell im November 2020 in Anwesenheit von Dr. Nielebock im Schlösschen gezeigt werden soll.

Mit 55 Jahren begann Nielebocks Rennfahrerkarriere. Ein Porsche musste es sein. Ein Rausch nach Geschwindigkeit und der perfekten Runde setzte ein. Er begann sein Architektenbüro aus den Augen zu verlieren. Die Termine wurden nur noch nach dem Rennkalender festgelegt. Eine unwiderstehliche Sucht b. Viele begann. Preise wurden auf einigen hundert Renneinsätzen im Laufe der Jahre gewonnen.

Dann kam der 10. Juli 2010 in Oschersleben. Bei 36 Grad Außentemperatur herrschten im Auto 60 Grad. Trotz Kühlweste hilft das bei dieser Temperatur wenig. Durch die enorme Hitze schmilzt das Eis in Windeseile. Start geglückt, nach der zweiten Kurve kommt der Crash. Benzin läuft aus und Henry kommt nicht aus dem Wagen, kein Gefühl in den Beinen. Rote Flagge, Abbruch des Rennens. Im Rettungshubschrauber geht es in die Klinik nach Magdeburg. Der vierte war Lendenwirbel war zertrümmert. Die OP ist erfolgreich. Ein Metallgestänge wird eingeschraubt und das Gefühl kehrt langsam in den Beinen zurück. In Berlin erfolgen weitere OPs und Behandlungen. Das Ende einer Rennfahrerkarriere ist da.

Heute arbeitet Nielebock als Schriftsteller. Wir freuen uns schon jetzt auf sein neues Buch.

Großen Dank an Dr. Nielebock für diesen unvergesslichen Nachmittag im Erzähl-Café!

Berlin, den 03.08.2020

Eveline Harder
Monika Borchert


 

Juni 2020

Liebe Besucher,

ab dem 15.06.2020 ist unser Haus wieder für Sie geöffnet.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und bleiben Sie gesund!

Ihre Sozialwerker


Juni 2020

89 Tage war das Stadtteilzentrum Käte-Tresenreuter-Haus für den Besucherverkehr geschlossen.

Ab 15.6.20 starten wir schrittweise unter Einhaltung der Hygienebestimmungen.

In der Zwischenzeit haben die ehrenamtlichen Sozialwerker alles getan, damit sie sich in unserem Haus wieder wohlfühlen können.

 
 
 
 
 
Foto: Margit Hankewitz
 
 
 
Darüber hinaus haben unsere ehrenamtlichen Sozialwerker über 700 „früher geborene Menschen“ aus den vielen Interessenkreisen sowie Besuchern regelmäßig kontaktiert und auf vielfältige Art über die komplizierte Zeit hinweg geholfen. Nun freuen sich alle auf ein Wiedersehen im „Schlösschen“, wie unser Haus liebevoll genannt wird.
 
 
 
 
 
 
Foto: Wilfried Neunmann
 
 
 

 

März 2020

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch am 15. März 2020 mit Barbara Schöne „Pantha rhei – alles fließt“

Die letzte kleine Veranstaltung im Schlösschen-Café vor der Schließung des Sozialwerks wegen des Corona-Virus. – Es war eine Sternstunde der Unterhaltung!

Barbara Schöne, Jahrgang 1947, besuchte die berühmte Max-Reinhardt-Schule und wurde dort von Hilde Körber sehr gefördert und unterstützt.

 

 

 

Während ihrer Ausbildungszeit spielte sie schon in 50 (!) Theaterstücken mit. Ihr musikalisches Talent entdeckte später Inge Meysel anlässlich einer Tournee, das sie später in zahlreichen TV-Projekten mit Harald Juhnke zum Ausdruck brachte.

Unvergessen ist „Musik ist Trumpf“, die damals erfolgreichste Eurovisionssendung am Samstagabend. Parallel dazu reüssierte „Barbara, die Schöne“ (sagte Udo Walz über B. S.) zu einem Boulevard-Theater-Urgestein.

Unter der Regie von Wolfgang Spier spielte sie mit Georg Thomalla, Günther Pfitzmann, Harald Juhnke, Herbert Hermann, Claus Biederstaedt u. v. a. Curt Flatow sagte einmal über sie: „Ihre Stimme ist so unverwechselbar, sie braucht nur aus dem Telefonbuch zu lesen, jeder weiß: Das ist die Schöne.“

An diesem Nachmittag las Barbara S. nun Texte von Silke Gehrke aus „Panta rhei“. Es sind berührende Texte über eine Zeitreise der Gefühle mit Phantasien ohne Grenzen, wobei auch kritische Themen angesprochen werden,

Menschenleer
Ich verließ nie meinen Innenraum
Meine Seele pochte
Meine Sinne wollten sehen
was Draußen vorging
Meine Wehmut klagte im Klagelaut
Von draußen hörte ich eine Stimme
von gleichem erzählen
Und trat hervor

Gespräch
Ein wertvolles Gespräch
lebt von der Aufmerksamkeit
und Demut seines Dialogs

Andachtsvoll lauschte das Publikum und stellte dann Fragen zur Autorin und erkundigte sich nach dem künstlerischen Leben der Schauspielerin. Diese erzählte von der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Silke Gehrke, deren Texte sie auf CD aufgenommen hat und schilderte dann Anekdoten aus ihrem 55jährigen Film- und Bühnenleben. Das war herzerfrischend und amüsant, eben die Schöne.

Ein ganz großer Dank geht an die Künstlerin, die uns einen unvergesslichen Nachmittag gestaltete. Über ein Wiedersehen im Erzähl Café würden wir uns sehr freuen!

Berlin, 17. März 2020
Eveline Harder


März 2020

Ein musikalischer Hochgenuss –
mit dem Duo MaSur

Am 7. März wurde uns ein außergewöhnliches Konzert geboten. Der russische Geiger Andrej Sur  (Sudnitsyn), der seit 1994 in Berlin lebt, und die Pianistin Maryna Gontar aus der Ukraine boten ein Programm von der klassischen Salonmusik bis zum Tango und Jazz.
 
Das Duo spielt seit 2003 zusammen.
 
Andrej Sur war in Russland Konzertmeister und ist heute Mitglied in verschiedenen Orchestern u.a. dem Sinfonie Orchester Berlin.
 
Maryna Gontar ist Musikpädagogin und spielt in verschiedenen Ensembles.
 
Äußerst eindrucksvoll war das stilsicher und auswendig vorgetragene Repertoire. Das   virtuose Geigenspiel begeisterte von Anfang an die Zuhörer, was sich in der andächtigen Stille während des Vortrags ausdrückte. War es der seelenvolle warme Ton, wie in Edward Elgars „Salute da muor“, der jeden tief berührte, oder die mit technischer Brillanz musizierten Tangos – immer gab es lang anhaltenden Applaus.
 
Bei dem bekannten „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical Anatevka, gelang es dem Geiger das Publikum so in Stimmung zu versetzen, dass spontan im Takt mitgeklatscht wurde.
 
Mit dem berühmten Csardas von Monti zauberte Andrej Sur auf seiner Violine Töne mit einer unglaublichen Klangvirtuosität.
 
Wir erlebten an diesem Nachmittag einen wahrhaftigen „Teufelsgeiger“. Maryna Gontar am Flügel war bei allen Musikstücken eine ebenbürtige und inspirierende Partnerin.
 
Wie die Künstler uns am Schluss erklärten sind sie auch außerhalb der Musik ein Paar: Sie sind verheiratet. Durch den lang anhaltenden Beifall zum Schluss „erklatschten“ sich die Gäste mehrere Zugaben. 
 
Wir hoffen, dass wir diese Musiker der Extraklasse noch einmal wiederhören können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Fotos
Wilfried Neumann

März 2020

Unterwegs im Landkreis Kulmbach

Joachim Krüger, Vorstandsmitglied des Sozialwerks Berlin und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Wilmersdorf, stellte mit umfangreichem Bildmaterial den langjährigen fränkischen Partnerlandkreis Kulmbach vor.
 
Im nördlichen Teil erhebt sich der Frankenwald, den Süden prägt das Tal des weißen und des roten Main, die westlich von Kulmbach sich zum Main vereinen, die landwirtschaftlich geprägte Hügellandschaft.
Alle zwei Jahre fährt eine Reisegruppe aus unserem Bezirk ins Frankenland; zu Gast ist man in Presseck im dortigen Pressecker Hof, der sich durch seine gute Küche und die Freundlichkeit der Wirtsfamilie Reuther auszeichnet.
 
Von der Umgebung des Ortes aus hat man einen weiten Blick  ins Thüringer Land oder aber –nach Osten hin- zu den Höhen des Fichtelgebirges.  Im Nachbarort Heinersreuth sind wir Berliner regelmäßig zu Gast beim Baron von Lerchenfeld, bei einer fränkischen Weinprobe und interessanten Gesprächen über die vom Baron betriebene Fortwirtschaft mit nachhaltigem und ökologischem Schwerpunkt. Auch hören wir dort viel aus dem Leben von Nina Gräfin Schenk von Stauffenberg, der Frau des Hitler-Attentäters Claus Graf Schenk von Stauffenberg, die aus dem Geschlecht der Lerchenfelder stammt.
Interessant ist bei jedem Besuch der enge und herzliche Kontakt mit dem Landrat Söllner im Landratsamt  der Bierstadt Kulmbach. Bei unseren Fahrten begleitet uns mit viel Engagement und großer Sachkunde Erhard Hildner, ehemaligen Bürgermeister von Presseck, stellvertretender Landrat und derzeit Beauftragter für die Senioren und die Partnerschaften des Landkreises.
 
In Kulmbach weist das dortige Biermuseum  auf die jahrhundertelange hohe Braukunst in der Stadt, aber auch auf die Tradition der vielen privaten Brauereien im Landkreis hin. Seit Jahren vervollständigen ein Bäckereimuseum und ein Gewürzmuseum das Angebot an die zahlreichen Touristen.
Kulmbach selbst, am Fuße der mit herrlichem Renaissance- Innenhof ausgestatteten Plassenburg gelegen, wirbt mit seinem Rathaus aus der Periode des Barock, dem Luitpoldsbrunnen auf dem historischen Marktplatz und dem Zinsfelder-Brunnen auf dem Holzmarkt als  Zeichen des Stadtrechts und der Marktfreiheit um zahlreiche Besucher. Die Stadt ist zugleich das wirtschaftliche Zentrum des Landkreises und  Anziehungspunkt für viele junge Menschen mit vielfältigen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.
Der gesamte Landkreis bietet umfassende Möglichkeiten, einen aktiven und spannenden Urlaub zu verbringen: Dabei sind besonders zu nennen die Stadt Thurnau mit Burganlage, Kirche und Töpfereimuseum, Neuenmarkt-Wirsberg mit dem Dampflokomotiven-Museum, der Felspark  „Sans Pareil“, Sommersitz der Bayreuther  Markgräfin Wilhelmine, Schwester Friedrichs des Großen , und der Ort Kupferberg mit seinem Besucherstollen, der an die dortige, viele Jahrhunderte währende Bergbautradition erinnert.
Die nächste Fahrt des Wilmersdorfer Städtepartnerschafts-vereins in den Landkreis Kulmbach ist für Ende Mai 2021 geplant.

 

Januar 2020

Die Nacht der Solidarität

Eine Premiere für Deutschland fand statt: In der Nacht vom 29. zum 30. Januar  wurden bei der Nacht der Solidarität im ganzen Stadtgebiet von Berlin die Obdachlosen gezählt.

Das Sozialwerk Berlin e.V., Käte-Tresenreuter-Haus als überregionales Stadtteilzentrum war eine der Zählstätten. Die Verfasserin des Textes hatte sich freiwillig zur Mitarbeit im Haus bereit erklärt.

 Die Sozialverwaltung ließ mehrere Kisten mit Plakaten, Unterlagen, Westen, Tragetaschen in Gelb für die Teamleiter und in Blau für die Zähler/innen anliefern. Zu 17 Uhr war das vierköpfige Senatsteam zur Vorbereitung der Zählaktion angesagt worden. Leider erschienen drei Senatsleute krankheitsbedingt nicht, so dass ich zur Unterstützung der Registrierung eingesetzt wurde.

Ein weiterer Sozialarbeiter der Sozialverwaltung erschien dann, somit entkrampfte sich die Situation etwas. Ein sehr genauer Ablaufplan regelte die Arbeitsweise. Plakate wurden innen und außen angebracht, die Listen durchgesehen, die Westen in die Teamleitertaschen verstaut, sodass ab 18.30 Uhr beim Eintreffen der 18 Teamleiter alles perfekt vorbereitet war. Die Küche des Sozialwerks hatte ein Buffet mit Brezeln, „Krustenbrotschmalzstullen“, Keksen, Kaltgetränken sowie Kaffee und Tee aufgebaut.

Im Sozialwerk waren 18 Teams zu 4 bis 5 Zähler/innen im Einsatz. Insgesamt 77 Personen beteiligten sich an der Zählung, 37 waren nicht erschienen. Nach Begrüßung und Einweisung durch Frau Huesmann-Hendrich von der Senatsverwaltung begrüßte Margit Hankewitz, Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks, die Gäste, schilderte die Aufgaben des Altenselbsthilfezentrums und bot eine Hausführung an, die gut angenommen wurde.

Gegen 21.15 Uhr füllten sich die Zähltrupps ihre Becher mit Kaffee oder Tee. Auf ging es nun, die jeweiligen Standorte zwecks Zählung aufzusuchen. Ab 23.30 Uhr trudelte die erste Gruppe ein, das zog sich dann bis 1.30 Uhr hin. Das letzte Team hatte den Grunewald zu durchforsten, ein riesiges Gelände. Insgesamt wurden 47 Obdachlose gezählt. Die Teamleiter bekamen ihre Teilnahmebescheinigungen ausgehändigt, lieferten die Klemmbretter mit den Ergebnissen, die Westen und die laminierten Streckenpläne ab und wärmten sich bei Kaffee und Tee noch einmal auf. Es herrschte eine gelöste und fröhliche Stimmung. Unser Haus wurde sehr gelobt, und so gingen wir guten Muts nach Hause.

Dieter Puhl, der frühere Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, sagte abschließend als Wunsch:

„Nach der Nacht der Solidarität müsste eine Nacht der Barmherzigkeit folgen“.

Immerhin hat das Land Berlin das Budget für die Wohnungslosen von 4,4 auf 8,8 Mio. Euro verdoppelt.

Wir freuen uns schon jetzt auf die Zählung im Sommer, bei der das Sozialwerk wieder gern zur Verfügung steht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eveline Harder
30. Januar 2020

Fotos: Margit Hankewitz


 

Januar 2020

 

Christian Morgenstern –
Eine Rezitation mit Musik

Mit einem literarisch musikalischen Programm vermittelten uns Rosa und Jonathan Tennenbaum einen Blick in das Leben und Wirken von Christian Morgenstern. Mit einigen bekannten Gedichten begann der Vortrag, darunter passend zur Jahreszeit  -Der Schnupfen-

Ein Schnupfen hockt auf der Terasse,
auf daß er sich ein Opfer fasse
und stürzt alsbald mit großem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.
Paul Schrimm erwidert prompt: «Pitschü
und hat ihn drauf bis Montag früh.

Christian Morgenstern wurde am 6. Mai 1871 in München geboren. Er verbringt glückliche Kinderjahre mit seinem Vater, einem Landschaftsmaler, in der Natur. Doch als er 10 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter an Tuberkulose. Er kommt in ein Internat. Später holt ihn sein Vater nach Breslau. Dort auf dem Gymnasium schreibt er schon erste Gedichte. Er studiert Volkswirtschaft und Rechte. Seine ersten Werke erscheinen in dem von ihm herausgegebenen Blatt «Deutscher Geist». 1893 erkrankt er an Tuberkulose und muss sein Studium abbrechen; in den nächsten Jahren folgen mehrere Kur- und Sanatoriumsaufenthalte.

Ab 1894 lebt Christian Morgenstern in Berlin und arbeitet als freier Schriftsteller, Redakteur und Journalist für die «Tägliche Rundschau» und die «Freie Bühne», später als Dramaturg und Herausgeber der Zeitschrift «Das Theater».

1908 lernt er Margareta Gosebruch von Liechtenstern kennen, die er 1910 heiratet. Er stirbt am 31. März 1914 an Tuberkulose.

In seinen Gedichten spielt er oft mit der Doppelsinnigkeit der Worte. In Berlin
brachte er 1895 seinen ersten Gedichtband unter dem Titel „In Phantas Schloss“ heraus – ein Zyklus humoristisch-phantastischer Dichtungen sowie 1905 die Gedichtsammlung „Galgenlieder“.

Durch die sehr deutliche und lebhafte Vortragsweise von Rosa Tennenbaum wurde das ein sehr erbaulicher Nachmittag. Die Zuhörer folgten sehr konzentriert dem  Vortrag. Zur geistigen Erholung spielte Jonathan Tennenbaum zwischendurch kleine Klavierstücke. Viele seiner Verse sind im Laufe der Zeit zu Redewendungen geworden. So auch die letzten Zeilen aus dem Gedicht

„ Die unmögliche Tatsache“:

Und er kommt zu dem Ergebnis: Nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schließt er messerscharf nicht sein kann, was nicht sein darf.

Foto und Text Wilfried Neumann


 

 Januar 2020

Das Neujahrskonzert

Es ist schon Tradition, dass das Akkordeonorchester ASN Berlin die Veranstaltungssaison in unserem Haus eröffnet.
 
Am 11. Januar 2020 wurde uns unter der bewährten Leitung von Detleff Klatt ein buntes und schwungvolles Programm geboten, das wie immer unter dem Motto „Klassik bis Pop“ stand.
 
Als dann die Melodienfolge „Auf Tour durch Wald und Flur“ erklang, wurden die bekannten Wanderlieder von allen sofort mitgesungen. Das Orchester spielte schwungvoll und mit sehr differenzierten  Klangfarben. Als Solistin bewies Elke Mahl, dass sie neben dem Akkordeon auch das Saxophon virtuos beherrschte und nach „Besame mucho“ dafür viel Applaus
bekam. 
Für die Zuhörer begann das große Rätselraten bei einem Krimi-Puzzle: Zu welchem Film oder zu welcher Krimi-Serie gehörte die entsprechende Melodie? Als dann noch ein Schuss fiel und ein Frauenschrei
zu hören war, kannte die Begeisterung keine Grenzen.
 
Als Bernhard Gohlke zum Contry-Song das Skiffle-Brett „bearbeitete“, wurden Erinnerungen an vergangene Zeiten wach.
 
Den Abschluss bildeten die „Capri-Fischer“, die textsicher vom Publikum begleitet wurden.
 
Als Zugabe spielte noch einmal die Saxophonistin „Rock around the Clock“ und brachte damit die Stimmung im Saal auf den Höhepunkt.
Mit seiner launigen Moderation führte Helmut Mahl heiter durch den Nachmittag. Unter anderem zitierte er einen Ausspruch von Albert Einstein:
Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue,
und war es schlecht, ja dann erst recht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Fotos:
Wilfried Neumann

 

Dezember 2019

Weihnachtslieder-Singen mit dem Keyboard-Team am 20.12.2019
Süßer die Keyboards nie klingen…

Am 20. Dezember 2019 ließ das Keyboard-Team des Schlösschens wieder seine Instrumente für die Besucher des „Käte-Tresenreuter-Hauses erklingen.

Noch kurz vor Weihnachten waren unter der bewährten Leitung von Herrn W. Schmidt sangesfreudige Gäste zum Mitsingen von Weihnachtsliedern geladen.
Gestärkt durch Kaffee und Kuchen und mit Hilfe eines neuen Textbuches wurden alte und neue Weihnachtslieder gemeinsam gespielt und gesungen.

Zwischendurch gab Frau Roswitha Hegewald „Die fette Weihnachtsgans“ zum Besten.

Am Ende der Veranstaltung wurden die Mitglieder des Keyboard-Teams zum Dank von Frau Margit Hankewitz mit einer Weihnachtstüte erfreut.

Es spielten: Felizitas Gahlbeck, Brigitte Jebauer, Sabine Räbiger, Leonie Rudolph und Irene Sauer.

Text: Felizitas Gahlbeck

Foto: Margit Hankewitz

 

Dezember 2019

Die Weihnachtsfeier für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 18. Dezember

Nach der Begrüßung durch Margit Hankewitz wurden die Ehrenamtskarten des Landes Berlin von Judith Stückler, stellv. Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung und Joachim Krüger, Vorstandsmitglied, überreicht. Judith Stückler bedankte sich im allgemeinen bei allen Ehrenamtlichen für ihr besonderes Engagement im Sozialwerk Berlin.

 

Von links: Herr Krüger, Frau Stückler und die Geehrten

Marita Vennewald, Klaudia Neumann, Halina Krawczyk, Wilfried Neumann, Ursula Abel, Doris Bayer, Gerhard Drescher, Marina Hilgers-Herr und Rolf Meyer.

Auf vielfachen Wunsch sang danach der Schlösschenchor „Heilige Nacht“ und sogleich verbreitete sich eine vorweihnachtliche Stimmung. Professor Dr. Herbert Striebeck dankte dann im Namen des Vorstandes Margit Hankewitz für ihren unermüdlichen und vielfältigen Einsatz, mit dem sie das Lebenswerk ihrer Eltern erfolgreich, selbst über Berlin hinaus, weiterführt.

Als ein Dankeschön an alle folgte ein fröhliches Programm.

Es präsentierten „Die wilden Witwer“ mit Piano und Gesang Musik der 20er und 30er Jahre mit betörenden Melodien und hintergründigem Humor. Passend zur Jahreszeit boten die beiden klassisch ausgebildeten Musiker unter dem Motto „Ich steh` im Schnee“ eine unterhaltsame Mischung, die mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ begann. Der bekannte Song: I’m singin‘ in the rain wurde abgewandelt in: Ich singe wenn es schneit. Zur Verbreitung der winterlichen Stimmung ließ der Sänger immer wieder Theaterschnee auf die Bühne rieseln. Neben humorigen Liedern wurde unter anderem der „Maskenball im Hochbebirge“ von Erich Kästner vorgetragen. Diese  abwechslungsreiche Darbietung fand ihren feierlichen Abschluss indem alle zusammen mit den beiden Künstlern einige Weihnachtslieder sangen.

Die weihnachtliche Veranstaltung der Ehrenamtlichen wurde mit einem reichhaltigen und sehr schmackhaften Buffet beendet, das durch eine großzügige Unterstützung durch den Paritäter ermöglicht wurde.

 

Text: Wilfried Neumann

Fotos: Gerald Jost und Wilfried Neumann


Dezember 2019

Was ist Einsamkeit?

Von Eveline Harder
Einsam sind Menschen, deren Umfeld sich im Laufe der Zeit völlig verändert hat.

Der Ehe-/Lebenspartner ist verstorben, der Freundeskreis hat sich zurückgezogen oder ist ganz verschwunden, erkrankt, bettlägerig oder verstorben. Und wenn dann der vereinsamte Mensch nicht in eine Depression verfällt, dann versucht er am Anfang noch, Kino- und Theaterbesuche allein zu bewältigen.

Mit zunehmendem Alter fällt aber auch dies flach, weil der ältere Mensch abends oder nachts nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren will. Jetzt verschließt sich der Mensch, lehnt lose Kontakte ab und verbringt seine Zeit in der Wohnung vor dem Fernseher, der Tag und Nacht läuft – schon als Geräuschkulisse. Er geht einkaufen, wenn viele Menschen unterwegs sind und er ein Bad in der Menge nimmt. Hinzu kommt auch die Kostenfrage, nämlich: Teilhabe am öffentlichen Leben kostet Geld. Und das ist nach dem Tod des Lebenspartners auch weniger geworden.

Da kein Freundeskreis mehr vorhanden ist, gibt es keinen Briefwechsel mehr, der noch von der älteren Generation gepflegt  wird.

Schon Margarete Mitscherlich-Nielsen (1917-2012) sagte, sie konnte nur so alt und lebendig am Leben teilnehmen, weil sie Kontakt hatte und nicht nur mit Gleichaltrigen sondern auch mit vielen Jugendlichen den Austausch pflegte.

Kommunikation ist im Alter wichtig, das A und O.

Ich denke dabei hier in Berlin an das Sozialwerk Berlin e.V., ein Altenselbsthilfezentrum in Berlin-Grunewald, das von ca. 100 Ehrenamtlichen bewirtschaftet wird, 26 Interessenkreise hat, und wo sich die Mitglieder umeinander kümmern (www.sozialwerk-berlin.de). Sobald jemand im Kreis fehlt, wird angerufen, Hilfe bei Krankheit, Krankenhausaufenthalt etc. angeboten.
Für den Einsamen wäre es ein großer Schritt, Kontakt nach außen aufzunehmen.

Oft aber ist da das Gefühl, in einem Mäuseglas zu sitzen und nicht herauszukommen. Es wird jede Hilfe abgelehnt oder als Belästigung empfunden, und so vergräbt sich der Einsame weiter in seiner Behausung.

So einfach zum Telefonhörer zu greifen, um ein Gespräch zu führen, ist eine riesige Herausforderung. Dazu gehört Mut und der Wille, die Einsamkeit zu durchbrechen. Das Angebot von SILBERNETZ, der Telefonhotline für einsame Menschen ab 60 (www.silbernetz.org), ist hervorragend geeignet, hier Abhilfe zu leisten. Nur muss das Interesse hierfür aufrecht erhalten bleiben.

Nachbarschaftshilfe ist ebenfalls eine Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen. Pflegen Sie Kontakt zu Ihren Nachbarn!

Ich schildere Ihnen den Fall einer 82-jährigen Frau, deren Mann im April 2018 verstorben ist. Sie ist auf den Rollator bzw. Rollstuhl angewiesen, hat abwechselnd zwei Pflegekräfte von Mo-So von 8 bis 12 Uhr, und dann ist sie allein. Die Tochter ist berufstätig. Ja, und der Freundeskreis meldet sich nicht mehr, zieht sich zurück, wie das nicht selten geschieht nach einem Trauerfall. Man möchte keine Klagen hören, und so meldet sich niemand mehr.

Die Leere, die entsteht, wenn ein Ehepaar 40 oder 50 Jahre verheiratet war, ist immens. Der Tag zieht sich unendlich in die Länge.

Zu verweisen ist auch auf das Projekt „Tante Inge“, das auf der Veranstaltung von ZEIT ONLINE 2017 vorgestellt wurde anlässlich des Workshops „Alte Säcke und junge Spunde“ – das ich seinerzeit umgetauft habe in „Alte Schachteln und junges Gemüse“, weil es die Zielgruppe näher beschreibt (www.greenwindow.com/zu-besuch-auf-dem-z2x-festival). Hier wird die Kontaktaufnahme zwischen Jung und Alt nicht nur empfohlen, sondern gewünscht.

Wir Alten haben den Jungen noch viel zu sagen und können auch zuhören und umgekehrt auch.

Immer wieder Kommunikation ist angesagt!

Dann sei noch auf ein Projekt aus den Niederlanden verwiesen, das sich „Ick bin Alice“ (ein Film) nennt (https://prisma-hsg.ch/articles/wenn-senioren-und-roboter-lieder-singen). Hier wird eine Computerpuppe zu den einsamen Menschen gebracht, damit sie sich unterhalten und auch beschäftigen können, z.B. Anleitung zur täglichen Gymnastik. Schrecklich und schön zugleich.

Weitere Informationen im rbb-Gesundheitsmagazin vom 4.12.2019 (verfügbar bis 4.12.2020):

https://www.ardmediathek.de/rbb/player/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvcmJicHJheGlzLzIwMTktMTItMDRUMjA6MTU6MDBfNDU3ODhkNzEtZmMxOS00MDI2LWE0Y2UtMGI4MWE3NTE2OGIzL2VpbnNhbWtlaXQtaGF0LWF1c3dpcmt1bmdlbi1hdWYtZGVuLWtvZXJwZXI/einsamkeit-hat-auswirkungen-auf-den-koerper


Dezember 2019

Lasst die Lichter ins Herz hinein – Weihnachtsfeiern für die Mitglieder

Unter diesem Leitsatz fanden am 13. und 14. Dezember die diesjährigen Weihnachtsfeiern für die Mitglieder des Sozialwerks statt. Insgesamt waren rund 300 Mitglieder der Einladung gefolgt. Sie wurden von der Vorsitzenden, Frau Margit Hankewitz, herzlich im Käte-Tresenreuter-Haus begrüßt.

Traditionell war der Saal festlich geschmückt. Das Kreativteam um Frau Klaudia Neumann  hatte  in diesem Jahr eine modernere Dekoration gewählt, die bei den Gästen auf große Zustimmung stieß. Dies gilt auch für den vorzüglichen Service durch das Team um Ingrid Junkuhn.

Das musikalische Hauptprogramm wurde vom Volksinstrumentenorchester in Berlin e.V. aus Lichtenberg gestaltet. Dessen Leiter, Herr Gunter Wyrell (Tenor), und seine Frau, die Sopranistin Inna Wyrell, trugen deutsche, italienische, englische und amerikanische Weihnachtslieder, aber auch klassische Werke vor wie eine Arie aus der Kinderoper „Hänsel und Gretel“ vor. Eingestreut waren moderne besinnliche und lustige Weihnachtsanekdoten, zitiert von Mitgliedern des Chores. Das Programm war sehr abwechslungsreich und kurzweilig und fand die Begeisterung der Zuhörer.

Dies gilt auch für den Auftritt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Prof. Herbert Striebeck als Knecht Ruprecht, der das bekannte Gedicht von Theodor Storm „Von drauß` vom Walde komm ich her“ vortrug.

In Ihrem Schluss stellte Frau Hankewitz fest, dass das tolle Programm wahrlich Licht in die Herzen gebracht habe. Sie wünschte allen Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest, ein gesundes Neues Jahr und dass, wie in den Liedern mehrfach besungen, die Welt friedlich bleiben möge.
 
Text: Hans-Ulrich Litzner
Fotos: Margit Hankewitz


Dezember 2019

Weihnachtsfeiern für die Bewohner von Pflegeeinrichtungen

Traditionell fanden in der Adventszeit die Weihnachtsfeiern für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Bei den sechs Veranstaltungen konnte die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, insgesamt 900 Gäste begrüßen, darunter eine Dame von 102 Jahren.

Als Motiv wurde

„Weihnachten, wie es früher war“

gewählt.

Hierzu passte das Bühnenbild, das von Frau Klaudia Neumann und ihrem Team konzipiert und vom Hausverwalter Jürgen Schambach realisiert wurde. Zum Motto gehörte auch, dass weniger die materiellen Dinge zu Weihnachten im Vordergrund stehen sollten, sondern vielmehr Zuwendung, Gemeinsamkeit und Hilfe, also Werte, für die das Sozialwerk seit seiner Gründung im Jahre 1971 steht.

Das zweistündige Programm wurde durch den hauseigenen Schlößchenchor unter der Leitung von Herrn Michael Streckenbach gestaltet. Es wurde von Frau Marita Vennewald moderiert, die neben besinnlichen Worten auch amüsante Kindheitserinnerungen an Weihnachten einfließen ließ. Das Programm selbst umfasste traditionelle und modernere Weihnachtslieder, zwei kurze Weihnachtsgeschichten, die von den Chormitgliedern gespielt wurden, sowie Weihnachtsgedichte, die zum Teil von den Gästen vorgetragen wurden. Zum Motto der Weihnachtsfeiern passte insbesondere ein Gedicht, das von Frau Christine Bökel-Striebeck verfasst worden war und vorgetragen wurde.

Es lautet:

Weihnachten ist immer
Manchmal denkt man, diese Welt
sei nur gemacht aus Stress und Geld,
aus Hektik, Frust und Alltagszwist,
wie gut, dass es auch anders ist.
Gemeinsam, für die andern da,
bei uns ist alles dies noch wahr.
Wir packen an, wenn „Not am Mann“,
wir Ehrenämtler helfen gern.

Der Weihnachtsbaum im Kerzenschein,
er soll Symbol des Friedens sein.
So wünschen wir zu diesem Fest,
dass sich etwas bewahren lässt
von dem, was rühret uns`re Herzen,
was wir gefühlt beim Schein der Kerzen;
damit der Alltag nicht verdeckt,
was noch an Menschsein in uns steckt.

Diese Aussagen zur Bedeutung des Ehrenamtes wurden durch den Applaus der Gäste unterstützt.

Zum Schluss sangen Chor und Gäste gemeinsam das Lied „Oh, du fröhliche“. Bevor die Gäste in Richtung des weihnachtlich beleuchteten Kurfürstendamms das Haus verließen, bekam jeder die traditionelle Weihnachtstüte.

Bei der anschließenden persönlichen Verabschiedung durch Frau Hankewitz  bestätigten zahlreiche Gäste, dass die Weihnachtsfeiern im Käte-Tresenreuter-Haus ein Höhepunkt des Jahres seien und dass sie sich schon auf Dezember 2020 freuten.

Die Weihnachtsfeiern für die Pflegeeinrichtungen sind ohne die Förderung durch die Politik nicht möglich. Wir danken daher an dieser Stelle der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales sowie dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf für die finanzielle Unterstützung.

Text: Hans-Ulrich Litzner
Fotos: Dieter Berg