Aktuelles

Dezember 2018

Unser Adventsbasar

Foto zeigt: Joachim Krüger
Joachim Krüger
Foto zeigt Judith Stückler und Margit Hankewitz
Judith Stückler und Margit Hankewitz

Am Freitag, dem 30. November 2018, fand die Eröffnung unseres traditionellen Adventsbasars statt, der dieses Jahr unter dem Motto „Weihnachten gestern und heute“ stand. Die Bühnendekoration und die Marktstände verbreiteten sogleich eine vorweihnachtliche Stimmung im Saal. Unser Vorstandsmitglied Joachim Krüger begrüßte die Gäste und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem  Arbeitseinsatz das ganze Haus verzaubert und den Verkauf in den einzelnen Räumen vorbereitet hatten. Danach überbrachte Judith Stückler, stellv. Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, die Grüße des Bezirks Charlottenburg/Wilmersdorf. Da Engel nicht nur in der Weihnachtszeit erscheinen, las sie Verse von Mechthild Pieper vor:

Was ich an Engeln so liebe …
ist ihre wohltuende Wärme, ist ihre beruhigende Anwesenheit, ist ihr immerwährendes Wohlwollen, ist ihre schmeichelnde Nähe, ist ihre diskrete Zurückhaltung.

Was ich an Engeln so liebe …
ist ihre Offenheit für alle Menschen, ist ihre Bedeutung für Große und Kleine, ist ihr Dasein für Arme und Reiche, ist ihr Beistand für Gesunde und Kranke, ist ihre Hilfe für Alte und Junge.

Was ich an Engeln so liebe …
ist der Schutz, den sie uns geben, ist die Angst, die sie nehmen, ist die Weisung von Wegen, ist die Begleitung durch das Leben, ist die Verbindung von Gestern und Morgen.

Anschließend eröffnete unsere Vorsitzende Margit Hankewitz den Basar.

Nach Abschluss der zwei Basartage konnte aufgrund des guten Zuspruchs und des vielfältigen Angebots ein wichtiger Beitrag zum Erhalt sowie zu der wichtigen Arbeit des Sozialwerks geleistet werden.


Text: Wilfried Neumann
Fotos: Jürgen Schambach und Wilfried Neumann


Dezember 2018

Keyboard-Auftritt vom 27.11.2018

Foto zeigt: Keyboard-Gruppe Advent 2018
Süßer die Keyboards nie klingen…Nachdem die Keyboardgruppe bereits mit ihrem Herbstprogramm im Gemeindezentrum Naharyastraße in Lichtenrade aufgetreten ist, gab es am  27. November 2018 unter der bewährten Leitung von Herrn Schmidt eine Darbietung mit dem neuen Weihnachtsprogramm mit Weihnachtsliedern zum mitsingen.

Am Freitag, den 21.12.2018 um 14.30 Uhr freut sich die Keyboardgruppe dann auf fleißige Sänger/innen zum Weihnachtslieder singen im Käte-Tresenreuter-Haus.

Text: Felizitas Gahlbeck
Foto: Frau Bonner


November 2018

Erzähl-Café am Sonntag, 25. November 2018, mit Joachim Krüger über Amsterdam und Den Haag

Foto zeigt: Den Haag Binnenhof
Den Haag, Binnenhof, Zentrum
Wie immer nahm uns Herr J. Krüger, Vorstandsmitglied im Sozialwerk Berlin e. V., mit auf die Reise, dieses Mal nach Holland. Er begann mit der Historie des Landes und führte uns dann durch die beiden Städte, Kulinarisches wurde nicht vergessen und die Diamantenbörse strahlte ihren Glanz aus. Ein kurzer Einblick in das niederländische Königshaus vermittelte uns Frau Halten-Bartels, eine Expertin auf diesem Gebiet. Ein Besuch in Keukenhof rundete die Reise ab. Zauberhafte Bilder vermittelten uns die Athmosphäre dieser Metropolen und deren Sehenswürdigkeiten.
Wir freuen uns schon auf den Vortrag im März 2019 über „Neues aus Kiew“.

Text: Eveline Harder
Foto: Rob Van Der Meijden, pixabay
Lizenz CC0 Creative Commons


November 2018

Impressionen vom Adventsmarkt

Foto zeigt: Weihnachtsgesteck vom Adventsmarkt Foto zeigt: Weihnachtsgesteck vom Adventsmarkt Foto zeigt: Weihnachtsgesteck vom Adventsmarkt

Vom 19. bis 21. November  fand wieder ein kleiner Adventsmarkt in unserem Hause statt. Hier konnten schon rechtzeitig vor dem 1. Advent schöne Gestecke erworben werden, die von einem kleinen Team kunstvoll hergestellt worden sind. Auf stimmungsvoll geschmückten Tischen wurden außerdem auch die verschiedensten hübschen weihnachtlichen Kleinigkeiten angeboten. Alles war sehr geschmackvoll und ansprechend dekoriert. Viele begeisterte Käufer verhalfen dem Vorhaben zum großen Erfolg.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


November 2018

Bertha, stirb endlich!
Ein besinnlich, heiterer Theaternachmittag

Foto zeigt: Schauspieler Foto zeigt: Schauspieler

Am 17. November konnten wir erleben, was aus einem gemeinsamen Theaterprojekt werden kann. Die „Spätzünder“ vom Theater der Erfahrung und Mitarbeiter/innen des Hospiz´ Schöneberg-Steglitz haben ein Theaterstück über das Sterben entwickelt. In einer Probenzeit von über einem Jahr, unter der Leitung von Frau Bittner, flossen Erfahrungen aus der Theaterarbeit und der Tätigkeit im Hospiz mit ein.

Es geht um viel Blut und um Leben und Tod. So entstand die Story über die fast 370-jährige Vampirin Berta, die plötzlich krank wird und keine Lust mehr auf ewiges Leben hat. Sie  kommt in ein Hospiz. Doch auch dort dauert es noch 30 Jahre bis sie endlich erlöst wird. Viele Hospiz-“Gäste“ wollen eigentlich nicht sterben und Berta dagegen wollte aber konnte es nur schwer.

Das Thema „Sterben“ wird von vielen verdrängt. Doch irgendwann werden die Menschen unausweichlich damit konfrontiert. So wurde auf heitere aber auch besinnliche und tröstende Weise der Aufenthalt in einem Hospiz dargestellt. Die Begleitung bis zum Tod erfolgt hier sehr einfühlsam und fürsorglich, auch unterstützt von Ehrenamtlichen. Am Ende des Theaterspiels wurde in der Vampirgemeinde ein Brief mit Berta`s letzten Worten vorgelesen: Ich hatte hier eine reiche Zeit und empfehle allen das Leben noch zu genießen so lange es geht, dann hat es mehr „Biss“!

Der Abschlussapplaus für die 16 Schauspieler und die musikalische Begleitung einer Saxophonistin fiel verhalten und doch sehr dankbar aus. Es war mutig, sich auf diese Weise mit dem Thema zu befassen. Viele gingen danach sicher nachdenklich nach Hause.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


November 2018

Eine musikalische Seereise mit dem Shanty-Chor Berlin

Foto zeigt: Shantychor   Foto zeigt: Shantychor   Foto zeigt: Shantychor
Schon bei der Ankündigung des Shanty-Chores in der Programmvorschau fing der Sturm der Begeisterung an und die Wellen der Reservierungen wollten kein Ende nehmen.
Als dann am 3. November der Shanty-Chor die Bühne betrat, wurde er sogleich euphorisch von seinen Fans begrüßt. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Bei dem ersten Titel „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ wurde sofort spontan mitgesungen. Unter der Leitung von Volker Groeling erklangen Shanties aus aller Welt. Musikalisch begleitet wurde der Chor von Akkordeon, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Mit einer launigen Moderation führte Peter Keller durch das Programm. Die bekannten Melodien fanden große Zustimmung bei den Zuhörern, die auch immer wieder ausdrücklich aufgefordert wurden mitzusingen.  Zwischendurch präsentierten sich einige Chorsänger als Solisten. So wurde auch „Whisky Johnny“ mit dazu passender leicht trunkener Stimme vorgetragen. Die musikalische Reise um die Welt endete mit dem bekannten Song „Rolling Home“. Bei der lautstark geforderten Zugabe von Freddy-Hits kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Unter rhythmischem Klatschen wurden die Sänger dann aus dem Saal geleitet.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


November 2018

Margit Hankewitz in den BAGSO-Vorstand gewählt

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) vertritt über ihre rund 120 Mitgliedsorganisationen, zu denen auch das Sozialwerk Berlin e.V. zählt, die Interessen von Millionen älterer Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen wie z.B. den alle 3 Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentag  wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Leben im Alter.

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung fanden am 16. Oktober die Wahlen zum BAGSO-Vorstand statt. Der bisherige Vorsitzende, Franz Müntefering, Bundesminister a.D., wurde in diesem Amt bestätigt. Seine Vorgängerin, Frau Prof.Dr. Ursula Lehr, wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Als neues Mitglied wurde die Vorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, in den BAGSO-Vorstand gewählt.

Zu dieser ehrenvollen Berufung gratulieren Vorstand und Mitglieder des Sozialwerks sehr herzlich.

Hans-Ulrich Litzner


November 2018

Monella Caspar im Erzähl-Café

Foto zeigt: Monella Caspar im Sozialwerk Berlin
Margit Hankewitz bei der Begrüßung von Monella und der Moderatorin Eveline Harder
Foto: Jürgen Schambach

Die bekannte Modedesignerin und Popdiseuse Monella Caspar prägt mit ihrer Phantasie und ihren künstlerischen Facetten seit mehr als 40 Jahren die Mode- und Entertainmentszene in Berlin. In den 60er Jahren war sie Muse des italienischen Regisseurs Frederico Fellini und kreiert bis heute herrliche Modelle für die extravagante, selbstbewusste Frau.

Als diese präsentierte sie sich auch im Erzähl-Café am 4. November 2018. Ihr Auftritt stieß auf großes Interesse, Frau Hankewitz konnte im großen Saal des Käte-Tresenreuter-Hauses mehr als hundert Gäste begrüßen, darunter Monellas Bühnenpartner Benny Hiller, den Visagisten René Koch, den bekannten Berliner Modefotografen Rich Richter, Cindy Berger („Cindy und Bert“) und Britt Giselle Kanja.

Das Programm des Nachmittags  bestand aus zwei Teilen. Zunächst berichtete Monella über wesentliche Abschnitte ihres privaten und künstlerischen Lebens. Sie zitierte dabei  aus ihrem Buch „Vorhang auf“, das erst vor wenigen Tagen erschienen ist. Ihre Kernaussagen waren die Forderung, stets Toleranz zu üben, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und als Frau ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Im zweiten Teil des Programms präsentierten Monella und Benny Hiller Lieder aus ihrem Bühnenprogramm, mit dem sie als „Schwarzblond“ in der gesamten Bundesrepublik auftreten. Die Lieder sind einerseits mitreißend, andererseits aber auch sehr tiefgründig. Eines ihrer bekanntesten Lieder mit dem Titel „Fliegenpilz und Oleander“ durfte dabei nicht fehlen.

Eine Ausstellung ihrer aktuellen Hutkollektion rundete den Event ab.

Es war ein kurzweiliger, amüsanter Nachmittag. Erst gegen 17 Uhr verließen die letzten Gäste den Saal. Unser Dank gilt an dieser Stelle Monella, ihrem Partner Benny Hiller, aber auch Eveline Harder, die den Kontakt hergestellt und das Programm sorgsam vorbereitet hat.

Hans-Ulrich Litzner


November 2018

Berliner FreiwilligenPass Verleihung im Roten Rathaus

Der Berliner FreiwilligenPass wird alljährlich vom Land Berlin verliehen. Er soll zu einer Kultur der Anerkennung des ehrenamtlichen, bürgerschaftlichen Engagements beitragen und die dabei erworbenen Kompetenzen dokumentieren. Die diesjährige Verleihung fand am 17.10.2018 im Roten Rathaus statt und wurde von der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, vorgenommen.

Foto zeigt: Preisträger des Berliner Freiwilligenpasses 2018

Aus dem Kreis des Sozialwerks wurde der Pass an folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verliehen:
Brigitte Binner
Angelika Herholz
Irene Sauer
Halina Krawczyk
Samuel George
Im Anschluss an die Verleihung fand ein Empfang durch die Senatorin statt, der Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zur Vertiefung der bestehenden guten Beziehungen zur Senatsverwaltung bot. Vorstand und Mitglieder des Sozialwerks gratulieren den zuvor Genannten zu dieser schönen Auszeichnung.
Berlin, den 31. Oktober 2018
Text: Eveline Harder
Foto: Sabine Schlaak


November 2018

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch mit REGINA LEMNITZ, Schauspielerin, am 28. Oktober 2018

Foto zeigt: Regina Lemnitz
Regina Lemnitz, Foto: Monika Borchert

Mit dem Titel „Anekdoten aus Film, Theater und Synchron“ hatte sich die Schauspielerin Regina Lemnitz im Erzähl-Café angesagt. Lemnitz, Jahrgang 1946, Berlinerin, überraschte uns mit ihren schnurrig vorgetragenen Anekdoten aus dem Theaterleben. Köstlich!

Bereits als Vierjährige sollte sie im Schlosspark-Theater auftreten, jedoch ihr Gebrüll ob des dunklen Theaterraumes von der Bühne her gesehen, veranlasste den Regisseur, auf sie zu verzichten. Bei einigen Theater-Schulaufführungen ereilten sie ebenfalls Missgeschicke. Trotz allem war der Theaterwunsch riesengroß. Da die Mutter am Schlosspark-Theater arbeitete, ging sie dort ein und aus, und die Bühne zog sie in ihren Bann. Nach dem Abitur besuchte sie die Max-Reinhardt-Schule. Immerhin erhielt sie unter 240 Bewerbern den Zuschlag für die Ausbildung dort. Hilde Körber war ihre Ausbilderin, die sie auch ans Max-Reinhardt-Seminar nach Wien weitervermittelte, wo sie profunde Kenntnisse und Schliff für die Bühne erwarb. Ihr Debüt hatte sie 1968 am Theater in Hildesheim als Eliza in „My Fair Lady“. Um ihr ladylikes Auftreten zu verbessern, empfahl der Regisseur, mehr an Dahlem zu denken als an Neukölln.

Sie erinnert sich an ein Erdbeben namens „Udine“ am 6. Mai1976 um 20:50 Uhr, das sich auf der Bühne während des Stückes „Traumspiel“ von Strindberg ereignete. Die Kulissen schwankten mehr als bedenklich, der Bühnenboden erbebte und erzitterte und die Kulissen auf dem Schnürboden drohten nach unten zu fallen. Der Vorhang fiel, der Spuk war vorüber. The show must go on!

1977 kam sie durch den Regisseur Rudolf Noelte zurück nach Berlin. Sie spielte die Pauline Piperkercka in Hauptmanns „Die Ratten“ in der Freien Volksbühne. 12 Jahre blieb sie dann in der Stadt bei den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin (Schiller-Theater, Schlosspark-Theater, Schiller Werkstatt) und arbeitete mit den damaligen Größen des Theaters: Bertha Drews, Martin Held, Erich Schellow, Carl Raddatz u. a. unter den berühmten Regisseuren Boleslaw Barlog, Hans Lietzau, Boy Gobert, Heribert Sasse u. v. a. zusammen.

Über Bad Hersfeld  und Touren mit Solostücken zog es sie immer wieder nach Berlin. Seit 2005 spielt sie in „Cabaret“ das Fräulein Schneider im TIPI, das war auch in diesem Jahr der Fall – beeindruckend! Sie arbeitete in verschiedenen Fernsehspielen mit, u. a. 16 Jahre lang in der Serie „Unser Charly“. Außerdem war sie für den Rundfunk tätig. Sie ist u.a. die Stimme von Whoopi Goldberg, Kathy Bates, Roseanne, Diane Keaton und anderen. Synchron übt sie bis heute aus, bespricht Hörbücher und andere Tonträger und ist weiterhin mit Liebe dem Theater und Gesang treu geblieben, – Das war beeindruckend und schön, die Teilnehmer/innen waren hellauf begeistert, stellten Fragen und freuten sich über die witzigen Antworten und Bonmots. Großer Dank an Regina Lemnitz für diesen zauberhaften Nachmittag in unserem Hause.
Eveline Harder, 29.10.2018


Oktober 2018

Grabowsky-Rinaldi-Stiftung im Sozialwerk Berlin e. V. –
Seniorenteilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen

Die Grabowsky-Rinaldi-Stiftung unterstützt über das Sozialwerk Berlin e. V. seit April 2018 ältere Menschen in finanziellen Notlagen. Finanziert wird das Projekt „Hilfe für Seniorinnen und Senioren in finanziellen Notlagen“ durch die Grabowsky-Rinaldi-Stiftung, deren Stifterin Beate Maria Olsen selbst ein bewegtes Leben hatte. In Berlin geboren, musste sie wegen ihrer jüdischen Abstammung Deutschland verlassen. Nun möchte sie mit der Stiftung bedürftige ältere Berliner Bürgerinnen und Bürger unterstützen.

Berlin boomt: Immer mehr Menschen ziehen zu, die Wirtschaft wächst, aber bei vielen Hauptstädtern kommt der Aufschwung nicht an. Gerade Seniorinnen und Senioren leiden häufig unter finanziellen Engpässen. Die Folgen: Sie spüren Gentrifizierung, Verdrängung und soziale Isolation besonders deutlich. Viele von ihnen erhalten eine Rente, die kaum ihr Überleben sichert – auch wenn sie lang gearbeitet haben. Diese Menschen geraten so in Notlagen, die sie allein nicht mehr lösen können. Oft verschulden sie sich, um dringend benötigte Gegenstände zu kaufen, z. B. Haushaltsgeräte. Auch soziale Teilhabe, etwa durch Ausflüge, ist oft nicht möglich. Hier setzt das Projekt „Hilfe für Seniorinnen und Senioren in finanziellen Notlagen“ der Grabowsky-Rinaldi-Stiftung an und will diesen Zustand ändern.

Seit April 2018 verwaltet das Sozialwerk Berlin die projektbezogenen Mittel dieser Stiftung. Es trägt zudem auf verschiedenen Ebenen zum Erfolg des Projektes bei. Im Hinblick auf die Teilhabe am kulturellen Leben konnten bislang 400 Seniorinnen und Senioren aus Pflegeeinrichtungen im Rahmen von Dampferfahrten auf der Havel mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken bewirtet werden. Aus demselben Motiv werden alle zwei Wochen 16 bis 20 Bewohner von Pflegeeinrichtungen zu unseren Kulturveranstaltungen im Käte-Tresenreuter-Haus eingeladen und bewirtet. Bei finanziellen Notlagen wurden Einzelanträge auf Unterstützung bearbeitet und bewilligt, beispielsweise für die Renovierung der Wohnung, für die Anschaffung eines Fernsehgerätes oder eines Kühlschranks oder für einen Zuschuss zu einem Kuraufenthalt. Weiterhin wurde Unterstützung bei Kauf von Brillen und Hörgeräten geleistet.

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Sicherlich gibt es noch den einen oder anderen Antrag in diesem Jahr. Mit großer Freude haben wir vernommen, dass 2019 die gleiche Summe zur Teilhabe zur Verfügung stehen wird, so dass das Sozialwerk Berlin e. V. sein Engagement fortsetzen kann.

Berlin, den 10. Oktober 2018
Eveline Harder


Oktober 2018

Besuch im Lippenstiftmuseum beim Starvisagisten René Koch am 11.  Oktober 2018

Foto zeigt: Besuch im Lippenstiftmuseum

Anlässlich seiner Lesung im Erzähl-Café am 9.9.2018 lud René Koch 14 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen zu einem Champagnerempfang in sein Museum in der Helmstedter Straße 16 in Wilmersdorf ein. Atemberaubend der erste Eindruck!
Nach dem Motto „Rote Lippen soll man küssen…“ machten wir dann einen Gang durch die Geschichte des Lippenstifts, die 1883 begann. Davor gab es nur Lippencreme und Puder in je drei Farbsorten. Wie die elegante Dame sich im Laufe der Zeit mit diesem Utensil anfreundete, exquisite Puderdosen mit integriertem Lippenstift entwickelt und Handtaschen dazu kreiert wurden, all das war einfach herrlich zu bewundern. Während Anfang des 20. Jahrhunderts nur Schauspielerinnen, Suffragetten oder die „leichten Damen“ diese Möglichkeit der Verschönerung nutzten, setzte durch die entstehende Filmindustrie der Aufstieg langsam ein. Im Nationalsozialismus war dann das Schminken verpönt, die deutsche Frau war „sauber“. 1944 kam der erste drehbare Lippenstift in den USA heraus. Und nach dem zweiten Weltkrieg begann der Boom. Die Frauen wollten schön und verführerisch sein, den grauen Alltag vergessen.
Daneben stellt René Koch Roben von Marika Rökk, Hildegard Knef, Heidi Brühl, „Mary“ (Georg Preuße) u. a. in seinen Räumen aus. Augen zu und träumen!
Einzelne Tipps wurden gegeben und die Vorteile des jeweiligen Gesichts hervorgehoben und betont. Ein Aha-Erlebnis für uns alle!

Foto zeigt: Besuch im Lippenstiftmuseum
Die beteiligten Mitarbeiterinnen haben das sehr genossen und sich verwöhnen lassen. Die zwei Stunden vergingen wie im Fluge, und wir gingen beglückt nach Hause. René – wir kommen wieder! Vielen Dank für alles.

Foto zeigt: Besuch im Lippenstiftmuseum Foto zeigt: Besuch im Lippenstiftmuseum
14. Oktober 2018
Eveline Harder
Fotos: M. Borchert


Oktober 2018

Hochkarätige japanische Delegation besucht das Käte-Tresenreuter-Haus

Der demografische Wandel und dessen Folgen sind kein deutsches oder europäisches Phänomen. Auch in Japan geht man den damit verbundenen Fragen nach. Aus diesem Grunde hat die japanische Regierung ein Projekt mit dem Titel

„Notwendige Kooperationen zur Förderung der Unabhängigkeit älterer Menschen in lokalen Gemeinschaften“

initiiert. Es geht darum, eine soziale Isolation zu vermeiden, soziale Kontakte und Teilhabe zu ermöglichen und den Seniorinnen und Senioren ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Im Rahmen dieses Projektes besuchen japanische Fachleute auch andere Länder, um sich ein Bild von den örtlichen Lösungsansätzen zu machen. Eine dieser Reisen führte vom 7. bis zum 15. Oktober in mehrere Städte in  Deutschland, so auch nach Berlin.

Am 9. Oktober besuchte die neunköpfige Delegation, die von Herrn Yoshiaki Uemura geleitet wurde, das Käte-Tresenreuter-Haus. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, übernahm die Hausführung und erläuterte die Zielsetzung des Sozialwerks, die Organisation, das Prinzip der Altenselbsthilfe und das umfassende kulturelle und soziale Angebot des Hauses. Herr Peter Stawenow erläuterte das Kompetenzzentrum für offene Altenarbeit, das eine der drei Stützen des Sozialwerks ist. Auch der Therapie-Begleithund „Bella“ wurde den japanischen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt.

Dem Rundgang schloss sich eine Aussprache über die Altenarbeit an. Dabei zeigten sich die japanischen Kollegen von den vielschichtigen Aktivitäten des Sozialwerks beeindruckt.

Am Ende des fast vierstündigen Besuchs trug der Schlößchenchor deutsche Volkslieder vor, die japanische Delegation „revanchierte“ sich mit einem Volkslied aus ihrer Heimat.

Aus dem sehr interessanten Meinungsaustausch lassen sich drei Schlüsse ziehen: alle großen Industrienationen sind von den Folgen des demografischen Wandels betroffen und suchen nach Lösungen für die komplexen Fragen. Ein Dialog, auch über nationale Grenzen hinweg, ist für alle Beteiligten nützlich. Und Drittens: Das Sozialwerk beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit diesem Themenkomplex. Es hat daher eine umfangreiche Erfahrung und eine hohe Kompetenz, die auch von anderen Ländern genutzt werden kann.
Japanische Delegation
Frau Margit Hankewitz und Herr Yoshiaki Uemura mit der japanischen Delegation
Foto: Jürgen Schambach
Hans-Ulrich Litzner


September 2018

Tagesfahrt durch das politische Berlin am 19. September 2018

Foto zeigt: Besuchergruppe mit Klaus-Dieter Gröhler Foto zeigt: Speakers Corner der Kanzlerin
Foto zeigt: Sonnenuntergang an der Spree Foto zeigt: Molecularman Spree
Herr Klaus-Dieter Gröhler, Mitglied des Deutschen Bundestages, ermöglichte uns die diesjährige Tagesfahrt durch das politische Berlin. Ein „strammer“ Programmablauf erwartete uns. Um 9:30 Uhr fuhren wir vom Rathaus Charlottenburg in Richtung Bundesministerium der Finanzen, unser erster Anlaufpunkt. Die Fahrt ging zügig und schnell voran, und uns erwartete im großen Saal ein geschichtlicher Vortrag über den Architekten Ernst Sagebiel und den Bau des Hauses sowie über die nationalsozialistische Zeit, in der Herrmann Göring, Oberbefehlshaber der Deutschen Luftwaffe, und sein Luftfahrtministerium hier domizilierte. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm die Sowjetunion das Gebäude und später die DDR. In Erinnerung haben wir alle noch das Haus durch die Treuhandgesellschaft. Das Gebäude heißt heute Hans-Rowedder-Haus.
Anschließend folgte im Besucherraum ein Vortrag von Frau de Fries über die Aufgaben und Arbeiten des Finanzministeriums. Das war eine spannend vorgetragene Angelegenheit. Sie ging auf unsere Fragen ein und zum Abschluss erhielten wir alle die Erstausgabe zum „Tag der Briefmarke“ 2018. Die Lunchpakete wurden im Bus verteilt, damit wir bei Kräften blieben.
Es folgte die Fahrt zum Bundeskanzleramt. Hier hatten wir leider nur eine Stunde Zeit. Es waren überall strenge Eingangskontrollen. Wir besichtigten den Ehrenhof, wo die Staatsgäste empfangen werden. In den herrlichen Wein umlaubten Säulen sind oben Felsenbirnenbäume gepflanzt. Dann betraten wir das Gebäude, wo uns die überlebensgroße Skulptur der Philosophie von Markus Lüpertz begrüßte. Die markant farblich gestalteten Wände wurden ebenfalls von Lüpertz konzipiert. Architekten des Gebäudes sind Professor Axel Schultes und Charlotte Frank. Die Freitreppe empor empfängt uns die Kanzlergalerie mit allen bisher tätigen Kanzlern der BRD. Ein kurzer Blick in den Plenarsaal folgte sowie die „speaker-corner“ (s. Foto), der Auftrittsort der Bundeskanzlerin Merkel bei Fernsehübertragungen.

Dann traten wir den Weg zum Reichstag vis-à-vis an. Auf der Tribüne erfuhren wir dann von einem kundigen Mitarbeiter die Sitzordnung der im  Parlament vertretenen Parteien und die Feinheiten des politischen Alltags. Sehr aufschlussreich brachte er uns die Arbeit dort näher. Sodann erwartete uns Herr Klaus-Dieter Gröhler, MdB, in einem Saal. Er erzählte aus seinem politischen Alltag, von den Wahlergebnissen und Einzelheiten aus seinen Sprechstunden für die Bürgerinnen und Bürger. Auf unsere Fragen ging er dezidiert ein. Es war ein für alle Seiten gelungenes Gespräch, und wir begrüßten seine Offenheit und Klarheit in den Aussagen. Die Zeit verging zu schnell. Großer Dank an Herrn Gröhler an dieser Stelle. Ein Fototermin auf dem Dach schloss sich an.

Da die Reichstagskuppel gereinigt wird, war ein Besuch nicht möglich. Das Restaurant war geschlossen und die kleine Kaffeeausgabe ebenfalls, somit frequentierten wir die Büdchen zum Kaffeeauschank vis-à-vis des Reichstages. Das war dringend nötig zum Kraftauftanken!
Weiter ging jetzt die Fahrt zum Märkischen Ufer, wo uns die MS „Brandenburg“ erwartete. Ein Abendessen wurde gereicht und die Fahrt ging die Spree entlang durch das alte Berlin. Zauberhaft. Ein traumschöner Sonnenuntergang (s. Fotos) verwöhnte uns und ließ die Seele baumeln. Etwas müde fuhren wir dann mit dem Bus zum Rathaus Charlottenburg zurück, es war inzwischen 20:30 Uhr geworden. Ein anstrengender, inhaltsreicher Tag lag hinter uns. Und es war wunderbar!

Eveline Harder
20.09.2018
Fotos: Klaus-Dieter Gröhler (MdB), Monika Borchert und Gisela Telschow


September 2018

Begrüßung der neuen Mitglieder von Sozialwerk und Förderkreis

Es ist zu einer guten Gepflogenheit geworden, dass das Sozialwerk und sein Förderkreis einmal im Jahr die neuen Mitglieder begrüßen. Aus diesem Grunde fand nach dem Konzert des IBM-Chors am 15. September (siehe Bericht weiter unten) ein kleiner Empfang im Käte-Tresenreuter-Haus statt. Die Vorstandsvorsitzende, Frau Margit Hankewitz, begrüßte die 30 neuen Mitglieder sehr herzlich und stellte ihnen die anwesenden Vorstandsmitglieder des Sozialwerks (Herrn Professor Herbert Striebeck, Herrn Prof. Joachim Brauns) und des Förderkreises (Frau Eveline Harder, Frau Ingrid Junkuhn, Herrn Rolf Meyer sowie die Ehrenvorsitzende Frau Christa Fischer) vor. Sie lud die neuen Mitglieder ein, das vielfältige Angebot des Käte-Tresenreuter-Hauses zu nutzen und sich auch bei der ehrenamtlichen Arbeit einzubringen.

Hans-Ulrich Litzner


September 2018

Ein unterhaltsamer musikalischer Nachmittag

Foto zeigt: IBM Chor   Foto zeigt: IBM Chor

Am 15. September besuchte uns wieder der IBM-Chor Berlin. Er wurde sehr herzlich empfangen und begrüßte uns musikalisch: „Wenn Freunde beieinander stehen und singen, das ist wunderschön!“ Das Ergebnis intensiver wöchentlicher Probenarbeit unter der Leitung von Michael Streckenbach, der mit dem Chor schon über 25 Jahre zusammenarbeitet, konnten wir nun genießen. Ein Melodienreigen mit bekannten deutschen und internationalen Schlagern, Spirituals und Musicalhits wurde den Gästen geboten. Beeindruckend war der sehr rhythmische und vielstimmige Gesang des Chores. Die interessanten Arrangements der einzelnen Titel wurden noch durch die virtuose und mitreißende Klavierbegleitung des Chorleiters zum besonderen Hörgenuss. Bei bekannten Liedern wurde das Mitsingen der Zuhörer sogar erwünscht. So bildeten wir alle eine musikalische Gemeinschaft.

Als Höhepunkt wurde der Gefangenenchor aus „Nabucco“ von Verdi in höchster Differenziertheit und mit Wohlklang dargeboten. Auch das griechische „O  Kaimos“ von Mikis Theodorakis (zu deutsch: Sehnsucht oder Schmerz), in Orginalsprache gesungen, berührte viele durch den einfühlsamen Vortrag. Mit dem ABBA-Song „I have a dream“ konnte man zum Schluss sagen, dass dieser Nachmittag wirklich ein Traum war und durch großes Können des Chores zudem ein wahrer Hochgenuss. Als besondere Zugabe sang der IBM-Chor zusammen mit unserem Schlösschenchor „Ein schöner Tag“. „Wenn Freunde auseinander gehen, dann sagen sie auf Wiedersehen“ war die musikalische Verabschiedung des IBM-Chores, der mit Klatschen des begeisterten Publikums aus dem Saal geleitet wurde.

Text und Fotos
Wilfried Neumann


September 2018

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch am 9. September 2018 mit René Koch
„Abgeschminkt – mein Leben – meine Sünden – meine Zeit“

Foto zeigt: René Koch im Sozialwerk Berlin   Foto zeigt: René Koch im Sozialwerk Berlin
Der berühmte Star-Visagist besuchte das Sozialwerk Berlin und fand eine kleine Fangemeinde vor.
René Koch, Jahrgang 1945, ergriff das Wort und stellte seinen Lebensgefährten Dieter Stadtler vor, eine Beziehung, die schon 37 Jahre hält. Er erzählt, wenn ich nicht in die Pubertät gekommen wäre, wüsste ich nicht, dass es Männer gibt. Sein Ausspruch lautet: „Frauen sind mein Schicksal, Männer meine Leidenschaft“.
Nach der Schule begann er eine Dekorateur-Ausbildung, nach deren Abschluss es ihn von Schwetzingen nach Berlin verschlug. Hier erlebte er im wilden Berlin die sexuelle Revolution der 60er und 70er Jahre und machte sich einen Namen als Travestiekünstler, ehe ihn die internationale Karriere als Chefvisagist von „Charles of the Ritz“ und „Yves Saint Laurent Beauté“ in die Zentren der Modewelt führte. Er arbeitete in New York, London, Paris sowie in der Schweiz und Österreich. Er wird ein Star hinter den Kulissen der berühmten Diven, die Haute Cuture bucht ihn für die großen Events weltweit. Mit Udo Walz betreut er die Schauspielerinnen und Revuestars, zusammen sind sie ein unschlagbares Team. Und sie filmen zusammen.
René Koch hat wunderschöne Gedichte verfasst, die er uns vorträgt und in seinem o. a. Buch aufgezeichnet sind. In späteren Jahren setzte er sich aktiv für die Aidshilfe ein und spezialisierte sich auf Camouflage-Behandlungen für Brandopfer, Blinde und Aidskranke. Kosmetische Empfehlungen und Ratschläge rundeten den Vortrag ab, zur Freude des Publikums.
Etliche Auszeichnungen erreichten ihn im Laufe der Zeit. Unter anderem erhielt er 2002 von Bundespräsident Rau den Verdienstorden der Bundesrepublik für seine sozialen Projekte. Sein Motto: „Das Leben ist keine Generalprobe – darum probier dich aus!“
Dank auch an Anna Kindl, bekanntes Model aus der Modewelt. Durch sie kam der Kontakt zu René Koch zustande. Danke liebe Anna!
Das war ein Zauber-Nachmittag! Ein großer Dank geht an René Koch, den wir 2019 hoffentlich wieder im Hause sehen und hören werden.

10. September 2018
Eveline Harder
Fotos: Halina Krawczyk


September 2018

EU- Abgeordnete Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann zu Besuch im Käte-Tresenreuter-Haus

Foto zeigt: EU- Abgeordnete Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann zu Besuch
Frau Dr. Kaufmann im Dialog mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Am 26. Mai 2019 finden in den dann noch verbliebenen 27 Mitgliedsländern die Wahlen zum Europäischen Parlament (EP) statt. Politiker der großen europäischen Fraktionen sind daher bestrebt, die Bürger über die Arbeit in Brüssel zu informieren und Vorbehalte gegen die europäischen Institutionen abzubauen.
Diesem Ziel diente auch ein Besuch von Frau Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann im Käte-Tresenreuter-Haus am 7. September 2018, der im Rahmen der monatlichen Mitarbeiterbesprechung stattfand. Frau Dr. Kaufmann wurde in Ost-Berlin geboren, studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Japanologie und war nach dem Studium an derselben Universität als wissenschaftliche Mitarbeiterin auf den Gebieten Außenpolitik Japans und Geschichte der internationalen Beziehungen zu Ostasien tätig.
1990 wechselte sie in die Politik: sie war fast ein Jahr Mitglied der Volkskammer der DDR, danach im Deutschen Bundestag. Seit 1999 ist sie Mitglied im Europäischen Parlament, bis 2009 vertrat sie dort die PDS, danach die SPD. Sie gehört der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten an und ist in den Ausschüssen „ Konstitutionelle Fragen“ und „Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres“ tätig.
Es lag im Interesse der anwesenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sozialwerks der Frage nachzugehen, was das europäische Parlament gerade für ältere Menschen tut. Frau Dr. Kaufmann ging detailliert darauf ein und berichtete aus ihrer langjährigen parlamentarischen Arbeit. Herr Peter Stawenow stellte Fragen zur aktuellen europäischen Politik, etwa zum Verhältnis zu den USA. Frau Dr. Kaufmann ging auf alle Punkte ein und zeigte politische Lösungsansätze auf.
Das Ergebnis dieses Besuchs, der von Frau Eveline Harder organisiert wurde, ist, dass sich viele Probleme, die  Bürger bewegen, nur europäisch gelöst werden können. Man sollte die Entwicklung in Brüssel durchaus kritisch verfolgen, jedoch sind grundlegende Zweifel unangebracht. Daher sollten insbesondere die Seniorinnen und Senioren am 26. Mai 2019 durch die Wahl von der Möglichkeit Gebrauch machen, die europäischen Entwicklung mitzugestalten.

Dr. Hans – Ulrich Litzner
Foto: Jürgen Schambach


August 2018

Eine Seefahrt, die ist lustig –Dampferfahrten 2018

Foto zeigt: Dampfer Havelqueen am Anleger Berlin-Tegel
Die Havelqueen wartet auf unsere Gäste

Es gehört zu unseren wichtigen Aufgaben, die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Daher organisieren wir in jedem Jahr für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen Dampferfahrten auf der Havel.

So ging es bei strahlendem Sonnenschein am 26. Und am 31. Juli mit der Havel Queen, einem barrierefreien Schiff der Reederei STERN UND KREIS, von der Greenwich Promenade in Tegel über den Tegeler See und den Spandauer See zum Neuendorfer See im Norden Berlins und wieder zurück. Bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken konnten unsere Gäste die schöne Havellandschaft genießen.

Auch für Unterhaltung an Bord war gesorgt: Mitglieder des „Schlößchenchors“ sangen, begleitet von Joe Morris mit seinem Akkordeon, bekannte Seemannslieder. Der Chor wurde dabei sangeskräftig von den Seniorinnen und Senioren unterstützt.

Am Ende des Musikprogramms hieß es: „So ein Tag, so wunderschön wie heute…“. Bei der Verabschiedung der Gäste durch Margit Hankewitz brachten viele zum Ausdruck, dass dieses Lied trotz der Hitze am heutigen Tag besonders gegolten habe.

Hans-Ulrich Litzner
Foto: Jürgen Schambach


August 2018

Mitarbeiterausflug 2018 ins Ruppiner Land

Foto zeigt: Bootsfahrt über den Ruppiner See
Bootsfahrt über den Ruppiner See

Es gehört zu den guten Traditionen des Sozialwerks, den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch einen gemeinsamen Tagesausflug für das große Engagement in den zurückliegenden zwölf Monaten zu danken.

Bei strahlendem Sonnenschein ging die Fahrt am 8. August ins Ruppiner Land im Norden von Berlin, das durch Theodor Fontane (1819-1898) weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt geworden ist. Die Busfahrt führte zunächst zum historischen Rheinsberger Stadttor in Neuruppin. Von dort ging es mit einem sachkundigen Stadtführer durch die Altstadt, die durch zahlreiche Gebäude im frühklassizistischen Stil gekennzeichnet ist.

Der Weg führte zunächst zur markanten Pfarrkirche Sankt Marien auf dem Kirchplatz, von dort weiter zum Alten Gymnasium und zum Denkmal des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II, der  den Wiederaufbau der Stadt nach einem verheerenden Brand im Jahr 1787 großzügig gefördert hatte.

Neuruppin ist eng mit zwei berühmten Namen verbunden: im Dezember 1781 wurde hier der  große preußische Baumeister Karl Friederich Schinkel geboren, dem ebenfalls auf dem Kirchplatz ein Denkmal gewidmet ist. Der zweite große Name ist der  von Theodor Fontane. Er wurde in der noch heute bestehenden Löwen-Apotheke in der historischen Altstadt geboren. Durch seine realistischen Betrachtungen hat er Land und Leute in ganz Deutschland bekannt gemacht.

Die Besichtigung von Neuruppin wurde durch eine Busfahrt durch die neueren Stadtteile abgerundet. Es ging weiter zum Mittagessen in die Boltenmühle am nördlichen Ende des Ruppiner Sees. Die Geschichte der Mühle geht bis in das frühe 18. Jahrhundert zurück.

Der kurze Aufenthalt in der Boltenmühle bildete den Rahmen für die Verabschiedung von Frau Sabine Koralewski, die seit 2013 für den Bereich Buchhaltung und Finanzen des Sozialwerks verantwortlich war. Die Vorsitzende des Sozialwerks, Frau Margit Hankewitz, dankte Frau Koralewski für das große Engagement in den zurückliegenden 5 Jahren. Der „Schlösschenchor“ brachte mit dem Kanon „Viel Glück und viel Segen…“ die Wünsche für die weitere Zukunft zum Ausdruck.

Mit dem Schiff ging es zurück über den Ruppiner See nach dem Ausgangsort Neuruppin. Bei der Fahrt durch die Wälder und Hügel des Ruppiner Landes konnten die Teilnehmer das nachempfinden, was Teodor Fontane in einem seiner bekannten Aphorismen so trefflich zum Ausdruck gebracht hat:

„Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut, Vertrauen und freudige Ergebung zu zeigen ohne Fatalismus – das ist die Kunst des Lebens.“

Anders ausgedrückt: der Ausflug 2018 war ein voller Erfolg!

Hans-Ulrich Litzner
Foto: Jürgen Schambach


Juli 2018

Erzähl-Café am 22. Juli 2018 „Der Berliner herzt mit Schnauze“ mit Dr. Bernd Ripke
Foto zeigt: Bernd Ripke

Dr. Bernd Ripke, Jahrgang 1950, studierte und arbeitete an der Humboldt Universität Berlin als Pflanzenphysiologe und Verhaltensbiologe. Seit 2004 ist er künstlerisch tätig. 2017 erfreute er uns mit Texten von Kurt Tucholsky, die er zum Teil vertonte. Dieses Mal hatte er sich Adolf Glasbrenner (1810-1876) vorgenommen, ein Schriftsteller und Herausgeber verschiedener Zeitungen seiner Zeit. Glasbrenner hatte sich u. a. dem Berliner Jargon verschrieben. Ja, und ab wann wird überhaupt in der Stadt berlinert? Schriftsteller, Berliner Dichter und Denker hielten sich zurück. Selbst Lessing, dem Vater des deutschen Dramas „Minna von Barnhelm“, kam noch ohne Dialekt aus. Belegt ist, dass der Bildhauer Johann Gottfried Schadow (1764-1850) berlinerte. Typische Berliner Mundartbegriffe sind: Bonje (für Kopf), Trauerkloß, Mollenfriedhof und Dollbregen. Nicht zu vergessen ist die falsche Verwendung von „mir“ und „mich“. Damit liegt der Berliner im Clinch.
Justav und Ede sind in der Oper, es gibt Richard Wagners „Lohengrin“. Als nun der Schwanenritter singt: “Nie sollst du mich befragen“, flüstert Justav zu Ede „Mich ist jut, waah?“
„Eene allene, ist nicht scheene. Aber eener mit eene, un dann alleene – det ist scheene!“
Ripke trug Anekdoten, Briefauszüge, Gedichte und Spruchweisheiten vor, und immer wieder griff er zur Gitarre und brachte seine Vertonung der Glasbrenner Texte zu Gehör. Ein begeistertes Publikum folgte ihm und beklatschte seine Vorträge. Ein sommerlich entspannter Nachmittag war das!
„Jibt dir det Leben eenen Puff,
so weene keene Träne.‘
Lach dir ´n Ast
und setz dir druff
und bammle mit de Beene!“
Genau so ist Berlin und der echte Berliner. Ein großer Dank an Dr. Bernd Ripke für diese unterhaltsamen Stunden.
Berlin, den 26. Juli 2018
Eveline Harder
Foto: Ripke


Juli 2018

Abschlussveranstaltung der 44. Berliner Seniorenwoche

Foto zeigt: Margit Hankewitz und Referenten
Frau Hankewitz und die Referenten der Abschlussveranstaltung

Die diesjährige 44. Berliner Seniorenwoche stand unter dem Motto „Altern gestalten“. Es war auch das Leitthema der Abschlussveranstaltung, die am 4. Juli im Käte-Tresenreuter-Haus stattfand. Die Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks Berlin e.V., Frau Margit Hankewitz, konnte trotz der hochsommerlichen Temperaturen mehr als 100 Teilnehmer begrüßen. Die Moderation der zweistündigen Veranstaltung lag in den bewährten Händen von Peter Stawenow.

Das genannte Motto wurde von folgenden  Sprechern aller im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien beleuchtet:

Ülker Radziwill MdA, Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der SPD
Maik Penn MdA, Sozialpolitischer Sprecher der Fraktion der CDU
Stefanie Fuchs MdA, Sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE
Thomas Seerig MdA, Sprecher Sozial- und Behindertenpolitik der FDP
Fatos Topac MdA, Sprecherin für Sozial- und Pflegepolitik der Fraktion GRÜNE
Herbert Mohr MdA, Fraktion der AFD

Dabei ergaben sich neben den naturgemäß unterschiedlichen Schwerpunkten durchaus  auch Parallelen. Genannt wurden für eine erfolgreiche Gestaltung des Alterns unter anderem folgende Aspekte: Vermeidung von Altersarmut,  Förderung der Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben, Selbstbestimmtheit, Mobilität, seniorengerechtes und bezahlbares Wohnen, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sowie die Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

Ergänzend zum Leitthema stellte Elke Schilling das Projekt „Silbernetz“ vor, bei dem es darum geht, durch ein 24stündiges telefonisches Hilfs- und Beratungsangebot Menschen aus der Vereinsamung zu helfen.

In den Ausführungen der Politiker und bei den anschließenden Kontaktgesprächen bei Kaffee und Kuchen wurden zwei Aspekte angesprochen, für die das Sozialwerk Berlin sinnbildlich steht: der Erhalt und der Ausbau der sozialen Infrastruktur sowie die Notwendigkeit sozialer Kontakte. Vor diesem Hintergrund war das Käte-Tresenreuter-Haus der richtige Rahmen für die gelungene Abschlussveranstaltung der  Berliner Seniorenwoche 2018.

Hans-Ulrich Litzner
Foto: Jürgen Schambach


Juni 2018

Eröffnung der 44. Berliner Seniorenwoche am Breitscheidplatz am 23. Juni 2018

Foto zeigt: Eröffnung der Berliner Seniorenwoche 2018, Tribüne
Foto zeigt: Eröffnung der Berliner Seniorenwoche 2018, Stand Sozialwerk  Foto zeigt: Eröffnung der Berliner Seniorenwoche 2018, Regenschauer
Die Berliner Seniorenwoche hat Tradition in unserer Stadt. Zum wiederholten Male fand sie auf dem Breitscheidplatz statt. 163 Tische waren aufgebaut, aufgrund des Regens und Sturms fehlten die Stände und Planen, aber die Sicherheitsvorschriften ließen keine andere Vorgehensweise zu.
Das diesjährige Motto hieß „Altern gestalten“. Ein aktuelles Thema nicht nur für aktive und rüstige Senioren, sondern auch als Nachbarschaftshilfe und soziales Miteinander gedacht. Margit Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerk Berlin e. V. und Veranstalterin der Seniorenwoche moderierte hervorragend in altbekannter Weise die Veranstaltung. Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales eröffnete die 44. Seniorenwoche. Grußworte sprachen Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses, Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Annegret Hansen, Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV). Rundgänge der Politiker über den Markt gaben der Anerkennung der ehrenamtlich Beteiligten Ausdruck.
Das Sozialwerk war wie immer mit einem Tisch (Stand) in Bühnennähe vertreten. Trotz der wechselnden Wetterstimmungen wurden sehr viele interessante Gespräche geführt, zum Teil wurden wir überrannt. Unsere Veranstaltungsprogramme und der Hausprospekt fanden reißend Absatz, die verschiedenen give-a-ways erfreuten sich regen Zuspruchs. Auch der Einsatz der Gutscheine für Kaffee und Kuchen war wieder ein willkommenes Geschenk des Hauses. Der Standbesetzung Professor H.-J. Brauns, Sabine Koralewski, Dagmar Grün und Marita Vennewald und ganz besonders Jürgen Schambach gilt ein ganz herzliches Dankeschön für ihren tollen Einsatz bei jeder Wetterlage des Tages. An dieser Stelle geht auch ein extra großer  Dank an Hans Buchholz, dem langjährigen Organisator der Berliner Seniorenwochen.
Das waren anregende und arbeitsintensive Stunden für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Fotos beweisen das.
Berlin, 24. Juni 2018
Eveline Harder
Fotos: Jürgen Schambach


Juni 2018

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch am Sonntag, 17. Juni 2018,
mit  CHRISTIAN KLISCHAT

Foto zeigt: Christian Klischat

Dieses Mal erfreute uns der Schauspieler Christian Klischat, Jahrgang 1969, mit einem Auftritt aus W. Borcherts „Schischiphush“. Wir lernten uns 2010 im Kloster Birkenwerder kennen, und seit dieser Zeit bin ich ein Fan von ihm. Alle seine Berliner Auftritte haben mich begeistert. Da er für einige Tage in Berlin war, ergab sich die Möglichkeit eines Auftritts in unserem Haus mit Wolfgang Borcherts Lieblingsstück SCHISCHIPHUSH.
Die Kurzgeschichte gehört zu den ungewöhnlich heiteren und humorvollen Texten Wolfgang Borcherts und zu seinen bekanntesten Werken. Aus der Sicht eines kleinen Jungen wird die Begegnung zweier ganz unterschiedlichen Menschen geschildert, die lediglich eine Gemeinsamkeit haben: beide lispeln. Der Sprachfehler führt anfänglich zu Missverständnissen, später jedoch zur Verständigung und Freundschaft der beiden Leidensgenossen. Der Titel nimmt Bezug auf die griechische Mythengestalt Sisyphus, die sowohl den Spitznamen eines Kellners angeregt hat als auch sein Schicksal versinnbildlicht. Die zweite Hauptfigur geht auf Borcherts realen Onkel Salchow zurück.
Klischat hat das wunderbar und eindrucksvoll dargebracht. Man war mitten im Geschehen und wurde von der expressiven Darstellungsweise eingefangen. Der Beifall nahm kein Ende, wir waren alle überaus begeistert. Er versprach, bei nächsten Aufenthalten hier gern wieder das Sozialwerk zu besuchen und mit seinen Auftritten zu begeistern. Ich bin noch immer ganz hin und weg und begrüße jeden weiteren Besuch von Christian Klischat hier im Haus.
Berlin, den 21. Juni 2018
Eveline Harder
Foto: Jürgen Schambach


Juni 2018

Tag des Ehrenamts in der Wilmersdorfer Straße am Freitag, 15. Juni 2018, 14:00-18:00 Uhr

Foto zeigt: Stand in der Wilmersdorfer Str. im Juni 2018

Seit 1997 führt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf jährlich einen „Tag des Ehrenamts“ als Markt der Möglichkeiten durch. Ziel ist es, für das Ehrenamt/Freiwilligen-Engagement zu werben und zu publik zu machen. Organisationen und Vereine stellen sich und ihre Arbeit vor. Bürgerinnen und Bürger können die vielfältigen Möglichkeiten, sich zu engagieren, kennenlernen. Das Sozialwerk Berlin war wie immer mit einem Stand vertreten, der immer perfekter im Auftritt wird. Hier gilt unser Dank an Herrn Schambach.
Eingestimmt wurden die Zuhörer von der TANZ AG der 4. Klasse der Grundschule am Weinmeisterhornweg mit einer wunderbaren Performance. Bezirksstadtrat Arne Herz begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Ulli Zelle, rbb, moderierte die Verleihung des Ehrenamtspreises Charlottenburg/Wilmersdorf und führte durch die Veranstaltung. Weitere kleine musikalische Highlights folgten.
Der Besucherstrom war durch die Spiele der Fußballweltmeisterschaft etwas dünner. Trotzdem fanden an unserem Stand interessante Gespräche und etliche Fachabsprachen statt. Wir begrüßten u. a. Frau Ülker Radziwill, SPD, Frau Annegret Hansen, Vorsitzende der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), Frau Judith Stückler, stv. Vorsitzende BVV. Es ist gewinnbringend, sich über aktuelle Themen im politischen Bereich auszutauschen. Es ist auch wichtig, immer wieder die Bestrebungen und die Arbeitsweise des Sozialwerks der Allgemeinheit vorzustellen. Einige spannende Stunden in der Wilmersdorfer Straße mit unserem Standteam waren das.

Herzlichen Dank für die tolle Mitarbeit!
Berlin, den 21.06.2018
Eveline Harder
Foto: Jürgen Schambach


Juni 2018

12. Deutscher Seniorentag – Sozialwerk organisiert „Ehrenamtsparcours“

Foto zeigt: Franz Münterfering und Margit Hankewitz am Ziel des Ehrenamtparcours  Foto zeigt: Frau Harder am Stand des Sozialwerks

Foto 1: Franz Münterfering und Margit Hankewitz mit den Geehrten am Ziel des Ehrenamtsparcours
Foto 2: Der Stand des Sozialwerks
Fotos: Jürgen Schambach

Vom 28. bis 30. Mai 2018 fand in Dortmund der 12. Deutsche Seniorentag unter dem Motto „Brücken Bauen“ statt. Er wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) durchgeführt, dessen Vorsitzender Franz Müntefering, Bundesminister a.D.,  ist. Das Sozialwerk Berlin zählt zu den insgesamt 117 BAGSO-Mitgliedsorganisationen und wird dort von Frau Margit Hankewitz und Herrn Rolf Meyer vertreten.

In der festlichen Eröffnung am 28. Mai unterstrichen der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,  Franziska Giffey, die große Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit von Seniorinnen und Senioren für die Gesellschaft. Diese könne nicht hoch genug gewürdigt werden.

Vor diesem Hintergrund fand im Rahmen des umfangreichen Tagungsprogramms ein sogenannter „Ehrenamtsparcours“ statt, der vom Sozialwerk Berlin e.V. organisiert und durchgeführt wurde. Er hatte zum einen den Zweck, stellvertretend für viele einigen ausgewählten Ehrenamtlichen durch Verleihung einer BAGSO-Urkunde für das soziale Engagement zu danken, zum anderen aber auf die Notwendigkeit dieses Engagement aufmerksam zu machen.

Am „Start“ des Parcours führte  Margit Hankewitz kurze Interviews mit den zu Ehrenden durch, am Ende überreicht Franz Müntefering die Urkunde, nachdem die Geehrten den Parcours unter dem Beifall und unter der Geräuschkulisse der Zuschauer durchlaufen oder durchschritten hatten. Zu den Geehrten zählen aus Berlin die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin, Frau Dr. Johanna Hambach, Frau Eveline Harder,  Herr  Joachim Jetschmann, Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf, sowie Herr York Albrecht und Herr Christian Hahn, beide UNIONHILFSWERK  Berlin. Den Geehrten gratulieren wir an dieser Stelle sehr herzlich.

Foto zeigt: Eveline Harder im Gespräch mit Franz Müntefering

Eveline Harder im Gespräch mit Franz Münterfering
Foto: Jürgen Schambach

Das Sozialwerk war in Dortmund durch eine neunköpfige Delegation und durch einen Informationsstand vertreten, der auf reges Interesse der Messebesucher stieß. Aus den zahlreichen Gesprächen, aber auch aus den Fachvorträgen und den Gesprächen am Rande dürfen wir schließen, dass das Sozialwerk durch seine Tätigkeit das Motto des Seniorentages „Brücken Bauen“, oder anders ausgedrückt, Grenzen und Klüfte überwinden,  in hervorragender Weise realisiert.
Hans-Ulrich Litzner


Mai 2018

Erzähl-Café – Zeitzeugengespräch am 29. April 2018 mit Herrn Jens-U. Meißner
„Unser Mann im nahen Osten“

Foto zeigt: Jens-U. MeißnerNachdem ich Herrn Meißner im Mai 2017 beim Landesseniorenbeirat und anschließend auf verschiedenen Podien erlebt hatte, bat ich ihn um einen Auftritt im Erzähl-Café im Sozialwerk Berlin e. V. Er sagte zu und gab der Veranstaltung den obigen Titel. Eine kleine Fangemeinde hatte sich eingefunden und Jens-U. Meißner, Jahrgang 1952, Leitender Magistratsdirektor a. D., parteilos, berichtete zunächst einige private Dinge über sich und seine Familie. 1972 machte er Abitur und studierte an der FU Berlin Volkswirtschaft, Diplom 1978. Seine Diplomarbeit befasste sich mit dem Ost-West-Handel, ein Thema, das ihn über lange Jahre begleitete. 1980 begann seine Senatslaufbahn beim Senator für Inneres, dann wechselte er zur Senatsverwaltung für Soziales und fand hier seine Aufgabe. Als der Aufbau Ost 1990 begann, ging er nach Köpenick und wurde dort 1991 Leiter des Sozialamts Treptow-Köpenick. Hier schilderte er sehr eindrücklich das Zusammenarbeiten mit den Ost-Berliner Kollegen. Er sprach über die Schwierigkeiten, die Verwaltungsordnung durchzusetzen und die „DDR-Marotten“ auszumerzen: Der Schreibtisch musste abends abgeräumt und die Akten im Schrank eingeschlossen werden. Der Schrank und die Bürotür wurden dann jeweils versiegelt. Man nahm im übel, dass er die Mitarbeiter nicht täglich mit Handschlag begrüßte und das Motto „Freitag um Eins macht jeder Seins“ erlebte er in Reinkultur. So entwickelte er sich langsam zum „Wossi“ und die West-Berliner Kollegen prägten den Spruch: Unser Mann im nahen Osten.

Die Fusion der Berliner Bezirke brachte weitere große Umstellungen mit sich. Und seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Jobcenters in den Jahren 2005 und 2006 zeigte ihm die Schwierigkeiten der Arbeitsvermittlung in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit auf. Oberschöneweide hatte nach der Wiedervereinigung 25.000 Arbeitslose durch die Schließung der Fabriken zu verkraften. Der Amtsschimmel ließ an allen Ecken und Enden grüßen.

Die Stasi-Aufarbeitung der Mitarbeiter/innen brachte im Laufe der Zeit Unfrieden, so dass ihm zugetragen wurde, „sie möchten nicht mehr durchgegauckt, sondern es soll endlich Schluss gemacht werden“.

Das Sozialwerk Berlin e. V. begleitete er seit 1983, damals als Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Soziales unter Ulf Fink. Er ist immer ein Bewunderer der Familie Tresenreuter gewesen. Herrn Meißners Interesse galt immer der Seniorenpolitik und der Förderung von Selbsthilfegruppen. Seit dem 1.1.2018 ist Herr Meißner im Ruhestand.

Die kleinen Anekdoten aus seinem Arbeitsbereich würzten den Vortrag. Der Zuhörerkreis war sehr beeindruckt, zum Teil betroffen über das Leben im öffentlichen Raum, das er so plastisch schilderte. Vielen Dank, Herrn Meißner, für die unvergesslichen Stunden!
Berlin, den 5. Mai 2018
Eveline Harder
Foto: UHW, LV Berlin


Mai 2018

Nachruf auf Jean Mangers

Foto zeigt: Jean Mangers +
Foto: G.Losse
Am 24. April 2018 verstarb unser langjähriges Vorstandsmitglied Jean Mangers im Alter von 81 Jahren. Mehr als 20 Jahre hat er sich für das Sozialwerk Berlin engagiert und sich dabei große Verdienste erworben. Daher sollen die wesentlichen Stationen seines Lebensweges an dieser Stelle nachgezeichnet werden.

Jean Mangers wurde am 2. August 1936 in Düdelingen im Großherzogtum Luxemburg als ältestes von vier Kindern geboren. Nach der Grundschule besuchte er das Gymnasium, das er mit dem Abitur abschloss. Zusätzlich absolvierte er das Abitur der Lehrernormalschule mit Berechtigung auf das Lehramt– schon damals ein Hinweis auf seine vielfältigen Tätigkeiten und Interessen.

Es folgte ein vierjähriges Studium an der ETH Zürich, das er mit dem akademischen Grad Diplom-Chemiker abschloss. Er trat in die luxemburgische Stahlindustrie ein, in der er bis zur Pensionierung tätig war.

Nach seiner beruflichen Karriere wurde Jean Mangers ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der luxemburgischen Seniorenorganisation AMIPERAS – und hier beginnt die Weichenstellung in Richtung Sozialwerk Berlin: dessen Gründerin und seinerzeitige Vorsitzende, Frau Käte Tresenreuter, initiierte den „Freundeskreis Mittel- und Osteuropa“, der im Oktober 1996 in Budapest gegründet wurde. Luxemburg war in diesem Kreis durch Jean Mangers vertreten. Käte Tresenreuter wurde Vorsitzende dieses Gremiums, Jean Mangers der Schriftführer. So entwickelten sich ein enger Kontakt zum und eine tiefe Verbundenheit mit dem Sozialwerk Berlin. Schon im Jahr 1996 wurde Jean Mangers dessen Mitglied, 2001 zog er von Luxemburg nach Berlin. 2008 wurde er Vorstandsmitglied, ein Amt, das er bis zu seinem Tode innehatte. Über das Sozialwerk lernte Jean Mangers auch seine zweite Ehefrau Heidemarie kennen, die sich dort ebenfalls ehrenamtlich engagiert.

Im Vorstand war Jean Mangers für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Mit großem Fleiß und Gewissenhaftigkeit verfasste er die Schriften des Sozialwerks, Berichte, die Protokolle des Vorstands und der Mitgliederversammlungen sowie der Sitzungen anderer Gremien.

Schwerpunkt seiner Öffentlichkeitsarbeit war zweifellos die „Schlößchenpost“, die Hauszeitung des Sozialwerks, die Jean Mangers im September 1999 übernahm. In der „Schlößchenpost“ berichtete er mit seinem Redaktionsteam über Veranstaltungen im Sozialwerk, zeichnete Portraits langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zitierte Gedichte und veröffentlichte Berichte aus den Interessenkreisen des Sozialwerks. Bislang sind im vierteljährlichen Rhythmus 69 Ausgaben erschienen, die 70. Ausgabe blieb unvollendet.

Jean Mangers liebte die Musik. Schon als Kind besuchte er fünf Jahre lang die Musikschule seiner Heimatstadt. Im Sozialwerk konnte er diese Begeisterung ausleben: er war Mitglied des hauseigenen „Schlößchenchors“ und der Keyboard-Gruppe. Mit dem Chor hat er zahlreiche Konzerte im Käte-Tresenreuter-Haus, dem „Schlösschen“, sowie in Pflegeeinrichtungen mitgestaltet.

Jean Mangers liebte die Geselligkeit. An den Veranstaltungen des Sozialwerks nahm er gern teil. So auch an der jährlichen Faschingsveranstaltung, bei dem er – inspiriert von der gleichnamigen Operette von Franz Lehár – als „Graf von Luxemburg“ auftrat. Mit Frack, Zylinder, weißem Schal und weißen Handschuhen strahlte er eine unnachahmliche Würde aus. Dieses Bild lässt sich auch auf seine hervorragenden Charaktereigenschaften übertragen, zu denen Fleiß, Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit, gepaart mit einem Schuss Humor zählen. In einem Wort: Jean Mangers war ein Herr der „alten Schule“!

Das Sozialwerk verliert mit ihm einen guten Freund, dem es zu großem Dank verpflichtet ist. Mitglieder, Mitarbeiter und Vorstand werden Jean Mangers daher ein ehrendes Andenken bewahren.

Hans-Ulrich Litzner


April 2018

Der Berliner liebt Musike

Foto zeigt: Günter Rüdiger, Schauspieler, Sänger und Theaterleiter des kleinsten Theaters von Berlin  Foto zeigt: Günter Rüdiger, Schauspieler, Sänger und Theaterleiter des kleinsten Theaters von Berlin  Foto zeigt: Günter Rüdiger, Schauspieler, Sänger und Theaterleiter des kleinsten Theaters von Berlin  Foto zeigt: Günter Rüdiger, Schauspieler, Sänger und Theaterleiter des kleinsten Theaters von Berlin

Unter diesem Motto präsentierte am 14. April Günter Rüdiger flotte Melodien passend zum Frühling. Der Schauspieler, Sänger und Theaterleiter des kleinsten Theaters von Berlin, dem „Zimmertheater Steglitz“, verstand es schon gleich zu Beginn, mit der „Berliner Luft“ die Zuhörer zu begeistern. Begleitet von Karin Coper am Klavier erklangen Gassenhauer aus  sogenannten „Knalloperetten“ von Paul Linke. So bezeichnete man Operetten mit besonders schwungvoller Musik. Sehr informativ und humorvoll plauderte er über die verschiedensten Berliner Künstler wie Otto Reutter, Fredy Sieg und Claire Waldoff. Immer wieder wurden die bestens bekannten Lieder von allen mitgesungen, da sehr viele „Ur-Berliner“ im Saal saßen, wie sich bei einer Publikumsbefragung herausstellte. Auch die Historie der Comedian Harmonists stellte Günter Rüdiger lebendig dar und „Der kleine grüne Kaktus“ musste auf jeden Fall darauf folgen. Die Berlin-Lieder der Nachkriegszeit gesungen von Bully Buhlan oder den 3 Travellers durften natürlich nicht fehlen. Durch die lockere und heitere Stimmung verging der Nachmittag wie im Fluge, der mit dem Song „Sehn se, das ist Berlin“, dem Erkennungslied aus der Kabarettsendung „Die Insulaner“ vom Sender RIAS-Berlin, seinen Abschluss fand.

Text und Fotos: Wilfried Neumann


April 2018

Verleihung des Berliner FreiwilligenPasses 2018

Foto zeigt: Verleihung des Berliner Freiwilligen Passes, Personen
Von links nach rechts:
Peter Stawenow, Elke Breitenbach, Gisela Telschow, Klaudia Neumann, Barbara Donbavand, Margit Hankewitz.

Der diesjährigen Einladung des Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, zur Verleihung des Berliner FreiwilligenPasses ist das Sozialwerk Berlin gern gefolgt. Ausgezeichnet für freiwilliges bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement wurden Frau Barbara Donbavand, Frau Klaudia Neumann sowie Frau Gisela Telschow.
In einer Feierstunde am 9. April wurden im Roten Rathaus die Ehrungen durch die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, vorgenommen. Einen herzlichen Glückwunsch und ein Dankeschön an die geehrten Mitarbeiterinnen!

Text: Wilfried Neumann
Foto: Sabine Schlaak


April 2018

Das Osterkonzert

Foto zeigt: Orchester beim Osterkonzert 2018     Foto zeigt: Tänzer und Tänzerinnen beim Osterkonzert 2018
Als am 31. März die Gruppe „Harmonie“ das Programm mit „Der Berliner liebt Musike“ eröffnete, war das auch sogleich das Motto des Nachmittags. Das Harmonika-Ensemble unter der Leitung von Erika Hartmann am Akkordeon sprach mit der Musikauswahl genau den Geschmack des Publikums an. Unaufgefordert wurde bei den bekannten Schlagern der letzten Jahrzehnte sogleich mitgesungen und mitgeklatscht. Als dann noch Herr Hartmann als Moderator die Zuhörer aufforderte zu den bekannten Melodien zu tanzen, wurde erst zögerlich doch dann verstärkt die Tanzlaune geweckt. Bei der traditionell gewünschten Zugabe von „Sierra Madre del Sur“ verbreitete sich eine festliche Stimmung im Saal. Das war somit auch ein guter Beginn der österlichen Feiertage.

Text und Fotos: Wilfried Neumann